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 Der alte Steinbrunnen

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Divious
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BeitragThema: Der alte Steinbrunnen   Fr Okt 19, 2018 10:14 pm

Ein alter Brunnen, fast Bodenlos erscheinend, aus Steinen gebaut, welche mit Lehm miteinander verbunden wurden. Es ist ein wirklich alter Brunnen dessen Mauer an vielen Stellen bereits bröckelt.
Wasser befindet sich in ihm keines mehr, nur das Regenwasser, das vom Himmel seinen Weg zum Boden findet.
Doch nicht nur Wasser ist in den Tiefen zu finden... auch andere, dunkle Geheimnisse warten am Grund, entdeckt zu werden.

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Catarina

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BeitragThema: Re: Der alte Steinbrunnen   So Nov 11, 2018 9:50 pm

Freiheit. Ein Wort, das so vieles in sich barg, das man schlecht sagen konnte, was daran einem am meisten gefiel. Und doch lag auch in diesem Wort immer ein dunkler Schimmer wie in jedem anderen auch. Es gab nichts auf der Welt, das einfach nur gut war, so ganz ohne negative Seite. Alles hatte einen Haken. Und auch die Liebe. Wenn sie nicht den größten hatte. Für Catarina war eine Welt zusammengebrochen. Eine Welt, die gerade erst angefangen hatte, wieder in die Fugen zu geraten. Eine Welt, die sie einst gekannt hatte, aber aus der sie lange Zeit herausgerissen worden war, eine Welt, die sie nicht mehr verstand. Und wie hätte jemand wie sie selbst, ungebildet und völlig überfordert mit dem eigenen Leben, unfähig einer Tätigkeit nachzugehen und sich selbst zu versorgen – wie hätte sie die Verantwortung für ein Kind auf sich nehmen können? Warum nur hatte Revan das nicht verstanden? Dass es nichts an ihren Gefühlen änderte, die sie für ihn gehegt hatte. Noch immer hegte, wenn sie ehrlich war.
Doch er hatte sie verlassen. Sie erinnerte sich daran, als wäre es gestern gewesen. Er hatte sie nach ihrem Streit aufgesucht, schon in seiner Haltung hatte sie die Gefahr gesehen. Angst hatte sie vor Revan nie gehabt, oder zumindest nicht so sehr wie vor anderen. Nein, sie hatte ihm vertraut, sie hatte ihm Dinge verraten, die sonst niemand von ihr wusste. Doch er war gekommen, um es zu beenden. Wegen Chrissi. Ein Name, der sich in ihren Gedanken festgesetzt hatte. Sie hatte ihn gekannt, er hatte von ihr erzählt.
Die junge Frau seufzte und schaute hinab in die Tiefe. Sie saß auf dem Rand des Brunnens, unbeweglich, ließ die Beine herabbaumeln. Was wäre, wenn sie sich jetzt nach vorne fallen ließ? Wäre der Brunnen tief genug, um sie zu töten?
Ein Lächeln erschien auf ihren Lippen. Es war ein abwegiger Gedanke. Sie war durch die Hölle gegangen, hatte alles verloren. Ein Mann war gestorben, damit sie ein Leben führen konnte. Sie war jawohl stark genug, um sich nicht von einem Mann jegliche Freude an der Freiheit nehmen zu lassen. Deswegen war sie gegangen. Sie hatte sich entschieden, hier neu anzufangen. Ohne Revan, in der Hoffnung, eines Tages darüber hinwegzukommen, dass er sie verlassen hatte. Und vielleicht hätte sie es auch geschafft. Irgendwann jedenfalls.
