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 Die Küche

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Divious
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BeitragThema: Die Küche    Fr Okt 19, 2018 7:01 pm

Die Küche liegt zum Innenhof gerichtet und man kann sie von zwei Seiten betreten. Einmal vom Foyer aus und zusätzlich vom Innenhof.
Große Fenster wurden in die Mauer eingelassen, um den Raum erhellen zu können.
Die Küche ist kaum noch wieder zu erkennen, nur die Steinwände lassen erahnen, wie es einst hier aussah.
Nun allerdings wurde eine moderne Echtholz-Küche mit hochmodernen Haushaltsgeräten eingebaut.
Eine kleine Theke am Ende der Küche mit hohen Barhockern lädt zu Gesprächen ein.

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Yuki

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BeitragThema: Re: Die Küche    Sa Nov 24, 2018 12:46 pm

Yuki kommt von: Yukis Zimmer geht zu: Küche

Als das Mädchen aus ihrem Zimmer draußen war schloss sie die Tür wieder ab und ließ den Schlüssel in ihre Tasche gleiten. Sie machte sich auf den Weg zu der Küche und warf dabei immer mal einen Blick zu Kathrin um sie nicht zu verlieren. *Für sie muss es hier ganz schön neu sein und alles so voll. Vielleicht ist es für sie ja auch so verwirrend wie es für mich war. Vielleicht kann ich ihr ja später einmal die Burg zeigen, aber erst gibt es Essen.* Wie als Bestätigung für ihre Gedanken grummelte ihr Magen leise.
Schon nach wenigen Minuten kamen sie in der Küche an. “Willkommen in der Burgküche!“, lächelte sie freundlich. “Hier können sich alle Essen kochen, aber nur von den eigenen Lebensmitteln. Du kannst erstmal von mir was abhaben. Hast du Geld oder sowas um dir später eigene zu kaufen? Sonst müssten wir mal schauen wie du an deine eigenen Lebensmittel kommst.“ Sie kramte eine Pfanne, eine Schüssel, zwei Schneidbretter und eine Gabel und zwei Messer heraus. Dann lief sie zum Kühlschrank und holte eine Paprika und 3 Eier hervor. Dazu nahm sie sich noch eine Zwiebel. “Hast du Allergien? Schließlich wollen wir dich ja nicht versehentlich vergiften!“ Sie legte die Zutaten ab und nahm sich dazu noch Mild, Salz und Pfeffer und Basilikum. Das müsste dann ins Ei mit rein. Danach schloss sie den Kühlschrank und wusch die Paprika. “Du könntest uns jetzt bitte die Paprika schneiden. Dann schneide ich die Zwiebel und dann können wir das Ei machen.“ Sie entfernte die Kerne der Paprika und legte sie auf das Schneidbrett vor Kathrin. “Du musst sie nur in kleine Würfel schneiden. Das bekommst du sicher hin. Ist ganz einfach.“ Sie lächelte und ging zu ihrer Zwiebel. *Selbst wenn man nicht kochen kann sollte sie das hinbekommen.* Sie begann die Zwiebel zu würfeln nachdem sie die Schale entfernt hatte.

Angesprochen: Kittey/ Kathrin (Lilith Dearing),
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Lilith Dearing

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BeitragThema: Re: Die Küche    So Nov 25, 2018 1:14 pm

Kittey kommt von Yukis Zimmer <---

Aufmerksam blinzelte sie das rosahaarige Mädchen an, welchs ihr so einfach und bereitwillig geholfen hatte. Diese erwiederte sogar, dass sie es gerne getan hatte udn sie nichts als Dankeschön erwarten würde...dennoch machte sich das Mädchen in Gedanken eine Notiz, dass sie Yuki unbedingt etwas zurückzahlen wollte. Ob sie ihr eines Tages irgendwobei helfen konnte? Sie hoffte es sehr! Denn sie wollte nicht ewig diejenige sein, die hilflos auf andere vertrauen musste, sondern ihnen auch etwas für ihre Nettigkeit zurückgeben könnte... Das Lächeln und auch die verschiedentönig blauen Augen des älteren Mädchens waren so ehrlich, dass Kathrins elbst garnicht anders konnte, als sie zu mögen - egal vor was Revan sie spielerisch gewarnt hatte. Am liebsten hätte sie geschnaubt, natürlich aßen Mädchen nciht einfach andere auf...Wie doof, dass sie auch nur kurz etwas Panik bekommen hatte! In dem Moment zeigte sie ein leicht verlegenes Lächeln und hatte ein Kopfschütteln unterdrücken müssen. Yuki hatte ihr weiterhin geholfe, indem sie ein paar wichtige Dinge erzählte und wieder etwas anbot, was ihr helfen konnte.
"Wissen die Leute, denen das hier gehört denn schon, dass ich da bin?" fragte sie ein wenig schüchterner bei dem Gedanken, an die Leitung dieser Burg.  "Oder müssen wir noch irgendwo bescheid geben?" Ob diese einschüchternd waren? Sie würden sie doch sicher nicht wieder weg schicken, nicht wahr? Nein..auch andere nahme se auf, wieso aso sollten sie ausgerechnet Kathrin ablehnen und wieder auf die Straße setzen? Doch um ein eigenes Zimmer zugewiesen zu bekommen, müsste sie ja bescheid geben da zu sein, oder? Ein wenig nachdenklich hatte das hellbraunhaarige Mädchen drein geblickt. Yuki war so lieb zu ihr, obwohl sie sich kaum kannten! Ein wenig bescheiden blickte sie also auf ihre eigenen, feingliedrigen Finger nieder, sie sie miteinander verflochten hatte - ein kleines Anzeichen von Unsicherheit udn Verlegenheit. Ohne einen Hasen oder eine Jacke die sie festhalten konnte, musste sie mit ihren leren Händen wohl unbewusst eine andere Beschäftigung suchen. "Du hast schon so viel für mich hergegeben...ich möchte dir nicht noch weiter Schwierigkeiten bereiten.." hatte sie fast schon geflüstert. Denn sie konnte doch unmöglich von Yuki erwraten, dass sie das schmale Bett mit ihr teilte, oder? Sie musste wirklich erwachsener werden...und vielleicht wäre es gut, wenn sie zumindest versuchte eine Nacht alleine zu schlafen...auch wenn es ihr jetzt schon vor den Träumen grauste, die sie mit absoluter Sicherheit heimsuchen würden. Doch bis es soweit war, würde sie ganz sicher nicht noch weiter daran denken. Immerhin gab es nun erfreulicheres zu tun! Ein neuer Ort, ein Zuhause wartete auf sie und es konnte nurnoch Berg aufgehen...hoffentlich! Sie lauschte auf Yukis Antworten und lächelte leicht. Doch ebenso schob sich ein fragender Gesichtsausdruck auf ihre feinen Züge.  "Geld scheint ziemlich wichtig zu sein..." murmelte sie, sie selbst hatte nichts weiter als ihren Hasi mitgehabt, den sie nun auchnoch verloren hatte... "Ich und stark? Findest du?" schon ließ sie sich ablenken udn ein kleines Funkeln brachte ihr Augen zum leuchten. Bisher hatten die meisten sie doch wohl eher für Schwach gehalten, alle dachten sie wäre ein Kleinkind, dabei ereichte sie schon ihr dreizehntes Lebensjahr...! Doch wirklich selbstständig hatte sie nie sein müssen, weswegen wohl die bisherige Unfähigkeit sich selbst zu Versorgen als Schwäche angesehen wurde - zurecht.
Doch irgendwie erfreute sie es, dass Yuki sie nicht als ganz nutzlos zu betrachten schien. Dennoch nahm sie sich vor dringend an sich zu arbeiten, um andere nichtw eiter zu belasten udn Dinge auch selbst schaffen zu können. Natürlich war sie nicht durch einen bestimmten, blauäugigen Kerl noch motivierter in dem Gedanken...
Yukis leises Lachen, ließ sie aus Gedanken auftauchen und sie errötete hauchzart, weil sie so einfach in ihem eigenen Kopf versank. Doch das bunthaarige Mädchen winkte ab und meinte, sie würde ihr keinen Aufwand aufhalsen, da sie sowieso hatte Frühstück machen wollen. Der Fakt, dass Yuki nicht extra für sie also Arbeit aufwandte, erleichterte sie erstaunlicherweise ziemlich und sie fühlte sich gleich ein bisschen besser. Kathrin  hatte zwar noch nie wirklich gekocht, da ihr Haushalt neben der Nanny auch ncoh einen Koch gehabt hatte, aber dennoch wuchs die Neugier in ihr an, vielleicht würde es ja Spaß machen! Und sie wollte sich unbedingt dabei nützlich machen. So nickte sie, nach dem kalten, eher ungeplanten Bad, klang etwas warmes in ihrem leeren, hungrigen Bäuchlein schon ziemlich verlockend. "Ich würde dir sehr gerne dabei helfen...egal wie." erwiederte sie aufrichtig und blinzelte Yuki aus großen, hilfsbereiten Augen an. Nun wurde sie dann doch etwas verlegen,w eil sie zugeben musste, trotz ihres Alters noch nie gekocht zu haben... "Könntest...du es mir zeigen? Ich habe ncoh..nicht wirklich..." murmelte sie zu ende etwas und neigte wieder dazu an ihren eigenen zarten Fingern zu zupfen, da sie keinen Hasi hatte an den sie sich klammern konnte. Mit tappsenden Schritten folgte sie Yuki zur Tür, als sie diese aufgeschlossen hatte. Ein wenig enttäuscht war sie schon, dass diese nicht wusste wo Revans Zimmer lag - aber irgendwie wäre es schon möglich ihn zu finden, oder? Sie nickte also nur zustimmend, und ja müde war sie auch - besonders wnn man sie darauf hin wies. Doch vergaß sie eigene Erschöpftheit durch Elan und Freude zu oft... Auch jetzt verdängte sie das verzehrende Gefühl nach einem benötigten Schläfchen, denn es gab weitaus wichtigeres und spannenderes zu erleben...und ein wenig fürchtete sie sich auch davor zu schlafen, um ehrlich zu sein. Was wenn die Träume wieder kamen? Was wenn das hier alles nur ein schöner Traum ist? sie wollte nicht erwachen und feststelle, dass sie irgendwo im Wald eingeschlafen war...oder noch im krankenhaus lag...oder noch schlimmer...Zuhause aufwachte und wieder ihrem toten Vater oder den Männern begegnete.
Zwar war sie froh darüber, dass Yukis Frage sie schließlich ablenkte, doch errötete sie mit einem Schlag  udn schlug die Augen verlegen nieder. Sie wollte es kaum ansprechen. "Ich hab am Ufer gespielt...weil das Wasser so schön war...und hab mich erschreckt und bin dann reingefallen.." gab sie kleinlaut und mehr als nur verlegen über ihre eigene Ungeschicktheit zu. "Ich hab Revan nicht bemerkt, weil ich so abgelenkt war...also ist es nur meine Schuld.." hängte sie erklärend hinten ran und tapste dann immernoch verlegen durch die Tür, die Yuki ihr aufhielt. War einen letzten Blick zurück auf die Jacke, die sie sorgsam abgelegt hatte um sie Revan später zurück geben zu können. Etwas abwesend nickte sie, eigentlich wollte sie sich nicht ausruhen...nicht weil ihr Körper es nicht bräuchte aber...Sie lächelte, etwas blass erscheinender als ihr bisher ehrliches oder schüchterndes Lächeln.
Sie folgte Yuki in die Küche und sah sich dabei mit großen Augen um, doch irgendwie erschenen ihr die Gänge alle so riesig und ähnlich! "Revan hat mir aus dem See geholfen und mich zum Schloss gebracht.." murmelte sie leise bei Yukis "Für was auch immer", sie verstand nicht wieso das Mädchen so argwöhnisch dem Mann gegenüber war...immerhin, war er ziemlich großartig, fand sie zumindest.


Ein wenig unsicher fühlte sie sich schon, in diesem riesigen Schloss und ihre zarten Finger umfassten die Enden des Pullovers, der fast ihre gesamte Hand versteckte, da er ein ganzes Stück zu groß war. Der Stoff war wunderbar weich und wirkte irgendwie beruhigend, so kuschelig wie er war. Dochd er Weg hatte wirklich nicht lange gedauert und so kamen sie rasch an der Küche an.
Sie schüttelte nun doch etwas bedrückt den Kopf, als Erwiederung auf Yukis Erklärung. "Ich habe kein Geld..." sprach sie leise und sah zu Boden. Woher bekam sie denn Geld? Wie vorhin, fiel ihr auf, dass wohl viel davon abhängig war...Jetzt verursache sie wirklich wieder Schwierigkeiten....Ein kleines Seufzen entfuhr ihr. Wie soll ich bloß an Geld kommen? Ich möchte nicht alle so belasten und strapazieren... Doch versuchte sie sich von den doch etwas belastenden Gefühlen abzulenken, indem sie die Küche musterte. Und feststellte, dass diese echt hübsch eingerichtet war. Anders als zu erwarten, war sie recht hell und modern. Während Yuki also die Sachen herauskramte, versuchte sie sich zu merken, woher sie was holte - so dass sie nächstes mal wenigstens dabei helfen konnte, statt untätig herum zu stehen.  AUf die Frage schüttelte sie erneut den Kopf. "Ich glaube nicht.." jedenfalls nicht, dass sie davon wüsste. So also  kam sie heran, etwas unsicher in der Haltung, doch entschlossen zu helfen. "Okay..." erwiederte sie und versuchte sich die Unsicherheit nciht anmerken zu lassen. Ich schaffe das schon..irgendwie Dachte sie und musste sich ziemlich strecken um vernünftig an das Schneidebrett dr Theke heran zu kommen. Wachsen sollte ich auch dringend... stellte sie fest und blickte sich unauffällig um, ehe sie eine Art Hocker fand auf den sie sich setzen/stellen könnte und weiter oben war, als ohne. Zufrieden mit dem Einfall wurde dieser umgesetzt und sie rückte den Hocher vor die Theke an der sie die Paprika schneiden würde. Sie nahm das kleine Messer in die Hand und hielt mit der anderen die schon vorbereitete Paprika fest, ehe sie vorsichtig - und erstaunlicherweise recht geschickt - anfing diese erstmal in Streifen zu schneiden, um anschließend daraus kleine Würfel zu machen. Ein vergnügtes Lächeln schlich sich ihr auf die Lippen, die Tätigkeit machte mehr Spaß, als man zunächst dachte. Und zudem freute sie sich darüber, dass es garnicht so schwer war wie vermutet und sogar ganz gut klappte.

(1529 Wörter)
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Yuki

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BeitragThema: Re: Die Küche    So Nov 25, 2018 8:08 pm

Yuki kommt von: Yukis Zimmer geht zu: Küche

Freundlich blinzelte sie das Mädchen an als sie fragte ob denn die Leute denen die Burg gehörte schon wussten ob sie hier war. *Eigentlich sollten sie es ja mitbekommen haben. Vielleicht hat Revan sich ja auch darum gekümmert. Obwohl ich mir eher nicht vorstellen kann, dass er sowas macht.* So sah sie also Kathrin an. “Sie werden es sicher bald erfahren und du bekommst auch bald dein Zimmer Kathrin. Mach dir da keine Sorgen.“ Sie überlegte. *Ich musste damals niemandem Bescheid sagen. Mir wurde einfach das Zimmer gegeben.* Sie gab ihre Gedanken so weiter. “Als ich angekommen bin musste ich niemandem Bescheid sagen. Wir werden uns schon darum kümmern. Das klappt schon alles, ist schließlich nicht das erste Mal, dass jemand neues kommt.“
Kathrin richtete ihren Blick zu Boden was sie sehr unsicher aussehen ließ. *Ich kann verstehen wenn sie verunsichert ist, das wäre und war ich auch, aber sie soll das nicht bei mir sein! Ich tue ihr schließlich nichts!* Sie berührte sanft ihre Schulter als sie meinte sie würde ihr Schwierigkeiten machen. Mit den Fingern ihrer anderen Hand hob sie Kathrins Kopf etwas an und lächelte beruhigend. “Du machst mir keine Schwierigkeiten und ich weiß wie unheimlich es ist wenn man erst hier angekommen ist und direkt alleine schlafen soll. Du schläfst die Nacht bei mir, ja? Ich gebe zu, dass ich auch gerne mal wieder jemanden nachts bei mir hätte. Es kann schon sehr einsam werden und morgen informieren wir uns wo dein Zimmer ist.“
Seit Yuki in der Burg war hatte niemand mehr bei ihr geschlafen. Nein, sogar schon seit ihre Mutter geliebte Mutter vor einigen Jahren gestorben war. Sie ließ das Mädchen los und ihre Finger glitten zu dem Armband, welches ihr ihre Mutter so kurz vor ihrem Tod geschenkt hatte. Für nichts auf dieser Welt würde sie es wieder ablegen. Sie liebte das Armband und die damit verbundenen Erinnerungen an die schönen Momente ihrer Vergangenheit. Die Zeit in der ihre Eltern ihr sagten, dass sie sie liebten und ihr ihre Wünsche erfüllten. Die Zeit in der ihre Mutter ihr vorgelesen hatte, während ihr Vater bei ihrer kleinen Schwester war, welche er durch sie ersetzt hatte. Ihre Mutter hatte schrecklich angestrengt sein müssen. Sie wirkte oft müde und erschöpft, aber Yuki hatte es nicht bemerkt. Wie hätte sie es auch bemerken können? Sie war noch so jung gewesen, aber sie hatte sich über jede Sekunde mit ihrer Mutter gefreut, besonders nachdem ihr Vater das komplette Interesse an ihr verloren hatte. Die Abende ohne ihre Mutter waren einsam gewesen und die Einsamkeit hatte sich auf ihr Leben ausgebreitet als sie gestorben war.
Anfangs hatte sie noch versucht zu ihrem Vater zu gehen und mit ihm zu reden, aber er hatte sie weggeschickt. Jedes Mal mit einem anderen Grund. „Deine Schwester schläft“ oder „ich bin zu müde“ oder „du solltest schlafen gehen. Es ist spät“ waren meistens Gründe die er nannte. Einmal hatte sie unbedingt gewollt, dass er ihr vorlas. Sie war nicht mehr gegangen. Er hatte angefangen zu schreien. Als schließlich ihre Schwester aufgewacht war und geschrien hatte war auch Yukis Vater ausgerastet. Er hatte das erste Mal ernsthaft Gewalt angewandt. Er hatte das seine ältere Tochter geschlagen und sie in ihr Zimmer gezerrt. Dort hatte er sie eingesperrt. Sie hatte geschrien und verzweifelt an die Tür getrommelt, schließlich wollte sie nur Aufmerksamkeit von ihre Schaffer haben. Er hatte sie nicht mehr raus gelassen bis sie schließlich in die Schule musste. Er hatte ihr kein Frühstück oder Pausenbrot gegeben. Sie hatte sich kaum konzentrieren können. Die Lehrerin bemerkte es und sprach sie in der Pause darauf an. Das Mädchen traute sich nicht von ihrem Vater zu erzählen, aber sagte sie habe Hunger. Als die Lehrerin bemerkte, dass sie kein Essen dabei hatte gab sie ihr einen Teil von ihrem Essen ab.
Kathrin riss sie mit ihren nächsten Worten aus ihren Gedanken. “Wie man es sieht. Wenn du Luxussachen willst brauchst du das Geld natürlich, das ist ja klar und überall so, aber du kannst ja noch nicht arbeiten, weshalb dein Mentor dich mit Essen versorgen wird. Den Mentor hast du bis du 18 bist. Deinen bekommst du sicher bald eingeteilt. Da können wir auch mal nachfragen wenn wir fragen welches dein Zimmer ist.“ Sie sah das Mädchen an. Sie schien nichts dabei zu haben als die Klamotten die sie getragen hatte. “Du hast Klamotten und sowas nicht dabei, richtig?“ Sie ging zu ihrem Schrank und holte einen Stapel Klamotten, Unterwäsche, T-Shirts, Pullis und ein paar Hosen, heraus und legte sie zu Revans Jacke aufs Bett. Eine andere Jacke von sich legte sie dazu. “Die Sachen schenke ich dir. Sie sind mir zu klein geworden oder gefallen mir einfach nicht mehr, deshalb wäre es besser wenn du sie nimmst, sonst landen sie irgendwann einfach im Müll.“ Sie lächelte und hängte Kathrins andere Klamotten über den Stuhl in ihrem Zimmer, damit sie trocknen konnten.
Sie sah das Mädchen an. “Und du bist natürlich stark. Stärke ist nicht nur gegen andere zu kämpfen und sie zu besiegen sondern auch jeden Tag weiter zu machen auch wenn etwas passiert ist. Ich will ehrlich sein, wir haben alle einen Grund warum wir hier sind und nicht bei unseren Familien und trotz dieser Sachen jeden Tag die Augen wieder aufzumachen, sowas ist für mich Stärke. Auch mal zu weinen ist für mich Stärke, denn wenn man weint lässt man los und gesteht sich selbst ein, dass etwas nicht stimmt und mit dem Gedanken kannst du es besser machen. Sowas is Stärke, findest du nicht auch?“
Kathrin erzählte, dass sie noch nie gekocht hatte und wirkte dabei schon wieder verlegen. *Schämt sie sich etwa? Aber wieso denn? Ist doch nicht schlimm das noch nie getan zu haben!* Auch diesen Gedanken ließ sie sich freien Lauf. “Nicht schlimm. Das lernst du schnell. Ich habe auch erst ein paar Wochen bevor ich von zu Hause abgehauen bin angefangen kochen zu lernen und meine ersten Gerichte würde ich niemals irgendwem vorsetzen wollen.“ Sie musste lachen. “Aber mittlerweile geht es gut. Ich kann dir helfen und ein paar leichte Sachen beibringen wenn du willst.“
Auf die Erklärung wie sie ins Wasser gefallen war nicht Yuki. *Also hat Revan sie erschreckt und deshalb ist sie ins Wasser gefallen. Das hätte ich mir denken können.* Sie mochte Revan nicht wirklich. Er war ihr unsympathisch. “Es ist nicht deine Schuld Kathrin. Natürlich ist es ungeschickt nahe am Wasser zu sein, aber du kannst nichts dafür wenn du dich erschreckst und das Gleichgewicht verlierst. Revan hatte die gleiche Schuld daran, dass du reingefallen bist wie du.“ Sie legte ihre Hand sanft auf ihrer Schulter ab.
Sie nickte wieder andächtig als Kathrin meinte sie hatte kein Geld. *Wie kommt sie an welches?* Ihr fiel nicht wirklich etwas ein. “Okay. Dein Mentor ist für dein Überleben zuständig, aber nicht für den Rest, also wenn du Bücher oder sowas willst musst du es selber kaufen. Wenn du mal etwas möchtest kannst du mich fragen. Ich habe zwar selber nicht mehr so viel Geld, aber vielleicht habe ich etwas von dem was du brauchst und manchmal verkaufe ich im Dorf ein paar selbstgemachte Sachen um an ein wenig Geld zu kommen. Wenn du willst kannst du da mal mitkommen. Ich kann dir zeigen wie du verschiedene Dinge herstellst und dann klappt das bestimmt irgendwie wenn du etwas willst. Ansonsten musst du halt zum Lesen beispielsweise in die Bücherei. Da findest du bestimmt etwas, das dir gefällt.“
Nun stand sie also da und schnitt die Zwiebel in feine Würfel. *Sie hat keine Allergien. Das ist gut, dann kann ich das ja normal machen.*
Sie gab die Zwiebel in eine Schüssel und ging dann zu Kathrin. “Das passt schon so wie du die Paprika geschnitten hast. Dankeschön.“ Sie nahm das Brett und schüttete die Paprika in die Schüssel zur Paprika. *Ich kann ihr ja eigentlich gleich erklären wie man das macht.* Sie stellte die Schüssel zu den Eiern und der Milch. “Dann erkläre ich dir einfach mal gleich wie man jetzt das Rührei macht. Ich habe das Gemüse jetzt ja schon rein getan in die Schüssel. Du kannst Rührei, aber natürlich auch ohne Gemüse machen. Mit schmeckt es einfach noch ein wenig besser.“ Sie schlug die Eier in die Schüssel und gab Milch und Gewürze dazu. Das vermischte sie sorgfältig bis es eine gelbe Masse gab. “Jetzt habe ich die Eier mit rein geschlagen und mit Milch gestreckt, damit es mehr Masse wird, schließlich wollen wir auch satt werden. Dazu noch Gewürze, ich nehme am liebsten Salz, Pfeffer und Paprika, aber man kann auch was anderes nehmen, und vermischen. Die Zutaten kurz aufräumen und dann in die Pfanne tun und rühren. Du siehst wenn es fertig ist.“ Sie warf die Eierschalen in den Müll und stellte Milch und Gewürze wieder an ihre Plätze. Dabei erhitzte sie eine Pfanne. Schnell stellte sie noch zwei Teller mit hin und schütte dann das Ei in die Pfanne. Das Mädchen mit den lila Haaren beobachtete wie es durchbriet, während sie es durchrührte.
Als es fertig war verteilte sie es gleichmäßig auf die Teller und legte bei jedem eine dicke Scheibe Brot dazu, welche sie vorher abgeschnitten hatte. Sie legte Besteck dazu und gab Kathrin einen der beiden Teller. “Dann essen wir und dann mache ich gleich schnell die Pfanne sauber und dann können wir wieder in mein Zimmer gehen.“ Sie begann zu essen, wofür ihr Magen ihr sehr dankbar war. Es war ein schönes Gefühl die Wärme in ihrem Bauch zu spüren. Dann hörte sie allerdings nochmal kurz auf zu essen und holte beiden noch ein Glas Wasser.
Das stellte sie auf die Theke am Ende der Küche und setzte sich auf einen der Hocker wo sie weiter aß.

