Divious

~ ... wenn Gegenwart und Vergangenheit verwischen ... ~
 
Neueste Themen
» Zimmer von Revan Valensa und Christine Rosenberg
Gestern um 10:19 pm von Lilith Dearing

» Die Fußgängerzone
Gestern um 10:09 pm von Sharina Madani

» Die Baderäume (Weibliche Bewohner)
Gestern um 9:02 pm von Sharina Madani

» Die Küche
So Dez 09, 2018 9:46 pm von Lilith Dearing

» Der Burghof / Eingang zur Burg
So Dez 09, 2018 8:24 pm von Lilith Dearing

» Das Turmzimmer
So Dez 09, 2018 6:44 pm von Sharina Madani

» Die Steinbrücke
So Dez 09, 2018 6:12 pm von Lilith Dearing

» Shari´s Gesuche
So Dez 09, 2018 5:48 pm von Sharina Madani

» Das Kaminzimmer
Sa Dez 08, 2018 10:27 pm von Yuki


Teilen | 
 

 Das Turmzimmer

Nach unten 
AutorNachricht
Divious
Admin
Admin
avatar

Anzahl der Beiträge : 97

BeitragThema: Das Turmzimmer   Fr Okt 19, 2018 8:53 pm

In der Spitze des Höchsten Turms des Schlosses liegt ein kleiner Raum.
Dunkel ist es hier und nur eine kleine, spärlich flimmernde Lampe spendet Licht, wenn des Nachts die Fenster kein Tageslicht mehr einlassen können.
Ein alter Ohrensessel mit einer Felldecke steht in diesem Raum, ebenso ein alter Schreibtisch und ein Stuhl.
Auf dem Boden liegt ein inzwischen sehr verschlissenes Bärenfell, ob es echt ist, lässt sich nur vermuten.
Der kleine Raum strahlt eine rustikale Gemütlichkeit aus.

Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Yuki

avatar

Anzahl der Beiträge : 50

BeitragThema: Re: Das Turmzimmer   So Nov 25, 2018 3:59 pm

Malou kommt von: Liliths Zimmer geht zu: Turmzimmer

Weinend rannte Malou durch die Gänge. Die Tränen ließen ihre Umgebung verschwimmen und einige Male strauchelte sie und fiel beinahe hin. Sie verstand nicht was sie falsch gemacht hatte. *Wieso will sie nicht meine Freundin sein? Was habe ich falsch gemacht? Wieso ist sie so nett gewesen und wurde dann so böse? Gefällt ihr das Armband vielleicht doch nicht oder will sie keine mehr von mir? Oder mag sie es nicht wenn ich ihr die Haare mache?*
Vor ihr sah sie eine Tür. Sie öffnete sie und lief hinein. Nun stand sie in einem kleinen und dunklen Raum in dem sie vorher noch nie gewesen war. Das Mädchen wollte alleine sein, aber irgendwie auch nicht, deshalb setzte sie sich in eine Ecke des Zimmers.
Dort vergrub sie das Gesicht in den Händen und weinte bitterlich. Ihr Herz tat weh als sie an das dachte was passiert gewesen war. Ihre Gedanken wanderten von Lilith zu ihrem Traum. Dort war sie von Rosalinde weggerissen worden. *Was wenn der Traum eine Vorahnung war? Wenn jetzt keiner mehr mit mir befreundet sein will? Kann das sein? Geht sowas? Kann ein Traum einem die Zukunft sagen? Bestimmt oder?* Sie dachte daran was Träume eigentlich waren. Vielleicht waren die Leute in ihren Träumen ja Geister oder Engel? Vielleicht gab es ja wirklich einen Gott und in den Träumen sagte er einem was passierte und schickte seine Engel um einen zu beschützen. Rosalinde hatte manchmal von einem Gott geredet, aber Malou hatte ihr nicht geglaubt. „Sowas geht doch gar nicht! Wie soll das bitte gehen?“ hatte sie gesagt wenn ihre Ziehmutter erzählt hatte, dass jemand alle liebte und auf alle aufpasste. Als sie dann gestorben war hatte Malou auch die letzten Funken Glauben verloren. Wenn es einen Gott geben würde hätte er ihre neue Mama doch beschützt und sie wäre so lange geblieben bis sie groß genug war! Nicht so wie Malous echte Mama. Aber wenn er sie beschützt wäre Malou auch nicht hier her gekommen! Und hier hatte sie Freunde gefunden und Leute die ihr Tipps gaben und das war natürlich auch schön!
Sie nahm die Hände von ihrem Gesicht, mit den geröteten Augen und griff in ihre Tasche um das Foto ihrer Ziehmutter heraus zu holen, aber es war nicht da! Sie wühlte in ihrer Tasche herum, aber fand es nicht. *Wo ist es? Liegt es in meinem Zimmer? Aber ich habe es nicht rausgeholt! Bei Lilith? Vielleicht da, aber ich will nicht hin um es zu holen! Ich werde sie später fragen ob sie es hat!* Ihr entfuhr wieder ein Schluchzen. Sie fühlte sich schlecht, weil sie das Foto verloren hatte. Nur noch das und ihre gelernten Sachen hatte sie von der älteren Frau und sie hatte sie so lieb gehabt, dass sie das Foto gerne ansah. Sie musste es auf jeden Fall wiederfinden! Wenn es sein musste würde sie die ganze Burg durchsuchen und jeden Bewohner der Burg nach dem Bild fragen. Irgendwer musste es schließlich gefunden haben! Malou würde nicht aufgeben! Sie würde es finden!