Ihre Fingerkuppen strichen über den rauen Stein, spürten die Kälte und sorgten für einen leichten Hauch von Gänsehaut. Immer wieder brauchte sie das, klare Reize, um sich daran zu erinnern, dass sie nicht träumte. Dass sie nicht mehr in dem Keller war, dass keine Fußkette mehr an ihrem Fuß hing und dass sie gehen konnte, wohin sie wollte. Aber sie wusste nicht, wohin. Immerhin hatte sie niemanden mehr. Ihre ganze Familie – zumindest der Teil, den sie geliebt hatte – war ermordet worden. Und hier war ein Platz, der sich angeboten hatte. Sie war in der Nähe gestrandet und hatte gerade überlegt, ob sie ihre kriminelle Ader wiederauflebenlassen sollte, um an etwas Essbares zu kommen, als sie von einem Mann angesprochen worden war. Scheinbar war ihr die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben gewesen, denn er bot ihr ein Zuhause in diesem Schloss. Er und sein Freund hätten gerade entschieden, es für bedürftige Jugendliche zu öffnen, sagte er ihr und das mit einem Lächeln, das ihr nicht unbedingt ehrlich erschien. Aber es war egal gewesen, denn sie hatte Hunger gehabt. Also war sie zu ihm ins Auto gestiegen. Revan wäre ausgerastet, wenn er das gewusst hätte! Und es ihn noch interessieren würde...
Drei Monate. Eine lange Zeit, aber dennoch nicht lang genug. Nach ihrer Ankunft hier hatte Daniel sich sogar ein wenig um sie gekümmert. Doch sie war nie auf seine Annäherungen eingegangen, dafür war es zu früh und alles falsch. Aber inzwischen fühlte sie sich hier einigermaßen wohl, sie mochte die Nähe zur Natur, dass die Elektrik immer wieder versagte, dass es hier kaum Menschen gab. Hier würde sie Cosa Nostra sie nicht finden, hier wäre sie sicher. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Revan hier auftauchte, war schwindend gering. Dennoch war er jetzt seit ein paar Tagen hier. Sie hatte ihn gesehen, wie er gekommen war. Und kurz darauf auch diese Chrissi. Und da war der Schmerz wieder aufgeflammt, der sich zu beruhigen begonnen hatte.
Catarina schämte sich. Sie hatte sich vor ihm versteckt wie ein verängstigtes Kind. Bisher schien es funktioniert zu haben, aber sie musste sich der Wahrheit stellen. Sie durfte nicht so schwach sein...aber genau das war sie. Sobald sie ihn sah war jede Stärke aus ihr gewichen. Und sie verabscheute es zutiefst. Niemals hätte sie zugeben wollen, wie sehr diese Trennung ihr ohnehin geringes Selbstwertgefühl verringerte. Jetzt war sie ihm gegenüber nicht einmal mehr in der Lage, etwas zu sagen. Sich überhaupt vor ihn zu stellen. Eine Schande! Wo war sie selbst hin? Hatte sie sich verloren?
Diese negativen Gedanken brachten sie nicht weiter. Immerhin hatte es nicht nur Schlechtes, hier zu sein. Immerhin war auch Luca hier. Was sie ohne sie gemacht hätte, wusste sie nicht. Wollte sie auch nicht wissen. Das Mädchen war ihr eine Freundin geworden, eine Stütze, die sie nicht mehr missen wollte. Und sie durfte sie keinesfalls schon wieder bei so tristen Gedanken erwischen. Catarina straffte die Schultern und spürte ein unangenehmes Ziehen. Die Wunde war inzwischen beinahe gänzlich verheilt, aber es dauerte eben seine Zeit. Besonders, wenn man nicht abwartete, was der Arzt dazu sagte. Es war ein Wunder, dass sie noch lebte...und dass man nicht einfach ihre Maschinen abgestellt hatte. Die junge Frau schwang ihre Beine aus dem Brunnen und erhob sich. Ihre nackten Füße spürten den feuchten und kühlen Rasen. Kurz schloss sie die Augen, träumte sich davon zu einem Abend, den sie eigentlich vergessen sollte. Doch sie konnte nicht...jener Abend im Wald, als sie mit Revan sprach...zum ersten Mal. Der kalte Rasen unter ihren Füßen...und wenn sie jetzt die Hand ausstreckte, könnte sie den Baum berühren, an den sie sich gelehnt hatte, davon war sie in diesem Moment überzeugt.
Schnell schlug sie die Augen wieder auf, um die Gedanken zu vertreiben. Das Leben würde weitergehen. Ohne ihn. Sie zwang sich, zu lächeln, und fühlte sich dennoch ein bisschen besser.
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J.M.Cale
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BeitragThema: Re: Der alte Steinbrunnen   Mi Nov 14, 2018 7:06 pm