Angesprochen: Kittey/ Kathrin (Lilith Dearing),
Erwähnt: Revan (J.M.Cale)
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J.M.Cale
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BeitragThema: Re: Die Küche    So Nov 25, 2018 11:04 pm

Revan Valensa
Infos: 18 Jahre | single | Skinhead | Rechtsradikale Neigung" | Freund von Chrissi (Lavina) | Ex von Catarina (Catarina) | Mentor von Malou (Yuki)
ERWÄHNT: / / /
ANGESPROCHEN: Chrissi (Lavina) | Yuki (Yuki) | Kittey (Kittey)

Seine Laune war blendend und er konnte sich nicht erinnern, wann es das letzte mal so gewesen war. Aber die Entspannte Situation, die sich eben zwischen Christine entwickelt hatte, schien ein großes Stück dazu beizutragen.
Der Streit zuvor war für ihn schon vergessen, die Dinge, die gesagt wurden, in den Hintergrund geschoben, beiseite gewischt... nun ja... nicht ganz. Eine Sache gab es da, die sich in seinem Kopf fest gesetzt hatte und sich weigerte, zu verschwinden, noch nicht einmal zu verblassen. Er wusste nicht, ob sie es aufgrund der Provokation gesagt hatte, welche er ihr so gönnerhaft zuteil hatte kommen lassen... oder ob es tatsächlich den Tatsachen entsprach.
Schwer einzuschätzen, schwer die Wahrheit von der Lüge zu Trennen. Aber auch, wenn er es nicht zugeben wollte, nicht zugeben würde... es hatte ihn verletzt. Das widerlich hätte er noch über sich ergehen lassen können... aber die Tatsache, dass sie ihm so offen ins Gesicht sagte, dass sie mehr als nur einen Kerl über sich hat rüber rutschen lassen, hatte ihn im ersten Moment so geschockt, dass sie es tatsächlich geschafft hatte, ihn sprachlos zu machen. Dann jedoch war in ihm die Wut hoch gekocht. Ein wildes Feuer, welches alle anderen Gedanken und Gefühle verbrannte und nur Asche zurück ließ. Eine Eifersucht, stärker als jemals zuvor.
Seine Hand war nach vorne geschnellt, sich um Chrissi's Hals legend, die Kehle zudrückend. Für den Augenblick bereit zuzusehen, wir ihr langsam die Luft auszugehen drohte. Sein Gesicht war starr, fast emotionslos im Angesicht der alles vernichtenden Wut, welche durch seinen Körper tobte. Die Hand, mit der er ihren Hals umfasst hielt, zitterte, unkontrolliert.
Nur nach und nach gelang es ihm, langsam die Finger zu lösen, den Griff zu lockern. Hart schluckend, während alles in ihm danach schrie, sie leiden zu lassen. Doch bevor er sie endgültig frei gab, sagte er, die Stimme so bedrohlich ruhig, dass man nur zu ahnen brauchte, wie viel Mühe es ihn kostete, sich von ihr zu entfernen. “Vergiss eines nicht, Christine... Du – gehörst – mir!“ Erst, als er einen Schritt von ihr entfernt war, sprach er weiter. Zu unsicher ihr Nähe, zu riskant, abermals so die Kontrolle über sich zu verlieren. “Wag es nie wieder, in meiner Gegenwart einen anderen zu erwähnen. Nie wieder.“
Dabei... hatte Chrissi im Grunde nichts anderes getan als er. Hatte es ihm mit gleicher Münze, auf gleiche hinterfotzige Art heim gezahlt. Nur mit dem Unterschied, dass sie sich wesentlich besser im Griff hatte und ihre verletzten Gefühle sich nicht direkt in Gewalt zu äußern versuchten.
Er ahnte nichts von ihren Gedanken, wagte es nicht einmal sie anzusehen... viel zu groß in diesem Moment, dass er einfach beendet, was er eben begonnen hatte. Der Gedanke, dass es tatsächlich noch andere in ihrem Leben gegeben hatte, machte ihn krank... Nico... ja... das wusste er... es war ihm aber niemals in den Sinn gekommen, dass es da noch andere hätte geben können.
So schlich sich nun auch in seinen Kopf, dass die Sache damals zwischen ihnen vielleicht gar nicht mal so besonders war, wie er es immer gedacht hatte... Das er nicht mehr als ein Ausrutscher für sie gewesen war. Eben grade da, weil Nico schon besoffen in einer Ecke gelegen hatte. Weil es sie gejuckt hatte und sie sich kratzen wollte. Zauberhafte Vorstellung...
So hatte er sie verletzen wollen, wie sie ihn verletzte... nur, dass er in seiner Art um so vieles schlimmer war, als die junge Frau. Gut war es, dass Chrissi zu lange zum überlegen gebraucht hatte und er ihr deshalb zu vor kam. Wäre die Situation zwischen ihnen wohl endgültig eskaliert, wenn sie ihm auch noch von irgendwelchen Bewohnern hier vor geschwärmt hätte... Wenn denn eine noch stärkere Eskalation überhaupt möglich wäre...
Trotzdem war es wohl verblüffend, dass sie sich nach all dem am Ende trotzdem küssten... obwohl Revan es Anfangs ganz klar als Demonstration seiner Überlegenheit geplant hatte. Schlussendlich hatte Chrissi es geschafft, seine Gedanken in eine andere Richtung zu lenken, alleine, weil sie ihm entgegen kam. Ihren Körper so weich und warm an den seinen schmiegte.
Wie er es gehasst hatte, als sie den Kuss unterbrach... nur, weil jemand kam... Für das belustigte Funkeln in ihren Augen, als er sich Platz in der Hose verschaffen musste, hätte er ihr am liebsten einen Schlag auf den Hinterkopf verpasst. Zu allem Überfluss fragte sie ihn auch noch unschuldig neckend, ob sie ihm helfen solle! “Ich helfe dir gleich mal....“, murmelte er als Antwort, konnte sich aber ein leises Lachen nicht verkneifen, als er ihren Blick bemerkte. Sie konnte so ein verdammtes Biest sein... ein scharfes, aber ein Biest.
Natürlich konnte er es nicht vollkommen unkommentiert lassen und drückte sich deshalb an ihre Hüfte und grinste, als sie nun ebenfalls ein leises Ächzen ausstieß. Als sie ihn anblickte, sah er das Verlangen in ihren Augen, dem seinen nicht allzu weit entfernt.
Und als sie plötzlich über das ganze Gesicht strahlte... Verdammt... da konnte er gar nicht anders, als ihr alles zu verzeihen. Wie beiläufig strich er ihr über den Rücken, als er auf ihre Antwort wartete, was sie denn nun tun sollten.
Die röte auf ihren Wangen, als er sie an einen ganz bestimmten Tag erinnerte, ließ ihn vor Zufriedenheit fast platzen – vor allem, weil es ihm so offen zeigte, dass auch sie rein gar nichts vergessen hatte – obwohl er manchmal diesen Eindruck hatte. Doch ließ sie es sich nicht nehmen, auch hier einen Kommentar abzugeben. Ihre Finger strichen langsam von seiner Brust abwärts, stoppten jedoch kurz vor dem Bund seiner Jeans. Mit einem ziemlicher verruchten Blick hauchte sie ihm zu, dass sie sich um den Nachtisch kümmern würde. Oooookay... dies war der Moment, wo auch das Zurechtrücken nichts mehr brachte und es in seiner Hose mehr als eng wurde. “Verdammte Scheiße... ich würde dich jetzt zu gerne ins nächste Gebüsch ziehen.“, fluchte er, während er mit ihr im Arm in Richtung Küche ging.
Dabei... hatte er in diesem Augenblick tatsächlich weniger vor, tatsächlich zu kochen. Jedenfalls nicht sofort... Oh Verdammt... sie trieb ihn wirklich in den Wahnsinn...
Auf dem Weg zur Küche hatte er den Arm von Chrissi's Schultern genommen und stattdessen nach ihrer Hand gegriffen, welche er nun noch immer fest im Griff hielt. Das Ziel näherte sich, doch bevor bevor er die Küchentür öffnete, drückte er seine Freundin mit dem Rücken gegen die Wand. Er stützte einer Hand neben ihrem Kopf ab und näherte sich langsam ihrem sinnlichen Mund..
“Ich weiß nicht, wie du es schaffst, mich dazu zu bringen, dass ich dich zu gleichen Teilen erwürgen und auf Händen tragen will.“, meinte er leise, bevor er ihr mit der freien Hand den Reißverschluss ihrer Jacke öffnete und ihr diese von den Schultern streifte. Leicht strich er über ihre weiche Haut am Schlüsselbein, den Übergang von Schulter zu Hals, bevor er an genau diese Stelle seine Lippen leicht auf die Haut legte. “Eigentlich würde ich dich jetzt viel lieber ins Zimmer bringen... und dich heute nicht mehr los lassen.“ Sprach er, die Lippen noch immer an ihrem Hals, bevor er im nächsten Moment zu ihr aufblickte. Seine Augen blitzen auf, fast schon ausgelassen. “Aber ich will ja nicht, dass du noch verhungerst.“
Grinsend bückte er sich, hob ihre Jacke auf und zog, sie ein weiteres Mal an sich, stürmisch ihre Lippen küssend, während er sie Rückwärts in die Küche drängte, ohne den Kontakt zwischen ihnen abbrechen zu lassen. “Aber wir haben ja noch den ganzen Tag Zeit...“, meinte er leise, mit rauer Stimme, bevor er sich mit einem ziemlich perfidem Grinsen von ihr löste und seinen Blick das erste Mal der Küche zuwandte.
Doch kaum hatte er dies getan, fiel sein Blick auf zwei Personen, welche sich ebenfalls in der Küche aufhielten... und beim Anblick einer dieser beiden, gefror das Lachen auf seinem Gesicht.
Er sah das Kind, welches er am See gefunden hatte... doch sah es gar nicht mehr aus wie das verschüchterte Mädchen, das es noch vor kurzem gewesen war!
Was zum Teufel, hatte Yuki mit ihr angestellt? Sie trug einen Hellblauen Pullover, dessen Farbe sich in den unvergleichlichen Augen widerspiegelte und diese noch stärker zur Geltung brachte. Fast schon lässig war er auf einer Seite von der zarten Schulter gerutscht und zeigte somit mehr, als er verbarg... Als würde der rote Träger nicht schon reichen, welcher sich so provozierend von ihrer hellen Haut abhob... nein... stattdessen blitzte auch der äußere Rand eines Körbchens hervor, welcher seinen Blick anzog, als würde er in Blinkschrift zu ihm sprechen. Hitze stieg in ihm auf, sodass er hastig den Kopf hob, um in ihr Gesicht zu blicken... Doch wahrlich... dies war auch keine gute Idee gewesen.
Denn nun begegnete er ihren großen, strahlenden Augen, welche sich just in dem Moment auf ihn gerichtet hatten, als er die Küchen betrat.
Hatte sie gesehen, wie er Chrissi geküsst hat? Wie seine Hand unter ihr Shirt hatte wandern wollen? Und – Verdammt noch mal - warum fühlte er sich deswegen schuldig? Warum hatte er das Bedürfnis zu erklären, dass es nicht so war, wie es aussah? Das zwischen ihnen überhaupt nichts laufen würde? Obwohl es ja nun nicht einmal nur so aussah, sondern das Offensichtliche auch den Tatsachen entsprach.
Dabei hätte er seiner Freundin Rede und Antwort stehen müssen! Ihr erklären sollen, warum sein Gesicht aussah, wie ein Radieschen mit schlimmen Sonnenbrand... Warum sich sein Puls beim Anblick des Mädchens beschleunigte... Warum er sich ein weiteres Mal Platz in seiner Hose verschaffen musste und dies nur aus dem Grund nicht tat, weil er die Aufmerksamkeit eben nicht darauf richten wollte, dass Kittey bei ihm offensichtlich etwas auslöste. Das schlimme war, dass er nicht einmal selbst wusste, wieso...
Aber in der kurzen Zeit während dem Kennenlernen bis jetzt, hatte sie eine Wandlung durch gemacht, welche ihn irritierte und erstaunte.
Nachlässig waren die hellblonden Haare nun zusammen gebunden, nur einzelne Strähnen fielen vors hübsche Gesicht, was seinen Blick fast unfreiwillig auf eben jenes richtete. Hätte nicht im nächsten Moment ein Lächeln den Mund verzogen, so hätte er vermutlich gedacht, ein ganz anderes Mädchen würde vor seinen Augen sitzen. Ein Mädchen, welches nicht mehr lange brauchte, um zu einer atemberaubenden Frau zu erwachen.
So jedoch sah er das bekannte Strahlen, die Freude und sein Herz minderte den Schlag, welches ihm eben noch das Gefühl gab, aus seiner Brust springen zu wollen. Verdammt... wie Kleidung doch die Optik zu verändern vermochten... dies wurde ihm erst jetzt wieder klar und für ihn war seine überspitzte Reaktion dadurch erklärt, dass er einfach geschockt war, von dem Bild, welches sich bot.
Aber wie wir inzwischen alle zur Genüge wissen, ist Revan ein Ausnahmetalent darin, sich etwas einzubilden und dies dann auch tatsächlich als Wahrheit zu akzeptieren. Das vielleicht doch etwas anderes die Wärme erklärte, die in seinem Körper aufgestiegen war, lassen wir zum jetzigen Zeitpunkt einfach mal unkommentiert und lassen ihn im Glauben, dass es einfach nur die Kleidung war, die ihm die Röte in die Wangen trieb.
Trotzdem war die Tatsache, dass er nun Chrissi fast schon demonstrativ an sich zog und in Richtung Kittey einen trotzigen Blick warf, wo genau der selbe Ausdruck ja bei seiner Rückkehr mit dem Mädchen seiner Freundin gegolten hatte, schon mehr als verräterisch.
Nun gut... wenigstens war ihm jegliches, sexuelles Interesse aufgrund der für ihn sehr unangenehmen Situation abhanden gekommen und schweigend zog Christine mit sich, möglichst ans andere Ende der Küche. Wobei er jedoch nicht umhin konnte, Kittey beim vorbei gehen einen Blick aus den Augenwinkeln zuzuwerfen. Vielleicht ein wenig zu intensiv, um als Desinteresse gelten zu können, welches er ja so grauenhaft vorzuspielen versuchte.
Und doch konnte er nicht umhin, dass ihm die Bilder vom See wieder durch den Kopf schossen. Das fast durchsichtige Kleid... die Rundungen, welche sich durch den an den Körper schmiegenden Stoff so deutlich zu erkennen gaben. Damals hatte er es geschafft, den Blick abzuwenden... Aber nun?
Voll bekleidet und eigentlich weniger zeigend als zuvor, regte die Sanfte Rundung, welche der BH leicht formend hervor hob und die der Pullover nicht zu verdecken vermochte, seine Fantasie an – und zwar nicht unbedingt zu seinem Missfallen, was ihm wiederum nicht sonderlich gefiel.
Seltsamerweise kamen ihm auch nur die Dinge in den Sinn, an die er nicht unbedingt hatte denken wollen... wie er sie aus dem See fischte... Wie er vor ihr kniete und seine Jacke schloss, ihren weichen, erwachenden Formen viel zu nahe... Wie er sie an sich zog, als dieser seltsame Sturm über sie hinweg fegte... Wie er sie auf seinen Armen zum Schloss trug und sie nicht wieder hatte gehen lassen wollen... So widerwillig sie in Yukis Obhut übergebend.
Verdammt... hoffentlich hatte Kittey nichts von dem erzählt, was am See geschehen war!
Aber... es war ja auch gar nichts geschehen! Allerdings... würden sich einige Dinge, die er gesagt hatte, wohl nicht so ganz jugendfrei anhören... Und – er verfluchte sich selbst dafür – aber verdammt... als er zu ihr meinte, ob er sie probieren sollte, um ihr den Geschmack mitzuteilen... da hatte er es ernst gemeint! Wohl wissend, dass es zweideutig war! Und wohl wissend, dass er bei einem ja ihrerseits ernsthaft darüber nach gedacht hätte. Von dem Heiratsantrag mal ganz zu schweigen... Scheiße... Er saß verdammt tief in der Klemme!
Nun war er doch froh, dass Yuki sie ihm abgenommen hatte... die Vorstellung, er hätte ihr beim Ausziehen behilflich sein müssen, brachte sein ohnehin schon rotes Gesicht noch stärker in Verlegenheit. Rasch warf er einen weiteren Blick in Kittey's Richtung – und erst jetzt bemerkte er das Messer in ihrer Hand. “Ja, bist du denn bescheuert, dem Kind ein Messer in die Hand zu drücken?“, blaffte er Yuki an, die er bisher tunlichst vermieden hatte, anzusehen. “Schneid dir bloß nicht in den Finger, Zwerg!“
Ach scheiße, es war alles Chrissi's Schuld! Hätte sie bloß nicht in die Küche gewollt! Sich von Kittey abwendend, blickte er seine Freundin an. Derb Fluchend, sich bemühend, nicht ungerechtfertigterweise seinen Frust über die Situation über  “Das wars mit dem Küchentisch....“, meinte er, selbst deutlich die Enttäuschung aus seiner Stimme hörend.
Nun standhaft nur noch auf Chrissi achtend, hatte er das dringende Bedürfnis, sein Verhalten zu erklären, worüber er ja draußen auf dem Hof noch so höhnisch gelogen hatte... “Ich schwöre es dir. Da ist nichts gelaufen!“, sagte er, nicht einmal wissend, warum er wollte, dass sie ihm glaubte... Er kannte die Eifersucht seiner Freundin... und in dieser Küche waren eindeutig zu viele spitze Gegenstände zu finden....
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Lilith Dearing

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BeitragThema: Re: Die Küche    Mo Nov 26, 2018 2:43 am

(OUT: Ich hasse euch so sehr...wegen euch kann ich nciht schlafen XD)
Kittey
Die Gestiken und das Lächeln des lilahaarigen Mädchens, waren echt und aufrichtig. Dennoch konnte sie so schnell nicht auftauen, woran es wohl lag? Vielleicht an der zunehmenden Müdikeit, die mit Angst udn Schrecken, gar Anspannung versetzte? Oder vielleicht auch nur an der Aufregung die sie aufgrund des vollkommen neuen Ortes durchflutete? Doch vielleicht war es auch wegen der unsicherheit so, die noch in der Luft lag - immerhin wussten einige, vor allem die Leiter dieses ortes noch nichts von ihr...Und auch wenn die Wahrscheinlichkeit generell bei Null lag, dass man sie einfach so abwies und vor die Tür setzte, war die Option immernoch irgendwie greifbar. Es erschien so unreal, so gut angekommen zu sein. Doch..bei weitem nicht so absolut sicher, wie es gewisse Arme gewesen waren, die sie ruhig und schützend aus dem See gehoben, sie bekleidet und schließlich auch zum Schloss getragen hatten...
Und auch wenn Yuki so sicher und sorglos klang, zuckte sie selbst nur etwas nachdenklich mit den Schultern. Wie sollte die leitunge s denn erfahren? Aber irgendwie auch schön zu wissen, dass sie ein eigenes Zimmer bekam. Auch wenn es sich wohl so unglaublich leer anfühlen würde. Dennoch blickte sie dem Raum positiv entgegen, ab nun wäre es wirklich ihr Zuhause! Wie er wohl aussehen mochte? Vermutlich ähnlich wie Yukis. Bei den nächsten Worten blickte sie nachdenklich und fragte sich, wie viele hier wohl schon lebten udn wie viele wohl noch kommen mochten. Es wäre erschreckend zu wissen, wie viele Menschen...vor ihrer Vergangenheit flohen. Noch immer in gedanken darüber, ob sie nun nicht vielleicht doch bescheid geben sollten, zuckte sie - überraschend heftig - zusammen, als sich die Hand auf ihre Schulter legte. Mit großen, erschrockenen Augen sah sie, doch entspannte sich wieder, als sie Yuki erkannte. Natürlich war sie es. Wer sonst... Jene hatte auch sachte ihr Kinn angehoben, weswegen sie das bunthaarige Mädchen mit vor Scham leicht erröteten Wangen ansehen musste. Es war ihr unangenehm, wenn si sich slbst dabei erwischte, wie erschrocken sie war, wenn sie icht sofort wusste, wer sie anfasste. Zwar erklärte das ältere und hilfsbereite Mädchen nun, dass es ihr keine Schwierigkeiten beriten würde...doch....Sie konnte es einfach nciht über sich bringen. Weder abzulehnen, doch zuzusagen. Sie konnte so schlecht nein sagen und doch...würde sie das Risiko nicht eingehen wollen einen Alphtraum zu haben, während Yuki bei ihr war. Was wenn sie diese weckte? Was wenn sie...irgendetwas sagte im Schlaf...Was wenn sie erfuhr, was man mit ihr gemacht hatte? Ihr wurde so schrecklich, schrecklich übel. Sie konnte es selbst nicht benennen, es in Worte fassen, der Tat einen Namen geben. Doch noch immer fühlte sie sich schrcklich hilflos, dreckig und...benutzt. Verletzlich. Ausgeliefert. Was sich in diesem Moment wohl in ihren himmelblauen Augen spiegelte? Konnte irgendwer anhand der dunklen Male an ihrem Hals, und den Schultern, die nun durch den leicht verrutschenden Pullover, deutlich sichtbar waren, erahnen was sie druchgemacht hatte? Sie selbst hatte es vermieden in den Spiegel in Yukis ziemmer zu sehen. Hatte stattdessen nur die gegebenen Klamotten, wie den hübschen pastellblauen Pullover und den durchaus schönen, blutroten BH bestaunt, die Male auf Armen oder im Hüftbereich verdrängt. Als wären sie nicht da. "Vielen Dank.." stieß sie in einem Hauch von Stimme aus. "Aber..." begann sie und senkte den Blick, soweit es ihr möglich war. "Könntest du vielleicht trotzdem bescheid sagen gehen, ich könnte währenddessen eine Art Mittagsschlaf machen?" fragte..nein bat sie leise, fast schon zittrig. "ich...würde mich einfach besser fühlen, wenn..wenn du der Leitung hier bescheid geben würdest.." gab sie zu, und es stimmte ja auch wie sie es sagte. Doch da Yuki ihr Kinn so leicht angehoben hatte, und ihr offenbarte selbst nicht allzu gut zu schlafen, fühlte sie eine kleine Verbundenheit. Ob hier viele...Alphträume haben...? Sie hatte das Mädchen gemustert, nachdem sie den Arm sinken lassen hatte. Dabei folgten ihre Augen einer Bewegung, als jene das Armband umfasste, das sie selbst trug und ihr Blick..ihr Blick sprach vieles. Es schien so...unglaublich bedeutend. Zwar konnte Kathrin aus der wneigen Erfahrung die sie hatte, nicht genau benennen, was sie in den verschieden blautönigen Augen des helfenden Mädchens sah, doch...war es berührend. Traurig. Fast, als würde sie etwas stark bedauern udn eine Last auf ihren Schultern liegen. Denn ihre Haltung hatte sich wohl unbewusst leicht verändert, wirkte gebeugter, strapazierter von einem Gewicht, dass sie tragen mussten. Doch schwieg das hellbraunhaarige Mädchen - sie..sie konnte einfach nicht nachfragen. Wagte es nicht. Denn dafür war es zu früh, sie selbst würde keinen Ton rausbekommen, sollte Yuki irgendwas ihr gegenüber nachfragen. Deshalb schwieg sie und senkte den Blick, wollte die Gefühle in den hübschen, verschiedenfarbigen Augen nicht tiefer ergründen, als sie es durfte.
Schließlich erklärte das Mädchen mit den gefärbten Haaren. Achso war das. Ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen, sie glaubte nicht unbedingt etwas haben zu wollen...einfach nur Frieden wäre schön, Ruhe und Sicherheit. Dennoch stach das Gefühl auf Kosten anderer zu leben unangenehm. "So lange? Das dauert ja noch einige Jahre.." murmelte sie, so lange müsste jemand fremdes sich um sie kümmern? Die Verantwortung übernehmen? Insgeheim..flatterte ein Bild von Revan in ihr auf, sie hoffte ihn als Mentoren bekommen zu können - nicht ahnend, dass er jedoch bereits einer war und somit genügend Verantwortung trug. "Kann ich nicht...irgendwie helfen..?" überlegte sie leise, sprach dabei eher zu sich selbst. Doch wie konnte ein dreizehnjähriges Mädchen ihrer Statur und Größe, ihrer Unwissenheit schon eine großartige Hilfe bei der Arbeit sein? Dennoch...wünschte sie beinahe, in der Zukunft wirklich eine Unterstützung sein zu können. Auf die Frage, ob sie Klamotten dabei hätte, schüttelte sie den Kopf und lächelte eher unbekümmert. Zur Not würde sie wirklich nur ihr eines Kleid tragen und sich nicht einmal darüber beschweren. "Ich besitze..nichts." gab sie zu, doch schien damit eher kein Problem zu haben. Mit großen, überraschten Augen sah sie zu, wie Yuki erneut zum Schrank ging und gezielt ein paar, kleinere Klamotten herauspickte udn af dem Bett anordnete. Sprachlos öffnete sie ihre süßen Lippen und lieferte somit vermutlich wirklich ein rcht niedliches, vielleicht auch belustigendes Bild ab. "Ich....du..a-aber..aber das.." stammelte sie schon beinahe mit rosigen Wangen und funkelnden Augen. Als Yuki erklärte, wieso sie diese Klamotten so bereitwillig hergab udn dass sie ansonsten wahrscheinlich auf dem Müll landen würden - fühlte sie sich etwas beruhigt. Denn wie konnte sie so viele Geschenke ansonsten bloß annehmen? "Dankesehr.." flüsterte sie, erneut gerührt von so viel Freundlichkeit einer fremden Person. Wie sollte sie bloß auch nur ein Funken davon zurückzahlen können? Egal ob nun mit Geld, Dankbarkeit, netten Gesten oder sonstiger Arbeit.
Sachte hatte sie beobachtet wie Yuki die Klamotten anordnete und ihr Kleidchen und das Unterhemd zum trocknen über den Stuhl legte. Doch die nächsten Worte erstaunten sie bloß nur noch mehr - ließen jedoch auch leichte Verwirrung in ihr aufkommen. Weinen und Stärke? Dabei hatte revan genau das Gegenteil gesagt..und er konnte hellsehen. Mit kindlichem Glauben und Vertrauen, dachte sie nämlich immernoch, dass er den belustigten Kommentar ehrlich gemeint hatte. Sie musste wohl wirklich noch vieles lernen... Weitermachen...egal was passiert ist.... wiederholte sie nachdenklich in Gedanken und lächelte, doch es erreichte für einen kurzen Moment nicht ihre Augen. Zustimmend gab sie einen leisen Laut von sich, sie würde weiter machen. Für ihren Papa, alleine um ihn in ihren Erinnerungen am leben zu erhalten, udn weil...der kommende Morgen vielleicht etwas Besseres bringen konnte. So wie heute. Sie hätte beinahe aufgegeben, als sie den Waldsee fand...und dort durch Schicksal auf Revan traf....Doch beim Punkto weinen, hatte sie wohl eher auf seine Erklärung bezug genommen...denn sie konne einfach nicht zustimmen,d ass Wienen mit Stärke verknüpft war. Sie hatte sich jedes Mal schwach gefühl. Jedes Mal war etwas schreckliches geschehen. Jedesmal hatte es sie leer zurück gelassen. Es hatte sich nicht gut angefühlt und keine Zahl der Tränen konnte sie von den Lasten befreien, die sie Nachts heimsuchten.
Wenn das Gefühl der rauen, groben Hände zurückkehrte, die ihren Hals umfassten, ihre Arme fast brachen, die Oberschenkel öffneten. Ihren Körper betasteten, fest und schmerzhaft. Ihr etwas in den Mund zwangen, als sie sich zu sehr bewegte - zu sehr wimmerte und nach ihrem Vater flehte. Wenn die Bilder von kalten gesichtern, gierigen Augen und Blut zurückkehrten. Der Schmerz, die Benommenheit. Während sie am Ende einfach nur wie gelähmt daliegen konnte, während die sie benutzten...und benutzten...und benutzten. Wie ihre Stimme verstummt war und ihre Augen leer und glanzlos wurden. Wie sie gedanklich, einfach nur gebrochen war - stunden verstrichen. Ehe sie zu sich kam, als die Wirkung der Droge abnahm ihr Geist zurück kehrte und sie ihren Vater ansah. Und einfach alles zerbrach. Wie sie sich taumelnd erhob, unsicher auf den schmerzenden Beinen. Da war Blut zwischen ihen gewesen, über und über die dunklen Male, ein kleiner Schnitt am Oberschenkel. Die Unterhose zerteilt achtlos auf dem Boden liegend. Trotz der Schmerzen udn dem drehenden Sichtfeld war sie stumm zu ihrem Papa, man konnte es beinahe kriechen nennen, gestolpert. Er war noch immer gefesselt an dem Stuhl, das Gesicht geschwollen von Schlägen und übersäht mit Blut. Doch seine Augen waren das schlimmste. Leblos. Er atmete nicht mehr und schien beinahe steif. Sie schüttelte ihn schwach, wimmernd. Dann immer heftiger, so doll sie konnte. Er reagierte nicht. Und die Dämme brachen. Sie begann zu weinen, doch es half nichts. Änderte nichts. Er würde nciht plötzlich erwachen und sie in den Arm nehmen, mit dunkler Stimme flüstern, dass alles wieder gut werden würde und mit der Hand zart über ihr Haar und den Rücken streichel. Stunden vergingen, bis sie heiser verstummte und vor Erschöpfung fast neben dem Leichnam einschlief...bis sie gefunden wurde. Traumatisiert, vollkommen abwesend. Mehrfach missbraucht und mit einigen üblen Hämatomen - doch ncihts lebenbedrohliches oder ernstes. Doch ihr Inneres...sah anders aus.
Nein Tränen, hatten nicht weiter geholfen. Sich nicht gut angefühl. Kein bisschen. Deswegen erwiederte sie nichts weiter auf die Frage, ob sie es denn auch so sah. Ihr vorheriger, leicht zustimmender Laut müsste wohl dafür reichen. Statt dem Strudel zum Opfer zu fallen,d er sie hinabziehen wollte, in Bidler der Vergangenheit, ließ sie sich von Yukis weicher, warmer Stimme ablenken, hielt sich krampfhaft in Gedanken daran fest. Kochen sollte also nciht allzu schwer sein? Sie hoffte es, so lächelte sie leicht. Dankbar dafür abgelenkt zu werden, aufgenommen zu werden. "Es wäre schön, wenn ich das Kochen erlernen könnte.." erwiederte sie leise, klang dabei leicht belegt, doch versuchte so positiv wie es nur ging zu sein. Als Revan zum Gesprächsthema wurde, bließ sie beinahe lustig die Wängchen auf und schüttelte demonstrativ den Kopf. Hielt sich an den schönen Erinnerungen fest, die sie in kurzer zeit hatte sammeln dürfen. "Ihn trifft doch keine Schuld dabei!" erwiederte sie und musste dann leicht kichern, als sie daran dachte wie er gelacht hatte. Doch verstummte der Laut leicht, als erneut die Hand auf ihre Schulter abgelegt wurde, doch räusperte sie sich leicht um es zu überspielen.
Erneut lauschte sie aufmerksam was sie über die ganze Mentorensache erklärte und verstand das System der Burg immer besser - hinterfragte keine Sekunde lang, wieso zwei Männer einfach so solch ein Projekt starteten - dass sie etwas anderes im Kopf hatten, als bloße Hilfbereitschaft. Stattdessen dachte sie dankbar an die ihr unbekannte leitung des Burg. Es mussten doch einfach wirklich gutherzige menschen sein!
"Okay, danke." sprach sie und nickte verstehend. Die Bücherrei werde ich bestimmt mal ebsuchen! dachte sie mit einem freudigen Lächeln.