Erwähnt: Lilith (Lilith Dearing),
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Sharina Madani

avatar

Anzahl der Beiträge : 55

Charaktere
Name & Alter:
Beziehungsstatus:

BeitragThema: Re: Das Turmzimmer   Mi Dez 05, 2018 9:09 pm

Tyler Black
Infos: 23 Jahre / bester Freund von Jack
ERWÄHNT: Revan
ANGESPROCHEN: Amara, Malou



Burghof < ---
Tyler stand bei Amara im Burghof, um sie herum wuselten mehrere Personen. Entschuldigend lächelte er, als sie meinte, dass sie einfach nur nicht damit gerechnet hatte, dass jemand sie ansprach. Er schlug ihr daraufhin vor, dass sie ihn auch Ty nennen konnte. Es war ein vollkommen freundliches Angebot, doch sie schlug es aus. Nur Freunde sollten Spitznamen benutzen dürfen. Leicht runzelte er die Stirn, aber er lächelte dann sogleich wieder. Wenn auch nur leicht. „Wir können ja Freunde werden“, schlug er ihr vor. Innerlich bereitete er sich aber schon irgendwie auf eine Absage vor. Stumm sah der Mann zu als eine andere Frau zu ihnen kam und sich kurz mit Amara unterhielt, aber er hörte nicht recht zu. Erst als Amara meinte, dass sie sich erst ausruhen würde, hörte er wieder zu. Er nickte der anderen Frau leicht zu und sah ihr nach, als sie im Schloss verschwand. Tyler räusperte sich kurz und sah Amara wieder an. Kurzerhand zählte er die Räume auf, die das Schloss zu bieten hatte. Er selbst würde wohl später in sein Zimmer gehen, oder Revan suchen. Wahrscheinlich letzteres. Leicht verdutzt sah er die Frau vor sich an, als sie anfing zu lachen und meinte, ein Raum hätte ihr gereicht. Tyler schmunzelte leicht und nickte, als sie sich das Turmzimmer aussuchte. „Dann zeige ich dir den Weg“, sagte er und ging über den Burghof, er begutachtete während dem gehen noch kurz die anderen Leute, dann zog er die riesige Tür auf und hielt sie Amara auf. Er warnte sie auch gleich vor, dass man sich in der Burg leicht verlaufen konnte. War ihm das immerhin auch schon passiert und er wollte es ihr ersparen. Als Amara bei ihm angekommen war lächelte sie und machte eine Art Knicks mit den Worten, dass er wohl von der alten Schule sei. Tyler grinste leicht, sah sie an. „Findest du?“, fragte er schmunzelnd. Schon damals zu Schulzeiten hatten es die Mädchen gemocht, wenn man ihnen die Türen aufhielt und so hatte er es beibehalten. Gemeinsam betraten sie die Burg und sogleich ging Tyler die Treppe hoch in den ersten Stock, dann bog er ab zu einer recht versteckten Treppe. Er verlangsamte seine Schritte als sie ihn auf die Bibliothek ansprach und nickte. „Gerne, dort ist es auch richtig bequem“, meinte er. Es war gar nicht mal gelogen. Er selbst hatte dort schon gesessen und ein wenig die Ruhe genossen. Tyler stapfte dann die Treppe hoch zum Turmzimmer, er warnte Amara noch vor, dass die Treppen rutschig sein könnten. Er war dort auch einmal ziemlich ausgerutscht und auf der Nase gelandet. Seitdem passte er bei dieser Treppe besonders auf. Tyler sah auf als sie ihn erneut ansprach und meinte, dass es nicht schlimmer als ein Matschiger Waldboden sein könnte. Leicht schmunzelte er. „Da hast du Recht, schlimmer ist es nicht“, sagte er. Durch Amara abgelenkt rutschte er kurz aus, was sich jedoch nur minimal bemerkbar machte. Rasch fing er sich wieder und unterdrückte einen Fluch. So hörte er nur halb ihre nächste Frage. „Was meinst du?“, fragte er, dann fiel ihm ein, wen sie meinte. „Das waren Chrissi und Revan. Sie sind beide in Ordnung, sie sind zusammen und verhalten sich auch so“, meinte er, ging weiter die Treppen hoch bis er zur Tür kam. „Zu Problemen? Ich denke nicht. Wobei man wohl nicht allzu…fremdländisch aussehen sollte. Aber das tust du ja nicht“, sagte Tyler. Kurz klopfte er an der Tür, immerhin wusste er nicht, ob dort jemand im Raum war. Tyler öffnete die Tür und trat ein. „Hier wären wir…“, sagte er. Doch als er eine Person in einer Ecke des Raumes sitzen sah stoppte er. Kurz dachte er nach, betrachtete das Mädchen. „Malou? Was tust du hier?“, fragte er sie ruhig. Er bemerkte dass sie weinte und verkrampfte sich leicht. Mit weinenden Mädchen konnte er nichts anfangen. Hatte er noch nie. Kurz sah er über seine Schulter, ob Amara noch da war und trat weiter in den Raum. „Malou? Komm her, was ist passiert?“, fragte er ruhig, er legte die Hand auf die Armlehne eines Stuhls und wandte sich dann kurz Amara zu. „Das ist Malou, sie lebt auch hier. Ist eigentlich ein kleiner Sonnenschein doch irgendwas…muss vorgefallen sein“, sagte er fast schon entschuldigend. Warum tat er das? Er wusste es nicht. Wahrscheinlich wollte er nur nicht, dass die ihm noch so fremde Frau gleich das schlimmste vom Schloss dachte. Tyler drehte wieder den Kopf und sah das Kind an. Tyler sah die geröteten Augen des Mädchens, das verweinte Gesicht. Sie heulte wirklich wie ein Schlosshund. Leise seufzte er und wartete darauf, dass das Kind ihn bemerkte und ihm eine Antwort gab. Er würde jetzt sicherlich nicht hingehen und sie anfassen oder gar in den Arm nehmen. Der Mann wusste auch nicht, ob so etwas in diesem Moment das richtige war.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Amara L. Dubois