Luca McAllister
Infos: 16 Jahre | single
ERWÄHNT:Revan (Cale) 
ANGESPROCHEN: Catarina (Catarina)

Luca gähnte, während sie die Stufen zur Eingangshalle herunter tappte und ihre Augen dabei kaum offen halten konnte.
Ihr Bett stand ungünstig am Fenster und so wurde sie von der Sonne geweckt, dessen warme Strahlen direkt auf ihr Gesicht fielen. Gerne hätte sie sich noch einmal umgedreht und die Decke über ihren Kopf gezogen, jedoch hatte sie sich mit der Zeit fern ihres Elternhauses daran gewöhnt, nicht mehr bis Mittags faul in den Federn zu verbringen.
Diese frühen Morgenstunden jedoch waren trotzdem nichts für sie, zudem sie die letzte Nacht lange wach geblieben war und mit Catarina zu quatschen, welche inzwischen eine wirklich gute Freundin geworden war.
Hätte man ihr dies noch vor wenigen Wochen gesagt, so hätte sie wohl geschnaubt und die Augen verdreht.
Catarina...
Sie sorgte sich um die junge Frau, wenn sie ehrlich war. Vor ungefähr drei Monaten hatte sich Catarina's Freund von ihr getrennt und obwohl Luca dies eigentlich als positiv befand, sah ihre Freundin dies ganz anders. Sie hatte diesen Mistkerl scheinbar tatsächlich geliebt... unverständlich.
Luca selbst hatte stets Angst vor Revan gehabt. Seine unterschwellige Aggression und die Neigung zu Wutanfällen hatten in ihr den Wunsch geweckt, sich vor ihm zu verstecken. Somit konnte sie einfach nicht verstehen, was eine Frau an ihm finden konnte... Vor allem jemand wie Catarina, welche doch genau das Gegenteil von ihm war.
Natürlich... da gab es diesen Spruch, das Gegensätze sich anzogen... aber diese beiden waren so verschieden, dass diese Theorie ja schon keine Gültigkeit mehr besitzen dürfe.
Leise seufzte sie und blickte von den Stufen auf, als ein Mädchen, ungefähr in ihrem Alter, jedoch optisch komplett anders gestylt, die Türen zum Hof öffnete und hinaus schlüpfte. Doch hatte es für Luca gereicht, einen Blick nach draußen zu werfen und den Mann zu erkennen, welcher dort auf den Stufen saß. Revan...
Und diesen wollte sie ganz gewiss nicht treffen!
Was ihr wiederum ihre Freundin ins Gedächtnis rief. Was hatte diese getan, dass das Schicksal es so schlecht mit ihr meinte? Das sie ausgerechnet diesem Kerl auch an diesem Ort zu begegnen musste.
Zusammen mit dessen Freundin...
Nein... auf ein Treffen mit ihm konnte sie gut verzichten!
So hatte sie sich mit einem weiteren, mitleidsvollen Seufzen Richtung Küche gewandt, um von dort aus zum Hinterhof zu gelangen.
Gerne wäre sie zu Catarina gegangen, jedoch wollte sie diese nicht wecken... jedenfalls noch nicht.
Luca öffnete die Tür zum Hinterhof und ging langsam über das nasse Gras. Obwohl die Sonne bereits schien und die Temperatur für Oktober überraschend mild war, fror sie doch und schlang sich ihren Schal enger um die Schultern. Spazierte ziellos über das Gelände, bis sie in der Entfernung eine Gestalt erblickte, welche an dem alten Steinbrunnen saß.
Sie kniff die Augen zusammen um besser sehen zu können und erkannte Catarina. Überrascht zog Luca die Brauen hoch. Na, mit ihr hätte sie ja nun überhaupt nicht gerechnet!
Scheinbar wusste sie noch nicht, dass ihr Ex ebenfalls schon aus dem Bett gekrochen war, denn sonst hätte sie sich vermutlich überall aufgehalten – nur nicht dort, wo er sie so leicht hätte entdecken können.
Zu Luca's Verwunderung verschwand Catarina nämlich immer dann, wenn Revan auftauchte... Dabei war ihre Freundin sonst so... stark? Stolz? Ein passendes Wort fand sie nicht dafür, jedoch hätte sie niemals erwartet, dass sie vor irgendeiner Herausforderung davon laufen würde.
Allerdings war sie selbst noch nie wirklich verliebt gewesen und konnte nicht nachvollziehen wie es war, verlassen zu werden – oder anders gesagt: Den Menschen zu verlieren, den man liebte.
Luca trat näher zu Catarina, sah das Lächeln auf dem Gesicht der jungen Frau. Sie war sich nicht ganz sicher, aber so ganz aufrichtig wirkte es nicht. Viel zu groß schien der Kummer, welcher in den Augen der anderen lauerte.
“Ri... was machst du denn so früh hier draußen?“, meinte sie mit einem Lächeln und umarmte ihre Freundin kurz, gab ihr einen Kuss auf die Wange, bevor sie sich wieder ein paar Schritte vom Brunnen entfernten. Dieser schien ihr unheimlich...
Wie Catarina sich so nah an diesem aufhalten, gar sich auf den Rand setzen konnte, war ihr vollkommen unerklärlich. Sie selbst hätte viel zu große Angst, dass die Steine irgendwie zu Bröckeln begannen und sie ins dunkel stürzen würde... Vermutlich albern, aber in ihrem Kopf nicht zu verdrängen.
Kurz überlegte sie, ob sie sagen sollte, dass Revan sich vor der Eingangshalle aufhielt... doch sie entschied sich dagegen. Sie musste ja nicht unbedingt an diesen Idioten erinnern! Vermutlich tat Ri dies selbst oft genug....
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Catarina

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BeitragThema: Re: Der alte Steinbrunnen   Sa Nov 17, 2018 1:53 pm