Mit einem fröhlichen, leisen Summen schnitt sie die rote Paprika und freute sich, dass es so problemlos funktionierte. Dass sie Yuki helfen konnte. in Glück, dass sie nicht die Zwiebel schneiden musste, sonst hätten ihre himmelblauen Äuglein wohl rasch begonnen zu tränen. Als Yuki dann schließlich zu ihr kam und sie beinahe schon lobte, erstrahlte ein Lächeln förmlich in dem zarten Gesicht. Und ihre Seelenspiegel glitzerten vergnügt. So freudig und sorglos, während sie Lasten und Ängste ihr Inners auffressen ließ. Aufmerksam beobachtete sie also achtsam wie Yuki vorging und lauschte den Erklärungen dabei. Sie schwieg respektvoll, aber nickte oder gab ab und zu leise, zustimmende oder verstehende Laute von sich. Yuki schien sich geschickt dabei anzustellen udn war wirklich eine geduldige Erklärerin! Und so dauerte es nicht lang, bis ein köstlicher Geruch ihren leeren Magen fast zum rebellieren brachte. Eine Hand legte sich mit geröteten Wangen auf den flachen Bauch, welcher versteckt unter dem kuscheligen Pullover lag, der ihr ohne es zu merken, recht weit über die Schultern rutschte. "Okay Yuki~" erwiederte sie fast schon melodisch mit einem Lächeln. Nurnoch essen, saubermachen..und dann...lauerte der Mittagsschlaf. Sie schluckte schwer udn richtete die immernoch glänzenden Äuglein auf das fertige Essen. Viel würde sie wohl nicht aufnehmen können, nach den Tagen mit so wenig Nahrung. Dennoch lief ihr das Wasser frörmlich im Mund zusammen, es sah so farbenfroh und köstlich aus, dass es zum Duft passte!
Doch ein Geräusch am Eingang lenkte den Blick auf sich und ihre Augen wurden groß, als die form eines Mädchens rückwärts hinein stolperte, etwas stürmisch geküsst. Von...Revan? Denn das Mädchen, nein die Frau war die gleiche mit der er vorhin noch im Streit gewesen war. Ihre großen Augen, wurden noch größer, als seine Hände über den Körper strichen. Die kräftigen, sicheren Hände, die sie selbst so leicht hochgehoben hatten. Sie errötete, doch gleichzeitig mit dem seltsamen Kribbeln, welches auftauchte als sie Revan erkannte, sank etwas unendlich schweres ihre Brust hinab. Ein wenig verwirrt musste sie wohl schon aussehen - nicht über die seltsame Situation, sie verstand, dass solche Küsse durch Zuneigung gegeben wurden, doch verstand sie nicht was das in ihr war - dass sich so seltsam erstickend um ihr kleines, flatterndes Herz legte. Sie hatte sich ein wenig verspätet umgedreht, um nachzuschauen, wer da wohl gekommen war, somit hatte sie wohl nicht alles gesehen. Doch als sich Revans Blick von der Frau löste, die sie selbst noch immer als ziemlich einschüchternd wahr nahm, begannen ihre Augen trotzdem vor Freude wahrlich zu glitzern, auch wenn das seltsame Gefühl noch zurück blieb. Sie schenkte ihm ein strahlendes und zugleich zartes Lächeln - eines, das nur ihm gehörte. Wenn sie darüber nachdenken würde, könnte sie einigermaßen verstehen was dort lief, doch wollte sie es garnicht. Sie öffnete die einladenden Lippen, zu einer freudigen Begrüßung, doch dr Name blieb stumm in ihrem Halse stecken, als er dann die schöne Frau an sich zog, deren Namen sie noch nicht kannte, und sie selbst so seltsam, gar trotzig ansah...Kittey legte fast schon verwirrt das Köpfchen schief. Wobei die Bewegung den hellblauen Pullover, welcher ihre Augen so sehr betonte, erneut leicht in Bewegung setzte. Sie sah zu, wie er die Grünäugige zum anderen Ende der Küche geleitete, und sie dabei nicht einmal mehr ansah - jedenfalls bemerkte sie nciht, dass dein Blick aus dem Augenwinkel zu ihr huschte. Offen blickte sie stattdessen Revan an und etwas....Verletzliches legte sich in ihre eigenen himmlischen Augen. Sie... verstand es nicht und es war ziemlich verwirrend... weswegen sie den Blick ihrerseits senkte und sich langsam umwandte um das Messer vorsichtig abzulegen und ihren Arbeitsplatz zu räumen, damit sie gemeinsam mit Yuki zu essen beginnen konnte. Doch Revans Stimme schnitt so unerwartet und fest durch den Raum, dass sie zusammenzuckte, auch wenn es an Yuki gerichtet war. Er....sprach über sie, als wäre sie nichteinmal anwesend..und...irgendwie erschwerte es das seltsame Gefühl in ihrer Brust. Doch dann...Die nächsten Worte fuhren über sie hinweg. Trotz dessen, dass er sie Zwer nannte, legte sich ein kleines Grinsen auf ihre Gesichtszüge, das Funkeln in den Augen kehrte mit einem Schlag zurück und es war, als wäre auch des seltsame Gefühl verschwunden...oder hätte zumindest abgenommen. Während ihr im gleichen Moment jedoch das Messer aus der Hand rutschte und mit einem kleinen klirren in das Waschbecken fiel. An den Fingerkuppen hinterließ es kleine, oberflächliche Schnitte, die sie nichteinmal richtig spürte. Es tat nicht weh. Aber das kleine bisschen intensives Rot, welches ihr eigenes Blut verursachte, als es aus dem kleinen Schnitt quoll und in wenigen Tropfen auf den Boden des Waschbeckens traf, ließ alles in ihr erstarren. Es war als würde metallischer Geruch in ihrer Nase brennen und das Rot ihr ganzes Blickfels einnehmen. Es verdrängte sogar die Freude darüber, dass Revan sie doch angesprochen hatte und riss sie mit in bodenlose Tiefe. Somit entwich ihr ein atemloses, fast erstickt klingendes Wimmern, obwohl es nicht weh tat. Sie wollte nichts und niemandem negative Gefühle gegenüber verspüren, doch hasste sie Blut, insbesondere ihr eigenes. Seitdem es die Innenseite ihrer berschenkel befleckt hatte, nach dem sie genutzt worden war. Mit aufkommender Panik, rang sie stumm nach Luft und zitternde Händchen griffen nach dem Drehventil um den kleinen Wasserhahn am Waschbecken zum laufen zu bringen. Sie wollte es wegspülen. Bloß weg. Das Blut, das dreckige Gefühl - welches sie für einen Moment Ort und Zeit vergessen ließ. Sie war zurück, in der Nacht. In ihrem Zimmer. Versuchend ihrem Vater das Blut aus dem Gesicht zu streichen, ihre blutigen Hände...Die Atmung war flach als die ihre Hände unter das, inzwischen ziemlich heiß gewordende, Wasser hielt. Die Blutstropfen waren inzwischen im Gulli verschwunden, die kleinen Schnitte noch rötlich Sichtbar, aber eigentlich nichts worüber man sich Sorgen maschen müsste. Ihre Augen waren glasig. Das lecker duftende Essen, welches an der Thek bei Yuki wartete, Revan zusammen mit Chrissi, das brennend heiße Wasser über ihren Händen. Alles verschwunden.
Sie sagte nichts, kein Laut verließ ihre Lippen, als wäre ihr Hals erneut wie zugeschnürt.
Doch jeder der selbst bei dem Wimmern vorhin nicht aufmerksam geworden wäre, würde ihr an der versteinerten Haltung und er flachen Atmung ansehen können, dass etwas ganz und garnicht stimmte. Hunger, Eifersucht, Freude und Dankbarkeit - alles verschwunden durch die Tiefen der viel zu plötzlich aufgetauchten Erinnerung.
Sie wollte schreien, oder weinen - irgendetwas. Doch konnte es einfach nicht. Und das alles, nur wegen dem klinen Schitt - dem Blut, welches sie so sehr verabscheute. Vor welchem sie sich fürchtete, fast so sehr fürchtete wie vor den leerne, [i]toten[/] Augen ihres Vaters. Die sie hoffnungslos, fast anklagend anstarrten.
Obwohl das Rot rasch weggespült war, sah sie es nicht mehr vor sich. Sie erstickte, ohne es verhindern zu können, wurde begraben uter den Bildern, den Emotionen sie in ihr aufwallten, ihre zarte Form begruben. Die Augen geöffnet und trüb - und doch als wären sie geschlossen.

(3005 Wörter)
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Lavina

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BeitragThema: Re: Die Küche    Mo Nov 26, 2018 7:22 pm

cf. Burghof

Chrissi

Chrissi musste für ihre gewagten Worte teuer bezahlen. Als seine Hand sich um ihre Kehle schloss und sie spürte, wie er zudrückte und ihr die Luftzufuhr abschnitt, hatte sie wirklich Angst, dass er es diesmal zu Ende bringen würde. Ihr Lebensinstinkt schlug zu und verzweifelt griff sie nach seiner Hand und versuchte sie wegzuziehen, natürlich ohne jeglichen Erfolg, da sie kraftmäßig ihm einfach unterlegen war. Wenn er wollte, könnte er sie jetzt und hier umbringen. Und die Kälte, die in seinem Gesicht geschrieben stand, verriet, dass er durchaus dazu in der Lage war.
Es war doch immer wieder dasselbe. Jedes Mal, wenn sie selbst vor Eifersucht nur so sprühte, war es ein Grund zu lachen, sich über sie lustig zu machen und er versuchte alles, um diese noch zu steigern. Wie eine Katze, die mit einer Maus spielte, bevor sie ihr den Todesbiss versetzte. Nur dass Chrissi sich bereits ziemlich tot fühlte.
Doch auch Revan war eifersüchtig und mindestens genauso besitzerfreifend wie sie. Nur dass sie niemals über seine Wut spotten konnte, da er es als seine Pflicht anzusehen schien, sie in ihre Schranken zu weisen.
Jedes seiner folgenden Worte war wie ein Messerstich. Sie gehörte ihm. Ja, er hatte dies deutlich gemacht und er würde selbst dafür sorgen, dass sie es niemals vergessen würde. Obwohl er seine Hand mittlerweile zurückgezogen hatte, meinte sie immer noch seine starken Finger darum zu spüren und sie konnte nicht die Tränen verhindern, die sich in ihrem Augenwinkel bildeten. Aber sie würde alles dafür tun, um sie nicht loszulassen. Noch war sie nicht gebrochen, noch nicht. Sie hörte, wie er ihr befahl, nie wieder einen anderen in seiner Gegenwart zu erwähnen. Schon alleine das löste in ihr den Wunsch aus, jetzt und hier ihm alles zu erzählen, in aller Ausführlichkeit. Kein schmutziges Detail würde sie auslassen, nichts.
"Das macht es auch nicht weniger wahr", murmelte sie dann leise, mehr zu sich selbst als zu ihm, aus reinem Trotz.
Chrissi hatte keine Ahnung, wie sehr sie ihn verletzt hatte. Sie ahnte ja noch nicht mal, dass sie das überhaupt konnte, da sie im Grunde nicht wusste, was er für sie empfand. Klar, seine Eifersucht sprach eine deutliche Sprache, aber das könnte auch schlichte Besessenheit sein, ohne emotionalen Hintergrund. Vielleicht war es nicht fair von ihr, seine Gefühle für sie so in Frage zu stellen, teilweise sogar gänzlich zu leugnen und es einfach nur als Drang, seine Dominanz auszuleben, deutete, aber er gab ihr auch nur wenig andere Anhaltspunkte. Seine Reaktion und sein Ärger über ihr Geständnis konnte auch anderen Ursprung haben. Es würde wahrscheinlich eine ganze Weile dauern, bis sie es auf echte Gefühle zurückführte.
Außerdem wäre sie auch nie darauf gekommen, dass Revan ihre Intention hinter der ersten Annäherung zwischen den beiden hinterfragte. Spätestens wenn er bedachte, wie sie bei seinem Wiedersehen reagiert hatte, musste er doch wissen, wie sie über ihn dachte. Schon immer gedacht hatte. Seit sie ihn zum ersten Mal gesehen hatte, fand sie ihn faszinierend und als sie gemeinsam auf der Couch gesessen hatten und der Alkohol sie leichtsinnig und mutig gemacht hatte, hatte sie nicht gezögert und ihre Chance genutzt. Auch wenn sie nicht wirklich damit gerechnet hatte, dass er auch wirklich darauf eingehen würde. Aber sie hatte es gehofft.
Für sie war es also absurd zu glauben, dass diese Begegnung nichts für sie bedeutet hatte. Die anderen Typen dagegen, bei denen hatte sie absolut nichts empfunden. Sie waren nur dazu da gewesen, ihre Langeweile zu vertreiben und sie bei Laune zu halten. Mit Revan war es etwas völlig anderes gewesen und hätte sie seine Gedanken erraten, so hätte sie ihm das vielleicht auch gesagt, obwohl sie nur selten über ihre Gefühle sprachen.
Auch der Kuss sollte eigentlich klar zeigen, was er für sie bedeutete. Denn obwohl er ihr all das angetan hatte, obwohl sie ihm das niemals verzeihen konnte, schaffte sie es dennoch, sich ihm hinzugeben. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass er dies zu würdigen wusste, war nur gering und sie machte sich keine großen Hoffnungen. Dafür schätzte sie seine gute Laune umso mehr und als er über ihre Frage, ob sie ihm helfen solle, leise lachte, erfasste sie eine gewisse Sehnsucht. Sie wünschte sich, dass Dinge öfters so zwischen ihnen sein würden, dass sie ihn zum Lachen bringen könnte anstatt ihn wütend zu machen. Auch seine Hand, die über ihren Rücken strich, weckte noch ein anderes Verlangen. Nicht nach seinem Körper, sondern eben nach ihm. Und in diesen Momenten war es leicht, daran zu glauben, dass sie zusammenpassten. Dass sie die richtige Entscheidung getroffen hatte, als sie ihn erneut in ihr Leben ließ.
Als er fluchte, dass er sie am liebsten ins nächste Gebüsch ziehen wollte, lachte Chrissi kurz auf. Etwas, was wirklich nur selten geschah. Und wenn, dann lag meistens Verbitterung darin oder Spott. Aber dieses Lachen war ehrlich, ausgelassen und die junge Frau wunderte sich selbst ein wenig über diesen Klang. Selbst wenn sie glücklich war, bevorzugte sie eher ein Lächeln, eine Kleinigkeit, die sie von ihrer Mutter hatte. Feine Damen lachten nicht, Kichern war völlig ausgeschlossen.
Der Weg in die Küche erschien Chrissi unendlich lang, obwohl sie nur wenige Meter von dem Innenhof entfernt war. Dass Revan auch noch anhielt und sie gegen die Mauer drückte, machte es auch nicht besser. So ganz gefiel ihr nicht, dass er übers Erwürgen sprach und hätte er sie gefragt, so würde sie ihm deutlich sagen können, dass sie das auf den Händen tragen auf jeden Fall bevorzugen würde. Doch seine Finger, die über ihr Schlüsselbein strichen und unmittelbar eine Gänsehaut hervorriefen und dann kurz darauf seine Lippen, die ihr einen kleinen Seufzer entlockten, lenkten sie zum Glück von seiner Aussage ab. Dann machte er eine Bemerkung, dass er nicht wollte, dass sie verhungerte und Chrissi hoffte inständig, dass er das auf eine sehr zweideutige Art und Weise meinte. Denn sie verhungerte wirklich. Revan bückte sich und hob ihre Jacke auf und sie wollte schon protestierend den Mund aufmachen, als er sie erneut küsste. Er drängte sie in die Küche und Chrissi war mehr als bereit, ihren Pullover loszuwerden.
Doch als sie seinen Blick sah, aus dem mit einem mal die ganze Ausgelassenheit gewichen war, blinzelte sie kurz verwirrt. Dann drehte sie sich um und sah das Problem. Und sie hätte am liebsten geschrien. Hatte sie gerade noch gedacht, dieses kleine Mädchen und diesen Freak loszusein, so standen genau die beiden mitten in der Küche und schienen irgendetwas zu kochen. Chrissi presste die Lippen aufeinander, während ihre gute Laune sich mit einem Mal in Luft auflöste. Dies war das Letzte, was sie gewollt hatte. Sie erinnerte sich an den Morgen, wo sie alleine aufgewacht war, alleine und verlassen. Nur um zu herauszufinden, dass er mit ihr zusammen gewesen war und sie wusste, wie bescheuert es war, auf ein Kind eifersüchtig zu sein, gerade weil er ihr garantiert hatte, dass nichts geschehen war. Aber als sie sah, wie die beiden sich ansahen, wie sie ihn anstrahlte... Chrissi feuerte einen Blick in ihre Richtung ab, der den Hass klar ausdrückte, den sie empfand. Das Kind hatte wahrscheinlich nichts falsch gemacht. Doch trotzdem war es glücklich und dieses Glück bedeutete das Unglück der jungen Frau. Und wegen diesem kleinen Mädchen hatte sie gerade kurz um ihr Leben fürchten müssen. Nein, die hatte das Glück nicht verdient, nicht diese Freude in den strahlend blauen Augen. Auch Yuki bedachte sie kurz mit einem nicht gerade freundliche Blick. Wehe diese kleine Nervensäge öffnete ihren Mund und versuchte sich wichtig zu machen. Wahrscheinlich war sie diejenige, die das Mädel hierher geschleppt hatte.
Erst als Revan sie an sich zog, richtete sie die Aufmerksamkeit wieder auf ihn, wohlwissend, dass irgendetwas in ihm vorging. Und sie ahnte Böses. Genauso wie er es eben noch im Innenhof getan hatte, schlang nun sie den Arm um seine Hüfte, wollte klar machen, dass er zu ihr gehörte. Beziehungsweise, sie wollte sichergehen, dass auch er das nicht vergaß. Er zog sie ans andere Ende der Küche und zum einen war sie über den Abstand froh, zum anderen machte er ihr aber auch Sorgen. Wenn wirklich nichts geschehen war, warum schien es so, als ob er dem Mädchen aus dem Weg ging, regelrecht vor ihr floh?
Mit einer unzufriedenen Miene löste Chrissi sich von ihrem Freund und lehnte sich mit erneut verschränkten Armen gegen die Küchenzeile. Jedoch achtete sie sehr darauf, dass man ihr nicht die Eifersucht und die schon wieder aufkeimende Wut ansah. Stattdessen schob sie leicht die Unterlippe vor und schmollte ein wenig wie ein kleines Kind, dem man das Stück Kuchen verweigerte. Sie war nicht glücklich damit, als Revan meinte, er müsste das Mädchen darauf hinweisen, mit dem Messer aufzupassen. Er machte sich Sorgen um sie… Allerdings musste Chrissi ihm zustimmen, das sah nicht ganz sicher aus. Ein Schnuller oder ein albernes Kuscheltier würde besser in diese zarten Hände passen.
"Ja…den können wir vergessen", antwortete sie dann, wobei man auch ihr deutlich die Enttäuschung ansah.
Spätestens als er ihr versicherte, dass wirklich nichts gelaufen war, wusste sie, dass etwas passiert sein musste. Doch anstatt ihn anzukeifen, was sie am liebsten getan hätte, lächelte sie ihn leicht verwirrt an. Es war an der Zeit, es mit einer anderen Taktik zu versuchen.
"Ich weiß. Das hast du schon gesagt!" Rasch beugte sie sich vor und gab ihm einen kurzen Kuss auf die Wange. Wenn er schlau war, würde er bemerken, dass dies gefährlicher war als jeder Wutausbruch.
"Und ich glaube dir!", fügte sie dann noch hinzu mit geradezu lieblicher Stimme.
"Also? Was willst du kochen?"
Plötzlich ertönte ein lautes Klirren und ihr Blick schnellte zum Waschbecken, wo das kleine Mädchen stand. Sie schien völlig erstarrt und ein Horror spiegelte sich in ihrem Gesicht wieder, der Chrissi wirklich schockierte. Und ehe sie es verhindern konnte, hatte sie sich von der Küchenzeile abgestoßen und ging auf die kleine Gestalt zu. Tatsächlich von so etwas Ähnlichem wie Mitleid getrieben. Offenbar hatte sich die Kleine in den Finger geschnitten und schien es für das Ende der Welt zu halten. Chrissi wollte nicht wahrhaben, dass eindeutig mehr dahintersteckte.
"Zeig doch mal her", meinte sie dann, ihre Stimme nicht direkt unfreundlich, aber immer noch forsch, und wollte nach der kleinen Hand greifen. Doch das heiße Wasser, das aus dem Wasserhahn kam, ließ sie zurückzucken.
"Bist du verrückt?", rief sie erschrocken auf und drehte schnell den Hahn zu. "Wolltest du dich verbrühen oder was?"
Kopfschüttelnd griff sie nach einem Handtuch und warf es ihr hin. Dann trat sie einen Schritt zurück, da sie eigentlich nicht vorhatte, sie nun zu verarzten oder sich in irgendeiner Weise um sie zu kümmern. Das würde sicher Yuki übernehmen. Oder Revan…mit einem Mal beschlich sie ein leiser, aber ungeheurer Verdacht. Vielleicht hatte sich das Mädchen mit Absicht geschnitten, um so die Aufmerksamkeit des Mannes zu erlangen. Zuzutrauen wäre es ihr, nach dem Blick zu urteilen, dem sie ihm zugeworfen hatte. Immerhin schien sie große Zuneigung für ihn zu empfinden und da Chrissi selbst bereit war, sehr weit zu gehen, um ihren Willen zu bekommen, erschien es ihr durchaus plausibel, dass auch andere so handeln würden. Sie sollte besser das Geschehen im Auge behalten…
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Yuki