avatar

Anzahl der Beiträge : 27

BeitragThema: Re: Das Turmzimmer   Do Dez 06, 2018 3:46 pm

Amara
Der junge Mann mit den dunklen, zerzausten Haaren erwiderte ihr Lächeln und sie konnte nicht anders, als ihm zuzuzwinkern, schien er ihr ganz offensichtlich sympathisch zu sein – trotz des Glimmstängels. Sie selbst hatte das Rauchen nie angefangen und hatte auch das Bedürfnis kein einziges Mal gespürt. Aber sie verurteilte niemanden deswegen.
Und hier schien das Rauchen ja wohl ziemlich beliebt zu sein, denn konnte sie auch an dem Mann mit den blauen Haaren ganz klar den Gestank von Rauch erkennen. Hatte er am heutigen Tage wohl auch bereits die eine oder andere Zigarette durchgezogen. Sie blickte Tyler an, als er meinte, dass sie ja Freunde werden könnten. Sie wollte ihm keine kalt herüber gebrachte absage erteilen, doch war sie ein misstrauischer Mensch, welcher in der Auswahl seiner Bekanntschaften mit den Jahren sehr penibel geworden war. Was nicht heißen sollte, dass sie eine mögliche Freundschaft ausschloss! Aber erst die Zeit würde es zeigen!
“Wir werden sehen.“, meinte sie deshalb, ausweichend. Wollte das Thema an dieser Stelle auch gerne beenden, hoffte somit, er würde den Wink mit dem Zaunpfahl auch verstehen! Obwohl sie die bisherige Erkenntnis genossen hatte, dass die meisten Männer grade dann erst recht zu reden begannnen...
Auf seine Aussage, dass er ihr den Weg zeigen könne, gab sie keine Antwort, denn war er bereits los gegangen und sie ihm gefolgt, was eine solche eben ziemlich lächerlich hätte wirken lassen.
Während er ihr die Tür aufhielt und sie einen artigen Knicks machte, fragte er plötlzlich mit einem Lächeln, ob sie ihre Worte mit der alten Schule tatsächlich so finden würde. Warum mussten Männer wegen jedem Scheiß nachfragen? So verdrehte sie heimlich die Augen, bevor sie ihn mit einem spöttischen Blick betrachtete und die Ironie in ihrer Stimme kaum unterdrücken konnte. “Nein... ich werfe immer irgendwas in den Raum, was ich überhaupt nicht so meine.“, meinte sie mit einer hoch gezogenen Braue, bevor sie ihm weiter folgte, taktvoll so tat, als hätte sie den folgenden Fehltritt nicht bemerkt. War sie ja selbst erst vor kurzem auf der Nase gelandet, weshalb sie ganz sicher nicht bei einem Ausrutscher anderer lachen würde – zudem es auch wirklich unauffällig gewesen war und durchaus auch ein absichtlicher Gag auf seine vorherigen Worte sein können.