Catarina war so in ihren Gedanken gewesen, dass sie erst spät die Schritte hörte. Kurz überkam sie Panik, dass es Revan sein könnte – oder beinahe noch schlimmer – diese Chrissi. Aber bereits im nächsten Moment hörte sie Lucas angenehme Stimme. Man könnte schon neidisch werden, wenn man Luca betrachtete. Sie war wunderschön und musste nicht einmal etwas dafür tun. All die Schminke brauchte sie nicht, aber die junge Frau verstand es als eine Maske, die man der Welt zeigte. Eine Schutzschicht. Etwas, was sie Luca keineswegs nehmen wollte, wenn dem so war. Es war ohnehin seltsam mit Luca und ihr. Ihre Freundin betrachtete arme Menschen mit einem Blick, den man niemandem wünschte. Aber dennoch sah sie sie so nicht an, obwohl sie selbst arm war wie eine Kirchenmaus.
Catarina wollte Luca ein Vorbild sein, auch wenn sie nur wenig älter war als diese. Und bei Weitem kein gutes Leben vorweisen konnte, auf das man stolz zurückblicken konnte. Oder irgendwelche Errungenschaften, die etwas positives waren. Wegen ihr war ein Mann gestorben, nur um sie zu retten. War das nicht toll? Nein, absolut nicht. Noch immer verfolgte sie sein Gesicht des Nachts. All die Gesichter...ein eiskalter Schauer lief über ihren Körper. Aber als sie aufsah, sah sie Luca auf sich zukommen, spürte ihre Zuneigung, als diese ihr einen Kuss auf die Wange drückte und sie kurz in den Arm nahm. Der Brunnen schien ihr kein besonders sicherer Ort zu sein, aber wer könnte ihr das verdenken? Ein uralter Brunnen, in dem man weit in die Tiefe fallen konnte. Die Steine seit über hunderten von Jahren an diesem Fleck. Ja, es war riskant, sich auf die Brunnenwand zu setzen. Wenn man darüber nachdachte. Aber...das hatte sie nicht getan. Über so etwas machte sie sich keine Gedanken. Menschen waren gefährlich, besonders Männer. Männer wie ihr Großvater. Kurz verkrampfte sie sich innerlich. Als sie entkommen war, hatte sie niemals wieder an ihn denken wollen. Aber so leicht war das nicht. Er hatte ihr Leben ruiniert, hatte ihre Familie ermordet und ihr so einiges angetan. Nein, sie konnte es nicht einfach so. So gern sie es auch wollte.
Lucas Frage kam ihr wieder in den Sinn. Was sie so früh hier draußen machte. Eine gute Frage. Kurz überlegte sie, ob sie ihr die Wahrheit sagen sollte oder nicht. Eher nicht. Die Wahrheit war zu schmerzlich, als dass sie sie Luca hätte aufbürden wollen. Auch Revan wusste nicht alles...aber genug. Und er hatte es vielleicht ertragen können. Aber Luca...sie war noch so unschuldig und unbedarft in dieser Hinsicht. Es durfte nicht sein.
Ich konnte nicht mehr schlafen. Die Sonne schien und du weißt, ich mag die Dunkelheit nicht besonders“, meinte sie schließlich seufzend. Es war die Wahrheit – ein Teil der Wahrheit. Nicht die ganze, aber genug. Vielleicht schon mehr als gut war. Ihre Angst vor der Dunkelheit war bescheuert. Und sie wollte nicht, dass Luca das übernahm. „Aber ich mag das Gefühl von Gras unter meinen Füßen. Also bin ich rausgegangen. Aber was hat dich denn aus den Federn getrieben?“, setzte sie nun unbefangener das Gespräch fort. Als wäre überhaupt nichts, als würde sie nicht vor ihrem Ex-Freund davonlaufen, als würde ihre Vergangenheit sie nicht einholen und ihr die Nächte rauben. Am besten sagte sie ihrer Freundin auch nicht, dass sie seit 4 Uhr früh hier saß. Sie war mit einer Kerze herausgegangen, weil das Gemäuer ihr unheimlich erschien. Es hatte Türen und nicht wirklich Fenster, zumindest nicht überall, und dann war der Keller wieder nahe. Und die Kette am Bein, die Nacktheit...ihr Großvater...
Also war sie aufgestanden und raus gerannt wie ein kleines Kind wenn es schneit. Um zu sehen, ob sie noch fliehen konnte. Sie konnte es. Ri war herumgewandert und hatte sich schließlich hier niedergelassen. Auf kaltem Stein, rau unter den Fingern. Real.
Die junge Frau erhob sich vom steinernen Brunnenrand und trat zu Luca, machte keinen Kommentar zu ihrer Angst. Bei jemand anderem hätte sie sich den Kommentar nicht verkniffen, aber sie musste sich eingestehen, das Luca ihr wichtig geworden war. „Also, was machen wir heute?“, fragte sie daher ihre Freundin, strich sich die Locken aus dem Gesicht und blickte die Freundin mit ehrlichem Lächeln an. Stärker als sie selbst es von sich gedacht hätte...
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J.M.Cale
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BeitragThema: Re: Der alte Steinbrunnen   Sa Nov 17, 2018 8:07 pm