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BeitragThema: Re: Die Küche    Mo Nov 26, 2018 8:55 pm

Yuki kommt von: Yukis Zimmer geht zu: Küche

Das Mädchen vor ihr sah ziemlich nachdenklich aus als Yuki mit ihr sprach. Als sie ihr dann die Hand auf die Schulter legte zuckte Kathrin stark zusammen und sah sie erschrocken an. Das Mädchen mit den bunten Haaren bekam ein leicht schlechtes Gewissen, schließlich hatte sie das Kind nicht erschrecken wollen, sondern ihr nur zeigen, dass sie angekommen und willkommen war und sich jetzt ausruhen durfte.
Der Blick in Kathrins Augen gab Yuki einen kleinen Einblick in die Vergangenheit des Kindes. Yuki konnte nicht wirklich ausmachen was da im Blick war. Vielleicht war es Angst, Trauer oder Hilflosigkeit. Yuki kannte dieses Gefühl nur zu gut und konnte somit sehr gut mit dem Mädchen mitfühlen. *Ich möchte ihr gerne helfen mit ihrer Vergangenheit klar zu kommen. Vielleicht geht das ja irgendwie. Ich will es auf jeden Fall versuchen!*
Sie betrachtete das Mädchen kurz in ihren Klamotten. Der Pullover war zu groß, aber es stand ihr. Die Farbe des Pullis passte perfekt zu ihren Augen. So lächelte sie also. “Du siehst übrigens total schön aus. Allgemein bist du schon hübsch, aber die Klamotten stehen dir auch. Der Pullover bringt deine schönen Augen gut zur Geltung.“ Yukis Blick schweifte nochmal kurz über Kathrins Körper und dann nickte sie leicht, als Bestätigung, dass sie wirklich gut aussah.
Währenddessen fragte das hübsche und junge Mädchen ob sie trotzdem Bescheid geben könnte. Sie sagte sie würde sich dann besser fühlen und würde in der Zeit ein wenig schlafen. Yuki unterdrückte ein Seufzen und nickte dann. “Natürlich Kathrin. Nach dem Essen kannst du dich hinlegen und dann gehe ich in der Zeit zu einem der zwei Verwalter.“ Ihr wurde ein wenig schlecht bei dem Gedanken mit einem der beiden Verwalter der Burg zu reden. Bisher hatte sie sich immer erfolgreich davor gedrückt. *Irgendwann musste ich ja mal und so schlimm werden sie schon nicht sein wenn sie schon so freundlich sind uns alle hier aufzunehmen! Ich muss ja nur kurz mit einem von den beiden reden. Das schaffe ich schon.*
Sie strahlte das Mädchen nun aber wieder an. “Wollen wir uns vielleicht bei Spitznamen nennen? Ich finde sowas irgendwie lustig. Das habe ich früher immer mit meinen Freunden gemacht.“ Das war ihr spontan eingefallen. *Ich mochte das irgendwie. Es war als hätte man für den anderen einen Namen den nur wir beide kannten. Das hat eine schön Vertrautheit in die Sache gebracht.* Es war die Vertrautheit die sie in ihrer Familie nach dem Tod ihrer Mutter nie wieder bekommen hatte. Sie hatte ihr gefehlt und so hatte sie in der Schule die Freunde immer bei sich gehabt. “Darf ich dich Kath nennen? Ich finde der Name würde zu dir passen.“ Lächelnd wartete auf ihre Antwort.
Dabei lehnte sie sich ein wenig an die Wand und überlegte sich ob die ihre Haare vielleicht anders zusammen binden sollte. *Beim Kochen könnte eine andere Frisur gut sein.* Dann entschied sie doch ihre Haare so zu lassen wie sie nun waren.
Außerdem konzentrierte sie sich eh schon wieder auf Kathrin, weil diese wieder sprach. “Es ist natürlich eine lange Zeit bis du 18 bist, aber das passt schon.“ Sie konnte sich denken wieso Kathrin das so lange fand. Yuki kannte sie noch nicht lange, aber sie hatte schon bemerkt, dass das Mädchen ungern anderen eine Last war. Vermutlich schreckte sie der Gedanke ab, dass er Mentor sich um sie kümmern sollte. “Aber dein Mentor muss sich ja nicht immer um dich kümmern. Wenn du Probleme hast ist er dein Ansprechpartner und gibt dir Sachen, damit du überlebst bis du selber Geld verdienen kannst, aber umso älter man wird, desto selbstständiger wirst du ja auch. Ich denke nicht, dass du für irgendjemanden eine Last wärst.“ Kathrin fragte ob sie helfen konnte. Daraufhin nickte Yuki. “Man kann immer helfen. Du hilfst schon wenn du dein Zimmer und deine Sachen sauber und ordentlich hällst. Außerdem kannst du dafür sorgen, dass du versorgt wirst solltest du krank sein und versuchen selbstständig zu sein, aber sie das bitte nicht als Zwang. Es wird schon alles gut werden. Du wirst einen netten Mentor zugeteilt bekommen und der wird dir auch sagen wenn du noch helfen kannst.“
Sie freute sich als sie die Reaktion des Mädchens auf ihr Geschenk sah. Es zeigte ihr, dass sie sich freute und das freute Yuki. “Du kannst die Klamotten ja später mal anprobieren, aber ich denke sie sollten dir passen und dir auch stehen. Wenn du nochmal etwas brauchst, beispielsweise noch ein paar wärmere Sachen für den Winter sollten die nicht reichen, dann komm zu mir. Ich habe genug um dir ansonsten nochmal etwas zu leihen.“ Vermutlich wären Kathrin trotzdem die meisten Sachen zu groß. *Wo könnte sie denn sonst noch was herbekommen in ihrer Größe? Vielleicht von anderen Kindern? Kathrin ist ziemlich klein also könnten ihr Malous Sachen vielleicht teilweise passen. Malou ist so nett, die gibt ihr sicher etwas!* Sie entschied sich das dem Mädchen vorzuschlagen. “Ansonsten gibt es hier noch ein Kind namens Malou. Sie ist jünger als du, aber ein paar von ihren Klamotten würden dir sicher passen und Malou ist so lieb sie würde dir sicher etwas geben. Du kannst ja sagen, dass du von mir kommst. Wo ihr Zimmer ist weiß ich aber leider nicht genau, da müsstest du ihren Mentor fragen. Ich glaube das war Revan. Der weiß sicher wo ihr Zimmer ist.“ Sie beabsichtigte nicht Kathrin zu verletzten, schließlich wusste sie nichts von ihren Gefühlen Revan gegenüber und ihrem Wunsch, dass dieser ihr Mentor wurde. Sie wollte ihr nur helfen und hatte es da einfach unterbewusst gesagt um zu helfen.
Auf ihre kleine Rede hin was Stärke war bekam sie nur einen leisen Laut als Antwort. Mehr bekam sie dazu nicht mehr, aber das nahm Yuki auch nicht so wirklich wahr. In Gedanken war sie woanders. Sie überlegte gerade zu welchem von den beiden Verwaltern sie gehen sollte und was sie sagen sollte wenn sie Kathrin anmelden musste. Sollte sie einfach sobald sie drinnen war sagen, dass ein neues Mädchen da war, das ein Zimmer und einen Mentor brauchte, oder wie sollte sie sich ausdrücken?
Kathrin meinte wieder, dass Revan keine Schuld an ihrem Bad im See traf. Yuki war zwar anderer Meinung, aber sie wollte nicht streiten, weshalb sie einfach kurz lachte und dann endlich dem Mädchen das Kochen beibringen wollte, wie sie es sich gewünscht hatte.

Als nun also das Essen fertig war wollte sie gerade Kathrin zu sich rufen als an der Tür Laute waren. Sie sah hin und entdeckte seufzend, dass dort Revan und Christine waren. Es waren die zwei Personen auf die sie gerade am wenigsten Lust hatte. *Warum müssen sie gerade jetzt kommen und etwas kochen wollen?*
Die beiden bemerkten sie nun auch und Revan wurde schrecklich rot im Gesicht. Auch Kathrin sah, oder starrte ihn eher schon an. *Ist da etwas gelaufen oder warum sehen sie so aus? Können die sich wieder einkriegen? Christine sieht aus als würde sie gleich jemanden töten und da hilft es sicher nicht wenn ihr Freund sich an ein Kind ranmacht. Ich will nicht dabei sein, wenn die ausrastet!*
Nun schnauzte Revan sie auch noch an, dass sie Kathrin kein Messer geben sollte. “Reg dich nicht so auf Revan. Sie ist kein Baby mehr und sie wollte kochen lernen. Außerdem hat es ja bisher geklappt und ich wüsste auch nicht, dass ein kleiner Schnitt jemanden umbringen würde.“ Sie verdrehte entnervt die Augen. Warum musste er sich eigentlich direkt so aufspielen?
Nun machte er auch noch eine Bemerkung wegen dem Küchentisch auf die Christine auch noch antwortete. *Ich will gar nicht wissen was die geplant hatten. Am besten essen Kathrin und ich schnell und dann hauen wir wieder ab!*
Plötzlich erklang ein lautes Scheppern. Als sie zu Kathrin sah, sah sie, dass sie sich geschnitten hatte. Die Panik in ihren Augen erschrak Yuki und sie sprang auf und lief schnell zu ihr. Auch Christine war zu ihr gekommen und hatte das Wasser ausgestellt. Kurz lächelte Yuki ihr zu, weil sie Kathrin so zumindest vor einer Verbrühung gerettet hatte. Dann sah sie Kathrin ihn die Augen und umarmte sie kurz. Nun ließ sie sich wieder los und kniete sich vor sie. “Alles ist okay Kathrin. Ganz ruhig. Es ist nur ein kleiner Schnitt, ja? Dir passiert nichts und du bist in Sicherheit, okay?“ Ruhig sprach sie auf sie ein und suchte ihren Blick. Sie vermutete, dass sie an etwas erschreckendes in ihrer Vergangenheit erinnert worden war. Vielleicht durch den Schnitt oder durch das Blut. Aus ihrer Tasche holte sie ein kleines Set mit Pflastern, welches sie eigentlich immer mit sich herum trug. “Das haben wir gleich wieder, okay? Mach dir keine Sorgen Kleine!“ Sanft griff Yuki nach ihrer verletzten Hand und klebte zwei Pflaster auf die kleinen Schnitte. Nicht dass es nötig gewesen wäre, aber sie wollte Kathrin Sicherheit geben.
Lächelnd sah sie ihr ins Gesicht. “Schau mal, alles wieder gut.“ Sie strich ihr über die Hand und die verletzten Kuppen. “Schon morgen wird man nichts mehr von den Schnitten sehen, okay?“, versprach sie feierlich. Dann deutete sie auf das Essen. “Aber lass uns jetzt essen. Es wird sonst kalt und du hast doch auch Hunger und Lust auf warmes Essen. Wir müssen doch schauen ob wir gut gekocht haben!“ Sie lachte leise um die Situation wieder aufzulockern und stand dann, elegant wie eine Katze, wieder aus der knienden Position auf.

Angesprochen: Kittey/ Kathrin (Lilith Dearing), Revan (J.M.Cale), Christine (Chrissi) (Lavina)
Erwähnt: Verwalter der Burg (J.M.Cale u. Catarina), Malou (Yuki xD)
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BeitragThema: Re: Die Küche    Mi Nov 28, 2018 8:01 pm

Revan Valensa
Infos: 18 Jahre | single | Skinhead | Rechtsradikale Neigung" | Freund von Chrissi (Lavina) | Ex von Catarina (Catarina) | Mentor von Malou (Yuki)
ERWÄHNT: / / /
ANGESPROCHEN: Chrissi (Lavina) | Yuki (Yuki) | Kittey (Kittey)

Komplett mit der Situation überfordert, in der er sich in jenem Moment befand, musst er den Drang bekämpfen, sich umzudrehen und davon zu laufen, um sein Heil in der Flucht zu suchen...
Eben noch ausgelassen und gut gelaunt, hatte sich seine Stimmung um hundert-achtzig Grad gewendet und neigte bereits wieder stark dazu, ins komplett Negative abzufallen.
Denn schnell den vorherigen Streit vergessend, war Revan – anders als Chrissi – schon längst einen Schritt weiter. Er würde sich keine Gedanken mehr über das vergangene machen und es eben als das an sehen, was es war... Nichts besonderes.
Das seine Freundin für einen kurzen Moment tatsächlich Angst um ihr Leben gehabt hatte und er nah dran war, diese Angst tatsächlich zu bestätigen, war bereits wieder aus seinem Kopf verschwunden und er machte weiter, als wäre es eben niemals geschehen. So war es wohl mehr als gut, dass er ihre leise gemurmelten, vor Trotz strotzenden Worte nicht vernommen hatte... denn wäre die Situation aufgrund dieser Wiederworte wohl ein weiteres Mal eskaliert...
Für wohl jedermann verständlich, außer für ihn, war es Christine nicht nachzutragen, dass sie an den Gefühlen Revan's für sie Zweifelte. Woher auch sollte sie diese wissen, wenn er es ihr doch niemals sagte und noch weniger zeigte... Doch war sich eben auch er nicht sicher... War sie doch ebenso schlecht darin, Gefühle anzudeuten oder gar auszusprechen wie er selbst...
So sah er den Kuss eben nicht als Ausdruck von Gefühlen... sondern einfach nur als körperliche Reaktion, hervorgerufen durch Leidenschaft. Das die plötzliche Zärtlichkeit, welche er viel zu selten zeigte, Chrissi sogar dazu verleitete, ihren Glauben zu stärken, dass sie im Grunde doch zusammen passten..
Dabei wusste er, dass er ihr viel öfter zeigen sollte, dass sie ihm nicht gleichgültig war... doch wieso auch immer... er konnte es einfach nicht. Vor allem, weil er ihr Lachen liebte... Nicht, dieses künstliche, Arrogante Lächeln... oder das kokette Lachen hinter vorgehaltener Hand... Nein... dieses war... anders. Machte sie jedoch nur umso schöner.
Vielleicht war auch dieses der Grund für eine durchweg gute Laune, die nun doch schon um einiges Länger anhielt, wie es sonstig der Fall war und er seine Freundin an die Wand vor der Küche drückte. Sie fast schon spielerisch neckend, sodass ihr ein kleiner Seufzer entfuhr. Eindeutig, dass die beiden in diesem Moment wohl nicht unbedingt das Kochen an erste Stelle gestellt hätten...
Hätte er gewusst, dass Yuki und Kittey sich in der Küche aufhielten... so hätte er vermutlich den Vorschlag Chrissi's abgelehnt und hätte stattdessen etwas anders mit ihr unternommen! Egal was... nur eben nichts, was ihn wieder mit dem Kind zusammen brachte, welches er vor gar nicht allzu langer Zeit aus dem See im Wald gefischt hatte.
Aber verdammt... woher sollte er es auch wissen sollen? Das Kind war durch gefroren gewesen und pitschnass... Er hatte erwartet, dass sie wenigstens heiß duschen und sich dann würde ausruhen. Aber nein... stattdessen schleppte diese dämliche Clownsfigur sie in die Küche und drückte ihr ein Messer in die Hand, welches Kittey benutze wie einen Bleistift – jedenfalls, wie er die Situation befand... Vor seinem inneren Auge sah er bereits, wie sich das unbedarfte, naive Kind im Eifer des Gefechts einen Finger abschnitt... oder gleich die ganze Hand!
Standhaft versuchend, seinen Blick nicht in Richtung Kathrin schweifen zu lassen. Nicht ahnend, wie sehr der stürmische Kuss, welchen er Chrissi gegeben hatte, die Brust Kittey's zusammen ziehen ließ. Nicht verstehend, was das Gefühl bedeutete, welches ihr junges Herz so schwer belastete.
Doch hätte er den verwirrten, fast schon unsicheren Blick sowieso nicht gesehen, klebten seine Augen doch noch an den vollen, durch den Kuss leicht geschwollenen Lippen seiner Freundin. Ein Anblick, der ihm ausnehmend gut gefiel und seinen Blick so erst reichlich später auf die Situation richtete, welche ihn in der Küche so unvorbereitet überfallen würde. Deshalb wohl auch den misstrauischen Blick Yuki's nicht bemerkend, welche die Augen, ebenso wie Chrissi, nachdenklich zwischen Kittey und ihm schweifen ließ.
So war ihm jedoch sein Gesicht entglitten, als er nun die beiden jungen Mädchen erkannte und seine Aufmerksamkeit von dem hübschen Kind angezogen wurde, welches in dem Hellblauen Pulli und dem roten BH, der so offensichtlich etwas zur Geltung brachte, was er vorher eigentlich nur erahnt hatte, nun überhaupt nicht mehr wie das Kind wirkte, welcher er erwartet hätte... sondern durchaus für ein Mädchen, welches sinnliche Züge an sich hatte. In ihm erwachte der Wunsch, ihr einen Sack über zu streifen, sodass sie unförmig und plump wirke! Niemand sie beachten würde... vor allem kein anderer Mann.
Sich nicht wirklich im klaren darüber, dass seine Gedanken schon etwas leicht Besitzergreifendes hatten, starrte er noch immer Kittey an. Sah die wunderschönen, Himmelblauen Augen, welche so viel Freude auszudrücken schienen, dass er sich unwillkürlich fragte, wo sie es nur schaffte, diese her zu holen!
Ganz offensichtlich war sie in so vielerlei Hinsicht das genaue Gegenteil vom ihm, dass zwischenzeitlich der Gedanke durch seinen Kopf schwirrte, er müsse sich von ihr fern halten, um diesen so Lebensfrohen, aufrichtigen Charakter nicht zu zerstören.
Doch kannte Revan sich selbst und wusste, dass ein solcher Vorhaben bereits am Anfang scheitern würde... Hatte das Verbotene doch stets einen ganz besonderen Charme... einen ganz besonderen Reiz... Selbst, wenn er selbst sich diese Gebote auferlegte.
Und wie konnte er sich alleine nur mit dem Gedanken fassen, dieses Glitzern in den Augen nie wieder sehen zu können, wenn das Mädchen ihn erblickte? Ein Glitzern, bei denen er sich wie ein Held fühlte... Ihr Held... und welches in ihm den Wunsch erweckte, wie ein Höhlenmensch auf seiner Brust herum zu trommeln... Und ihn ihm nun ebenfalls den Drang erweckte, zu ihr rüber zu gehen, sie in die Arme zu reißen und sie irgendwo hin zu bringen, wo er sie ganz alleine für sich haben könnte...
Selbst erschrocken von diesem überraschend innigen Wunsch, sah er, wie Kittey's Mund sich bewegte, jedoch kein laut heraus kam, denn zog er Chrissi in einer schon gar trotzig anmutenden Geste zu sich, eng an seinen Körper drückend, während sein Blick schon etwas Schuldbewusst-provozierendes hatte. Und obwohl sich sein Gesicht nicht Grundlegend veränderte, so geriet sein Herz doch ziemlich ins Stolpern, als sich die Lippen des Kindes zu einem Lächeln verzogen und ihn so zärtlich anblickten, dass es selbst ihm so vorkam, als wäre da mehr zwischen ihnen... rückte denn nun auch alles in den Hintergrund. Selbst die Frau, dessen Körper er an den seinen gedrückt hielt... Jedenfalls bis zu dem Moment, als sich ein schlanker Arm um seine Hüfte legte...
Mit dieser Geste nun ihrerseits ein eindeutig er gehört mir in den Raum werfend, zog Christine ihn mit sich und die beiden Mädchen verließen sein Blickfeld.
Auf Kittey fixiert hatte Revan auch nicht bemerkt, wie Chrissi ihm einen Blick zu warf, die Lippen missbilligend aufeinander gepresst, bevor sie sich dem Mädchen zuwandte und ihre Augen Giftpfeile in dessen Richtung abfeuerten.
Er wollte sich auf seine Freundin konzentrieren, doch gelang es ihm nicht... denn das Messer in Kitteys Hand ließ ihn wütend die Worte an Yuki richten. Der Spruch Messer, Gabel Schere, Licht – sind für kleine Kinder nicht schoss ihm durch den Kopf, wollte er dies gerade von sich geben, als ihm einfiel, dass Kittey mit ihren dreizehn Jahren nun wirklich nicht mehr als eines bezeichnet werden konnte...
Wütend presste er die Kiefer aufeinander, als Kittey zusammen zuckte... Er sah das Lächeln nicht, welches sich bei dem Kosenamen Zwerg auf ihr Gesicht legte... Seine Hand ballte sich zur Faust, als er nach seinem an Yuki gerichteten Spruch zurück bekam, dass er sich ab reagieren sollte. “Willst du mich verarschen? Sie kam nicht einmal alleine aus dem See heraus und du willst mir erzählen, sie wäre kein Kind? Bist du so blöd oder tust du nur so? Dumm und unfähig wie sie ist, wird sie sich die Hand abschneiden!“, blaffte er und holte tief Luft, beim Versuch, sich zu beruhigen.
Gereizt wandte er den beiden nun endgültig den Rücken zu. Entfernte sich. Zur allgemeinen Sicherheit... Erst am anderen Ende der Küche angekommen, löste sich Christine vom Revan und lehnte sich an die Küchentheke, mit verschränkten Armen. Ihre Unterlippe, schob sich leicht nach vorne, schmollend, beleidigt. Er konnte nicht anders, als bei diesem Anblick zu lachen. Er trat zu ihr, umfasste mir den Händen ihre Hüfte und küsste sie, biss ihr leicht in die so verführerisch-betonte Unterlippe. “Spiel nicht das beleidigte Kind, Chrissi.“, meinte er, bevor er sie los ließ und seine Freundin auf seine Aussage, dass es das wohl mit dem Tisch wäre, enttäuscht meinte, dass sie dies wohl wirklich vergessen könnte. “Ein anderes Mal.“, meinte Revan mit einem verruchten Grinsen.
Innerlich jedoch wappnete er sich auf eine Finstere Miene, einen Blöden Spruch, auf etwas, was seine Wut erneut anfachte. Zur Sicherheit sagte er ein weiteres Mal, dass zwischen Kittey und ihm nichts gelaufen war... und die Antwort Chrissi's ließ seine Nackenhaare zu Berge stehen. Viel zu süß war ihre Stimme... viel zu lieblich die Tonlage... Und der Kuss, den sie auf seine Wange setzte, war nicht unbedingt dafür geeignet, das ungute Gefühl zu besänftigen.
“Klingt nicht so...“, meinte er, sie kritisch und vorsichtig betrachtend. Die Frage vorerst ignorieren, was er kochen wollte, sich nicht umwendend, aus Angst, ein Messer in den Rücken zu bekommen...
Doch ein lautes Klirren ließ sowohl ihn, wie auch Chrissi den Blick auf die Mädchen richten. Kittey war das Messer wohl ins Waschbecken gefallen...
Revan verdrehte die Augen und schüttelte den Kopf. Sie war so ein Tölpel... Doch stutzte er, als das Mädchen ein kaum wahrnehmbares Wimmer ausstieß. Ihre Bewegungen waren fahrig, fast schon panisch, als sie den Wasserhahn aufdrehte und ihre Hände unter das Wasser hielt.
Er verstand nicht, was plötzlich mit ihr los war und sein Blick zeigte deutlich seine Verwirrung. Und noch stärker wurde diese, als Chrissi sich tatsächlich zu dem Mädchen begab. Er selbst hatte den Ausdruck nicht gesehen, der seiner Freundin so beunruhigte, doch fiel ihm die seltsam, starre Haltung auf... Verstand jedoch nicht, warum.
Erst, als sie meinte, dass Kittey ihr die Hand zeigen sollte, begriff er und nun war es sein Blick, der töten sollte... allerdings nicht das Mädchen, sondern Yuki... immerhin war sie es gewesen, die ihr das Messer gab und somit den Unfall verschuldet hatte. “Was hab ich dir gesagt!“, schnaubte er an das Mädchen mit dem bunten Haar gerichtet. Sich an Yuki wendet, hörte er nicht, was seine Freundin über das Wasser sagte. Nicht ahnend, in was für eine Richtung die Gedanken Christine's gingen...
Er selbst stand noch immer wie fest gewurzelt da... wie ein Idiot, wenn er es recht betrachtete, was seine Stimmung nun nicht sonderlich steigerte... Yuki trat zu Kittey und nahm sie in den Arm, was in Revan kurz den Willen entfachte, dazwischen zu treten. Das Gefühl, welches bei dem Anblick durch seinen Körper schoß, war durchaus mit Eifersucht zu vergleichen... Vielleicht war es sogar eine solche, nur wollte er sich dies nicht eingestehen. Doch kam er nicht darauf klar, dass jemand anderes, außer natürlich er selbst, das Mädchen berührte! Egal wie... Egal wo... und Egal, wie auch immer es gemeint war!
Seine Augen verengten sich, als leise auf das Mädchen eingesprochen wurde und rasch ein Pflaster aus der Tasche gezogen wurde, geschwind auf den Schnitt geklebt wurde. Also bitte... wie sehr kann man eigentlich übertreiben! Was machten die beiden so einen Hehl um etwas, was einem sogar an einem Blatt Papier zustoßen könnte? War Kittey doch vor allem alt genug, um mit solcherlei Verletzung auch ohne Pflaster auskommen zu können, wie man es so nur bei Kleinkindern tat....
Mit einem derben Fluch setzte er sich nun ebenfalls in Bewegung, drängte sich an Chrissi und Yuki – welche sich soeben aufgerichtet hatte – vielleicht ein wenig Grob vorbei und baute sich vor Kittey auf – und der Ausdruck auf dem Gesicht behagte ihm gar nicht.
Diesen Ausdruck aus tiefster Verzweiflung und unglaublichen Qualen hatte er bisher kein einziges Mal bei ihr gesehen. Trauer... Enttäuschung... Freude... Glück... jedoch nicht jenes, was sie versteinern und ihre Augen ins leere starren ließ. Das Gefühl, welches sich langsam von seinem Bauch aus ausbreitete, war mit Angst durchaus zu vergleichen. Angst um sie... wusste er ihr nämlich nicht zu helfen. Krampfhaft überlegend, wie seine Mutter ihn damals immer getröstet hatte... doch war die Erinnerung an sie so verschwommen, dass nur noch die zärtliche Berührung zurück geblieben war... und Zärtlichkeit war nicht unbedingt seine Stärke. Also... musste er es eben auf seine Art machen...
Revan kniete sich auf Augenhöhe vor Kittey hin, die anderen beiden weiblichen Personen im Raum für den Moment ignorierend. Sich nicht bewusst, wie sehr die Haltung jener im Wald ähnelte. “Solltest du nicht vorsichtig sein, Zwerg?“, meinte er, vielleicht ein wenig hart klingend. Eine Augenbraue hoch ziehend blickte er sie an. “Aber hey... so ein kleiner Schnitt ist kein Weltuntergang – und Pflaster sind nur für kleine Kinder und Schwächlinge, wie Yuki einer ist. Und du bist stark, weißt du noch? Du hast im Wald nicht geweint – obwohl ich dich im See zurück lassen wollte.“
Er griff nach Kittey's Hand, so klein... so zart im Gegensatz zu der seinen. Mit einem schnellen Ruck entfernte er die eben aufgeklebten Pflaster, schnaubte aufgrund dessen, was er sah. Kaum zu erkennen, nur durch eine rosa farbene Linie zu erahnen, wo das Messer die Haut geritzt hatte. “Und dafür ein Pflaster?“, fragte er spottend in Richtung Yuki gewandt, bevor er sich wieder an Kittey wandte. Mit der einen Hand noch immer die ihre haltend, umfasste er mit der anderen ihr Kinn und zwang sie, ihn anzusehen. “Mach nicht so ein Gesicht, mein Schatz. Es war doch nur ein bisschen Blut. Was meinst du, wie oft ich mir schon irgendwas aufgeschnitten oder aufgerissen habe!“ Er drehte seinen Kopf, sodass sie die Schramme auf seiner Wange gut zu sehen bekam. “ Es passiert und ist kein Grund, gleich in Ohnmacht zu fallen oder sich in Stein zu verwandeln.“
Ein schiefes Grinsen folgend, doch leicht die Sorge zeigend, welche nicht verschwinden wollte, solange Kittey aussah, als wäre sie nicht hier bei ihnen... Nicht in der Küche... sondern an einen Ort, den er nicht erreichen, wo er ihr nicht helfen konnte. Wo sie etwas hatte sehen oder erleben müssen, was ihm nicht bekannt war. Und er wollte nicht fragen... würde nicht fragen... Um nicht zusätzlich wach zu rütteln, was sie so gefangen hielt.
Ohne nachzudenken, hob er die Hand des Mädchens. Seine Lippen leicht auf die Wunde drückend, bevor er sie los ließ, jedoch noch immer auf Augenhöhe blieb. Ernst der Ausdruck auf dem Gesicht, die Augen noch immer besorgt. “Und jetzt hör auf, mir Sorgen zu bereiten und iss etwas... Sonst wirst du immer so ein Zwerg bleiben...“
Das Yuki in etwa das Gleiche kurz zuvor gesagt hatte, ignorierte er dabei gekonnt.
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Lilith Dearing