Auf ihre Bitte, sie später mit der Bibliothek Bekanntschaft machen zu lassen, meinte er, dass es dort wohl sehr bequem wäre. Kritisch blickte sie ihn an, konnte sich das beim besten Willen nicht vorstellen. Die Bibliotheken welche sie kannte und wie sie sie sich nun auch diese vorstellte, waren ein großer Holztisch mit langen Bänken oder Holzstühlen... eben einfach nicht wirklich bequem, sondern mit einem altmodisch Charme. So war sie schon ein wenig enttäuscht, vermutlich etwas bequemes vorzufinden. Waren dafür doch sicherlich eher Kaminzimmer oder eben das Türmchen vorgesehen. Bibliotheken hingegen zum Arbeiten und Nachschlagen. Aber vermutlich war sie da einfach... in ihrer Vorstellung speziell.
So war sie froh, ein wenig abgelenkt zu werden, als Tyler auf ihre Frage wegen dem Skinhead antwortete. “Hm... ich fand die Beiden auf den ersten Blick ziemlich... angespannt. Also nicht so typisch Pärchen-mäßig, sondern eher so, dass irgendetwas nicht stimmte. Aber ich sollte mich da nicht einmischen!“, meinte sie mit einem Schulterzucken, sah trotzdem weiterhin nachdenklich aus. Hatte Tyler sie nämlich nicht unbedingt beruhigt. “Ich sehe aber auch nicht unbedingt so aus, wie Personengruppen seiner die Menschen in ihrer Nähe gerne hätten. Mein Vater ist Franzose, meine Mutter Spanierin, dementsprechend sehe ich auch nicht Arisch aus. Ich werde mich also besser von ihm fern halten. Zur Sicherheit.“ Sie hatte nämlich nicht vor, unbedingt nach Stress zu suchen... “Seine Freundin – Chrissi? - ist aber unglaublich hübsch. Ich glaube, sie würde in einem Kartoffelsack noch bezaubernd aussehen!“ Offensichtlich bewundernd sagte sie diese Worte und wäre nun beinahe in ihn hinein gelaufen, weil sie nicht bemerkt hatte, wie er stehen blieb. Konnte sie sich jedoch noch rechtzeitig fangen, legte verwirrt den Kopf schief. Warum klopfte er an?
Sie spitzte die Ohren, hörte jedoch nichts und schließlich öffnete Tyler die Tür, während sie ihm in den Raum folgte. Das erste, was sie nun vernahm, war ein leises, jedoch Herzzerreißendes Schluchzen. In einer Ecke auf dem Boden saß ein kleines Mädchen, die Hände vors Gesicht geschlagen. Weinend. So konnte Amara ihr Alter nicht schätzen, jedoch musste sie noch sehr jung sein.
Das Herz ging ihr auf und als Tyler zu dem Kind ging, stellte sie ihren Rucksack ab und folgte ihm, musste lächeln, als sie das unbeholfene Verhalten des Mannes sah. Fast schon Hilflos seufzend. Amara legte ihm kurz eine Hand auf den Arm und trat dann zu dem kleinen Mädchen, setzte sich auf Knien vor sie und meinte mit freundlicher, tröstender Stimme. “Hallo Malou. Ich heiße Amara. Was ist denn passiert, dass du so bitterlich Tränen vergießt? Ich hab gehört, dass du sonst immer so ein fröhliches Mädchen bist! Kann ich dir irgendwie helfen?“
Sie hätte das Kind gerne in den Arm genommen, sie getröstet... Allerdings kannte sie die Vorgeschichte nicht und vielleicht mochte es keine Berührung von Fremden...