Luca McAllister
Infos: 16 Jahre | single
ERWÄHNT:Revan (Cale) | Chrissi (Lavina) 
ANGESPROCHEN: Catarina (Catarina)

Sie war nicht unbedingt der Typ Mädchen, der sich groß um andere kümmerte.
Tatsächlich war sie eigentlich eine ziemliche Egoistin und ihr eigenes Wohl war ihr wichtiger, als das anderer Personen.
Umso überraschender war es, dass sie in Catarina eine Freundin gefunden hatte, welche die Wurzeln ihrer sonstigen, selbstsüchtigen Art neu gepflanzt hatte und somit einen Platz in Lucas Herzen ergattert hatte. Hätte man ihr gesagt, dass sie einmal einen Menschen treffen würde, den sie genauso gerne hatte wie sich selbst... so hätte sie vermutlich laut gelacht und diese Person einen Narren genannt.
Zudem Catarina auch nicht dem Gesellschaftlichen Niveau entsprang, welches dem jungen Mädchen doch sonst so wichtig erschien. Aber... irgendwie war es bei ihr einfach nicht wichtig. Sie gab ihr mehr, als Geld es jemals vermocht hatte.
Und... sie war nicht die einzige, die sich in Luca's Herz geschlichen hatte, seitdem sie von Zuhause ausriss... Es gab da noch eine andere Person, welche es geschafft hatte und dessen Verlust eine große Lücken in ihrem Leben hinterlassen hatte...
Duke... er war wohl der erste und einzige gewesen, den sie wirklich geliebt hatte. In einer Schicht geboren und aufgewachsen, so fern der ihrer, dass ein Aufeinandertreffen unter normalen Umständen unmöglich gewesen wäre. Und doch hatte das Schicksal es vermocht, sie zueinander zu führen.
Und nach anfänglicher gegenseitiger Abneigung waren zarte Gefühle erwacht, welche mit den Wochen tiefer gingen. Bis es zu diesem Kuss kam.. auf dem Dachboden.
Sie konnte sich daran erinnern, als wäre es gestern gewesen. Nur in Unterwäsche hatte sie da gestanden, hatte sich ihm genäherte, als sie seine Anwesenheit bemerkte. Ihren Mut zusammen nehmend hatte sie den ersten Schritt gemacht und ihre Lippen auf die seinen gedrückt. So Unsicher, ob es richtig gewesen war.
Doch Duke hatte den Kuss erwidert... Das Gefühl, als seine Hände sie an sich gezogen hatten... und das Gefühl, als er sie mit einem Mal von sich stieß... davon ging... und am nächsten Tag war er verschwunden.
Es hatte weh getan... auch, wenn sie es vor absolut niemanden zugeben hatte... es waren schlimme Wochen für sie.
Manchmal glaubte sie zu wissen, dass Catarina ahnte, wie es ihr ging. Doch sprach sie Luca nicht darauf an, wofür diese ihr ziemlich dankbar war.
Inzwischen... ja... inzwischen hatte sie den Schmerz und den Verrat größtenteils überwunden und konnte ihr Leben weiterleben, wie zuvor... Mit dem Unterschied, dass sie jeden Mann mit einer gehörigen Portion Misstrauen und Verachtung begegnete.
So hatte sie natürlich auch gegen Revan ziemlich viel auszusetzen. Zudem dieser Hornochse ihrer Freundin auch noch das Herz gebrochen hatte, nur, um mit einer so oberflächlichen Zicke wie dieser Christine anzubändeln! Das diese und sie selbst sich gar nicht so unähnlich waren und sich unter anderen Umständen vermutlich sehr gut verstanden hätten, übersah sie dabei gekonnt.
So zog sie, wann immer sie konnte, lautstark über diese beiden ihr unliebsamen Personen her, vermied es jedoch vor Ri... denn diese war für das Gelästere leider nicht ganz so empfänglich, wie Luca es sich insgeheim erhoffte.
Sie ahnte nichts von den Gedanken ihrer Freundin, als sie sich näherte. Sie war hübsch, ja, das wusste sie durchaus. Aber... in ihren Augen eben nur, wenn sie sich schminkte. Sah sie doch somit auch älter aus – und nicht wie ihre zarten Sechzehn Jahre...
Doch sie sah nur das erschrockene Gesicht Catarinas, welches sich jedoch beruhigte, sobald sie Luca erkannte. “Kein Grund, in den Brunnen zu fallen. Ich bin es nur.“, meinte sie mit einem Lächeln.
Auf ihre Frage, warum Ri schon so früh unterwegs war, bekam sie eine Antwort, welche sie nicht einmal Ansatzweise als Teil-Wahrheit erkannte. Immerhin wusste sie kaum etwas über das Leben ihrer Freundin... Sprach diese doch höchst ungern über ihre Vergangenheit.
“Du hättest doch zu mir kommen können!“, meinte Luca daraufhin etwas schmollend. “Ich dachte, wir wären Freundinnen...“ Okay... Sie erkannte selbst, wie kindisch sie gerade klang... doch war es zu spät, die Worte ungeschehen zu machen, weshalb sie schnell auf die Frage antwortete, warum sie schon so früh unterwegs war.
“Die Sonne... sie hat mir direkt ins Gesicht geschienen und ja... das hat mich geweckt. An Schlaf war nicht mehr zu denken und so hab ich mich direkt erhoben.“, meinte sie mit einem tiefen, theatralischen Seufzen voller Selbstmitleid.
Doch verschwand dieses recht schnell wieder, als Ri sie fragte, was sie denn heute würden machen wollen. Sofort strahlend Luca's Augen auf. “Lass uns durch die Läden im Dorf schlendern! Und danach ein Eis essen oder so.“, meinte sie fröhlich. Das sie mit ihrem wenigen Geld, was sie noch übrig hatte, sparsam umgehen sollte, ließ sie dabei außer acht.
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BeitragThema: Re: Der alte Steinbrunnen   So Nov 18, 2018 11:45 pm