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BeitragThema: Re: Die Küche    Do Nov 29, 2018 7:27 pm

Kittey
Das Mädchen wusste nicht, dass ihre körperlichen reaktionen in gewissen Momenten, vielleicht nciht allzu normal waren - oder bei erfahrenen Personen sogar verriet, das und was geschehen war. So verdrängte sie doch stets daran zu denken, oder sich damit auseinander zu setzen. Zu evrsuchen zu verstehen... Lieber lächelte sie und beschäftigte sich spielerisch und unbedarft mit schönen Dingen. Sie wollte nicht, dass jemand sah was geschehen war, odr überhaupt etwas negatives oder bedrückts in ihren Augen erblickte. Es war doch viel schöner föhlich zu sein. Das hübsche "Kind" konnte nicht benennen, was ihr wiederfahren war - doch fühlte sie sich auch so schmutzig und schuldig, allein dafür, dass sie ihrem vater nicht hatte helfen können...dafür das sie gelähmt gewesen war...Doch Yukis lächeln und ihre netten Worte schafften es leicht sie abzulenken. Machten sie sympathisch und zu einem gutherzigen Menschen, dem Kathrin dankbar war. Ein süßes, bescheidenes Lächel legte sich auf ihre rosigen Lippen, als Yuki ihr ein Kompliment machte. Sie errötete seicht durch die Worte, die sich auf ihr Aussehen bezogen. Fast schon ein wenig schüchtern und geschmeichelt legte sie die Augen nieder und bedankte sich lieb bei ihr. Sie hatte...nie wirklich darüber nachgedacht, wie sie aussah. Hübsch? Der Pullover betonte ihre Augen? Sie wusste, dass ihre Iriden leuchtend Blau waren, doch wirklich bemüht sich schön zu machen, hatte sie nie. Kurz flackerte, verwirrenderweise der Gedake auf, ob auch Revan sie hübsch finden würde? Und daraufhin breitete sich ein leichtes, flatterndes kribbeln in ihrem Bauch aus. Auch wenn sie nicht wusste wieso, hoffte sie es. Sehr sogar. Ein kleies Grinsen schenkte sie Yuki also. "Und ich mag deine Haare! Die haben eine einzigartige Farbe und lassen deine Augen strahlen." erwiederte sie und bedachte dabei die besonderen Augen des älteren Mädchens.  "Denn deine Augen sind wirklich sehr besonders." fügte sie mit einem lächeln hinzu. Sie hatte ncoh nie einen Menschen gesehen, der zwei verschiedene Augenfarben hatte - wobei beide ja blau waren, aber in unterschiedlichen Tönen! Irgendwie faszinierend oder? Erleichterung, dass Yuki ihr Ankommen in der Burg der Leitung mitteilen würde, durchflutete sie.  "Okay, dankesehr." erwiederte sie und wirkte sogleich ein wenig entspannter. Auch wenn es sie noch immer vor dem angekündigten Schlaf graute und sie schon überlegte wie sie ihn meiden oder herauszögern könnte. Das Strahlen von Yuki verbarg vor ihr, dass diese sich unwohl fühlte wenn sie an die Leiter der Burg dachte und lenkte sie wunderbar vor Sorgen ab. Spitznamen? dachte sie überlegend. Sie selbst hatte nie wirklich Freunde gehabt, aber wenn Yuki sagte, dass sich Freunde Spitznamen gaben, dann musste es wohl so sein. Und irgendwie fand sie gefallen an der Idee. "Kann ich dich Yuu nennen?" irgendwie klang es süß, und schien zu Yuki zu passen, zudem war es einfach und schnell gesagt - der Sinn von Spitznamen oder? Sie selbst grinste fröhlich, und nickte bestätigend bei dem Namen den ihr gegenüber für sie gewählt hatte. Es klang wie Cat - und somit von Bedeutung ähnlich dem Spitznamen, welchen ihr Vater stets für sie verwendet hatte. Etwas Vertrautes in dieser vollkommen neuen Situation und Umgebung.
Sie lauschte Yuki bei ihren Erklärungen, denn immerhin wollte sie verstehen wie es heir ablief und nicht doof und ratlos rumstehen. Doch die Zeit in der sie einen mentoren hatte, war wirklich ziemlich lang. Vor allem konnte sie sich in ihrem Alter die Zeitspanne bis zum 18ten Lebnsjahr nur schlecht vorstellen. Wie sie sich bis dahin wohl verändern würde? So nickte sie zustimmend, die Zeit würde vorbei gehen, ehe sie sich versah und außerdem war jemand der einem Half doch ganz gut. Noch nachdenklicher sah sie allerdings aus, als es ums Geldverdienen ging. Wo sie selbst wohl irgendwann einmal arbeiten könnte? Es war ihr ein großes, unbekanntes Rätsel. Zwar meinte Yuu zu ihr, dass sie keine Last wäre, doch wirklich besser fühlen würde sie sich, wenn sie wirklich jemand helfen könnte. Sei es auch nur, wenn jemand wegen ihr Lächelte oder froh war. Erneut nickte sie, es waren viele Information die sie aufnehmen udn verarbeiten musste. "Mein Zimmer werde ich ganz ordentlich halten." nickte sie rasch, wenn es half, würde sie aufpassen..auch wenn sie leicht zum Chaos neigte. Was jedoch eher daran lag, dass sie so viele Kuscheltiere gehabt hatte...hier war ja nicht wirklich etwas, dass in Unordnung gebrachtw erden konnte, aber das wusste sie ja ncoh nciht mit Sicherheit. Erneut jedoch dachte sie daran, welchen Mentoren sie wohl bekam...und versuchte ihren Wunsch von Revan nicht zu sehr aufblühen zu lassen. Als Yuki sprach wandte sie also ihr wieder die Aufmerksamkit zu, die sie allein schon durch ihre Güte und Freundlichkeit verdient hatte. "Ich werde die Klamotten anprobieren sobald ich kann! und sie auf jeden Fall sicher verwahren und immer gut behandeln, versprochen!" erwiederte sie aus Dankbarkeit ehrlich. Natürlich war sie neugierig wie die Dinge passten, auch wenn sie es nicht wirklich kümmerte oder beschäftigte ob es zu groß wäre oder nicht. Sie war einfach froh über diese Hilfsbereitschaft. "Dankesehr, du bist wirklich sehr lieb." sprach sie anschließend, als Yuki ihr anbot noch weiterhin Dinge zu leihen, und dass sie zu ihr kommen könnte, falls si noch mehr benötigte. Doch war sie für die bisherigen Dinge doch schon so dankbar!
Yuki führte jedoch die Erzählung rasch weiter und ein neuer Name begegnete ihr darin - zusammen jedoch mit Revans.  Malou war ein Mädchen, von dem Yuki erzählte, dass diese ihr vielleicht auch Klamotten leihen könnte - doch war sie eigentlich ziemlich zufrieden mit dem, was man ihr bisher schon alles geschenkt hatte. Nie hätte sie erwartet, überhaupt etwas zu bekommen, einfach so. Doch als dann Revan zur Sprache kam, entfloh ihr ein kleines "Oh.." es klang leicht enttäuscht, doch versuchte sie das Gefühl zu verscheuchen. Es wäre ja auch ein zu schöner Zufall gewesen, wenn er ihr Mentor hätte sein können. "Achso, okay." setzte sie dann mit etwas mehr Fröhlichkeit nach und nickte. So langsam verstand sie wie es hier ablief. Irgendwie ein beruhigendes Gefühl.

Das Kochen selbst hatte überraschenderweise gut geklappt und Spaß gemacht...bis sie fertig waren und zugleich ein ein überraschender Besuch die Küche betrat.
Niemals hätte sie erahnen können, was sich nur wenige Momente vor des Eintretens in die Küche, bei Revan und seiner Freundin ereignet hatte. Hatte noch nicht sein anderes Gesicht gesehen, wütend, zoenig...ein zu fester griff um einen gebrechlichen Hals, oder ein fester Schlag ins Gesicht. Vor allem schien auch für sie und ihre unschuldigen Augen nichts darauf hin zu schließen, dass etwas nciht richtig lief. Denn als die zwei Eintraten...falls man das stürmische gestolpere denn so nennen konnte, war da keine negative Gewalt mehr gewesen. Stattdessen etwas hitziges, dass sie zu ihrem eigenen Glück hatte nicht ganz erkennen können. Und trotzdm, verstand sie das Stechen in ihrer Brust nicht...das seltsame Drückende Gefühl, welches sich um ihr Herz schlang und langsam, quälend fester drückte. besonders als erdie unheimlich und zugleich schöne Frau an sich zog, sie trotzig ansah - oder eben diese ihre Arme besitzergreifend um ihn legte, ihre Hände auf ihm ruhten. Sie wusste nicht, was ihr mehr den Atem abgeschnürt hatte - der vernichtende, giftsprühende Blick der Frau, oder seine kühle ignorierende Art ihr gegenüber. Irgendwie, überwog sogar letzteres, wenn sie darüber nachzudenken vermochte. Doch tat sie es nicht, versuchte nicht das Gefühl als eine Art hilflose Eifersucht zu erkennen. Oder sich dadurch die Verletzlichkeit einzugestehen, die sie gegenüber Reva so offen zeigte, ohne sich dem überhaupt bewusst zu sein. Doch grade deswegen wollte sie ihm Wärme zeigen, lächelte ihn sanft und lieb an. Auch wenn der Eintritt in die Küche irgendwie ein seltsames, fremdes Gefühl in ihrem Inneren auslöste, so freute sie sich sogleich ihn wiedersehen zu dürfen. Denn sie hatte den Mann mehr und schneller vermisst, als es vielleicht normal sein sollte.
Doch selbst jemand so naives und unwissendes wie sie musste erkennen, dass dort etwas zwischen der Frau, die ihr einen so finsteren Blick bei zusammengepressten Lippen, zuwarf und Revan lief. Das sie sich mochten, auch wenn sie nicht wusste in welche Art udn Weise, wie stark oder innig. Und vor allem wusste sie nicht, was hier stattgefunden hätte, wenn die Zwei die Küche leer vorgefunden hätten.  Da sie sich nach dem Eintritt erstmal umgewandt hatte, sah sie nciht wie enttäuscht beide über diesen Fakt waren, dass die Anwesenheit der zwei Kinder ihnen grandiosen, leidenschaftlichen Intensivkontakt vermieste.  Sah auch nicht die seltsam liebliche Interaktion zwischen ihnen, die Seitens der Frau etwas Ungutes verriet.
Auch bekam sie nicht wirklich mit wie Yuki und Revan einen Schlagabtausch leisteten und ihre gegenseitige Abneigung so offen zeigten. Jedenfalls Yuki schien Revan wirklich überhaupt nicht leiden zu können, dies hatte sie Kathrin aber zuvor schon leicht zukommen lassen. Statt auf das Gerede zu achten hatte sie sich abgewandt um die Sachen die sie benutzt hatte weg zu stellen. Erst als Revan die Worte an sie richtete, sie "Zwerg" nannte, kam das aufgeregte und warme Kribbeln zurück. So hatte ein Lächeln auf ihren Lippen gelegen, als es zu dem "Vorfall" kam.

Es hatte nicht mal viel geblutet, war nicht tief oder besonder schlimm. Über ihren Schreck udn den anschließend aufkommenden Strudel des Chaoses, spürte sie das leichte Brenen des kleinen Schnittes nicht einmal. Doch dieses, einmalige Rot...so bekannt und mit horrorhaften Bildern verknüpft, kam so plötzlich, traf so vollkommen Unerwartet auf ihren unvorbereiteten Geist, der sowieso schon durch die Verwirrung so angreifbar war. Sie würde nie wissen, wie ihr Gesicht in diesem Moment entglitt, die Augen so leer  und verschleiert, dass sie nichts mehr verbargen.
Während sie grässliche Gefühle fast körperlich zum beben brachten und sie versteifte, sich fühlte wie in Eis eingeschlossen, fuhren ihre Hände so automatisch zum Wasserhahn. Bloß weg, wieder sauber sein. Das panische Wimmern fand fast keinen Ausweg aus ihrer Kehle, sas heiße Wasser jedoch hatte kaum Zeit ihre Haut zu verbrühen. Alles ging ganz schnell. Der kleine Schitt, der Sturz in die tiefen ihres Ichs, das panische wegwaschen der kleinen Blutstropfen. Dann eine weibliche Stimme, die Kaum durch den Lärm in ihrem Inneren drang.  Sie sah nciht vor sich ihre eigenen Hände, sondern die realität wurde verzerrt. Es war als wäre sie in ihrem zerwühlten, befleckten Bett und blickte auf ihre zarten Bein hinab. Die blasse, weiche Haut trotz der Sensibilität, grob behandel mit dunklen Flecken übersäht. Reste von ein wenig Blut weiter oben. Der Blick verschwommen und trüb den Raum durchwandernd, bis er sich auf ihren Vater legte. Ihr seichter Atem ging etwas zu flach und zu schnell. Sie bewegte sich nciht, als Chrissi nach leisem Fluchen wegen der Hitze das Wasser ausdrehte und ihr ein Handtuch hinwarf. Stattdessen blieb sie in der Position und starrte wie leer vor sich hin, mit gesenkten Schultern und Kopf. Als wäre noch immer etwas uaf ihren Händen, welche in der tat leicht rötlich durch das heiße Wasser waren. Wenn sie nicht so tief versunken wäre, würde sie den beißenden, leicht verbrühten Schmerz fühlen, der die Haut sensibel und empfinldich machte. Doch war alles im Jetzt so taub und überflutet von Damals. Die Stimme von Chrissi hatte sich nur dumpf in ihre Ohren gedrängt, leicht zu ignorieren und nicht zu verstehen. Nahm ncht wahr, dass sich diese wieder zurück zog und  ihre erste Hilfsbereitschaft schon eher ungewöhnlich für sie war. Oder gar, was diese nun für seltsame Verdächtigungen hegte...
Als nächstes lagen Yukis Arme um sie, doch sie fühlte es kaum, ließ die Arme jedoch herabsinken, während sie keine richtige Reaktion zeigte. Die Augen waren wie Dämme, zum Rand gefüllt. Die sanfte Stimme berührte Ihre Ohren, klang jedoch immer noch dumpf und verzerrt. Sie fühlte sich wie untergetaucht, verloren in einem Meer, aus dem sie nicht mehr hinaus fand.  Sie bemerkte kaum, wie Yuki ein Pflaster um ihren Finger wickelte. Ihr Kopf war abgesenkt, doch zumindest starrte sie somit nicht mehr so schrecklich gequält nach Vorne in die Luft, dort wo sie ihren Vater sah. Dort wo sich nun in der Realität Revan aufbaute. Er kniete sich vor sie, nur für sie. Auf Augenhöhe nun und sprach. Hart und rau. Doch die Stimme, drang fast dröhnend durch die Betäubung. Durch das Wasser, welches sie verschluckt hatte. Es war beinahe, als würde er sie aus den Tiefen ziehen, weg von den veerschwommenen, blitgen und düsteren Bilder, die sie so folterten. Zwerg...? echote es beinahe. Ihre Seelenspiegel waren voll, wie ein beinahe überfließender Damm. Kurz vor dem brechen oder überlaufn. Es war so vie, zu viel. Jeh mehr diese, bekannte...die sichere Stimme sprach, desto klarer wurde ihr Kopf und Es verschwand. Stattdessen leitete er sie ins Hier und Jetzt zurück. Noch immer das Köpfchen gesenkt, bebten ihre schlanken Schultern und ein kleines Wimmern entstand. Sie kannte die Stimme, doch traute sie sich kaum ihn anzusehen. Doch sie weinte nicht, auhc wenn ihre Augen verdächtig Glänzten, fast überliefen. Sie weinte nicht. Ich bin stark...? Ich...bin stark. Sie versuchte ihre Atmung zu kontrollieren, ruhiger und tiefer. Nihct weinen, bloß nicht weinen! Sie sah auf ihre Hand, die nun umgriffen wurde von einer größeren. Einer starken Hand, die demjenigen gehörte der sie einst schon gerettet hatte. Die andere legte sich nur einen Moment später an ihr Kinn. Eine sanfte doch bestimmte Bewegung. Die sie zwang ihn anzusehen. Revan. Seine dunkelblauen Augen, seine starken Gesichtszüge. Ja, er war es. Wirklich. Sie war hier. Nicht woanders. Sicher. Seine Stimme, so warm sprach weiter zu ihr, während sich das Zittern abschwächte. Der Kosename klang so wunderbar in ihren Ohren. Schatz... und es füllte ihr eisig anfühlendes Inneres mit Wärme. Mit Leben statt Angst. Ihre zarte Hand zuckte leicht, erwiederte den Griff hauchzart. Greifend, festhaltend. Die andere Hand hob sich langsam, sachte, als er sein Gesicht leicht drehte. Bloß Blut...bloß..Blut..nicht schlimmes. wiederholte sie in Gedanken seine Worte, starke Worte. Ihre Hand legte sich weich und feingleidrig an seine Wange. Streichte zart über die dortige Haut, bis kurz vor de Schramme. Ihre Augen hatten sich zum ersten mal von seinen gelöst udn folgten der Bewegung. Ihre Hand legte sich über die kleine Wunde, verbarg sie. Ehe sie wieder Revan ansah. Ihre Augen...in sie kehrte Leben zurück...und so viel, unbeschreibliche Wärme. Die einem Gefühl angehörte, dass sie nicht benennen konnte, noch nicht. Er hob ihre Hand, und erneut spürte  sie seine Lippen af ihrer Haut. Ein warmer Schauer überlief sie und die sensible Haut, wo der kaum sichtbare Schnitt verlief kribbelte leicht, schmerze jedoch überhaupt nciht mehr. Und auf einmal, verschwand auch der Rest der Schatten die sie verfolgten und mit sich hatten reißen wollen. "Rev..an.." flüsterte sie leise, als er sie los ließ, aber uaf Augenhöhe blieb. Die Wärme seiner Berührung verschwand erneut, doch ließ sie das kribbelnde, warme und sichere Gefühl zurück. Sie vermisste den kontakt dennoch. "Revan!" ihre Augen schimmerten immernoch verdächtig, auch wenn sie nicht mehr so leer waren. Ohne nachzudenken fiel sie nach vorne und ihm um den Hals. Ihre zarten Arme schlangen sich um seinen Hals und sie presste sich an ihn. Sie hatte Angst vor der Kälte, die wiederkommen könnte..wiederkommen würde, wenn er erneut verschwand. Seine Arme, waren das, was ihr schonmal Sicherheit gebracht hatten. "Revan..." flüsterte sie diesmal, mit zitternder Stimme und Atem. Ihr Gesicht vergrub sie an seinem Hals. Sein wohlbekannter Duft umhüllte sie wie eine Schutzhülle und fast augenblicklich entwich die starre Anspannung aus ihrem Körper. Das war echt. Sie war sicher. Das Zittern ihres Körper hörte nach wenigen Atemzügen auf und ihr wurde klar, was sie da grade tat. Ihre Wangen erröteten schlagartig, doch wirklich loslassen wollte sie auch nicht. Doch dann fiel ihr auch die Anwesenheit von Yuki und der Frau wieder ein und sie ließ schlagartig los und trat einen Schritt zurück. Die Wangen noch immer gerötet, doch das Gesicht ncihtmehr so voller Horror. Jetzt ruhiger und gefasster. Das Funkeln ihrer Augen war zurück, doch senkte sie nun erneut den Kopf, doch aus ganz, ganz anderen Gründen. Versuchte sich nicht weiter auf die seltsamen Schmetterlinge in ihrem Bauch zu konzentrieren. Essen..ja richtig essen!  Fiel ihr wieder ein wovon revan und auch Yuki zuvor gesprochen hatten und sie sah zu ihrer Freundin. "L-lass uns e-essen." stotterte sie leicht voller Scham, durch ihre Schwäche und ihr Verhalten revan gegenüber. War er ihr vielleicht böse..? Sie traute sich kaum ihn anzusehen! Ihre Wangen brannten, aber ihr war wunderbar warm im Inneren, ihr Herz dröhnte beinahe, doch fühlte es sich nciht beschwerend an.