angesprochen: Tyler, Manou
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Yuki

avatar

Anzahl der Beiträge : 50

BeitragThema: Re: Das Turmzimmer   So Dez 09, 2018 6:01 pm

Malou kommt von: /  geht zu: /

Das Mädchen suchte nochmals in ihrer Tasche nach dem Foto ihrer Ziehmutter. Es musste doch irgendwo sein! Sie durfte es einfach nicht verloren haben! Sie wollte es nicht verloren haben. Das Kind fühlte sich schuldig, weil sie einfach nicht genug aufgepasst hatte und das Überbleibsel nun weg war. Sie wollte es finden. Sie musste es finden! Es konnte nicht einfach weg sein. An so etwas dachte Malou nicht einmal. Sie dachte nicht daran, dass es kaputt sein könnte oder auch nur irgendwann kaputt gehen würde.
Das Mädchen suchte mit ihren Blicken den Raum ab und tastete neben sich ob das Bild vielleicht einfach bei ihr lag und auf den Boden gefallen war, aber auch dort war es nicht. *Ich werde es schon finden! Also bestimmt! Sicher. Vielleicht…* Wieder schlug sie ihre Hände vor ihr Gesicht und immer neue Tränen kamen.
So saß sie auch noch da, als die beiden Neuankömmlinge vor der Tür waren. Das Mädchen mit dem hellblauen Kleid mit dem dunklen Stickmuster hörte auch nicht als der Mann klopfte. Erst als er herein kam nahm sie ihre Hände weg und sah zu ihm auf. Es war der Mann mit den lustigen blauen Haaren die Malou so gerne mochte. Er hieß Tyler. Malous Augen waren rot und Tränen traten noch aus ihnen aus, aber als sie jetzt den Mann so sah wischte sie die Tränen weg und schniefte leicht. Hinter dem Mann kam eine Frau mit schönen, braunen Locken. Malou sah sie kurz an und dann wieder den lustigen Blauhaarigen als er sagte sie solle zu ihm kommen. Malou wollte aber nicht. So saß sie einfach weiter in der Ecke mit angezogenen Beinen und sah den Mann an. Dieser lehnte sich gerade auf die Armlehne eines Stuhls und sah die Frau hinter sich an. *Wer ist das? Ist sie neu? Kenne ich sie einfach noch nicht? Will sie vielleicht eines meiner Armbänder haben? Ich kann ihr eines machen. Ich muss nur rausfinden welche Farben sie will.* Trotz der Trauer die das Mädchen gerade empfand war sie neugierig auf die Frau und überlegte schon wie sie ihr eine Freude machen konnte. So etwas war einfach Teil ihrer Selbst.
Tyler stellte sie gerade der Frau vor. Er sagte sie wäre immer ein Sonnenschein. *Was meint er damit? Ich bin doch auch nur ein Mensch auch wenn ich gut gelaunt bin? Oder steht das für gut gelaunt? Bestimmt, oder? Er kann ja nicht denken, dass ich die Sonne bin!*
Jetzt konnte sie sehen wie die Frau hinter Tyler einen Rucksack abstellte. *Also ist sie doch neu? Ich wusste es doch! Ich kenne ja eigentlich die meisten hier.* Sie dachte kurz an die Bewohner der Burg und dann fiel ihr Revan ein. Der war auch lustig. Also er sah lustig aus. Fast so lustig wie Tyler. Revan hatte einen ganz kahlen Kopf. Am liebsten würde Malou mal seine Haare, zumindest die Stoppeln, mal berühren. Sie sahen immer so weich aus! Wie von einer Katze! Aber sie glaubte nicht, dass er das mögen würde.