Catarina betrachtete Luca, verdrängte die eigenen düsteren Gedanken. Wenn sie in die Augen der Freundin blickte, wusste sie, dass sie mal wieder an diesen Kerl dachte. Duke. Sie erinnerte sich an ihn, er war eigentlich ganz nett gewesen. Ein wenig verschlossen, aber das war nichts, was sie verurteilte. Aber zwischen ihm und Luca hatte die Luft geknistert, auch wenn er viel zu alt für sie gewesen war. Aber...wie könnte sie es ihr verübeln? Wenn es Liebe war? Revan war ein Skinhead, der nach wie vor seine Parolen von sich gegeben hatte. Jedenfalls hin und wieder. Sie hatte ihn gesehen, mit seinen Freunden. Und wenn sie ehrlich war, dann hatte sie vor denen schon Angst gehabt. Die waren nicht wie Revan, hatten das Herz nicht am rechten Fleck. Und sie hatte Glück gehabt, dass sie nicht italienisch aussah. Sondern wie es sich Menschen wie sie wünschten. Blond, blaue Augen...arisch eben. Und der Name Catarina...man konnte ihn durchaus auch anders schreiben, als Katharina. Ein guter deutscher Vorname. Vielleicht nur deshalb hatte Revan sie nur mit ihrem Vornamen vorgestellt. Wirklich wissen tat sie es nicht, immerhin war sie noch nicht lange wieder in der freien Welt unterwegs. Sie hatte seine Hand gehalten wie ein kleines Kind seinen Teddybären. Hatte den Halt gebraucht, das Gefühl, nicht allein zu sein. Doch er hatte sie präsentiert wie eine Trophäe, war mit ihrem Auftritt wohl mehr als zufrieden. Sie war nur kurz dabei gewesen, ein paar anzügliche Bemerkungen später, die Revan abgewehrt hatte, war er mit seinen Kumpanen davongezogen und sie war zurückgekehrt. Aber sie würde sich dennoch immer daran erinnern, an die Angst, die diese Männer mit ihrem Fremdenhass auslösten. Und an das Gefühl der Sicherheit, dass sie bei Revan empfunden hatte.
Schnell verdrängte sie den Gedanken wieder. Es machte keinen Sinn, sich jetzt darüber den Kopf zu zerbrechen. Er hatte sie verlassen und damit war das Thema abgehakt. Doch sie verstand das Gefühl, das Luca bei dem Verlust Dukes empfand. Zumindest empfand sie selbst etwas ähnliches, jedenfalls glaubte sie das. Wenn es auch bei jedem anders war.
Ri hatte Luca nicht darauf angesprochen, wenn diese darüber reden wollte, würde sie es tun. Außerdem...wusste sie auch nicht unbedingt, wie sie damit umgehen sollte. Sie war nicht gut darin, andere zu trösten, mit deren Gefühlen umzugehen. Sie war eigentlich kein Mädchen, was sich so verhielt, dass anderen Küsschen gab oder so. Das war eine Schwäche, die sie selbst nicht mochte, zumindest nicht bei sich selbst. Deswegen verbot sie es sich. Das bei anderen zu ertragen war dann...eher schwierig. Und doch...bei Luca war es anders. Warum auch immer, es war eine Beziehung, die sie nicht verstand und die sie niemandem erklären könnte. Luca verkörperte alles, was Ri verachtete – so wie Ri all das verkörperte, was Luca verachtete. Zwar hatte sie schon oft den Satz gehört, dass sich Gegenteile anzogen, aber damit hätte sie dennoch niemals gerechnet. So, wie Luca ebenfalls nicht.
Ihren Kommentar, dass es keinen Grund gab, in den Brunnen zu fallen, hatte Ri mit einem Lächeln quittiert.Sie hatte lieber nichts gesagt, denn ihre Erwiderungen waren eher...patziger Natur gewesen. Und das hatte Luca einfach nicht verdient gehabt.
Mit ihren eigenen Worten, der Antwort auf Lucas Frage, schien diese überhaupt nicht zufrieden zu sein. „Das nächste Mal, wenn ich mitten in der Nacht aufwache, komm ich zu dir und schmeiß dich aus deinen Federn!“, meinte sie lachend und tat damit den eher etwas kindischen Kommentar ihrer Freundin ab. Sie nahm ihr das nicht übel, sie hatte ja keine Ahnung. Aber sie würde sie dennoch nicht in Kenntnis setzen. Es war besser, wenn niemand wusste, wer sie war...wer sie wirklich war, in ihrem Innern. Welche Vergangenheit sie hatte...sie wollte kein Mitleid, keinen Beistand. Sie wollte einfach als normal gesehen werden. Und dabei war es das Leichteste, wenn niemand es wusste.
Vielleicht solltest du dir Vorhänge anschaffen“, meinte sie nur, als Luca erklärte, dass die Sonne sie geweckt hatte. Ein Schulterzucken, dann war für sie das Thema vorbei.
Ri war zu Luca getreten und hatte gefragt, was sie unternehmen wollten. Das ließ ihre Freundin sofort lächeln und fröhlich sein. Ihre Worte kamen ihr naiv vor, aber Luca kannte es nicht anders. Sie war ein reiches Mädchen, sie hatte keine Ahnung, wie hart der Umgang mit Geld war, wenn man keines hatte. Aber dennoch konnte sie sich den Kommentar nicht verkneifen. „Am besten kaufen wir auch noch Designerklamotten“, meinte sie spitz, konnte die Worte nicht ungeschehen machen. Sie hatte zu Beginn ihres Aufenthaltes hier Geld bekommen. 20€. Die waren noch unangetastet. Keinen Cent hatte sie ausgegeben von dem Geld, das Matthew Cale ihr gegeben hatte. Er war ihr Mentor, der, den sie fragen sollte, wenn sie die Burg verließ, wenn sie eine Genehmigung brauchte. Aber er hatte deutlich gemacht, dass sie ihn einfach in Ruhe lassen sollte. Ein besonders großes Problem hatte sie damit nicht.
Ich lade dich ein“, sagte sie dann schnell, um ihre vorherigen Worte abzuschwächen. Manchmal wäre sie gern weniger...schnippisch oder vorlaut. Aber dann müsste sie sich mit ihren Gefühlen beschäftigen und darauf hatte sie herzlich wenig Lust. Und entschuldigen...lag ihr nicht. Auch da...
Sie hockte sich neben dem Brunnen auf den Boden und zog sich Socken und Schuhe an, die sie früher am Morgen mitgenommen hatte. Angezogen hatte sie sie nicht, weil sie sich so beeilt hatte, raus aus den engen und dunklen Räumen zu kommen.
Ihr kam in den Sinn, dass sie sich endlich einen Job suchen sollte. Dann könnte sie Luca öfter mal einladen oder sich selbst auch mal eine Kleinigkeit gönnen. Und sie musste sich überlegen, wie sie ihr Geld dann am besten handhaben sollte. Vielleicht sollte sie ihren Mentor danach fragen. Der ja ach so viel Lust hatte, mit jemandem wie ihr seine Zeit zu verbringen!
Also los, gehen wir“, sagte sie mit einem Lächeln und zog sich die Kapuze über den Kopf. Sie hatte keine Lust, jetzt Revan zu begegnen, aber wenn sie Glück hatte, würde er sie nicht bemerken. Wahrscheinlich, denn bisher hatte es auch gut funktioniert. Sie hakte sich bei Luca unter und zog sie mit sich in Richtung des Burgeingangs und dann in Richtung Dorf.
Gt: Dorf (bin für Vorschläge offen oder du setzt da den ersten)
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J.M.Cale
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BeitragThema: Re: Der alte Steinbrunnen   Mi Nov 21, 2018 2:35 pm

Luca McAllister
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ANGESPROCHEN: Catarina (Catarina)

Hätte Luca gewusst, wie leicht Catarina sie zu durchschauen vermochte, so hätte sie wohl versucht, ihre Gedanken ein wenig besser zu tarnen – oder jedenfalls nur dann an Duke gedacht, wenn sie alleine war und ihren Gefühlen freien Lauf lassen konnte.
Zwar hatte sie inzwischen eingesehen, dass es weder ein Widersehen noch eine zweite Chance gab... doch obwohl sie sich langsam von der herben Enttäuschung erholte, hatte sie die ganze Sache noch immer nicht ganz verdaut. Weshalb sie und Catarina sich wohl eigentlich besser verstehen konnte, als sie beide dachten. Immerhin waren sie beide von der Liebe bitter enttäuscht worden...
Nur war es bei ihrer Freundin doch noch um einen Zacken schärfer, da sie selbst wenigstens nicht immer den Mann sehen musste, welcher ihr Herz gebrochen hatte.
Nur... ahnte Luca nicht, wie sehr Ri noch immer an diesem Idioten - wie sie ihn verachtungsvoll nannte – hing. Jedenfalls so ein wenig... Und noch weniger ahnte sie, was die junge Frau an der Seite Revan's hatte durchmachen müssen. Natürlich wusste sie von seiner Einstellung gegenüber des Großteils der Menschlichen Bevölkerung. Sie wusste von seiner Aggressionsbereitschaft und dem rasch überschäumenden Temperament. Allerdings hatte sie das Gefühl gehabt, dass seine Wutausbrüche unter Catarina ein wenig gemildert wurden und er nur jedes zweite Mal Gewalt anwandte, wenn er provoziert wurde.
Inzwischen jedoch... machte sie direkt Kertmarsch, wenn sie ihn erblickte. Einerseits aus Angst... andererseits... nein... es war der einzige Grund, wenn sie es recht betrachtete. Sie hatte eine Heidenangst vor dem Kerl. Welche sich noch gesteigert hatte, als sie Chrissi vor ein paar Wochen mit einem blauen Auge gesehen hatte.... welches ganz gewiss nicht von der Zimmertür herrührte.
Wie die wirklich hübsche Christine sich in jemanden wie Revan verlieben konnte, war Luca im allgemeinen sowieso Schleierhaft. Sie konnte wahrhaft jeden haben und klammerte sich an so einen Volltrottel. Allerdings hatte sie es auch bei Catarina nicht verstanden – und tat dies noch immer nicht.
Aber... sie wollte auch eigentlich nicht weiter darüber nachdenken, weshalb sie froh war, das sie durch das Gespräch abgelenkt wurde.
Ein fröhliches Lachen entwich ihr, als auf ihre fast schon empörte Aussage folgte, das sie beim nächsten Mal einfach aus den Federn geworfen werden würde, wenn Catarina nicht schlafen konnte und wieder des Nachts durch die Burg geisterte. “Ich bitte drum!, gab Luca zur Antwort und warf ihre Haare in einer fließenden Bewegung zurück.
Als Ri dann meinte, sie solle sich doch Vorhänge für ihr Fenster anschaffen, überlegte Luca kurz, schüttelte aber dann mit einem gequälten Ausdruck den Kopf. “Bloss nicht... Hast du dir mal die Kleidung und Stoffe gesehen, welches es hier im Dorf gibt? Es gibt kaum etwas, was als Modern angenommen werden würde. Fast als wäre es alles aus Sackleinen gefertigt... Was vermisse ich die schönen, feinen Stoffe aus den Läden Zuhause...“, meinte sie mit einem sehnsuchtsvollen Seufzen.
Aber hier war alles... Braun... Braun in den verschiedensten Tönen. Manchmal Gelb oder Rot... oder weiß... aber alles so. Schwer? War nicht das richtige Wort. Grob? Schon eher... Mehr auf Belastbarkeit wie auf Optik geachtete. Furchtbar in Luca's Augen.
So war es eigentlich schwer nachzuvollziehen, warum Luca auf die Frage Ri's direkt mit Shoppen anfing... doch war es eben dies, was sie auch Zuhause aus Langeweile getan hatte – und es dazu auch noch gerne machte. Getroffen war sie, als die recht spitze Antwort kam, dass sie am besten auch noch Designerklamotten würden kaufen sollen. Man sah es in dem Moment, als sich ihre Brauen leicht nach unten schoben und ihre Lippen einen schmalen Strich bildeten, doch sagte sie nichts, denn kam ihre Freundin ihr mit der Aussage, dass sie sie einladen würde, zuvor.
Natürlich hatte Ri recht und das wusste auch Luca... so schluckte sie ihren Ärger und ihren Stolz herunter und setzte ein Anfangs sehr gezwungen wirkendes Lächeln auf, welches sich jedoch recht schnell in ein wirkliches verwandelte.
“Also gut! Dann gehen wir Frühstücken und schauen uns die Geschäfte von außen an! Ich war nur zweimal im Dorf und das war so im Eiltempo.“, meinte sie, während ihre Augen auf Catarina lagen, welche ihre Socken und Schuhe anzog.
Nachdem Catarina sich die Kapuze über den Kopf gezogen hatte, hackte sie sich bei ihr unter und die beiden Mädchen liefen in Richtung des Burgeingangs. Zuvor jedoch blieb Luca noch einmal stehen. “Scheiße! Vor dem Eingang stand vorhin noch dein... Ex... ich weiß nicht, ob er noch da ist. Also am besten ganz schnell vorbei huschen!“, meinte sie, bevor sie sich wieder auf den Weg machte.

Gt Dorf (xD Ich überlasse die Entscheidung dir)
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