(2714 Wörter)

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Lavina

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BeitragThema: Re: Die Küche    Fr Nov 30, 2018 10:46 pm

Chrissi

Es war immer wieder erstaunlich, wie schnell sich die Dinge doch ändern konnten. Vor gerade mal einem halben Jahr war alles noch in Ordnung gewesen. Sie hatte ein großes Haus, teure Klamotten und hatte eine Gewissheit im Leben, die sie erst jetzt richtig schätzen konnte. Jeden Morgen wachte sie auf und wusste, was der Tag bringen würde. Damals war dieser Gedanke fürchterlich gewesen und sie hatte alles getan, um für Überraschungen und Spontanität zu sorgen. Aber auch über die hatte sie stets die Kontrolle gehabt, denn selbst wenn sie Entscheidungen leichtfertig getroffen hatte, so war es dennoch etwas, über das sie bestimmen konnte.
Jetzt jedoch fühlte es sich so an, als ob sie die Zügeln aus der Hand gegeben hätte, weiter gereicht an Revan, ohne es wirklich zu wollen. Für ihn mochte seine Wut zwar jedes Mal begründet sein, aber für sie fühlte es sich manchmal so an, als ob sie seiner völligen Willkür ausgeliefert wäre. Und sie hasste es. In manchen Momenten war er einfach nur schlecht gelaunt, dann war er plötzlich wütend und sie brauchte nur eine falsche Sache zu sagen und er verlor die Beherrschung. Aber in den guten Augenblicken versuchte sie stets, dies in den Hintergrund zu rücken.
Doch die positive, geradezu ausgelassene Stimmung zwischen ihnen war nun auch wieder vorbei und die Hoffnung, ihren Tag noch irgendwie retten zu können, war hinüber.  Auch sein Lachen, was sie sonst immer aufheiterte, hörte sie es doch so selten, konnte ihre Stimmung nicht verbessern, ebensowenig wie sein Versprechen. Aber im Angesicht der Tatsachen und mit der Erinnerung an den intensiven Blickwechsel zwischen Revan und dem jungen Mädchen, fühlte es sich leer an. Chrissi mochte es nicht, vertröstet zu werden, sie wollte ihren Willen sofort bekommen. Auch sie konnte sich manchmal wunderbar wie ein kleines Kind aufführen. Was sie in diesem Fall gar nicht störte, denn immerhin schien ihr Freund dies sehr ansprechend zu finden. Bei diesem Gedanken hätte sie am liebsten irgendwas kaputt gehauen, allerdings beherrschte sie sich mit großer Mühe.
Revan fiel nicht auf ihr kleines Schauspiel hinein, dafür kannte er sie wahrscheinlich zu gut. Seinen kritischen Blick erwiderte sie mit einem Lächeln, das ein wenig verkrampft wirkte.
"Alles ist gut", sagte sie dann noch, wissend, dass dies ihn niemals überzeugen würde. Aber das Klirren von dem fallenden Messer unterbrach ihr Gespräch. Mal wieder. Dieses Kind machte aber auch alles kaputt. Die ganze Situation wurde auch nicht dadurch besser, dass das Mädchen keine Anstalten machte, irgendwie auf ihre Worte oder auf ihre Anwesenheit reagierte. Sogar Angst oder Abneigung wäre ihr lieber gewesen, als einfach ignoriert zu werden. Das war undankbar und Chrissi fühlte sich erneut in ihrer Vermutung bestätigt, dass es nichts brachte, anderen zu helfen. Man wurde dafür eh nicht genug wertgeschätzt und es kostete zu viel Mühe. Umso überraschter war sie dann, als ausgerechnet Yuki ihr ein dankbares Lächeln schenkte. Dabei war Chrissi zu ihr nicht gerade freundlich gewesen, selbst das Kompliment am Anfang war nicht ernst gemeint gewesen.
Das sollte nicht bedeuten, dass sich die Sichtweise der jungen Frau dadurch änderte, das auf keinen Fall. Auf das Lächeln hin hob sie nur fragend eine Augenbraue, bevor sie sich dann abwand.
Plötzlich verschaffte Revan sich einen Weg zu dem verletzten Mädchen und Chrissi ahnte Schlimmes. Ihre Erwartungen wurden jedoch noch weit übertroffen. Sie bekam gar nicht so genau mit, was er alles zu ihr sagte, zu laut tobten die Emotionen in ihrem Inneren, schrieen und wollten ausbrechen. Er nannte sie schon wieder Zwerg, eine Bezeichnung, die durchaus als Beleidigung aufgefasst werden konnte, sich aber in diesem Falle sehr nach einem Kosenamen anhörte. Ein liebevoller Ausdruck, der mit leiser Stimme geflüstert wird. In ihren Ohren klang das harte >Christine < nach, welches er vorhin auf dem Hof für sie benutzt hatte. Sie war immer Chrissi oder eben Christine, wenn er auf sie sauer war oder ihr weh tun wollte. Es war nichg fair, dass dieses Mädchen jetzt schon einen Kosenamen hatte und sie selbst nicht.
Und dann sagte Revan es. Schatz. Schatz.
Das was sich ihr da bot war so skurril, so surreal, dass sie es gar nicht richtig verarbeiten konnte. Stocksteif stand sie da, die Hände zu Fäusten geballt, die Augen voller Wut und auch Betroffenenheit. Sie meinte zu verstehen, als er die kleine Hand küsste, als sie um seinen Hals fiel. Der Name ihres Freundes, geflüstert von dem Mädchen, gab ihr dann den Rest.
Alles in ihr verlangte danach, zu den beiden zu gehen, sie zu trennen und diesem kleinen Kind diese großen, blauen Augen auszukratzen. Oder Revan das Messer in den Rücken zu stoßen, welches immer noch ungeachtet im Waschbecken lag. Stattdessen fegte sie mit einer gezielten Handbewegung die Tasse auf den Boden, aus der sie noch vor kurzer Zeit Tee getrunken hatte, und welche mit einem lauten Krachen zerschellte. Warum sie das getan hatte, wusste Chrissi auch nicht, wahrscheinlich einfach nur, weil sie etwas zerstören wollte.
"Revan!", sagte sie dann, ihre Stimme klar und schneidend. "Du bist ein kleiner, dreckiger Lügner!"
An diesem Punkt hatte sie jeglicher Verstand verlassen und ihr zerstörerischer Wille hatte sich nun offensichtlich auf sie selbst übertragen. Aber es war ihr egal, ob er sie schlagen würde, was er ihr antun würde. Es war zu viel. Und irgendetwas in ihr sagte ihr, dass er sie vor diesem Mädchen eh nicht schlagen würde. Wahrscheinlich könnte Chrissi auch nun auf der Stelle mit ihm Schluss machen und es würde ihn nicht kümmern. Käme ihm vielleicht sogar recht. Aber so leicht würde sie es ihm nicht machen…
"Ich hab keinen Hunger mehr", behauptete sie dann schnippisch, warf jeder Person im Raum noch einen wütenden Blick zu und stürmte dann aus der Tür. Sie musste weg.  Weg von Revan, weg von diesem Mädchen und weg vor der Wahrheit, die er versuchg hatte abzustreiten.

gt. Baderäume
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Yuki

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BeitragThema: Re: Die Küche    So Dez 02, 2018 4:48 pm

Yuki kommt von: / geht zu: /

Sie beobachtete die Mimik des Mädchens nach dem Kompliment an sie. Sie fing an zu lächeln und errötete, was Yuki ebenfalls zum Lächeln brachte. Die Reaktion kannte sie von sich selbst. Yuki hatte früher nicht gewusst wie sie mit Komplimenten umgehen sollte. Nun wusste sie es zum Glück, denn sonst wäre sie nun ziemlich aufgeschmissen, denn sie bekam ein Kompliment von Kathrin. “Dankeschön.“ Das Kompliment hatte sich auf ihre Haare bezogen. “Meinte alte Haarfarbe ist langweilig geworden, da habe ich umgefärbt.“ Sie ließ eine Strähne ihrer lila Haare durch ihre Finger gleiten. Der leichte Rosastich darin rundete die Farbe perfekt ab.
Vorher hatte sie hellblaue Haare gehabt. Die Farbe war auch schön, aber es war nervig wenn sie sich auswusch. Dann wurde sie immer hässlich und Yuki musste nachfärben, deshalb hatte sie dann ihre Haare lila gemacht.
Als Kathrin dann meinte ihr Augen wären besonders verzog Yuki das Gesicht als hätte sie sich geschnitten. “Ja, sie sind schon sehr…“, sie suchte nach einem passenden Wort, “Einzigartig.“ Das Mädchen mit den bunten Haaren mochte ihre Augen nicht unbedingt. Sie waren anders. Die zwei unterschiedlichen Töne der Augen waren eher selten und so war sie früher öfters mal aufgefallen. Es mochte keine Störung sein, sie konnte ja sehen und alles, aber es nervte schone in wenig darauf angesprochen zu werden.
Sie brachte in ihr Gesicht wieder normale Züge und hörte dem Mädchen weiter zu. Gerade fragte sie ob sie sie Yuu nennen konnte. Daraufhin nickte Yuki. “Natürlich kannst du das Kath.“ Sie benutzte zum ersten Mal den neuen Spitznamen für das Mädchen. “Meine Freunde früher nannten mich immer Yuyu. Ich finde Spitznamen irgendwie lustig. Es ist als hättest du einen Codenamen von dem nur ein paar Leute wissen, dass du damit gemeint bist. So etwas macht schon Spaß.“
Sie lächelte und nickte leicht als Kathrin auch meinte sie würde ihr Zimmer ordentlich halten. “Sehr gut. Ich kann dir ja helfen dein Zimmer etwas einzurichten wenn du es dann hast. Dein Zimmer wird so aufgebaut sein wie meins. Wir können dir ja deinen Schrank dann einräumen und vielleicht alles ein wenig umstellen, damit es gemütlicher wird.“
Kath redete nun von den Klamotten. Yuki lächelte als sie sagte, dass sie gut auf die Sachen aufpassen würde und dass sie nett war. Freundlich bedankte sie sich für das Kompliment. *Schön, dass sie auf die Sachen aufpassen wird. Ich mag die schon noch. Da sind ein paar meiner Lieblingsklamotten von früher dabei.* Sie freute sich, dass die Sachen nun in Händen waren die wieder etwas mit ihnen machen konnten und sich auch über die Sachen freuten. So war Yuki auf jeden Fall glücklicher damit als wenn sie die Sachen einfach weggeworfen hätte, oder es jemanden gegeben den sie gar nicht kannte oder nicht vertraute.
Als sie Revan in seiner Mentoren Funktion erwähnte enthuschte Kath ein ziemlich enttäuschter Laut. *Warum ist sie denn enttäuscht? Hat sie wohl Revan als Mentor gewollt oder was ist los? Läuft da doch etwas? Aber Revan ist doch viel zu alt für sie!*
Sie entschied sich nich weiter darüber nachzudenken, schließlich ging es sie nichts an. Sie würde bestimmt noch erfahren was da genau abging.

Sie sah kalt zu Revan. Dieser schnauzte sie gerade ziemlich an, weil sie Kathrin ein Messer gegeben hatte. Außerdem nannte er Kathrin dumm und unfähig. So etwas konnte Yuki nicht leiden, weshalb sie Revan zurück anschnauzte. “Was glaubst du eigentlich wer du bist? Du hast mir nicht zu sagen was ich zu tun habe und Kath ist alt genug um ein Messer halten zu können. Sie wollte kochen lernen und außerdem lernt man auch aus kleinen Fehlern. Willst du, dass sie für immer unselbstständig bleibt? Nein! Und nenn sie nicht dumm und unfähig! Kathi ist überhaupt nicht dumm! Sie ist nur dumm sich mit dir abzugeben!“ Sie schnaubte noch leise und wand den Blick ab. Ihr war ziemlich egal ob Revan jetzt sauer wurde. Für sie war die Sache erledigt.
Als sich Kath jetzt geschnitten hatte war auch Revan dazu gekommen. Er ließ wieder einen seiner dummen Kommentare ab, aber Yuki ignorierte ihn. Schließlich ging es gerade auch um Kathrin.
Als Revan jedoch ihr Pflaster wieder abzog schnaubte das Mädchen mit den lila Haaren leise auf. *Idiot!* Revans nächste Worte brachten Yuki dazu, dass sie sich zurückhalten musste nicht auszurasten. “Du wolltest sie im See zurück lassen? Bist du noch ganz dicht? Erst fällt sie wegen dir rein und dann willst du sie nicht mal mitnehmen? Un außerdem, nenn mich nicht schwach! Ich sehe hier nur einen Schwächling!“ Sie hoffte nun doch ein wenig nicht geschlagen zu werden. Unauffällig ging sie einen kleinen Schritt zurück und sah wieder Kath an. *Geht es ihr besser?*
Nun fing Christine an zu schreien, dass Revan ein dreckiger Lügner war. In diese Punkt gab Yuki ihr vollkommen recht. Außerdem war es ihr Recht sauer zu werden wenn er Kathrin seinen Schatz nannte. *Sowas gehört sich nicht!*
Sie sah Revan an. “Deine Freundin ist weggelaufen. Vielleicht solltest du ihr nachgehen und ihr die Situation erklären? Sonst denkst du, du gehst ihr fremd und bist ein pädophiler.“ Das sagte sie mit relativer kalter und trockener Stimme in der Hoffnung, dass sie nun wieder mit Kathrin alleine gelassen würde.
Diese war auch wieder bei Bewusstsein und sagte sie wolle essen. Yuki nickte daraufhin. “Ja, lass uns essen Kathi. Sonst wird das Ei kalt und du willst doch probieren ob wir das gut gekocht haben!“ Sie nahm das Mädchen an der Hand und zog sie leicht zu dem Tisch an dem schon die beiden Teller und etwas zu trinken stand. *Hoffentlich schmeckt es ihr!*
Von den Tellern stieg schon ein köstlicher Geruch auf, der Yuki das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ. Sie freute sich darauf zusammen mit ihrer neuen Freundin zu essen. Vielleicht würden sie ja jetzt öfters mal zusammen kochen. “Deine Jacke bringe ich dir dann übrigens später vorbei Revan. Die liegt noch in meinem Zimmer. Wir wollten nicht, dass sie beim Kochen schmutzig wird“, sprach sie über die Schulter hinweg zu dem Mann.

Angesprochen: Kathrin (Lilith Dearing), Revan (J.M.Cale),
Erwähnt: Verwalter der Burg (J.M.Cale u. Catarina), Christine (Chrissi) (Lavina)
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J.M.Cale
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BeitragThema: Re: Die Küche    So Dez 02, 2018 8:06 pm

Revan Valensa
Infos: 18 Jahre | single | Skinhead | Rechtsradikale Neigung" | Freund von Chrissi (Lavina) | Ex von Catarina (Catarina) | Mentor von Malou (Yuki)
ERWÄHNT: Tyler (Sharina)
ANGESPROCHEN: Chrissi (Lavina) | Yuki (Yuki) | Kittey (Kittey)