Jedenfalls fand sie es toll, dass er sie zur Burg gebracht hatte. So hatte sie Freunde gefunden und Revan war ihr Mentor geworden. Das war toll! Sie hatte den besten  Mentor den es nur geben konnte bekommen! Obwohl es mit anderen bestimmt auch lustig wäre, aber Revan war trotzdem am tollsten. Er war immer lieb und ruhig und gab ihr gute Tipps. Also oft. Manchmal zumindest. Aber auch wenn er mal laut war störte Malou das nicht. Dann bastelte sie ihm immer Armbänder. Er trug sie zwar nicht, aber er hob sie bestimmt auf! Sicher weil sie ihm so wichtig waren, dass sie nicht kaputt gehen sollten! Dabei würde Malou ihm dann einfach neue machen wenn eines kaputt gehen würde!
Sie musste wieder an die Freunde denken die sie durch den netten Glatzkopf bekommen hatte. Dadurch dachte sie wieder an Lilith und daran wie gemein sie zu ihr gewesen war und wieder stiegen neue Tränen in ihr auf.
Sie beobachtete wie die fremde Frau ihren Arm auf den von Tyler legte und  dann zu ihr kam. Mit großen und vor Tränen glitzernden Augen sah sie zu der Frau auf. Diese stellte sich als Amara vor. *Amara ist aber ein toller Name!* Die Frau mit den schönen grünen, schon fast grauen, Augen fragte sie was denn los war. Ein paar Sekunden lang schwieg Malou. Dann warf sie sich einfach in die Arme der großen Frau. Sie hatte es nicht aufhalten können. Das Kind wollte umarmt werden und die Frau hatte es bei ihr nicht gemacht. So umarmte sie sie schluchzend.
Dann fing sie mit tränen erstickter Stimme an zu erzählen was schon den ganzen Tag passiert war. “Ich hatte ich heute Nacht einen ganz bösen Traum! Da war jemand der hat mich einfach von meiner Ziehmama weggezogen, obwohl ich da bleiben wollte und dann bin ich aufgewacht und in meinem Zimmer war es so dunkel und alleine und ich hatte ja meine Stoffkatze da, aber trotzdem war es unheimlich.“ Kurz brach ihre Stimme, aber dann redete sie weiter. “Und dann habe ich Revan gesucht, weil er ja mein Mentor ist und so toll und es war ja alleine, aber ich habe sein Zimmer nicht gefunden und bin dann mit zu Lilith ins Zimmer, aber die war ganz gemein zu mir! Also zuerst war sie ja nett, aber dann wurde sie gemein und hat böse Sachen gesagt und dann habe ich zu ihr gesagt, dass sie gemein ist, aber das wollte ich gar nicht und es ist mir einfach rausgerutscht und dann hat sie gesagt ich soll gehen!“ Sie schluchzte herzzerreißend und versuchte gut zu erzählen was gewesen war. “Und… Und dann war ich hier und habe mein Foto, also das von meiner Ziehmama Rosalinde, gesucht aber es war weg! Ich habe es verloren und ich weiß nicht wo es ist, aber ich muss es wiederfinden!“
Weinend klammerte sie sich an Amara. Die hübsche Frau vor ihr gab ihr etwas Sicherheit und diese Sicherheit wollte und brauchte das kleine Mädchen in diesem Moment am meisten.

Angesprochen: Amara (Amara L. Dubois), Tyler (Sharina Madani)
Erwähnt: Lilith (Lilith Dearing), Revan (J.M.Cale),
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Sharina Madani

avatar

Anzahl der Beiträge : 55

Charaktere
Name & Alter:
Beziehungsstatus:

BeitragThema: Re: Das Turmzimmer   So Dez 09, 2018 6:44 pm

Tyler Black
Infos: 23 Jahre / bester Freund von Jack
ERWÄHNT: Revan
ANGESPROCHEN: Amara, Malou


Tyler schritt noch die letzten Stufen zum Turmzimmer hoch und schmunzelte leicht über Amaras Worte. „Ich kenne Chrissi nicht gut genug um mir eine eigene Meinung zu bilden“, gab er nach einigen Momenten zu. Als Amara meinte, sie würde sich aufgrund ihres Aussehens von Revan fernhalten, schüttelte er den Kopf. „Ich denke das musst du nicht. Er und ich kommen auch recht gut klar“, sagte er nachdenklich. Er fand wirklich nicht, dass Amara sich von Revan fernhalten sollte. Aber Tyler war auch nicht Revan, er konnte wirklich nicht sagen, wie der andere Mann auf die Frau reagieren würde. Tyler klopfte dann an der Tür des Turmzimmers an, immerhin konnte man ja nicht wissen, ob dort drin jemand war und öffnete dann die Tür. Er hörte ein leises schluchzen und entdeckte dann ein Kind, welches in der einen Ecke des Raumes kauerte. Malou. Er hatte noch nicht so viel mit dem Mädchen zu tun gehabt, doch er wusste, dass sie sonst immer eine kleine frohnatur war. Der junge Mann stützte sich daher an der Armlehne des Stuhls ab und sah Malou an. Das kleine Mädchen weinte und schien am Boden zerstört zu sein. Er hatte sie angesprochen und gemeint, sie solle zu ihm kommen. Er war zwar nicht ihr Mentor, dies war Revan, aber vielleicht schaffte er es, das Kind herauszulocken. Doch irgendwie….schien es nicht zu funktionieren. Irgendwie war er nicht der Typ für Kinder. Aber er würde das Kind auch nicht einfach dort sitzen lassen. Tyler wandte sich kurz Amara zu und stellte Malou vor. Meinte auch, dass sie eigentlich ein Sonnenschein war, nur eben jetzt nicht. Er wandte sich wieder dem Kind zu und versuchte erneut, sie aus der Ecke zu locken. Doch er wusste nicht recht, wie er dies tun sollte, hatte er einfach zu wenig Erfahrung mit Kindern. Tyler neigte leicht den Kopf als er Amaras Hand auf seinem Arm spürte, als diese sich neben ihm hinkniete und Malou ansah. Sie stellte sich ihr vor und fragte, was denn passiert sei, dass sie so bitterlich Tränen vergieße. Dass sie gehört habe, dass sie ein sonst so fröhliches Mädchen sei und ob sie ihr irgendwie helfen könne. Tyler wandte seinen Blick wieder Malou zu und beobachtete das kleine Mädchen genau. Sie schien zu zögern, musterte sie ihn und Amara doch sehr genau und unschlüssig. Dicke Tränen kullerten über die runden Wangen des Kindes und