War nun eigentlich bekannt, dass Revan ein instabiles emotionales Persönlichkeitsmuster hatte, so kam es für ihn selbst doch jedes mal überraschend, wenn seine Stimmung sich so schnell änderte, wie sie es nun einmal tat.
So auch in diesem Fall... In einem Moment noch gut gelaunt und mit Chrissi flirtend, als hätten sie sich zuvor nicht ordentlich in den Haaren gehabt, war er nun so mies drauf, nur, weil sich Kittey und Yuki in der Küche aufhielten und er seine Augen nicht von einem halben Kind abwenden konnte...
Zudem er nun auch noch vor dem Problem stand, dass er wieder einmal von der ganzen Situation überfordert war... und nicht nur jene zehrte in diesem Moment an seinen Nerven. Die Gefühle, welche durch seinen Körper rasten, irritierten ihn. Die meisten davon verstand er nicht, konnte sie nicht zulassen. Sie ließen ihn wie einen ahnungslosen Trottel einfach nur da stehen und Kittey mit den Augen förmlich ausziehen.
Denn genau das war es, was er in diesem Moment tatsächlich machen wollte. Sein Blick war auf den Träger gerichtet, der wie Blut von der blassen Haut abstach und ihn förmlich dazu provozierte, sich dem Mädchen zu nähern und ihr diesen beschissenen blauen Pullover vom Körper zu reißen, der ihre Augen so unglaublich schön unterstrich und seiner Meinung nach viel zu viel zeigte... War er am Kragen so groß, dass er eben das zeigte, was nun seine ganze Aufmerksamkeit fesselte und in ihm unerwünschte Dinge auslöste.
Verdammt... Seine Augen wanderten den Träger entlang nach vorne... dort, wo er am Körbchen befestigt war, welches das stützte, was seiner Ansicht nach überhaupt nicht hätte da sein sollen! Natürlich hatte er dort am See erwachende Formen entdeckt... natürlich hatte er aus diesem Grund den Blick mit roten Ohren abgewandt und sich standhaft geweigert, auch nur dorthin zu schielen... und natürlich hatte er deshalb aus rein egoistischen Gründen seine Jacke ausgezogen und sie dem halbnackten Kind überreicht, damit es sich bedecken könnte...
Aber dieses Mädchen vor ihm, war kein Kind mehr... natürlich würde er sie auch noch nicht als Frau bezeichnen... also noch nicht... am besten gar nicht...
Und doch konnte er nicht umhin, sie in diesen Moment mit anderen Augen zu betrachten. Er wollte sie für sich alleine haben und das Oberteil entfernen, das sehen, was unter dem hellen blau verborgen lag und sich ihm doch so offen provozierend zeigte. Er wollte ihr die Träger von den Schulter streifen... den Verschluss öffnen... und seine Lippen auf die Stellen ihrer Haut legen, welche zuvor von dem roten Stoff bedeckt waren. Ob er sich vorne öffnen ließe?
Kurz huschten seine Augen zu der Stelle, zwischen den sanften Rundungen ihrer Brust, als würde er versuchen, durch das Shirt zu schauen. Seine Atmung beschleunigte sich, leicht zu erkennen an der plötzlichen, kräftigen Erhebung seines Brustkorb und er spürte, wie sich das, was sich in seiner Hose beim ersten Bemerken der Mädchen schlagartig beruhigt hatte, ein weiteres Mal zum Leben erwachte.
Dies war vermutlich das, was ihn aus seinen Phantasien riss und dafür sorgte, dass er Chrissi ruckartig an sich riss. Teils, um sich selbst klar zu machen, dass er eine Freundin hatte und sich nicht nach anderen verzehren sollte – vor allem nicht, nach halben Kindern! Und Teils um sich selbst zu belügen... Weil er das Gefühl gehabt hatte, Kittey zu betrügen... Unlogisch. Bar aller Vernunft und doch schoss ihm dieser Gedanke durch den Kopf. So klirrend laut, dass er sich fast sicher war, jeder in der Küche könnte ihn ebenfalls verstehen.
Allerdings war nicht nötig zu wissen, was in seinem Kopf vor ging... denn der Blick, mit dem er das Mädchen betrachtete, war viel zu intensiv gewesen, um als einfaches betrachten durchzugehen. Viel zu hungrig, um noch als harmlos gelten zu können.
Er ahnte nicht, wie schwer es dem Mädchen ums Herz wurde, als sie den Kuss gesehen hatte, den er mit Chrissi geteilt hatte. Sie fest im Arm haltend, während er übermütig lachte und sie durch die sich öffnende Küchentür drängte. Nur gut, dass Kittey nicht wusste, was in diesem Augenblick das wahre Vorhaben Revans gewesen war. Er nämlich nur noch daran gedacht hatte, bei seiner Freundin genau das zu tun, was ihm nun beim Anblick des Mädchens vom See in den Sinn kam.
Er fühlte sich scheiße... richtig erbärmlich... wie der allerletzte Arsch auf Erden. Und dies war nicht unbedingt ein schönes Gefühl und ebenso keines, welches ihm gute Laune verschaffte. Stattdessen wurde er wütend. Auf Chrissi... auf Kittey... auf Yuku... und wohl am meisten auf sich selbst. Hatte er doch eine unglaublich schöne Freundin, für die ihn so mancher Kerl beneidete... und doch hatte er seine Wünsche, seine Begierden in Bezug auf Kathrin nicht unterdrücken können.
Das schlimmste war jedoch, dass er ganz genau gesehen hatte, wie verletzt der Ausdruck auf dem hübschen Antlitz des Mädchens geworden war. Er wusste nicht warum, hatte nicht einmal den Hauch einer Ahnung, dass er es gewesen sein könnte, der Schuld daran war. Das seine Ignoranz ihrer das schöne Gesicht für einen Atemzug von Kummer überschatten ließ. Er hasste es... hasste es, sie so verletzlich zu sehen. Wollte er die Naivität zurück... das Lachen... aber nicht diese Verletzbarkeit, welche sie irgendwie reifer machte, als er sie sehen wollte. Reifer machte, als er es wissen wollte.
Und noch schlimmer wurde das Lächeln, welches sie ihm schenkte. So sanft, so einladend... und doch so offen zeigend, dass eben rein gar nichts in Ordnung war.
So versuchte er, nachdem er mit Chrissi am anderen Ende der Küche stand, standhaft zu vermeiden, sich auch nur nach Yuki und Kittey umzusehen.
Zuvor jedoch konnte er sich einen wütenden Fluch in die Richtung der beiden nicht verkneifen... und die Erwiderung Yuki's sorgte nicht unbedingt dafür, dass sich sein aufbrausendes Temperament niederlegte... “Wer ich bin? Ich bin derjenige, zu dem sie gehört!“, blaffte er das Mädchen mit den bunten Haaren an, seine Worte unbedacht wählend. “Dementsprechend habe ich dir sehr wohl zu sagen, was du in ihrer Gegenwart zu tun und zu lassen hast. Wenn sie verheiratet ist, wird sie schon selbstständig werden – da braucht sie kein Möchtegern-Kind, welches sich aufspielt, als wäre es erwachsen. Sie ist kaum jünger als du, also spiel dich nicht auf, als hättest du überhaupt eine Ahnung vom Leben!“, blaffte er Yuki an und nur Chrissi, welche ihren Arm noch immer um seine Hüfte geschlungen hatte, hinderte ihn daran, das Gesicht der Comicfigur mit der nächsten Tischplatte Freundschaft schließen zu lassen. Aber vielleicht war es auch Kittey... für die er einfach der Held sein wollte, den sie am See in ihm gesehen hatte. Seine Worte waren dafür natürlich nicht sonderlich hilfreich... Was ihn wiederum wütend machte... Alles Yuki's Schuld! “Du bist so dumm, dass du nicht einmal merkst, wann du deine Vorlaute Klappe halten solltest! Irgendwann wird man dir die Zähne ausschlagen und glaube mir, Kind, dieser jemand werde nur zu gerne ich sein.“
Danach wandte er sich nun endgültig ab... Sie ignorierend.
Was ihm anfangs auch nicht unbedingt schwer fiel, denn irritierte ihn seine Freundin ganz gehörig. Er wusste, dass sie sauer war... doch anstatt wie sonst herum zu zicken, sprach sie lieblich wie eine duftende Rose – doch wusste Revan, wie schnell man sich daran stechen konnte.
Sicherheitshalber fragte er nach... doch sie meinte nur, dass alles gut wäre. Ooookaaay... wenn eine Frau – insbesondere diese Frau  - so etwas sagte, dann war eins ganz klar: Es war rein überhaupt nichts in Ordnung! Zudem er sehen konnte, dass sie sich über irgendetwas Gedanken machte – er hoffte bloß, dass sie keine Rachegelüste gegen ihn in ihrem Kopf breit machten... Aber das wäre Unsinn, hatte er ja nichts getan, um diese zu verdienen.
Vielleicht war auch dies ein Grund, warum er sich nicht mehr zu den anderen beiden weiblichen Wesen im Raum umwandte... Und es gelang ihm überraschend gut – jedenfalls bis zu dem Moment, als das Kind sich schnitt und die beiden anderen in der Küche sofort zu ihr eilten.
Eifersucht durchzuckte ihn... wollte er jedem erzählen, dass Mädchen zu ihm gehörte. Zu niemanden sonst. Er hatte sie gefunden... gerettet... hergebracht. Sie... War... Seins!!!
Vielleicht war das der Grund, warum er zu ihr ging... Vielleicht war das der Grund, warum er viel zu weit ging. Jedenfalls zu beginn...
Denn als er ihr Gesicht sah, legte sich eine eisige Kälte um ein Herz, von dem er bisher gedacht hätte, es wäre nur ein Organ, welches zur Körperlichen Versorgung mit Blut und Sauerstoff diente. Aber oh, er wurde eines besseren belehrt und war für einen kurzen Moment so überrascht davon, dass er Kittey einfach nur fasziniert anstarrte. Hätte er vorher niemals gedacht, dass die für ihn einst leeren Phrasen das ein Herz schmerzen könnte, doch der Wahrheit entsprechen könnten. So hatte er es einfach nur als eine Art künstlerische Freiheit von Poeten gedeutet. Doch nun... war er selbst in dieser Situation. Als wäre sein Herz zwischen einem Schraubstock eingeklemmt, der immer weiter erbarmungslos zusammengepresst wurde.
So handelte er, ohne nachzudenken. Anfangs noch bewusst Yuki verspottend, so ging es ihm im Anschluss nur noch darum, diesem zarten Geschöpf, vor dem er ein ein zweites Mal kniete, das Strahlen zurück zu geben. Die Augen so leer, glitzerten sie doch vor ungeweinten Tränen. Wie ein Damm, welcher dem Drängen der Fluten tapfer versuchte stand zu halten, obwohl er wusste, dass es umsonst sein könnte und ein einziger Tropfen reichen würde, um die Mauer einreißen zu lassen. Er konnte es nicht mehr erkennen... denn ihr Kopf war auf die Brust gefallen. Doch... er kannte sie. Irgendetwas in ihm wusste, dass sie gegen eine Dunkelheit anzukämpfen versuchte, aus der er sie nicht ziehen konnte. Aus der sie ihren Weg alleine finden musste.
Als er seinen Kosenamen für sie nannte, ging jedoch ein Ruck durch ihren Körper. Fast unmerklich, doch war er ihr so nah, dass es ihm unmöglich hätte entgehen können. Nur machte sie keine Anstalten, dass in irgendeiner Form wieder Leben in sie kommen könnte. Erneut sprach er und Kittey begann zu zittern. Ein leises Wimmern erklang, doch in der so stillen Küche fast unerträglich laut widerhallend.
Nicht ahnend, dass sie sich dazu zwang, nicht zu weinen. Seine Worte vom See noch immer Kopf, umfasste er ihr Kinn mit der Hand und zwang sie dazu, ihn anzublicken.
Riesengroße, schimmernde, Himmelblaue Augen blickten ihn an. So voller Gram und Kummer, dass selbst er nicht umhin konnte, hart zu schlucken. Doch war der Ausdruck auf seinem Gesicht noch immer hart. Vielleicht nicht unbedingt tröstlich zu nennen... doch schien es ihr zu helfen, denn das Beben ihrer Körper wurde schwächer und langsam, fast kaum wahrnehmbar hob sich ihre Hand, umfasste die seine in einem Federleichten Griff.
Da hörte er eine Stimme.. Die Yuki's, ihn wieder provozierend, knirschte er mit den Zähnen, sprach, ohne sie anzublicken. Befürchtete, ihr andernfalls direkt an die Kehle zu gehen. “Verpiss dich oder halt die Fresse!, zischte er. Sich wirklich bemühend, halbwegs ruhig zu bleiben, um Kittey nicht ein weiteres Mal in irgendeine Dunkelheit stürzen zu lassen. Vielleicht ein Grund, warum er sich über die Sprüche Yuki's noch stärker ärgerte – und solche Gedanken von ihm... dem Meister der Taktlosigkeit.... Doch war das Mädchen, zu dessen Füßen er kniete, nun wichtiger, als persönliche Rache – wieder eine ganz neue Erfahrung für ihn!
Leicht verärgert, doch zuversichtlich, weil Kittey zuvor eine Reaktion gezeigt hatte, drehte er den Kopf. Ihr zeigend, dass Blut nichts schlimmes war. Der Kratzer von seinem Kampf gegen die Dornenranke, welchen er so glorreich verloren hatte, zierte seine Wange.
Er wollte es ihr nur demonstrieren, hatte nicht mit dem Gerechnet, was sie nun im folgenden tat. Die freie Hand Kittey's legte sich an seine Wange und Revan zuckte zusammen. Den Drang bekämpfend, sich so weit wie möglich von ihr zu entfernen. Die Fingerspitzen welche so leicht über seine Haut fuhren, hinterließen doch eine Spur brennenden Feuers. Jedoch... nicht unbedingt unangenehm. Nur viel zu Intensiv, sodass sich ein Schauer erhob, welcher durch seinen Körper jagte.
Es war ihm alles zu viel... Erst Chrissi, welche vor so kurzer Zeit genau die gleiche Berührung tat... und nun auch noch das Mädchen... Er holte tief Luft, den Panik bekämpfend, den Fluchtinstinkt zurück drängend. Kurz die Augen schließend, als Kittey's Hand zur Ruhe kam und erst wieder öffnend, als jene sich entfernte. Fast wie ein... Verlust... Und als er die Lider hob, blickte er direkt in die Himmelblauen Tiefen Kitteys. Sein Gesicht dem ihren so nahe, dass er sich nur nach vorne beugen müsste, um sie zu küssen.
Erschrocken von diesem Gedanken, jedoch diesen so schwer zu verdrängen, hob er die Hand des Mädchens an die Lippen. Und als hätte diese Geste das Vertrieben, was sie in einem Alptraum gefangen hielt, kam das Leben zurück in das Kinde vor ihm. Gab ihr einen Namen, welchen man nur seinen Liebsten gab... Schatz...
Ohne sich darüber im Klaren zu sein, wie sehr er Chrissi damit verletzte, blendete er seine Freundin einfach aus, während er sich um das Mädchen vor sich kümmerte. Sah nicht, wie sie sich verspannte. Wie sich die Hände zu Fäusten ballten und ein Verletzter Ausdruck in den schönen, grünen Augen erschien.
Revan ließ Kittey los. Jetzt, da sie wieder bei sich war, gab es für ihn keinen Grund, den Hautkontakt noch länger aufrecht erhalten zu können. Nein... es gab einen Grund... es war falsch ausgedrückt. Es durfte keinen Grund haben, sie weiter berühren zu wollen.
Ihre Stimme, erst so zögerlich, dann jedoch lauter werdend, seinen Namen rufend, zauberte ein schiefes Grinsen auf sein Gesicht. Jenes jedoch im nächsten Moment verblassend, als Kittey in Bewegung kam und ihre Arme um seinen Hals warf, sich an ihn drückend, als würde sie eins mit ihm werden wollen.
Revan erstarrte, blieb regungslos in der Position, in welcher er zuvor schon vor ihr kniete. Spürte, wie sich ihr Gesicht an seinem Hals vergrub, der warme Atem, welcher über seine Haut fuhr, eine Piloarreaktion auslöste. Ein letztes Mal flüsterte sie seinen Namen, zitternd die Stimme, doch kurz darauf ihren Körper entspannend. Zuerst zögernd, nicht wissend, was er tun sollte. Hilflos der Situation ausgeliefert, umfing Revan zögernd den zierlichen Körper Kittey's. Anfangs noch kaum spürbar, dann aber den Halt verstärkend. So als wäre nun er derjenige, welcher das Mädchen nicht mehr würde gehen lassen wollen. Sein Herz raste in seiner Brust, hämmerte, als würde es entspringen wollen und er wusste, dass Kittey es spüren könnte...so eng, wie sie an seinen Körper gepresst war.
Seine Hand, anfangs nur einfach haltend, strich nun über ihren Rücken, hinauf zum Nacken, diesen leicht Umfassend, fast schon massierend. Er schluckte hart, sein Mund trocken, während seine Finger  leicht über ihre Haut strichen, Richtung Schulter. Den Träger berührend, welcher schon die ganze Zeit zuvor die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte... seinem Wunsch, seinem Befehl nun folgend, ihn langsam zur Schulter hin führend, während sein Kopf sich nach unten neigte... vergessend, dass Yuki sich ebenfalls im Raum aufhielt... vergessend, dass seine Freundin dies alles beobachten musste... vergessend, wie bizarr dieser Anblick wirkte... wie bizarr wirken musste
Er wusste nicht, was er getan hätte, wenn Kittey im nächsten Moment nicht aus seinem Griff entwichen wäre... denn hatte sein Kopf schon längst die Kontrolle über seinen Körper verloren. Zuerst blickte er sie einfach nur Verständnislos, vielleicht ein wenig verärgert an. Während er seine beschleunigte Atmung zu regulieren suchte, nicht einfach in Anbetracht ihres geröteten Gesichts, welches sich fast schön schüchtern von ihm abwandte. In ihm den Wunsch erweckte, sie über die Schulter zu werfen und sie in sein Bett zu tragen.
Er musste sich von ihr fern halten! Dringend! Er wusste es... noch bevor ihm die Eifersucht ein weiteres Mal durchzuckte, als sie Yuki anblickte. Sein Hand zuckte, wollte sie zwingen, ihn anzublicken. Nur ihn! Niemals wieder einen anderen Menschen beachtend, unabhängig vom Alter... unabhängig vom Geschlecht.
Stotternd stimmte sie den Worten zu, dass sie würde essen und er hasste es, fühlte er sich ausgeschlossen. Ertrug es kaum, wollte irgendwo rein schlagen.... irgendwas kaputt treten!
Und dann hörte er die Stimme Christine's... Klar und doch konnte selbst er die Wut in jedem einzelnen Wort vernehmen. Sie nannte ihn einen Lügner... und er hatte nicht einmal die leiseste Ahnung, warum. Aber lenkte es ihn wenigstens von dem Wunsch ab, welchen er vor ein paar Herzschlägen noch gehabt hatte.
Revan richtete sich auf, blickte seine Freundin Verständnislos an und gab nur ein einziges, verwirrtes Wort hören: “Hä?“ Andererseits... konnte es wohl nicht wirklich als Wort bezeichnet werden. Hätte er weiter als bis um die nächste Ecke gedacht, so wäre ihm wohl klar gewesen, dass die Nähe, welcher er zu Kittey gehabt hatte, die Berührungen und Worte für jeden Außenstehenden wohl eine eindeutige Sprache gesprochen hatte.
So aber würde es ihm wohl erst vor Augen treten, wenn er in Ruhe die ganze Situation Revue passieren ließe – wenn denn überhaupt... Um zu reagieren hatte er aber anschließend auch keine Zeit mehr, denn Chrissi rauschte mit den Worten, sie hätte keinen Hunger mehr, aus der Küche und ließ ein einstimmiges Schweigen zurück – und einen Revan, der ihr mehr als verwirrt nachblickte.
Und wieder einmal konnte Yuki nicht schweigen... sie sprach aus, was selbst für ihn ersichtlich war... nämlich, dass seine Freundin auf und davon war... und ja... vielleicht hatte sie recht und er sollte ihr nach, um die Angelegenheit zu klären – wenn er denn wüsste, warum sie sich so echauffierte... Vielleicht hätte er es dabei belassen, es nicht kommentiert, wenn sie nicht den letzten Satz hinzu gefügt hatte. Warum zu Teufel warf ihm jeder vor, Fremd zu gehen oder auf Kinder zu stehen?!
“Verzeih mir, Kitten.“, meinte er nur, bevor er sich nun endgültig erhob, zu Yuki ging und ihr mit geballter Faust einen Schlag gegen die Schläfe verpasste. Harmlos im Gegensatz zu dem, was er sonstig für Schläge verteilte... Harmloser als die an seine Freundin gerichtet. Wohl durchaus schmerzhaft, aber nur beeinträchtigend, sollte sie stürzen und sich dabei weiter verletzen. Ein  Hämatom am Morgen auf der zarten, weichen Haut. Druckempfindlich, aber anderweitig nicht mehr. Jedoch die Sanftheit des Schlages alleine dem Kitten zu verdanken. Vor ihren Augen nicht die Freundin niederstreckend, doch leise an Yuki eine eindeutige Drohung aussprechend, ein Versprechen. “Du verdankst es ihr, dass du nicht am Boden liegst. Erwische ich dich jemals ohne sie... dann Prügel ich dich Krankenhausreif.“
Und vielleicht um sie noch weiter zu provozieren... vielleicht aber auch dies nur als Ausrede für seine eigenen Wünsche missbrauchend, hielt er auf dem Weg aus der Küche noch einmal vor Kittey an. Sie nachdenklich betrachtend. Die dunklen Hämatome am Hals nun so offensichtlich hervorstechend. Nun bemerkend, wo er sie ansehen konnte, ohne zu erröten. Hinterließen sie einen unschönen Geschmack auf seiner Zunge, unweigerlich fragend, wer es getan hatte... und warum. Doch wollte er sich nicht damit befassen, richtete seinen Blick auf ihr Antlitz, sah ihr in die Augen. Ihr Gesicht mit den Händen umfassend, beugte er sich zu ihr hinab, seine Lippen den ihren nur einen Atemzug entfernt. So dicht, dass kaum ein Blatt dazwischen Platz gehabt hätte, doch sie nicht berührend. “Den dran, Kitten... Du gehörst zu mir.“ Kurz überlegend, den Abstand zu überwinden, entfernte er sich jedoch von ihr und warf Yuki einen Provozierenden Blick zu.
Hörte wie sei meinte, sie würde die Jacke später vorbei bringen. “Tu das.“, meinte er nur, sah sie mit einem teuflischen Grinsen an und zwinkerte ihr zu, eindeutig provozierend. Dann verließ er die Küche. Wollte Kittey nicht alleine lassen, aber die Situation zu zugespitzt... zu gefährlich... Und er musste da noch etwas klären... obwohl... vielleicht sollte er erst schlafen, bevor er die Konfrontation mit Chrissi in Angriff nahm....
Und später... müsste er sich auch noch bei Tyler entschuldigen. Etwas, was ihm nicht leicht fallen wird – aber seinen einzigen Freund hier wollte er nicht unbedingt verlieren und so blieb ihm nichts anderes übrig, als über seinen Schatten zu springen und sich für das Versetzen zu entschuldigen... Ein wirklich beschissener Tag... Schlimmer hätte es wirklich nicht Anfangen können... blieb nur zu hoffen, dass er sich schlussendlich vielleicht noch ein wenig bessern würde...

tbc mal schauen
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Lilith Dearing

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BeitragThema: Re: Die Küche    Mi Dez 05, 2018 8:10 pm

Kittey
Auch wenn ihr Vater sie stets sanft und lieb behandelt hatte, so errötete sie dennoch bei den Komplimenten die ihre neue Freundin ihr gemacht hatte. Sie war es einfach nicht gewohnt so schmeichelnde Worte entgegen zu nehmen, da sie sich trotz ihrer Arbeit als Kindermodel nie wirklich Gedanken über ihr Aussehen gemacht hatte. Sah sich als normal und war bescheiden zufrieden damit, ohne viele Gedanke daran zu verschwenden. Doch nun mit den geschenkten Klamotten, die sie so sorgsam behandeln würde und den lieblichen Worten, schlichen sich nun doch Fragen in ihren Kopf. Ob Revan auch finden würde, dass der Pullover ihre Augen betonte? Ob ihm ebenfalls das leuchtendrote Teil was sich daruter verbarg gefiel?  Kathrin selbst war fasziniert davon gewesen, wie es sich anschmiegte und aussah - nur deswegen sah sie über die Unbequemlichkeit hinweg. Sie war nciht nur Yuki für alles dankbar, auch Revan und den Menschen, die diesen Ort zur verfügung gestellt hatten. Endlich, endlich hatte sie sich sicherer gefühlt, angekommen. Und es war noch so viel mehr gewesen, als sie es sich auf ihrer einsamen Reise jemals ausgemalt hatte. Ein riesiges Anwesen, Räume für jeden Bewohner...und eine so selbstverständliche Freundlichkeit, die sie wirklich irgendwie zurück geben wollte. Doch darüber konnte sie sich etwas später noch reichlich Gedanken machen, denn hier war ihr neues Zuhause.
Sie hatte bemerkt, dass Yuki keinen frohe gesichtsausdruck mehr trug, als über die verschwiedenfarbigen Augen gesprochen wurde, weswegen sie das Thema rasch fallen ließ und entschied es zu ignorieren, damit sie ihre neue Freundin nicht wegen ihr unwohl fühlte - auch wenn sie antürlich nciht verstehen konnte, wieso sie der Gedanke an die verschiedenblaufarbigen Augen sie so störte. Sie vermochte sich garnicht vorzustellen, dass es Menschen gab, die jemanden wegen einer so schönen Besonderheit aufzogen! In ihren Augen schien die Welt noch so heile, gar perfekt - das jede Bisschen Ungut sie so überraschte. Sie wollte Yuki kein Unbehagen bereiten, sondern ein Lächeln auf den Lippen sehen, denn dies stad ihr wahrlich gut! So widmeten sie sich dem thema bunter Haare, die sie selbst so farbenfroh und intensiv gefärbt faszinierten und durchaus hübsch fand, sich jedoch kaum vorstellen konnte ihr eigenes Haar so drastisch zu verändern.
"Langweilig? Kann ich mir kaum vorstellen. Aber ich finde es schön, wie du deine Haare jetzt hast." erwiederte sie fast etwas erstaunt, mit großen Augen die ehrlich bestaunend schimmerten. Erleichtert lächelte sie süß, als Yukis Gesichtsausdruck wieder normal wurde und nicht mehr so angespannt aussah. Das Lächeln intensivierte sich, als Yuki zustimmte, dass Kathrin sie Yuu nennen durfte und so wurden die gegenseitigen Spitznamen beschlossen. "Yuyu klingt fast wie Yo-Yo!" kicherte sie spielerisch und dachte dabei an das eher altmodische Spielzeug. "Mir gefallen die Spitznamen auch." stimmte sie nickend und bekräftigend zu. Sie hatte weiterhin Erklärungen gelauscht und war recht erleichtert, gar froh, dass ihr Zimmer ähnlich wie das von Yuki aufgebaut sein würde. Sie bedankte sich für die angebotene Hilfe und  freute sich darauf das Zimmer ein wenig umzugestalten, auch wenn sie nichts dagegen hatte es so zu lassen, da sie sich erstaunlicherweise recht einfach begnügte. Allgemein war sie trotz des behüteten Aufwachsens ziemlich bescheiden und freute sich dankbar über alles, was man ihr bisher gegeben hatte. Doch hatte vielleicht auch die Isolierung von anderen sie so sensibel und naiv gemacht... Denn eigentlich sollte  sie sich doch für das Mädchen freuen, wenn es Revan als Mentoren hatte! Stattdessen verstand sie nicht wieso sie so dermaßen enttäuscht war, hätte sie doch damit rechnen müssen und ihre Hoffnungen nicht so hoch hinaus wachsen lassen sollen. Er wäre bestimmt ein toller Mentor gewesen...und so hätte sie vielleicht auch garantiert mehr Zeit mit ihm verbringen können, dennoch versuchte sie das schwere Gefühl herunter zu schlucken und die Ungewissheit über ihren eigenen Mentoren nicht weiter als Frage im Raum stehen zu lassen. Kathirn nickte anschließend nurnoch nachdenklich und brachte das zarte Lächeln auf ihre Züge zurück. Yuki sollte sich ja keine Sorgen machen, zumal ja nicht die Welt unterging - geschweige denn, dass sie Eifersuchtnicht verspüren wollte, es fühlte sich nämlich garnicht gut an. Doch mit diesem unguten Gefühl im Bauch, dem Druck auf dem Herzen, würde sie wohl noch mehr Bekanntschaft machen...

Der Tag hatte erst vor so kurzer Zeit begonnen, es war Morgens - noch nicht einmal annähernd Mittag - und doch hatte sie schon so viel erlebt, dass es schwer zu verarbeiten war. Ein so ereignisreicher Tag...voller Gefühlschaos. Zunächst allein, einsam, fast schon hoffnungslos ermüdet und halb erfrohen. Ängstlich und gar aufgeschmissen....dann in einen See gefallen und fast dort zurückgelassen, gerettet und aufgewärmt mit einem Heiratsversprechen und lustigen Gesprächen, eine neue Freundin gefunden, von ihrem Retter getrennt, mit Klamotten beschenkt und schließlich in der Küche der altertümlichen Burg gelandet... So viele Wege, so viele Gefühle. So viele Menschen, und einer stand besonders raus. Revan. Er hatte sie in seine starken Arme genommen, sie getragen, sie ausgelacht und ihre Hand geküsst. Wie konnte da kein zartes Kribbeln in ihrem Bauch entstehen? Kein zart blühendes Gewächs an Gefühlen entstehen, dass sich mit jeder Begegnung, jeder Sekunde in seiner Nähe mehr entfaltete, stärker erblühte und heranwuchs. So hatte sie es kaum verstanden, wieso es so weh tat, als er die Frau an sich zog, in seine bekannten, wundervollen Arme. Wieso es ihr fast den Atem abschnürte, dass er sie so sehr mochte....sie zunächst zu ignorieren schien. Denn das Gefühl seiner dunkelblauen Augen auf ihr, war erwärmend, brachte fast eine zarte Röte in ihre Wangen und eine ganze Meute an Schmetterlingen in den flachen Bauch. Sie wollte das schwere Gefühl nicht spüren, wenn er sich der schönen Frau zuwandte, sie an sich zog, oder sie selbst nicht ansah...
Sie ahnte in ihrer Unschuld und Unbedarftheit garnicht, was für körperliche Reaktionen und gelüste sie in dem Mann erweckte, wie dunkel und tief der Blick war, mit dem er sie bedachte. Stattdessen sah sie den Helden in ihm, der sie aus dem See gefischt hatte, mit ihr gesprochen hatte, so unbeschwert und amüsiert, der sie getragen hatte und auf dem Weg vor Alphträumen schützte. Der sie zur Burg brachte, in ihr neues Zuhause. Es gab noch so viele Ungewissheiten, so viel Neues zu erleben, zu erkunden - und doch wusste sie, dass wenn Revan dabei war, sicher alels gut werden würde. So hatten seine Wärme und Sicherheit doch schon einmal Angst und Furcht vertrieben.
Auch Yuki war sie dankbar. Das Kochen hatte Spaß gebracht. Sie beschäftigt und auch überraschend gut funktioniert... Sie war schon so gespannt darauf gewesen das Resultat zu probieren, als Revan..ihr Retter, mit der vorherig zornigen Frau hineingestolpert kam. Beide sahen nicht mehr angespannt aus, sondern innig - und es tat so überraschend weh in ihrem jungen, unbedarften Herzen! Sie wollte nicht weiter hinsehen, doch auch als sie sich abwande verschwand dieses Gefühl in ihrer Brust nicht. Und doch, doch erhellte sich ihr Gesicht, als er sie mit Zwerg ansprach - nach dem Streit mit Yuki, mit ihr sprach - wenn auch nur kurz und nicht grade freundlich, so überhörte sie unfreundliche Begriffe, die eigentlich sogar beleidigent aufgefasst werden konnten und ihr kleines Herz küpfte freudig. Sie war so auf dieses aufgeregte, verwirrende Gefühl in ihr Konzentriert, dass viele der gefallenen Beleidigungen die zwischen Yuki und Revan flogen an ihr vorbei zogen. Wahrlich bekam sie für einige Zeit nichts mit, lächelte stattdessen verträumt. Himmel nochmal....man könnte diesen Ausdruck beinahe...als verzückt beschreiben.  Ehe alles jedoch auf einmal den Bach herunter ging. Und Schuld war nur dieser kleine unbedeutende Schnitt, die wenigen Tropfen Blut - die so grell und leuchtend von der Haut abstanden. Ihr einen solchen Schrecken bereiteten und es sie unvorbereitet mit voller Wucht traf. Sie wurde mitgerissen von dem Strudel, kam nicht mehr an die Oberfäche und so war es nie ihre Absicht Chrissi zu ignorieren, als diese ihr unerwarteterweise kurz helfen wollte. Oder Yuki so leer und stumm anzustarren, der sie sicherlich ebenso Sorgen bereitete wie dem einzigen Mann im Raum... Sie wollte nicht, dass man sie so sah..wollte sich nicht so verloren fühlen - suchte nach dem Anker, den sie dann auch fand. Erneut.
Dieser befand sich auf Augenhöhe, war nur für sie hinab gesunken. Kein Blut mehr,  es tat kaum weh, aber dieses zerrende unsichere Gefühl in ihr, verklang erst, als er sie berührte.
Sein Griff und dieStimme reichten um die Kälte verschwinden zu lasse, die ihr Inneres ergriffen hatte. So erfüllte dieses prickelnde Gefühl sie, holte sie zurück an die Oberfläche, während seine Stimme langsam aber beständig zu ihr durchdrang. Sie konnte wieder atmen, endlich. Sie sah ihn und vertraute ihm, so offen und verletzlich. Viel zu sehr.
Der Kosename welcher in ihr ein so herrliches Kribbeln auslöst, und in Chrissi stattdessen für Entsetzen und Eifersucht sorgte, klang noch in ihren Ohren nach. Schatz - als würde sie auch ihm etwas bedeuten. Sie rang mit sich, um stark zu sein.  Hielt die Tränen die überlaufen zu drohten, um nicht schwach zu sein. Die Vergangenheit verschwand in den Tiefen, als wäre nichts geschehen.  Und das hatte sie Revan zu verdanken, erneut. Das Mädchen sah heiran nichts Falsches, denn immerhin tat er ih nur Gutes. Sie würde wohl nie verstehen, wieso es Chrissi und Yuki so missfiel.
Als sie langsam aufgetaucht war, hatte sie ihn aus himmelblauen Augen angesehen. Die Hand die ihr Kinn hielt war warm und fest. Schützend und stützend. Sie war wie betäubt gewesen, langsam verstehend, dass alles in Ordnung war. Sie hatte die Hand tastend über seine Haut fahren lassen, an Hand und Wange. Die Haut dort war von kleinen Stoppeln überzogen, doch der Kratzer jagte ihr keinen weiteren Schrecken ein. Das Bedürfnis ihn umarmen zu müssen, garnicht unterdrücken können, selbst wenn sie es denn versucht hätte. Sie vermisste den Kontakt, der ihr Ruhe gab, und Frieden. Sie dachte nicht nach, wurde geleitet von beängstigenden, verwirrenden Emotionen, die ihr Wissen um Längen überstieg. Kathrin schmiegte sich also an den Mann, atmete seicht seinen angenehmen Duft ein. Die Hände auf ihrem Rücken waren stark und groß, aber sicher. Erst als ihr Kopf klarer wurde, sie ruhiger - beschleunigte ihr Herzschlag erneut, diesmal aus viel beschwingteren und lieblicheren Gründen - nicht mehr aus Panik oder Furcht. Es hüpfte nervös, fast flatternd wie die Flügel eines Kolibri. Sie erschauderte kaum merklich, jedoch spürbar, als seine Hand den Rücken hinauf srich. Sich an ihren zierlichen Nacken legte. Ohne es zu merken, stieß sie ein zartes, wohliges Seufzen aus. Die Berührung half ihr sich zu beruhigen, sich in die Arme zu schmiegen, doch gleichzeitig erweckte es eine aufsteigende Hitze in ihren Wangen. Ließ sie erröten und die Schmetterlinge in ihrem Bauch tanzen. Schmiegte sich an ihn und ließ einfach zu, dass seine Hand ein wenig weiter strich, als sie vermutlich sollte. Über ihre Schulter und erneut erzitterte sie leicht. Ruhig atmete sie gegen die Haut seines Halses, als er seinen Kopf leicht neigte und löste sich dann von ihm, da sie dachte er hätte sie loslassen wollen. "Danke Revan.." flüsterte sie lächelnd, fast etwas schüchtern. Sie ahnte ja nicht mal annähernd was Revan wirklich hatte tun wollen, statt sie aus seinen Armen zu entlassen...
Doch der beruhigte, errötete Gesichtsausdruck, verwandelte sich rasch in Verwirrung, als die Schönheit Revan aus dem nichts als kleinen, dreckigen Lügner beschimpfte. Fast schon entsetzt holte sie Luft. "Er ist kein Lügner!" erwiederte sie mit inem nachdrücklichen Kopfschütteln, sah dabei aber nciht mehr verschüchtert, sondern ziemlich sicher aus. Dieser Mann war vieles, aber ganz sicherlich nichts davon! Er hatte sie gerettet, sie getröstet, ihr mehrfach geholfen, mit ihr Späße gemacht und ihr sogar davon erzählt, dass er Tiger mochte und mit Feuer spielte! Sie vertraute ihm und dem, was er sagte. Sie würde wohl nie sehen, was Chrissi sah - doch war sie froh und irgendwie erleichtert, als die Blonde anschließend davon stolzierte und die Küche verließ. Mit großen Augen blickte sie ihr hinterher. "Er ist doch sauber...und groß auch..?" stellte sie ncoh leiser hinten dran und verstand die Beleidigungen der Frau einfach nicht... Sie war ja vorhin schon so wütend gewesen...was ihr wohl Kummer bereitete? Ein wenig tat die Schönheit ihr ja doch leid....auch wenn sie selbst nicht wusste, dass sie ihr vor kurzem noch gegenüber Eifersucht verspürt hatte.
Doch auch Yuki erhob ihre Stimme und brachte ihr nur noch mehr Verwirrung näher. fremd gehen...? Pädophil..? die unbekannten Begriffe machten ihren sowieso schon ziemlich ermüdeten Verstand noch etwas wirrer. Wieso klang Yuki so anklagend und kalt? Sie mochte den Tonfall bei ihrer Freundin nicht...Ein wenig ratslos, zog Revans Stimme ihren Blick erneut auf ihn, eigentlich so stand er sowieso am häufigsten wiedergespiegelt in ihren Iriden, sobald er auch nur anwesend war. Sie errötete erneut deutlich, bei dem sanften Kosenamen, der ihr so bekannt war und ihr Herz flatterte aufgeregt und geschmeichelt. Ohje, sie hätte ihm wohl wirklich alles verziehen! Sie nickte also, sprachlos - denn sie fand ihre Stimme kaum wieder. Alles in ihr kribbelte so neu und warm. Doch was sollte sie verzeihen? Stumm sah sie mit großen Augen zu, wie zu Yuki ging und ihr spielerisch an den Kopf schlug. Jedenfalls nicht wie die Männer ihren Vater geschlugen und geprügelt hatten. Stattdessen wirkte der Schlag fast schon zurückhaltend. Revan würde ihr sicher nicht wirklich weh tun. Ihre großen, verwirrten Augen legten sich auf ihn, als er wieder zu ihr kam und automatisch beschleunigte sich ihr eigener Herzschlag. Ihr müder Kopf schwirrte beinahe vor Anstrengung und es würde wohl nicht mehr viel fehlen, dass er vollkommen kollabierte und abschaltete. Sie sah zu ihm auf, so vertrauend, so sanft. Begrüßte ihn ohne Worte, mit einem lieben Lächeln. So ahnungslos von den unterschwelligen Spannungen in der Luft. Sie bemerkte nicht, wie er kurz ihren Hals musterte, was er dort vorfand und darüber nachdachte. Sie hatte ja selbst vollkommen vergessen und verdrängt, dass sich auf ihrer Haut noch Male befanden, die glücklicherweise baldig verblassen würden. Während er nachdenklich hinab sah, blickte sie abwartend zu ihm auf. Blinzelte ihn aus dunklen Wimpern hindurch an. Und dann beugte er sich zu ihr hinab und seine großen Hände lagen an ihren weichen Wangen. Ihre Augen wurden kurz etwas größer, strahlten beinahe aufgeregt, während ihr Herz raste und ihr ganzer Körper auf einmal ganz warm wurde. Lächelnd erwiederte sie seinen Blick, ein wenig unbedarf, abwartend und ahnungslos. Seinen Atem konnte sie sogar auf ihrem gesicht spüren, fühlte sich jedoch wunderbar geborgen in seinem Griff. Unbewusst huschte ihr Blick von seinen Augen, zu seinen Lippen ud wieder zurück. Sie wusste garnicht, wie sie ihm so fast schon eine Einladung gestikulierte. Ihren Herzschlag hörte sie zu deutlich in ihren eigenen Ohren und fürchtete schon, dass er ihn ebenfalls hören, oder gar an ihren Wangen spüren könnte. Was...ist das...? fragte sie sich so vollkommen ahnungslos. Unmerklich legte sie ihre Händchen auf seinen Unterarmen ab, als er dann sprach. Wieder dieser Kosename der ihr so sehr gefiel, ihr ein glückliches, strahlendes Lächeln auf die Lippen zauberte. Ich gehöre...zu ihm...? wiederholte sie fast schon verträumt in ihrem Kopf. "Ja!" stimmte sie fröhlich hinzu und blickte vertrauensselig in seine Augen. "Versprochen." fügte sie hinzu, und Versprechen gab sie keinesfalls leichtfertig. "Und du zu mir?" fragte sie naiv, leiser und grinste dabei süß mit funkelnden Augen.   Ihr gefiel der Klang dieser Worte und für sie zeigt es dass sie zwei ein Band der Freundschaft geknüpft hatten und sie auch ihm nicht egal war. Ihr inneres fühlte sich so seltsam weich und schwummrig an, so voller Wolken. Sprachlos grinste sie und kicherte dann leise.

Yukis Stimme drang an ihre Ohren und sie nickte daraufhin, erinnert an das wartede Essen und ihren Hunger. Himmel, das war viel gewesen heute. Sie ließ sich von ihrer Freundin an der Hand nehmen und mit sich ziehen, blickte jedoch nochmals zurück, um Revan hinterher zu sehen. Als er die Küche verließ, war sie nciht ganz so enttäuscht wie an diesem Morgen, stattdessen freute sie sich, ihn schon baldig wiedersehen zu können. Der köstliche Duft drang ihr in die Nase und ließ ihren Magen nochmals knurren. "Es schmeckt wirklich gut!" antwortete sie, nachdem sie einige bissen gegessen hatte. Anschließend aß sie alles, hungrig auf. "Vielen Dank Yuu." sprach sie dann. "Für alles, was du heute für mich getan hast." ehrlich  lächelte sie ihre Freundin an, während sie müde aufstand um ihr Geschirr beiseite zu packen udn alles ordentlich zu hinterlassen. Nun aufgegessen, war sie vollkommen gesättigt und unterdrückte ein leichtes Gähnen.

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BeitragThema: Re: Die Küche    So Dez 09, 2018 2:20 pm

Dunkel die Gestalt, welche durch  zwei kleine Löcher im Mauerwerk die beiden Personen betrachtete. Nicht zu erkennen für die Augen jener, welche in der Küche zurück geblieben waren.
Erkannte es das Mädchen vom See wieder... so lieblich... so rein... so voller... Liebe... Selbst zu jenen, die hart und voller Hass im Gesicht es zu betrachten wagten.
Schimmernde Tropfen trafen auf den Boden, zu Füßen des Wesens. Speichel, geflossen von dort, wo der Mund zu vermuten war. Doch zu tief die Kapuze ins Antlitz gezogen, zu düster der Schatten, welcher alles zu verdecken vermochte.
Und doch nicht schwarz genug, um das rote Blitzen aus der Dunkelheit abschwächen zu können, welches begehrlich das zierliche Geschöpf beobachtete, welches so naiv und nichtsahnend diejenigen betrachtete, die ihr Schicksal besiegeln könnten.
Doch da öffnete sich die Türe... zwei Menschen traten ein und Wut ließ nun die Augen blitzen, als es den Mann erkannte. Ein weiteres Mal die Idylle zerstörend, welche das Engelsgleiche Mädchen im Wesen hervor rufen konnte.
Schmerz konnte er auf des Mädchens Gesicht erkennen, so viele Gefühle durch lebend, als der Mann unverschämt vor dessen Augen die Frau in seinen Armen küsste. Doch des Herzens Schmerz ach so bald unterdrückend, ein Lächeln das Gesichte zierend. So melancholisch, so voller Sehnsucht. Faszinierend...
Die Augen zu dem Mann huschend, sich fragend, was ein so liebreizendes Geschöpfe an ihm finden konnte.
Den Kopf schief legend, beobachtete es weiterhin die Szene dort unten... sich so schnell wandelnd, so viele verschiedene Eindrücke. So viele verschiedene Emotionen..
Dann der Schnitt... schnelles Handeln der Frauen, verzögert vom Mann. Doch war es die seine Tat, die das Wesen fesselte. Sah es in jeder Bewegung das unterdrückte Verlangen. In jedem Blick ein Streicheln über die Haut des zierlichen Engels. Und doch... tat er nicht mehr. Ob eigen Entschieden oder durch das Gezeter der ältesten Frau im Raume. Er zögerte und zog sich zurück. Verwirrend für das Wesen, hätte dieses sich genommen, was es begehrte, wenn schon so freizügig geboten.
Doch der Mann ging. Ließ zurück, was er wollte. Dumm... Doch konnte es selbst noch nicht anders handeln... zu früh war es... es noch nicht bereit... einen Blick auf das Mädchen werfend... Nun auch einen Blick auf das andere Mädchen erhaschend. Doch nein... nicht fesseln genug. Zu hart, was es gesprochen hatte. Keine Sanftmut, keine Unschuld im Verhalten, in den Worten. Nicht passend für seine Zwecke. Für seine Wünsche. Für seine Begierden. Nein... war das andere besser geeignet... ein letzter Blick... und im nächsten Moment war es verschwunden, von der Dunkelheit verschluckt... als wäre es niemals da gewesen.
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BeitragThema: Re: Die Küche    So Dez 09, 2018 8:23 pm

Yuki kommt von: / geht zu: /

Sie lächelte leicht als sie sah wie Kathrin errötete. Irgendwie mochte Yuki das. Also nach Komplimenten. Es zeigte ihr, dass die Person das Kompliment aufnahm und es ihr vielleicht sogar gefiel wenn sie so etwas gesagt bekam und so eine Wirkung wollte Yuki ja. Sie wollte, dass die Person die das Kompliment bekam sich darüber freute eines zu bekommen und es auch positiv aufnahm.
Nun kommentierte das schöne Mädchen vor ihr auch ihre Aussage zu ihren Haaren. Sie lachte kurz auf. “Danke für das Kompliment, aber so etwas kann sehr schnell langweilig werden.“ Sie spielte mit ihren Fingern an einer ihrer Haarsträhnen herum. “Meine Naturhaarfarbe ist hellbraun, aber ich fand das zu Standard. Irgendwann habe ich mir die Haare hellblau gefärbt. Du weißt schon, dieses grelle und leuchtende Blau, aber du kannst dir nicht vorstellen wie oft man da nachfärben muss, damit es schön aussieht. Als ich darauf keine Lust mehr hatte wollte ich mir Galaxie Haare machen, aber hab dann doch einfach nur lila-rosa gemacht.“ Sie lächelte leicht als sie an ihre Entscheidungen mit den Haarfarben dachte. Es war für sie eine große Überwindung gewesen das erste Mal färben zu gehen und sie hätte fast einen Rückzug gemacht, aber hatte sich schließlich doch entschieden es zu machen und bereute es kein bisschen. Sie mochte ihre Haare wenn sie so schön bunt und lang waren, auch wenn sie durch färben oft an den Spitzen kaputt waren. Zum Glück wuchsen ihre Haare schnell nach, sodass sie auch ohne Probleme die kaputten Spitzen abschneiden konnte ohne lange kürzere Haare zu haben.
Kath meinte nun der Name Yuyu klinge fast wie Yo-Yo. Daraufhin musste das Mädchen leicht schmunzeln. “Da hast du recht. Ich weiß auch nicht mal wie wir früher auf den Namen gekommen sind. Ich glaube das war einfach einer dieser typischen Grundschuldspitznamen die später keiner mehr benutzt.“ Sie dachte an ein paar Spitznamen die früher in der Grundschulde so herum gingen. Spontan erinnerte sich Yuki aber nur noch an zwei. Obofebelibijaba und Rere. Das waren schon wirklich seltsame Namen gewesen die sie sich früher gegeben hatten.
Auch auf das Thema von ihrem Zimmer und insbesondere dem Umgestalten von ihm bedankte sich Kathrin. Yuki nickte kurz. “Dann kannst du dir ja vielleicht schon mal Gedanken machen wie du es dir schön einrichten kannst. Es gibt ja immer unterschiedliche Arten wie die Menschen sich wohl fühlen.“ Sie betrachtete ihre eigene Einrichtung. Sie hatte nur den Tisch etwas verschoben so, dass sich eine Ecke in ihrem Zimmer geöffnet hatte. In dieser lagen ein paar Kissen und eine Decke. Dort setzte sie sich gerne hin und las einfach mal ein wenig oder entspannte. Ecken waren schon was Schönes.
Sie bemerkte einen bedrückten Gesichtsausdruck am Mädchen vor ihr. “Alles okay Kathi? Ist irgendwas?“, fragte sie behutsam. *Sie ist doch nicht krank oder traurig? Vielleicht habe ich etwas das ihr hilft?* Sie konnte ja nicht wissen, dass sie Kummer hatte, weil Revan nicht ihr Mentor werden würde.

Das Mädchen beobachtete Revan still als dieser bei ihrer neuen Freundin war. Ihr gefiel überhaupt nicht wo sein Blick hin ging. *Lass das! Du hast eine Freundin und sie ist erst hier angekommen!* Aber sie hielt sich zurück und sagte nichts, ausnahmsweise.
Sie zog kurz eine Augenbraue hoch als die beiden sich umarmten, aber blieb dann einfach gegen die Theke gelehnt stehen und wartete darauf was passierte.
Sie wurde von Revan ziemlich angemault woraufhin sie nur die Augen leicht verdrehte. Sie hatte wirklich keine Lust auf noch mehr Streit mit ihm. Sie hatte nur Kathrin verteidigen wollen. *Ich glaube ich habe doch ein wenig übertrieben.* Sie dachte jedoch über seine Aussage nach. *Keine Ahnung vom Leben? Das glaubt er doch selber nicht! Jeder hier hat irgendwas erlebt und kennt sich damit aus. Wahrscheinlich versteht er nicht mal was mit Kathi passiert ist, sonst würde er sie nicht so ansehen sondern ihr erst einmal Ruhe geben!*
So ging es einige Zeit. Irgendwann kam Revan zu ihr und bevor Yuki auch nur irgendwas tun konnte hatte Revan sie gegen die Schläfe geschlagen. Einige Sekunden wurde ihr schwarz vor Augen und sie stolperte zurück und knallte an eine der Küchenzeilen. Als sie wieder etwas sehen konnte sah sie Revan zu ihr der meinte er würde sie krankenhausreif schlagen wenn sie sich mal alleine sehen würden. So etwas wollte sie dann doch nicht. “Ist ja okay. Sorry, dass ich dich provoziert habe. Ich lass es in Zukunft“, murrte sie leise, während sie versuchte nicht umzukippen. Ihr war echt schwindelig geworden. Nun war es ihr auch egal ob Revan sie als schwach empfand, aber sie hatte keine Lust geschlagen zu werden.
Sie sah aus dem Augenwinkel wie Revan ging und dabei noch ihrer Freundin irgendwas zuflüsterte. *Arschloch!*
Kurz brauchte sie um sich zu fassen. Der Schwindel verschwand und nur ein pochender Schmerz blieb zurück.
Sie lief mit Kathrin zum Essen, aber ihr war der Hunger vergangen. An der Stelle an der Revan sie geschlagen hatte wurde es allmählich ziemlich stark blau. Das Mädchen konnte sie das schon denken, weshalb sie ihre Frisur löste und den Katzenhaarreif aus ihren Haaren nahm und neben sich legte. Anschließend flocht sie eine Frisur, welche die verletzte Stelle versteckte. *So ist es besser* Nun steckte sie den Haarreif wieder in die Haare. Er bestand aus einem dünnen Draht und den Ohren. Sie versteckte den Draht wieder so, dass es aussah als würden die Ohren aus ihrem Kopf wachsen. Auch der Schmerz verging endlich.
Als Kathrin meinte das Essen wäre lecker nickte Yuki. Ihr war nicht mehr nach reden zumute. Schließlich schob sie ihr noch ihren eigenen, unangetasteten Teller hin. “Willst du noch? Ich habe doch keinen Hunger“, meinte sie erklärend.
Als Kath sich wieder bedankte für alles was sie heute schon für sie getan hatte lächelte das Mädchen leicht. “Kein Ding“, meinte sie nur und schon war ihr Lächeln auch schon wieder verschwunden und sie stand auf. “Jedenfalls können wir dann gleich gehen. Nur noch aufräumen. Wenn du meine Portion vom Ei nicht willst werfe ich sie weg.“ Sie wartete auf eine Antwort des Mädchens gegenüber.

Angesprochen: Kathrin (Lilith Dearing), Revan (J.M.Cale),
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Lilith Dearing

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BeitragThema: Re: Die Küche    So Dez 09, 2018 9:46 pm

Kittey
Die Zeit die Yuki und sie zusammen verbracht hatten, im Zimmer und auf dem Weh zur Küche war größtenteils wohltuend gewesen, und unterhaltsam. Komplimente, leichtes Gerede und Austausch. Weiterhin hatte ihre Freundin ihr Dinge angeboten, ihr Gutes getan. Es wäre wohl wirklich schwer all die Dankbarkeit, die sie selbst empfand, in Worte zu fassen. Dswegen schwieg sie mit einem ehrliche, fröhlichen und unbeschwerten Lächeln und dachte darüber nach, was man an dem zimmer wohl ändern wollte, oder ob sie es so ließ. Das Angebot es umzuräumen und auszustatten, machten sie neugierig darauf,w as wohl möglich wäre. Auch wenn sie sich ihr altes zimmer auf keinen fall zurück wünschte udn nciht mal eine Ähnlichkeit dazu herstellen wollte. Viel lieber nutzte sie dies, als vollkommenen Neuanfang. So neigte sie jedoch dazu, alles zu verdrängen, sich nicht damit auseinander zu setzn. und wie gut dies funktionierte musste sie am eignen leib erfahren, als es über sie hinein stürzte, durch einen so kleinen Unfall. So urplötzlich und übermannend. Dieser vollkommene Kontrollsverlust war erschreckend, doch ebenso schnell vergessen und abgetan, wie das Geschehen der Vergangenheit selbst.
Sie dachte daran, wie sie Yuki über ihre Haarfarbe gefragt hatte, denn auch ihre waren Hellbraun, doch hatte sie nciht den drang es unbedingt ändern zu müssen. Dennoch fand sie es bei Yuki interessant und hatte sich vorgestellt, wie es wohl sein musste, mit so grellen, farbenfrohen Haaren. Sie leuchteten im Licht ja nahezu! Es war wirklich hübsch, auchw enn sie sich unter Galaxie-farbend nichts wirklich etwas vorstellen konnte. Das Blau hätte sie an ihrer Freundin bestimmt schön gefunden, wie es die Augen betonte. Doch da dies ein empfindliches Thema war, hatte sie dazu nichts großartiges mehr gesagt. Die Spitznamen gaben etwas vertrautes und spielerisches, das ihr gefiel und somit hatte sie ihre Gedanken rasch von der Enttäuschung abgewendet, Revan nciht als Mentoren bekommen zu können. Doch würde sie jedem eine Chance geben, der schlussendlich ihr Mentor werden sollte, wen sie wohl kennen lernen würde? Es sollte sie freuen, dass sie andere Menschen an diesem ort kennen lernte, somit hatte sie schlussendlich gelächelt und den Kopf geschüttelt, Yuki erwiedert, dass alles in Ordnung war. Denn schlussendlich war es dies auch, sie war angekommen und erleichtert. Sicher und aufgnommen. Es wäre nicht fair, sich über so eine Kleinigkeit zu beschweren, nur weil sie etwas anders wollte. Sie wollte niemals ein so selbstsüchtiger Mensch werden, stattdessen offen und freundlich bleiben.

Somit freute sie sich über jede Gelegenheit Revan zu begegnen, ihren "Retter" wiederzutreffen. Die ganze Sittuation war etwas seltsam gewesen, und doch sah sie im Nachhinein nciht...wie schlimm. Wie unnormal und katastrophal ihr eigener Zustand und das Verhalten von Revan wirklich war. Denn...man könnte wirklich sagen, dass sie ihn durch eine rosarote Brille sah. Noch naiver, als sie die ganze Welt sowieso schon besah und einfach überall das Gute vermutete. In ihrer ganz eigenen, lieben und strahlenden Welt ahnte sie nicht, in welcher Gesellschaft sie auch im inneren der Burg war - in was für einer suspekten Gefahr sie schwebte. Spürte kein Kribbeln, als sie beobachtet wurde und war genauso ahnungslos, wie sie es draußen am Waldsee gewesen war. Auch dabei hatte sie Halt bei Revan gefunden, ihm so rasch und blind vertraut. Jenes Vertrauen vertiefte sich in jeder Sekunde, die sie in seiner Anwesenheit verbrachte. Seine starken Arme, der nun schon als vertraut zu beschreibende, warme Duft und die dunkelblauen Augen, die wie warme Seen erstrahlten. Ja, er war wahrlich wie ein Ritter in weißer Rüstung. Stark und schützend, ehrlich und einfühlsam. Das niemand außer ihr ihn jeh so beschreiben würde, wäre ihr niemals in den Sinn gekommen. Man könnte es wirklich, verträumt und verblendet nennen, nachdem er ihr als Anker gedient hatte, so lieb mit ihr sprach. Okay, über einige raue Ecken sah sie dann auch einfach hinweg und vergaß es anschließend...doch das war wohl ihre ganz eigene Art. Ihr eigener Fehler, der sie wohl in einige Schwierigkeiten bringen würde. Ebenso wie die Angewohnheit alles zu berühren, zu rasch zu vertrauen und einfach viel zu gutgläubig zu sein.
So hatte sie den ganzen negativen Teil des Vorfalles beim essen des Gerichtes schon vergessen und erinnerte sich nurnoch lächelnd und mit geröteten Wangen an Revans Worte udn gesten. Und sah natürlich in diesen auch nichts Falsches. Stattdessen vermisste sie seine Nähe sogar und würde sich nur allzu gerne erneut ans eine starke Brust kuscheln. Sie war schon immer ein wenig anhänglich und verschmust gewesen, sehnte sich nach etwas sanfter Zuwendung und die Tage alleine auf sich gestellt und draußen, hatten sie schon ziemlich mitgenommen. So konnte man es ihr doch zu keinem Vorwurf machen, dass es sich guttuend und richtig anfühlte, wenn er sie in die Arme schloss. Seine Hand die auf ihrem Kopf lag, in einer tröstenden Geste, hatte sie sogar gerührt und gehen die Finger, die ihr eine Haarsträhne aus dm gesicht strichen, hätte sie mit Sicherheit auch nichts. Mehr hinter den berührungen wusste sie noch nicht zu deuten...wobei auch hier fraglich wäre, ob sie es verhindern würde.
Nun nachdem sie aufgegessen hatte, entwich ihr ein zufriedenes Gähnen und sie rieb sich kurz die Augen. Sie bemerkte nciht, dass mit Yuki etwas stimmte - zu gut versteckte diese es hinter einem Lächeln und verbarg den blauen Fleck unter den geflochtenen Haaren, der neuen Frisur. Naiv nahm sie an, dass es schon nicht allzu ernst zwischen ihr und Revan gewesen war und vergaß die Spannungen, die zwischen ihnen geherrscht hatte, wie Blitze. Sie leckte sich leicht über die Lippen, doch auch wenn sie satt war dachte sie darüber nach noch Yukis Portion zu essen, einfach damit es nciht weggeschmissen wurde. Sie hatte solange nichts ordentliches zu sich genommen, dass sie einfach wneiger Hunger hatte und somit würde wohl auch der Teil ihrer Freudin noch ohne Problme in ihren flachen Bauch passen. "Hast du wirklich keinen Hunger?" fragte sie etwas verwudert, doch nickte dann. "Nicht wegschmeißen bitte, dafür ist es zu schade!" erwiederte sie schließlich und schaufelte sich die Reste des Essens noch in die kleine, zarte Futterluke. Sie ahnte nicht, wie es Yuki ghen musste, war doch selbst zu fröhlich und friedlich gestimmt. Leise summend, räumte sie also ordentlich und sorgsam die Sachen zusammen udn stellte sie in die dfaür vorgesehnene Geschirrspülmaschine. "Vielen Dank fürs Essen Yuu~" sang sie schon fast melodisch und blinzelte sie froh an.
Nun war sie bereit in Yukis Zimmer zurück zu kehren, für ihren verschlossenen Mittagsschlaf. Doch stattdessen entschloss sie sich, die Jacke von dort zu holen und sich dann aufzumachen, die Gänge nach Revans Zimmer abzugehen, um sie ihm wieder zu geben, während ihre Freundin mit dem Burgleiter sprach. Deswegen verabschiedete sie sich mit einem erneuten Dankeschön von Yuki, nachdem diese sie an ihrem Zimmer ablieferte. "Bis später~" mit einem Lächeln, wunk sie ihrer Freundin kurz hinterher, ehe sie ind as Zimmer trat um die Jacke zu nehmen, die sie so sorgsam zusammen gelegt hatte.

---> tbc Revans Zimmer

(1149 Wörter)
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