plötzlich, ohne dass Tyler es vorhersehen konnte, warf sie sich in Amaras Arme. Tyler ließ sich auf die Fersen zurück sinken und sah zu, wie Malou sich an Amara schmiegte und ihr mit Tränen erstickter Stimme erzählte, was passiert sei. Auch Tyler lauschte ihren Worten, dass sie einen schlimmen Traum gehabt habe und sie dort jemand von ihrer Mutter weggezogen habe. Sie war dann aufgewacht und in dem dunklen Zimmer ganz alleine aufgewacht. Tyler schmunzelte leicht. Wahrscheinlich brauchte sie wohl ein Nachtlicht. Sie unterbrach sich selbst kurz und schluckte, woraufhin Tyler sich nun endgültig auf den Boden setzte. Er streckte seine langen Beine vor sich aus und sah weiterhin zu den beiden hin. Malou erzählte dann weiter und meinte, dass sie dann Revan suchen gegangen ist. Als sie meinte, dass er so toll sei, musste Tyler leicht schmunzeln. Als Malou Revan aber nicht gefunden habe, sei sie zu Lilith gegangen. Diese war anscheinend recht gemein zu dem Kind gewesen, aber auch Malou hatte sich gewehrt. Doch es hatte sie anscheinend so sehr mitgenommen, dass sie sich deshalb in dieses Zimmer geflüchtet hatte. Tyler brummelte leise als Malou erneut schluchzte und lauthals weinte. Er selbst hatte seit Jahren nicht mehr geweint, gehörte es sich für einen Mann auch nicht. Tyler blinzelte mehrfach als Malou meinte, sie habe das Foto ihrer Mutter Rosalinde verloren und dass sie es unbedingt wieder finden musste. Während sich Malou an Amara klammerte überlegte er, wie dieses Foto wohl aussah, doch er hatte es noch nie gesehen. „Malou? Wie sieht denn das Foto aus? Dann suchen wir gemeinsam“, bot er dem Kind an, bevor er weiter darüber nachgedacht hatte. Vielleicht lag es auch einfach nur auf den Stufen die hier zum Turmzimmer rauf führten. Oder sie hatte es in ihrer kleinen Tasche einfach übersehen. Der Mann streckte aus einem Impuls heraus den Arm aus und strich dem Mädchen mit der Hand über die Haare. „Beruhige dich“, brummelte er leise. Er wusste aber auch nicht, was er sonst zu ihr sagen solle. Fast schon hilfesuchend wanderte sein Blick zu Amara, vielleicht konnte diese das Kind ja beruhigen. Jedenfalls hoffte er dies. Konnten Frauen doch viel besser mit Kindern umgehen als er selbst. Er hatte noch nie viel mit Kindern zu tun gehabt, weshalb er sich nun in dieser Situation nicht auskannte und nicht wusste, was er tun konnte. Irgendwie war er auch froh, dass sich Malou auf Amara gestürzt hatte und nicht auf ihn.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Gesponserte Inhalte




BeitragThema: Re: Das Turmzimmer   

Nach oben Nach unten
 
Das Turmzimmer
Nach oben 
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Divious :: Rollenspiel :: Die Burg :: Das Burginnere-
Gehe zu: