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 Der Burghof / Eingang zur Burg

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Divious
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BeitragThema: Der Burghof / Eingang zur Burg   Sa Okt 20, 2018 10:41 am

das Eingangsposting lautete :

Der Burghof ist umgeben von den hohen Außenmauern der Burg, denen man ansieht, dass sie einst zur Verteidigung gebaut wurden. Gepflastert ist der Hof noch von damals, das alte Pflaster ist grob und rissig. Immer wieder gibt es Lücken, die mit festgetretenem Sand gefüllt sind.
Dieser Ort hat etwas mystisches, etwas verwunschenes. Und er ist der Eingang zur Burg.
Die Unterführung führt zu einem kleinen, mit Gras und Blumen bewachsenen Hügelchen zur Dekoration.

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Lavina

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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Do Nov 22, 2018 8:45 pm

Chrissi

Dass Chrissi ein sehr eifersüchtiger und besitzergreifender Mensch ist, sollte mittlerweile keine große Überraschung mehr sein. Besonders in Freundschaften und in Beziehungen hatte es regelmäßig extreme Ausmaßen angenommen. Nicht allen fiel es allerdings leicht, damit umzugehen, aber Nico hatte immer alles hingenommen. Er hatte keine Probleme damit gehabt, dass sie sich dauernd trafen und er sie überall mithinnehmen musste, da sie verhindern wollte, dass er alleine mit weibliche Personen ins Gespräch kam. Dabei realisierte sie nie, wie wenig Vertrauen sie ihrem Freund schenkte und wie viel er ihr zurückgab, obwohl sie es gar nicht verdient hatte. Das mit Revan…hätte nicht passieren dürfen. Sie bereute es nicht, aber eigentlich verstieß es gegen ihre Prinzipien und sie musste sich danach erst einmal sehr ausführlich bei Nico entschuldigen, ehe er ihr verzieh. Natürlich half es, dass sie einen großen Teil der Schuld Revan in die Schuhe schob. Allerdings hatte es Folgen, die ihr ganz und gar nicht gefielen. Von nun an wollte Nico nicht mehr, dass sie ihn begleitete, wenn er sich mit seinen Freunden traf. Jedes mal, wenn sie wusste, dass er gerade aus war, tigerte sie in ihrem Zimmer auf und ab und betete, dass nichts geschehen war. Manchmal fuhr sie dann in aller Herrgottsfrühe zu ihm, unter dem Vorwand, ihm Frühstück bringen zu wollen. In Wirklichkeit wollte sie nur sichergehen, dass er alleine war.
Es war klar, dass auch Revan bewusst war, welch tiefe Eifersucht in der jungen Frau verankert war und es war keine Kunst sich vorzustellen, welche Ausmaßen diese annehmen konnten. Und trotzdem fühlte Chrissi sich merkwürdig ertappt, als er sie darauf ansprach. Für ihn galt es auch nicht als Rechtfertigung ihrer Wut, sondern nur als Vorlage für ein höhnisches Lächeln. Statt Verständnis stieß sie nur auf seine Boshaftigkeit, ein Spiegelbild von einer ziemlich verdorbenen Seele.
Hätte man Chrissi direkt darauf angesprochen und gefragt, warum genau sie mit Revan zusammen war und was sie an ihm findet, so hätte sie Schwierigkeiten damit gehabt, eine wirklich logische Erklärung zu finden. Zwar sagt man, dass Gegensätze sich anziehen und in manchen Fällen kann dies auch stimmen. Immerhin war dies auch der Grund, warum Chrissi überhaupt erst Gefallen an Typen wie ihn fand. Sie waren anders als die, die sie kannte und es war tatsächlich anfangs weniger die Sympathie als die Faszination, die sie in ihrer neuen Freundesgruppe hielt.
Aber manchmal ist man einfach so grundverschieden, dass man nie auf einer Wellenlänge sein wird.
Wahrscheinlich hätte Chrissi auf die Frage einfach nur mit einem Schulterzucken geantwortet, dass sie ihn eben lieben würde, ohne sich genau klar zu machen, was das bedeutet. Und ohne zu hinterfragen, ob die Gefühle, die sie empfindet, wirklich Liebe sind.
Jetzt blickte sie in sein Gesicht, fand ihren eigenen Hohn darin wieder und das gefiel ihr ganz und gar nicht.
"Sollte ich es denn sein?", gab sie dann zurück, vielleicht ein wenig zu schnippisch. Gegenfragen waren selten eine gute Idee, aber sie konnte es sich mal wieder nicht verkneifen. Mittlerweile glaubte sie eigentlich nicht mehr, dass Revan dem Mädchen etwas angetan hatte, was sie aber nicht gerade beruhigte oder friedlich stimmte. Es gefiel ihr einfach nicht, wie er mit der Kleinen redete und wie viel Vertrauen sie ihm anscheinend schenkte. Ihre großen, strahlend blauen Augen schienen alles, was in dem kleinen Köpfchen vor sich ging, der Außenwelt zu offenbaren. Es erinnerte Chrissi ein wenig an ihre Schwester, Louisa, die ebenfalls solche Augen besaß. Wenn sie als Kinder gemeinsam gespielt hatten, hatten sie vor Freude gefunkelt, bei den Besuchen von feinen Festlichkeiten hatten sie bei all dem Prunk angefangen zu leuchten und später konnte man darin die Verachtung lesen, die sie für ihre jüngere Schwester und deren Lebensentscheidungen empfand.
Und selbst wenn das kleine Mädchen ansonsten nur wenig mit ihrer Schwester gemeinsam hatte, fühlte sie sich so, als wäre sie in der Zeit zurückgereist. Für einen kurzen Augenblick meinte Chrissi sogar einen Anflug von Hochmut in ihrem Blick aufblitzen zu sehen, ein böser Vorbote, der offenbarte, was später aus ihr werden würde. Unterbewusst mochte sie vielleicht wissen, dass das nur pure Einbildung war, aber für sie war es real. Man kann sich also vorstellen, dass ihr Blick, dem sie dem Mädchen schenkte, als Revan ihr die Worte zuflüsterte, nicht gerade freundlich war.
Der Streit, der nach dem Verschwinden der anderen beiden noch nicht beendet war, ging schnell den Bach runter. Alles, was sie tat oder sagte, schien seine Wut noch mehr anzustacheln, was wiederum sie immer mehr verstimmte. Warum konnte er nicht einmal nett sein? Hatte sie das nicht verdient?
Als sie mit den Fingern über seine Wange strich, schien er zusammenzuzucken. Ob aus Reflex oder ob er ihre Berührung wirklich scheute, konnte sie zunächst nicht sagen. Doch dann, als sie die Hand zurückziehen wollte, hielt er sie fest. Als sein harter Griff sich um ihr Handgelenk schloss, schnappte sie kurz nach Luft und ihre Augen weiteten sich für einen Herzschlag. Sie rechnete jede Sekunde damit, dass er ausholte. Stattdessen überraschte er sie damit, dass er ihr wirklich eine Erklärung bot, über das, was geschehen war.
Anfangs verzog sie kurz das Gesicht, als er sie als fett bezeichnete, dann jedoch wurde es schnell wieder ausdruckslos. Sie hasste es, im Unrecht zu sein. Und obwohl ihre Bedenken nach wie vor berechtigt gewesen waren, fühlte sie sich ein wenig bloßgestellt. Dieser ganze Streit war überflüssig gewesen und sie hatte sich ganz unsonst in diese Lage gebracht.
"Oh", machte sie und ihre Stimme hörte sich schon beinahe etwas enttäuscht an. Zwar war sie erleichtert, aber wenn wirklich etwas passiert gewesen wäre, müsste sie jetzt nicht mit dieser Schande leben. Als er sie fragte, was sie denn erwartet hatte, schwieg sie. Er war wütend genug, da wollte sie ihn nicht auch noch mit ihren Anschuldigungen beleidigen. Also tat sie etwas sehr Dummes und forderte ihn geradewegs heraus, was ihn natürlich noch mehr provozierte. Seine flache Hand traf ihre Wange und Chrissi sog scharf die Luft ein. Es brannte ein wenig und ihre Augen wurden leicht wässrig, aber sie blinzelte nur und widerstand dem Drang, die nun leicht gerötete Stelle zu berühren. Revan schien noch immer unter Anspannung zu stehen und erst dachte sie, dass er sie noch mal schlagen würde, mit vermutlich noch weitaus mehr Kraft. Doch stattdessen zog er sie mit einer schnellen Bewegung an sich, die Hand beunruhigend fest um ihren Nacken. Ihre Beine zitterten ein wenig, als er ihr die Drohung zuzischte, dass sie ihm nicht wieder widersprechen sollte, wenn sie nicht verprügelt werden wolle. Jedoch gab er ihr keine Chance zu antworten, sondern küsste sie. An dem Kuss war nichts Zärtliches und ihr war wohl bewusst, dass er nicht dazu diente, seine Zuneigung auszudrücken, sondern viel mehr, um seinen Standpunkt zu verdeutlichen und sie in ihre Schranken zu weisen. Sie sollte nicht reden, nicht das Wort gegen ihn erheben, denn er war derjenige, der in dieser Beziehung das Sagen hatte. Er konnte über sie bestimmen.
Chrissi hätte nichts lieber getan, als ihn nun von sich zu stoßen, aber stattdessen erwiderte sie den Kuss, zunächst zögernd, dann immer drängender. Wenn sie sich ihm jetzt verweigern würde, würde sie damit ihr Schicksal besiegeln. Seine Worte eben waren keine leeren Drohungen gewesen, sie kannte ihn gut genug, um zu wissen, dass er sie jederzeit wahr machen könnte.
So betrachtet war sie ja eigentlich noch ganz glimpflich davon gekommen und es hätte auch deutlich schlimmer für sie ausgehen können. Doch sie versuchte, diese Gedanken auszublenden, den ganzen Streit und alles, was soeben geschehen war. Stattdessen vertiefte sie den Kuss noch mehr, konzentrierte sich auf das Gefühl, das seine Hände auf ihrem Körper hinterließen und in diesem Moment störte sie auch seine kratzigen Barthaare nicht, als sie vorsichtig ihre Hand auf seine Wange legte.
Doch dann hörte sie mit einem Mal hörte sie Stimmen vom Burgtor her und sogar auf die Gefahr hin, dass sie es bereuen würde, befreite sie sich von dem Kuss und versuchte Revan ein wenig von sich wegzuschieben.
"Wir haben Zuschauer", raunte sie leise und sah zu der Gruppe von Neuankömmlingen. Sie erkannte sofort die eindrucksvolle Gestalt von Mr. Cale. Ihm folgten mehrere junge Frauen, allesamt schmutzig und in einem abscheulichen Zustand. Jedoch konnte man auch so erkennen, dass ein paar ganz hübsch waren. Eine erweckte vor allem ihre Aufmerksamkeit. Sie hielt nämlich die Hand von Alec, ein wirklich gutaussehender Kerl, der ihr schon öfters aufgefallen war. Ihr Blick ruhte eine Weile lang auf ihm und seiner Begleitung, dann widmete sie ihre Aufmerksamkeit wieder Revan und wartete ein wenig ängstlich, aber auch erwartungsvoll darauf, was er nun tun würde.
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Amara L. Dubois

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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Do Nov 22, 2018 9:03 pm

Amara

Obwohl der Weg bis zur Burg noch weit war und ihre Muskeln schmerzhaft protestierten, fühlte sich Amara überraschend frisch und unbeschwert. Die lange Reise, welche Sharina und sie zurück gelegt hatten, um diesen Ort zu erreichen, war endlich geschafft. Ein paar letzte Meter noch zum Ziel und die Strapazen, welche sie auf sich genommen hatten, waren endlich vorbei. Irgendwann auf dem Weg hatte sie den Arm ihrer Freundin los gelassen, denn nachdem sie über eine Baumwurzel gestolpert war, hatte sie diese beinah ebenfalls mit zu Boden gerissen. Zur Sicherheit Sharinas lief sie deshalb besser ohne Stütze auf ihren müden – und an diesem Tage äußerst tollpatschigen Füßen. Nach ihrem überraschten Ups hatte ihr der junge Mann, welcher sich ihr als Alec vorstellte, mit einem gar unverschämten Grinsen die Hand gereicht und sie auf die Füße gezogen. Scheinbar ganz zum missfallen der jungen Frau, welche er geküsst hatte und die sie nun mit einem vernichtenden Blick bedachte, der sie wohl hätte töten können, wenn dies denn möglich wäre. Die Worte Sharinas, dass sie in der Burg würde helfen wollen und für alle Kochen könnte, hatte Amara nicht gehört, waren diese einfach zu leise gesprochen.
Auf dem Weg hatten sie einen jungen Mann getroffen, welcher einen hohen, blauen Irokesenschnitt getragen hatte und sie mit Ladys begrüßt hatte. Sie hob abschätzig ihre Braue, nickte jedoch zur Begrüßung, bevor sie weiter dem Trampelpfad folgte. Von den anderen beiden Frauen vernahm sie nicht viel. Die rothaarige Lavina schlich hinter ihnen allen her und ihre Begleitung hin an ihrem Freund, als hätte sie Angst, er könnte ihr entschwinden... Ganz unwahrscheinlich war dies nicht, so wie er jede Chance nutzte, mit anderen zu flirten. Allerdings war sein Lächeln so charmant und Jungenhaft, dass selbst Amara nicht anders konnte, als dieses Lächeln zu erwidern. So war sie tatsächlich mit ihm ins Gespräch gekommen, hatte fragen gestellt, während sie dem älteren Mann im Anzug folgten. Anders, als zuvor angekündigt, hatte er kein Wort mehr gesagt, so dass sie eigentlich ganz froh war, dass wenigstens Alec die morgendliche Stille mit seinem Geplapper erfüllte. Sie selbst mochte Stille nicht sonderlich und war deshalb froh über seine Gesellschaft. Was ihr jedoch nicht sonderlich gefiel, war die Tatsache, dass er sich einen Spaß daraus machte, ihre Freundin ein ums andere Mal in Verlegenheit zu bringen. Zwar hatte Amara gemeint, dass er damit doch bitte aufhören sollte, jedoch hatte er ihr mit einem Zwinkern die Zunge heraus gestreckt und mit seinem Spiel weiter gemacht... wie ein kleiner Junge. Erst seine Freundin hatte es mit einem scharfen Blick geschafft, ihn von Sharina abzubringen – auch, wenn Amara der arrogante Ton in dem jene ihre Freundin als Kleine bezeichnete, nicht unbedingt gefiel.
Die beiden hatten sich anschließen zurück fallen lassen und mit einem Kopfschütteln meinte sie: “Was für ein Skurriles Pärchen...“...
Froh war sie, als sie endlich durch große, schwere Tore in einen geräumigen Hof gingen. Nun überkam sie doch die Müdigkeit und tatsächlich fehlte nicht mehr viel, dass sie vor Erleichterung in Tränen ausgebrochen wäre. Ihre Nerven waren zum zerreißen gespannt. Überstrapaziert. Trotzdem konnte sie der ursprünglichen Schönheit nicht entgehen und blickte sich fasziniert um, wobei ihr Blick auf zwei Menschen fiel, welche ein wenig Abseits am Rande der Mauer standen. Dicht standen sie beieinander und küssten sich. Taxierend betrachtete sie die beiden, während ihr beim Anblick des Mannes ein Schauer über den Rücken lief. Der kahl rasierte Schädel, die hoch gekrempelte Hose, die schweren Stiefel und das Vermutung anstellende Tattoo auf seinem Oberarm, welches halb von seinem Shirt verdeckt wurde, stellten einen Verdacht auf, den sie gerne als Irrtum gesehen hätte. Vielleicht irrte sie... so hoffte sie jedenfalls... und er stand einfach nur auf diese Art Mode? Konnte man den Stil so nennen?Das Mädchen konnte sie nicht erkennen, lag ihr Gesicht noch im verborgenen. Jedoch schienen sie alleine optisch von ihrer Kleidung nicht unbedingt zueinander zu passen. Und so huschte kurz der Gedanke durch ihren Kopf, ob die junge Frau vielleicht nicht ganz freiwillig bei ihm war und in diesem Moment Hilfe bräuchte. Und während sie die beiden so anstarrte, löste sich die Frau plötzlich und unterbrach den Kuss, legte ihre Hände auf den Brustkorb des Mannes und versuchte scheinbar, ihn leicht von sich zu schieben. Und nun konnte Amara auch das Gesicht erkennen und zog die Augenbrauen bewundernd hoch. *Damt... ist die hübsch!*, schoss es ihr durch den Kopf.
Sie beobachtete noch und hörte deshalb nur, wie sich James Matthew Cale verabschiedete und meinte, sie können sich ein eigenes Bild machen und später entscheiden.

Angesprochen: - - -
Erwähnt: Sharina (Sharina); Alec (Cale); Cale (Cale), Lavina (Lavina), Chrissi (Lavina); Cyra (Amara); Revan (Cale); Tyler (Sharina)
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J.M.Cale
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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Do Nov 22, 2018 10:51 pm

Revan Valensa
Infos: 18 Jahre | single | Skinhead | Rechtsradikale Neigung" | Freund von Chrissi (Lavina) | Ex von Catarina (Catarina) | Mentor von Malou (Yuki)
ERWÄHNT: Kittey (Lilith) | Die Neuankömmlinge
ANGESPROCHEN: Chrissi (Lavina)

Die Zeit mit Kittey am See kam ihm vor, wie ein anderes Leben. Seine fast schon entspannt zu nennende Gemütsverfassung in jenem Moment war nun wie weg geblasen und seine sonstige emotional-instabile Persönlichkeit kam zu Vorschein. Ob es nun an der Situation dort draußen im Wald lag... an seiner Verlegenheit hinsichtlich eines heranreifenden, kaum bedeckten Mädchens oder einfach an dem Kinde selbst, konnte er nicht einmal selbst mit Sicherheit sagen.
Natürlich war er auch dort nicht unbedingt so gewesen, wie es sich in Gesellschaft anderer gehörte und seine dezent aufbrausende Ader hatte sich das ein ums andere Mal Bahn gebrochen. Doch hatte es sich im großen und ganzen auf recht humane Art und Weise geäußert, sodass er nur ein einziges Mal den Wunsch verspürt hatte, seinen Gegenüber auf jedwede ihm bekannte Art anzugehen.
Aber als hätte das Betreten des Schlösschens irgendeine Art Zauber gebrochen, konnte er seine Emotionen nur schwerlich kontrollieren und sein Wut-Level hatte mitunter den Höhepunkt erreicht und köchelte somit an der Grenze zum Ausbruch. Allerdings hatte er dieses Problem grundsätzlich immer, wenn er mit Chrissi zusammen war. Es gab selten Situationen, wo sie einfach nur entspannt miteinander umgehen konnte. Eigentlich prallten mit ihnen zwei Welten aufeinander.
Auf der einen Seite stand Chrissi... aus gutem Hause, von den Eltern verwöhnt, herablassend gegenüber jenen, welche nicht ihrem Stande entsprachen. Besitzergreifend und zu einer heftigen Eifersucht neigend bei Personen, welche sie als die ihren betrachtete. Ebenso jedoch auch manipulierend und in der Gewissheit aufgewachsen, dass sie alles bekommen kann, was sie haben wollte.
Dem gegenüber stand er selbst. Ohne familiäre Zuneigung, wurde er von einem autoritären, konservativen Großvater aufgezogen, der seine Lehren nicht unbedingt mit Liebe vermittelte. Den Jungen bereits früh in zweifelhafte Kreise eingeführt, hatte jener nie wirklich kennen lernen dürfen, dass es auch andere Wege als Wut und Gewalt gab, um ans Ziel zu kommen. Somit hatte er in Bezug auf positive Reaktionen und Charaktereigenschaft gehörige Defizite, die sich in seinem höchst Instabilen Emotionsraster deutlich zeigten.
Zudem ihm größtenteils auch die Fähigkeit fehlte, Zuneigung oder gar Zärtlichkeit gegenüber seiner Freundin zu zeigen, welche diese jedoch so dringend brauchte. So war es für ihn tatsächlich schon eine Überwindung, überhaupt ihre Hand zu halten, während sie gemeinsam Unterwegs waren. Plötzliche Bekundungen von Gefühlen mal beiseite gelassen.
So war seine Reaktion vielleicht ein wenig überspitzt, als sie sachte mit den Fingern über die Schramme auf seiner Wange fuhr und er ihr Handgelenk so fest umfasste, dass die Knöchel seiner Hand weiß hervor traten. Doch hatte er damit einfach nicht gerechnet, zeigte Christine ihm grundsätzlich eher weniger, dass es sie juckte, wie es ihm ging. Was für ihn vollkommen okay war, da er es anders einfach nicht kannte und solche Bekundungen im großen und ganzen mit Spott und Herablassung quittierte.
In jenem Moment jedoch war er mit der Situation einfach schlichtweg überfordert, hatte doch zuerst das Wildfremde Mädchen mit so sorgenvollen, Himmelblauen Augen zu ihm aufgesehen und mit ernster Stimme gemeint, er solle ihr versprechen, vorsichtig zu sein. Das nun auch noch seine Freundin auf den Gedanken kam, ihre Sorge in Form von Berührung auszudrücken, ließ sein angespanntes Nervenkostüm fast zusammen brechen. Doch im Gegensatz zu Kittey, welche unschuldig und so lieblich, ja fast schon bewundernd den Blick auf ihn richtete, war Chrissi's fast schon liebevolle Aufmerksamkeit nur kurzfristiger Natur und ihr – in seinen Augen selbstsüchtiger – Charakter hatte sich wieder Bahn gebrochen, sodass er für einen kurzen Moment mit dem Drang beschäftigt war, die Frage zu unterdrücken, warum sie nicht ein wenig mehr wie das Kind sein könnte... Vermutlich besser so, dass er in jener Hinsicht schwieg, hätte es die Lage wohl zur Eskalation gebracht.
Dumm nur, dass er in diesem Moment wieder an das Mädchen dachte, welches er in der Obhut Yuki's zurück gelassen hatte, obwohl alles in ihm sich dem hatte widersetzen wollen und das Kind dorthin zubringen, wo es laut einer kleinen Stimme, welche sich stets in höchst unangebrachten Situationen erhob, hingehörte. Zur Zeit war dies an seiner Seite, bestenfalls in seinen Armen, da er somit die Hände voll hätte und jene nicht zu Fäusten ballen  müsste, um seiner Freundin diesen überlegenen Gesichtsausdruck nicht aus den Gesicht schlagen zu wollen.
Nicht ahnend, dass auch Kittey sich Gedanken machte und sich nach der ihr Sicherheit gebenden Umarmung sehnte, welche er ihr für kurze Zeit hatte zuteil kommen lassen, schob er jegliche Erinnerung in eine kleine Ecke seines Kopfes, in die er alles verdrängte, was ihn irritierte und was er nicht verstand. Bekanntlich seines mitunter recht naiven Charakters in Bezug auf bestimmte Reize, lagerte dort vermutlich vieles.
Somit war Chrissi nun diejenige, der er seine ganze Aufmerksamkeit schenkte und welche seine Wut immer und immer wieder aufs neue anfachte, vermutlich, ohne es zu wollen.
Da Revan selbst ein ziemlich Besitzergreifender Mensch war, mit einer leicht zu entzündenden Eifersucht, hätte es ihn vermutlich nicht sonderlich gut gefallen, wenn er gewusst hätte, wie stark Nico noch in den Gedanken der jungen Frau verankert war. Vermutlich hätte er in jenem Fall versucht, jedwede Erinnerung an den Mann aus ihren Gedanken zu prügeln, sich natürlich nicht darüber im klaren, dass man bestimmte Dinge einfach nicht erzwingen konnte, so sehr er sich dies auch wünschte.
So konnte er zwar die damalige Reaktion Nico's akzeptieren, jedoch nicht die Entscheidung des Mannes, Chrissi zu verzeihen. Obwohl er im Nachhinein zugeben musste, dass die Hoffnung, eine Trennung der beiden würde kurz bevor stehen, aus rein egoistischen Gründen durch seinen Kopf gegeistert war. Denn obwohl Christine eigentlich nicht der Typ Frau war, der sonst sein Interesse galt, gab es eine Anziehung zwischen ihnen, die vermutlich keiner der beiden hatte haben wollen.
Anderenfalls wäre die Situation auf der Couch vermutlich niemals statt gefunden und er hätte anschließend nicht immer wieder darüber nachsinnen müssen, was noch geschehen wäre, hätte Nico nicht im rechten Moment das Ganze unterbrochen. Ob Chrissi damals wirklich bereit gewesen wäre, ihren Freund zu betrügen? So erbärmlich er sich dabei auch fühlte, er selbst hatte gar keinen Zweifel daran, dass er sich alles von ihr genommen hätte, was sich ihm bot. Wobei er in seinem damaligen Zustand nicht sicher war, ob er hätte aufgehört, wenn sie ihn drum gebeten hätte... Zudem auch heute noch manchmal Situationen entstanden, wo er sich ihr gegenüber mit solchen Gedanken herum schlug, ihr eben auf jedwede Art zu zeigen, dass in ihrer Beziehung eindeutig er das letzte Wort hatte – immer und überall.
In solchen Momenten hatte er sich angewöhnt, sich eiligst aus dem Staub zu machen und sich erst einmal abzureagieren, bevor er ihr wieder gegenüber treten könnte. Denn wollte er nicht unbedingt mit den späteren Schuldgefühlen leben müssen, die ihn ganz sicher überfallen würden, sollte er seinen Eingebungen in solchen Augenblicken folgen.
Er wusste, dass er nicht immer fair zu ihr war... sie nicht so behandelte, wie sie es verdiente. Aber anders kannte er es nicht und er hatte nicht vor, sich von seiner Freundin auf der Nase herum tanzen zu lassen. So konnte er ihr ansehen, wie unwohl sie sich fühlte, als er ihr die deutliche Eifersucht auf möglichst niederträchtige Art auf die Nase band. Natürlich sah er sich in diesen Moment auch im Recht – wie eigentlich stets. Wodurch sich nun die Frage stellte, was die Frauen überhaupt an ihm fanden, denn sein Charakter war nicht unbedingt der eines strahlenden Helden und würde es auch niemals sein. Stattdessen war er im Grunde schon ein recht unangenehmer Zeitgenosse, mit seiner Aggressiven Art und der Arroganten Sichtweise gegenüber allem, was seinen Vorstellungen nicht entsprach.
Ob ihn die Tatsache, dass auch Chrissi keine Antwort auf die Frage wusste, warum sie überhaupt zusammen waren, verletzt hätte, war Zweifelhaft. Vermutlich hatte er in dieser Hinsicht gar nicht genug Empathie, um sich darüber groß einen Kopf zu machen. Solange sie das tat, was er wollte und sich seinem Willen beugte, war es ihm relativ gleichgültig, wie tief ihre Gefühle für ihn gingen. Denn das da irgendwas war, wussten sie ja nun einmal beide. Obwohl die Vermutung nahe liegt, dass es vielleicht eher auf Körperlicher Ebene hinzielte.
Nun aber auch egal, denn schnippisch erwiderte sie auf seine Frage, welche eher als Aussage hätte aufgefasst werden können, ob sie es denn sein sollte. Obwohl er es grundsätzlich hasste, wenn man ihm keine klare Antwort gab und stattdessen mit einer Gegenfrage antwortete, kam es ihm in diesem Moment nur recht.
In seinen blauen Augen blitzte es ungut auf und ein gefährliches Feuer begann zu lodern. “Du müsstest dir diese Frage doch eigentlich selbst beantworten können, Christine... Immerhin war ich auch noch mit Catarina zusammen, als ich dich flach gelegt habe. Was also sollte mich davon abhalten, ausgerechnet dir treu zu bleiben, wenn sich mir die Gelegenheit bietet, mich... auszutoben, sprach er, das letzte Wort absichtlich provozierend gedehnt, doch war er noch nicht fertig. “Und... wenn sich ein Mädel halbnackt mit mir mitten im Wald befindet... nun ja...“
Er grinste Chrissi an, doch war absolut nichts freundliches in jenem zu lesen. Er wollte sie verletzen und er wusste, dass ihre Eifersucht der beste Weg dafür war.
Da Revan nicht einmal wusste, dass Chrissi eine Schwester hatte, wusste er nun auch nicht, dass sie sich Gedanken über Kittey machte und diese in Verbindung mit Louisa brachte. Sich schlussendlich sogar fragte, warum er – Revan – nicht einfach mal nett zu ihr sein konnte. Das sie daran zweifelte, ob sie es nicht verdient hatte, nett behandelt zu werden.
Doch vielleicht schwächte seine Nachfolgende Erklärung die Situation ein wenig ab, denn ihr leicht enttäuschtes Oh ließ ein belustigtes Schnauben erklingen. Verstehe sie einer... es war ihr nicht recht, dass etwas hätte passiert sein können – aber das nichts geschehen war, gefiel ihr auch nicht. Weiber... Hätten sie das Gespräch in diesem Moment beendet, so wäre wohl nichts weiter geschehen...
Doch weder Chrissi noch Revan waren wohl dazu bereit, denn der Schlag nach ihrer recht harmlosen Provokation folgte Prompt. Nur schien seine Freundin nicht damit gerechnet zu haben, statt einem zweiten Schlag geküsst zu werden.
Seine Drohung hing schwer über ihnen und er sah etwas wie Angst über ihr Gesicht huschen, was ihm ausnehmend gut gefiel und vielleicht der Grund war, warum er sie anschließend an sich zog. Demonstrativ beweisend, dass sie rein gar nichts gegen ihn unternehmen konnte, dass er am Ende immer die Zügel in der Hand hatte... Das er mit ihr tun und lassen konnte, was er wollte.
Er wusste durchaus, dass sie ihn in diesem Moment vermutlich hasste und doch wagte sie es nicht, sich ein weiteres Mal gegen ihn zu erheben. Stattdessen erwiderte sie anfangs zögerlich, dann jedoch mit mehr Inbrunst seinen Kuss. Als sie ihre Hand schließlich auf seine Wange legte, gab er ein Zufriedenes Brummen von sich und zog Chrissi noch dichter an seinen Körper, während er den Kuss vertiefte und seine Zunge fast schon spielend die ihrer begegnete.
Wie stets blendete Revan alles um sich herum aus – mit Ausnahme eben von Chrissi – und so vernahm er nicht die Stimmen, welche sich ihnen näherten. Zwar bemerkte er, wie seine Freundin versuchte, sich ihm zu entziehen, jedoch hielt er sie einfach noch fester an sich gedrückt. Erst, als sie ihm leise zuraunte, dass sie Zuschauer hätten, blickte er sie fragend an und wandte den Kopf, sah eine kleine Gruppe soeben das Tor passieren. “Scheiß drauf.“, meinte er und wollte sie ein weiteres Mal küssen, doch legte sie ihre Hände auf seinen Brustkorb und drückte ihn leicht von sich. Mit einem genervten Seufzen ließ er sich von ihr zurück schubsen. “Ich schwöre es dir, Chrissi... du machst mich noch ganz verrückt...“, meinte er, bevor er sich nun ein genaueres Bild von den Neuankömmlingen machte. Cale hatte wohl grade seine Rede beendet und verschwand durch die Eingangstüren, während seine Begleiter noch unschlüssig umher standen. Vier Mädchen standen dort, doch interessierte er sich in diesem Moment mehr für Alec, welcher den Blick noch auf Chrissi gerichtet hatte. Gereizt kniff Revan die Augen zusammen und zog seine Freundin an sich, den Arm besitzergreifend um ihre Schultern, nahe dran, einen Spruch hinsichtlich seiner letzten Begegnung mit Alec zu drücken. Er hatte nicht gesehen, dass Chrissi ebenfalls zu dem Mann sah – was vielleicht auch ganz gut so war...
Als er ihren Blick spürte, wandte er sich zu ihr und sagte: “Lass uns irgendwas machen. Worauf hast du Bock?“ Ein seltenes Angebot seinerseits... war doch sonst er derjenige, welcher jedwede Entscheidung bestimmte, die ihre Beziehung betraf.
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Sharina Madani

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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Fr Nov 23, 2018 9:03 am

Sharina Madani
Infos: 18 Jahre / single
ERWÄHNT: Matt, Revan, Chrissi, Tyler, Cyra, Lavina
ANGESPROCHEN: Amara, Alec


Marktplatz --- >

Sharina lächelte leicht als Amara ihre Hand nahm und sie gemeinsam losgingen. Sie bemerkte sehr wohl die Blicke von Cyra als sie Mr.Cale fragte, ob denn in der Burg auch schon andere Leute waren. Anscheinend war die andere Frau nicht gerade begeistert davon, dass dort noch andere Menschen waren. Sharina wandte ihren Blick von Cyra ab und sah weiterhin nach vorne. Sie verließen das Dorf und traten auf einen Waldweg. Sharina sah sich neugierig um, sie hatte weiterhin Amara neben sich, ihr Arm war bei dem ihren Untergehackt. Dieser Körperkontakt tat ihr gut, so fühlte sie sich zumindest ein wenig willkommen. Sie betraten alle gemeinsam den Wald und Amara stolperte. Während ihre Freundin hinfiel, schaffte es Sharina auf den Beinen zu bleiben. Mit einem *Ups* war ihre Freundin zu Boden gefallen. Sharina war schon gerade dabei sich zu bücken um ihr wieder aufzuhelfen, da erschien eine Männliche Hand vor Amara. Sharina wich ein paar kleine Schritte zurück und sah zu, wie Alec Amara mit einem Grinsen im Gesicht auf die Beine Half. Innerlich seufzte sie. Wäre sie gestürzt, sie hätte bestimmt alleine aufstehen müssen. Ganz alleine aber bestimmt auch nicht. Amara hätte ihr bestimmt geholfen. Aber Alec…nein. Der nicht. Männer interessierten sich nicht für sie. So kam es auch, dass Sharina bis zum heutigen Tag noch nie einen Freund gehabt hatte, geschweige denn geküsst worden war. Aber so war es nun mal. Vielleicht ergab sich in der Burg ja die Gelegenheit, dies alles nachzuholen. Sharina blinzelte und sah kurz zu Cyra, diese blickte wiederum giftig Amara an. Sharina wartete stumm bis Amara wieder stand und Alec zurück zu seiner Freundin gegangen war, da näherte sie sich erneut ihrer Freundin. „Alles okay?“, fragte sie besorgt. Nicht, dass Amara sich verletzt hatte. Auf die Antwort ihrer Freundin wartend ging sie weiter, nach einigen Minuten kam ihnen ein hochgewachsener Mann entgegen. Er hatte unzählige Tattoos und trug die Haare zu einem Irokesen hoch gegeelt. Das besondere an den Haaren war, dass sie stahlblau waren. Er grüßte sie alle mit *Ladys*, wobei sich Sharina nicht unbedingt angesprochen fühlte. Sharina verschränkte ihre Hände ineinander, da Amara keine Anstalten mehr machte sich wie vorhin bei ihr unter zu hacken. Im Gegensatz zu Amara beobachtete Sharina die anderen Frauen nicht so sehr, aber auch sie bekam mit das Lavina hinter allen her schlich und Cyra richtig an Alec klebte. Ob dieser das so wollte, das wusste sie nicht. Es ging sie auch nichts an. Sharina biss sich leicht auf die Unterlippe als Amara ein Gespräch mit Alec anfing und ihn einiges Fragte. Wie denn das Leben in der Burg sei etc. Sharina hielt sich weitestgehend aus dem Gespräch raus, sie wollte Amara nicht die Gelegenheit nehmen, neue Informationen zu sammeln. Sharina sah immer wieder zu Alec hoch, meistens, wenn er lachte oder etwas Witziges sagte. Dabei begegnete sie ein ums andere Mal seinem Blick. Jedes Mal zwinkerte er ihr zu, wodurch sie knallrot anlief und ihre Augen ein wenig größer wurden. Sie wusste nicht recht, was auf seine Witze und Sprüche sie antworten solle. Kannte sie solche Situationen doch gar nicht. Aber irgendwie genoss sie auch seine Aufmerksamkeit, auch, wenn es nur ein Spaß seinerseits war. Sharina wurde noch roter als Amara meinte, er solle sie in Ruhe lassen. Wie gerne hätte sie ihrer Freundin gesagt, dass sie ihn doch einfach lassen solle. Aber sie tat es nicht. Auf Amaras Worte hin streckte Alec ihr die Zunge heraus und Sharinas Herz klopfte kurz schneller. Weshalb es dies tat, das wusste sie nicht. Sie sagte aber auch nichts. Stattdessen sah sie stumm zu wie Cyra Alec in die Seite stieß und meinte, er solle die *Kleine* in Ruhe lassen. Sharina wurde noch roter, sie wandte den Blick ab und sah zu Boden. So klein war sie auch nicht. Sicher, sie war gewiss nicht die größte. Aber so klein…nein das war sie auch nicht. Sharina nahm all ihren Mut zusammen und hob erneut den Kopf, stoppte aber als sie sah wie eng beieinander die beiden gingen. Nein, sie verkniff sich ihre Worte. Sharina ließ sich etwas zurück fallen, unerwarteter weise folgte ihr Amara. Sharina blinzelte als Amara ihren Kopf schüttelte und meinte, was dies doch für ein skurriles Pärchen sei. Sharina zuckte leicht mit den Schultern. „Ich weiß auch nicht…sie passen irgendwie nicht zusammen“, antwortete sie leise. Sharina ging weiterhin neben ihrer Freundin her und seufzte erleichtert, als sie zwischen den Baumwipfeln Burgtürme erkannte. Bald erreichten sie auch die Burg und betraten einen großen Burghof. Sharina sah sich um und entdeckte zwei Personen, die etwas am Rand des Burghofes standen. Ein Mann und eine Frau. Die beiden küssten sich innig und Sharina wandte den Blick ab. Sie interessierte sich nicht für das Aussehen der beiden, ihr war es egal, wie andere Menschen aussahen. Sharina blieb stehen als Mr. Cale anhielt und sich ihnen allen zuwandte. Ihr Blick huschte nochmal kurz zu Alec, dann konzentrierte sie sich aber wieder auf Mr. Cale. Dieser begann gerade zu sprechen und erklärte, dass dies hier die Burg sei die er und sein Geschäftspartner gekauft hatten. Dass sie hier jungen Menschen die Chance gaben um ihr Leben neu zu ordnen. Sharina lächelte hoffnungsvoll, endlich waren sie angekommen. Sharina lauschte auf die Worte des älteren Mannes und nickte leicht, doch bevor sie fragen konnte, wo die Baderäume waren, ging er auch schon. Sharina blinzelte und sah ihm nach. Sie sah sich um und überlegte, wen sie bezüglich der Baderäume fragen konnte. Sie wollte nicht unbedingt die beiden fremden stören, da blieb also nur Alec übrig. Er schien sich hier auszukennen, da auch Mr. Cale meinte, dass Alec seine Büroräume kenne. Sharina wandte sich kurz an Amara, stupste sie leicht an um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. „Ich frage kurz wo die Badezimmer sind…du willst dich doch bestimmt auch waschen oder?“, flüsterte sie. Sie lächelte ihrer Freundin dann leicht zu und ging zu Alec und Cyra. „Entschuldigung“, begann sie als sie sah, dass die beiden in einem Gespräch waren. Sie wartete kurz ab bis Alec sich ihr zuwandte und schluckte. „Ich…wo sind denn die Badezimmer? Wir würden uns gerne waschen und wir kennen uns nicht aus…du scheinst dich doch hier auszukennen“, sagte Sharina vorsichtig. Sie wurde erneut leicht rot und sah zu Alec hoch, wartete auf eine Antwort des hochgewachsenen Mannes. Ihr Herz klopfte wild in ihrer Brust und sie hoffte, eine Antwort zu bekommen damit sie wieder zurück zu Amara konnte um mit der dann sich waschen zu gehen.
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Catarina

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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Sa Nov 24, 2018 12:01 am

Cf: Waldwege
Dan hatte das Mädchen angesehen, hatte ihm freundlich Antwort gegeben und ihr sogar angeboten, ihr den Weg zu zeigen. Er war ja schließlich kein Unmensch...oder etwa doch? Manchmal fragte er sich das schon, besonders wenn er an seine Jugend dachte. An dumme Entscheidungen, verlorene Wetten, Abstürze jeglicher Art und Dinge, die ihm in nüchternem Zustand die Röte ins Gesicht treiben würden. Sogar ihm war manches peinlich, was er dann lieber nicht mehr thematisierte.
Schnell schob er diese Gedanken beiseite, bevor ihm noch etwas einfiel, was sein Hirn zum Arbeiten bringen würde.
Sie bedankte sich mehrmals, was er einfach abwinkte. Es war nicht der Rede wert, nichts besonderes. Hatte ja nichts mit ihr zu tun, dass er es ihr anbot. Aber es war ihm nun mal lieber, wenn die Leute im Schloss waren und er wusste, was es da gab, als wenn sie einfach im Wald umherirrten.
Als er ihr dann sogar anbot, ihre Tasche zu tragen, zog sie diese enger an sich. Beschwichtigend hob er die Arme, als sie gleich meinte, sie wolle nicht zur Last fallen. „Ich wollte es dir nur anbieten“, meinte er und ließ die Hände wieder sinken. Sie setzten sich in Bewegung, als er ihre Bemerkung über das Bad kommentierte konnte er nicht anders, als zu lächeln. Ein vielsagendes Lächeln, wenn man so wollte. Das deutlich machte, dass er durchaus nicht abgeneigt wäre, wenn sie ihn einlud, aber keineswegs aufdringlich wirkte. Und das hatte er auch nicht nötig, er lief keiner Frau hinterher und machte niemals zu viel. Frauen waren nichts wert für ihn, so hatte er es gelernt. Jahrelang, vorgemacht von seinem Vater. Und er ahmte ihn nach, nur noch viel drastischer. Ohne eine Ehefrau, die sowieso niemals die einzige gewesen wäre. Denn Treue...gab es nicht. Nur zu einem...und das war eine verstörende Beziehung. Eine Freundschaft, eine ganz normale. Etwas, was es weder in seinem noch in Matts Leben jemals gegeben hatte. Wahre Freundschaft. Die sich beide nicht eingestanden. Aber...nach allem, was sie gemeinsam erlebt hatte, wäre wohl nur eine wahre Freundschaft nicht zerbrochen. Besonders diese eine Sache...
Schnell schob er die Erinnerung beiseite. Nein, daran wollte er jetzt wirklich nicht denken. Generell hatten sie sich damals geschworen, dass sie nie wieder darüber reden würden. Zumindest hatte er es sich selbst geschworen. Was Matt dazu sagte, wusste er um ehrlich zu sein nicht. Er hatte ihn niemals gefragt. Bereits am nächsten Morgen...
Immerhin wusste er seitdem, dass er eindeutig heterosexuell war. Und nicht einmal bi, das wäre undenkbar. Nein, nach diesen...Erlebnissen...
Daniel verfluchte sich innerlich, dass er doch wirklich mehr als nur einen Gedanken daran verschwendet hatte. Und er wusste, dass er in den folgenden Stunden tatsächlich noch einmal darüber nachdenken müsste, um sich in Ruhe dazu zu überreden, nie wieder dran zu denken. Nie wieder!
Der Mann war recht groß und selbst jetzt, wo er nicht schnellen Schrittes ging, hatte sie scheinbar Probleme, mitzuhalten. Er verlangsamte seinen Gang, kaum merklich, damit sie nicht dachte, er hielte sie für lahm. Sie würde dann nur noch langsamer werden, was er nicht gebrauchen konnte. Eine ganze Weile liefen sie stumm nebeneinander her, er hatte auch keine Ahnung, was er mit ihr reden sollte. Sie war viel jünger als er und eine Frau. Eine offensichtlich verklemmte noch dazu. Nein, da schwieg er lieber als in ein weiteres Fettnäpfchen zu treten.
Doch nach einiger Zeit erhob sie die Stimme. Fragte ihn, ob sie einem Freund schreiben könnte. Dan drehte sich zu ihr um - denn sie hatte sich scheinbar geweigert, neben ihm zu gehen – und lächelte ihr zu. „Schreib, wem auch immer du willst. Wir sind kein Geheimnis, sonst hättest ja auch du nicht nach uns gesucht“, meinte er leicht lächelnd, während er rückwärts weiterging und locker mit den Schultern zuckte. Noch einmal lächelte er sie an, seine Augen strahlten dabei verwegen und durchaus attraktiv, ehe er sich wieder umwandte und weiterging. Seine Schritten waren voller Schwung, dynamisch.
Und endlich kam das Schloss in Sicht. Nicht, dass Aurelia unangenehm gewesen wäre, keineswegs. Sie war etwas prüde und schien sexuell nicht sehr offen. Was sollte jemand wie er denn mit ihr anfangen?
Auf dem Weg konnte er aus einiger Entfernung Matt mit ein paar Mädchen – attraktiven jungen Frauen, die er nicht kannte – und Alec erkennen. Sie waren noch ein ganzes Stück entfernt, doch es war nicht mehr weit. Er würde Aurelia einfach zu den anderen Neuankömmlingen stecken, da war sie bestens aufgehoben. Sie könnte sich gemeinsam mit anderen einfinden, das war wirklich passend. Und er hatte weniger Arbeit und konnte alles Alec aufhalsen. Alles spielte ihm gerade in die Karten, ganz eindeutig. Wobei...dann wäre Aurelia eine Frau gewesen, die nichts gegen eine schnelle Nummer hatte. Alec würde ihn in dieser Hinsicht wahrscheinlich verstehen, immerhin war der vielleicht noch schlimmer als er selbst.
Als sie sich näherten, entdeckte er auch Luca und Catarina. Beides attraktive junge Frauen, aber beide minderjährig. Und damit raus, auch wenn wohl niemand klagen würde. Immerhin hatte Catarina niemanden mehr, den es stören könnte. Außerdem hatte sie was mit Revan gehabt, was absolut...unglaubwürdig war. Dieser Typ, der eindeutig den Schuss nicht gehört hatte, und dieses hübsche Mädchen? Das war skurril. Aber noch skurriler war die Sache mit Chrissi. Sie war aufgetakelt bis zum geht nicht mehr und dann...suchte sie sich den aus?! Das wäre wie wenn er selbst etwas mit einem fetten Mädchen mit Schweineaugen anfing! Einfach undenkbar!
Aber das mit Chrissi war die Wahrheit. Und sie war das komplette Gegenteil von Catarina. Überhaupt nicht natürlich, absolut oberflächlich. Daniel selbst bevorzugte weder das eine noch das andere, ihm ging es viel eher um etwas anderes...
Erneut schob er Gedanken beiseite. „Wir haben es gleich geschafft. Und du scheinst Glück zu haben. Du bist nicht der einzige Neuankömmling heute.“ Freundlich war seine Stimme und er legte den Kopf leicht seitlich, während er sie ansah und sprach.
Sie erreichten die Gruppe und den Burghof, wo sein Blick auf Revan und Chrissi fiel. Absolut unverständlich. Innerlich schüttelte er den Kopf und wandte sich ab, sah zu der Gruppe. „Herzlich Willkommen! Mein Partner hat euch ja bereits begrüßt“, sprach er sie alle kurz an. „Das hier ist Aurelia, sie ist ebenfalls neu. Sie schließt sich euch jetzt an, ich habe nämlich noch etwas anderes zu tun. Alec, du sorgst dafür, dass sie alles haben, was sie brauchen.“
Er wandte sich noch einmal zu Aurelia. „Keine Sorge, du bekommst das hin. Wenn du fragen hast, kannst du selbstverständlich zu mir kommen. Aber jetzt muss ich mich um anderes kümmern, okay?“, erklärte er ihr mit einem schiefen Lächeln, eine Strähne seines Haares fiel ihm in die Stirn und gab ihm einen verwegenen Ausdruck. Er versicherte sich noch einmal, ob alles in Ordnung war, dann wandte er sich dem Burginneren zu. Matt und er hatten viel zu lange nicht gesprochen...
gt: Matts Räume
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Sharina Madani

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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Sa Nov 24, 2018 8:58 pm

Aurelia Winter
Infos: 19 Jahre / single
ERWÄHNT: Rhage, die anderen
ANGESPROCHEN: Dan, die anderen


Kommt von: Waldwege
Aurelia ging müde hinter Dan her. Ihre Beine schmerzten und sie hatte langsam keine Kraft mehr. Ihr war es peinlich, dass sie Dan offenbar so zur Last fiel. Ihn so…demütigte. Sie hatte es nicht böse gemeint als sie ihre Tasche behalten wollte, doch er hatte sofort die Arme gehoben wie um sich zu entschuldigen. Doch das musste er gar nicht. „Du musst dich nicht entschuldigen…“, nuschelte sie leise. Aurelia fragte nach einer Weile vorsichtig, ob sie denn ihrem besten Freund schreiben durfte. Immerhin wollte sie sich die Erlaubnis einholen nicht, dass sie einen Fehler begann und eine Regel brach. Aurelia sah zu, wie Dan sich zu ihr umwandte und sie anlächelte. Sie wurde rot und lauschte seinen Worten. Er meinte, sie könne schreiben wem auch immer sie wollte. Sie seien ja kein Geheimnis, sonst hätte sie selbst auch nicht nach ihnen gesucht. Aurelia wurde bei dieser Erkenntnis noch röter. „Oh…ja stimmt“, sagte sie beschämt. „Eine dumme Frage“, antwortete sie. Sie sah zu, wie er rückwärts weiterging und mit den breiten Schultern zuckte. Aurelia schluckte als er sie erneut anlächelte. Sie sah wohl gerade aus wie eine Tomate. Aurelia biss sich kurz auf die Unterlippe als er sich umdrehte und schwungvoll weiterging. Aurelia blinzelte als sie die Burg entdeckte und ihr Herz klopfte schneller, endlich war sie da! Aurelia erblickte eine Gruppe junger Frauen, sie waren wohl in ihrem Alter und schienen auch gerade erst angekommen zu sein. Die rothaarige Frau blinzelte als Dan sie erneut ansprach. Sie sah zu ihm hoch und nickte leicht bei seinen Worten. Sie hatten es gleich geschafft und sie schien Glück zu haben. Glück? Was war das, Glück? Aurelia sah ihn an während er meinte, dass sie nicht die einzige war, die heute am Schloss ankam. „Wirklich…? Okay“, hauchte sie neugierig. Aurelia folgte Dan bis zur Burg und sah sich um, sie lächelte die anderen Menschen freundlich an, immerhin war sie hier um hier zu leben und nicht, um direkt Feine zu finden. Vielleicht fand sie hier auch neue Freunde. Aurelia lauschte, wie Dan die anderen begrüßte und willkommen hieß. Er stellte auch sie vor, wodurch sie wieder leicht rot wurde. Sie hob grüßend die Hand. „Hallo“, sagte sie mit einem kleinen Lächeln im Gesicht. Aurelia blinzelte und sah zu Dan hoch, als dieser sich erneut an sie wandte und meinte, dass sie das schon hinbekommen würde. Relia nickte leicht und lauschte weiter seinen Worten. Sie könne jederzeit zu ihm kommen wenn sie fragen hätte. Während er sprach lächelte er leicht, eine Strähne seiner Haare fiel ihm in die Stirn. Aurelia nickte leicht. „Danke, danke für alles“, sagte sie ehrlich und glücklich. Sie freute sich so sehr, endlich angekommen zu sein. Aurelia winkte Dan leicht als dieser sich abwandte und im Schloss verschwand, dann sah sie sich die anderen an. Eine andere junge Frau ging gerade auf einen ihr fremden Mann zu, das musste dieser Alec sein, von dem Dan gesprochen hatte. Was sollte sie nun tun? Stehen bleiben und abwarten? Oder auch zu diesem Alec gehen? Aurelia entschied sich dazu, ein wenig näher zu den anderen hinzugehen. Sie schritt also ein paar Schritte näher an die Gruppe heran. „Hallo, nett euch kennen zu lernen“, sprach sie die anderen an. Sie wollte Kontakte knüpfen und neue Leute kennen lernen. Außerdem konnten sie dann gemeinsam das Schloss erkunden, was gemeinsam wohl mehr Spaß machte. Aurelia lächelte freundlich die ihr Fremden Personen an und hoffte, von ihnen gut aufgenommen zu werden. Immerhin waren sie sich alle Fremd, sie alle waren in einer ihnen unbekannten Umgebung. Da konnte doch jeder Freunde oder zumindest Bekannte gut gebrauchen. So fand zumindest Aurelia.
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Lavina

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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Sa Nov 24, 2018 10:28 pm

Chrissi

Das Problem ist, dass wenn man sich so häufig streitet wie Revan und Chrissi es taten, man mit der Zeit genau lernt, welches die empfindlichen Punkte des anderen sind. Man weiß ganz genau, welche Knöpfe man drücken muss, damit der andere an die Decke geht. Wäre Chrissi nicht so unfassbar uneinsichtig und stur, würde sie vermutlich alles daran setzen, dies zu vermeiden, selbst wenn sich das nicht immer als einfach gestaltet. Es wäre vermutlich einfacher, die Dinge aufzuzählen, die Revan nicht wütend stimmen, als die, die es tun. Ein Gespräch mit ihm war wie ein Slalomlauf auf einem freiem Feld, auf dem jemand Landminen wie Konfetti verstreut hat. Eine falsche Bewegung und er ging hoch. Für ihn dagegen hatte es keine großen Konsequenzen, wenn er Chrissi zur Weißglut trieb. Letztendlich saß er am längeren Hebel und alles, was sie gegen ihn unternahm, würde nur umso stärker zurückkommen. Er konnte tun und lassen, was er wollte. Doch sie war es Leid.
Selbst wenn man es zuerst vielleicht nicht erwarten würde, so ist es doch häufig so, dass Kinder, die von ihren Eltern geschlagen worden sind, eher dazu neigen, ebenfalls an ihrem Nachwuchs Gewalt auszuüben. Bevor Chrissi mit Revan zusammen gekommen war, bevor sie Nico kennengelernt hatte, hätte sie niemals daran gedacht, einen Konflikt mit Gewalt zu lösen. Das schickte sich einfach nicht, erst recht nicht für eine Dame. Aber mittlerweile war sie so abgestumpft, was das anging, dass sie nun tatsächlich selbst das Bedürfnis bekam, ihm eine Ohrfeige zu verpassen. Wie konnte er nur solche Sachen sagen?
"Du widerst mich an!", erwiderte sie und sah ihm mit einem abschätzigen Blick an, während seine Worte tief in ihr Herz schnitten. Ja…wieso sollte er ausgerechnet ihr treu sein? Sie hätte jetzt gerne gesagt, dass sie schon immer für einander bestimmt waren, dass das alles nur eine Frage der Zeit gewesen wäre und das die Beziehung mit Catarina zum Scheitern verurteilt war, in dem Moment, als Chrissi und er sich wieder sahen. Aber sie glaubte selbst nicht daran. Wären sie füreinander bestimmt, dann würde sie nicht so verdammt unglücklich sein. Und selbst wenn Revan nie etwas sagte, so war sie sich sicher, dass auch er nicht zufrieden war. Allerdings war sie sich nicht sicher, ob das an ihrer Beziehung lag oder einfach an ihm selbst. Manchmal beschlich sie nämlich das Gefühl, dass er alles mögliche dafür tat, dass es ihm selbst schlecht ging. Wie sonst konnte man dieses Verhalten erklären?
"Ich glaub dir nicht!", behauptete sie dann kühn, selbst wenn alles in ihr schrie, dass er Recht hatte. "Das würdest du nicht tun."
Sie hasste sich selbst für diesen kleinen Hauch von Hoffnung, der in ihrer Stimme mitschwang, der verriet, wir sehr sie ihren eigenen Worten glauben wollte.
"Kann sein, dass ich mich hier zum Narren mache und es ein dummer Fehler ist, dir zu vertrauen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass du dich an einem Kind vergreifen würdest, Leon!" Eigentlich hatte sie es nicht beabsichtigt, seinen richtigen Namen zu sagen, aber sie konnte es nicht verhindern, dass er ihr rausrutschte. Sie hatte lange gebraucht, sich an den Namen Revan zu gewöhnen und er hörte sich manchmal immer noch fremd an. Aber sie tat ihr Bestes, ihm zu Liebe und um sich zu schützen.
"Revan", korrigierte sie sich dann schnell und ihr Blick wurde schon fast schuldbewusst. Jedoch nicht für lange. Schuld stand ihr nicht. Das Grinsen, mit dem er sie bedachte, war alles andere als freundlich und sie hasste es, dass er sich ihr überlegen fühlte. Hasste es, dass er auch nur für eine Sekunde lang dachte, dass er irgendwie besser war als sie. Er, der aus der Gosse kam und sich immer noch manchmal wie ein unreifer Straßenjunge aufführte. Und sie, zu deren Familie man aufsah, die man bewunderte und sie, die wenn sie es gewollt hätte, jeden haben konnte. Zu schade, dass er dies immer vergessen zu schien und nicht einmal dankbar war, dass sie ihn überhaupt ansah. Am liebsten hätte sie ihm dieses überhebliche Grinsen aus dem Gesicht gewischt. Mit Verbitterung dachte sie daran, dass er dieses kleine Mädchen bestimmt ganz anders angesehen hatte. Sie stellte sich vor, wie er sieliebevoll angeblickt hatte. Ihre großen Augen. Und ihren Körper. Und sie stellte sich vor, wie sein Blick sich in Begierde umgewandelt hatte.
Chrissi war froh, als seine Erklärung sie davon ablenkte und verhinderte, dass ihr Kopfkino weiterging. Auch wenn sein belustigtes Schnauben auf ihre Reaktion hin ihr nicht gefiel, hoffte sie dennoch, dass der Streit sich dem Ende näherte. Und das tat er auch. Er endete, wie so viele ihrer Diskussionen.
Und obwohl sie Revan innerlich verfluchte und sich schwor, eines Tages sich an ihm zu rächen, war sie erleichtert, als er ein zufriedenes Brummen von sich gab. Der Sturm schien verrüber und selbst wenn für sie das Thema noch lange nicht abgehakt war, so könnten sie ab jetzt wenigstens so tun, als ob alles wieder okay wäre. Ein wohliger Schauer durchfuhr ihren Körper, als er sie näher an sich zog, was bewirkte, dass Chrissi immer mehr Hemmungen verlor und sich noch näher an ihn presste, obwohl zwischen den beiden eh nur noch kaum Luft zu sein schien. Allerdings zerstörte die Ankunft der Gruppe diesen Moment. Revan schien das nicht zu stören und es gefiel Chrissi nun tatsächlich, dass er sie zunächst nicht loslassen wollte, trotz ihrer anfänglichen Sträubung. Sie mochte ihn zwar manchmal abgrundtief hassen, teilweise sogar verachten, aber es war für sie unmöglich, sich dieser körperlichen Anziehung zu entziehen. Es rechtfertigte zwar keinenfalls sein Verhalten oder seine unfairen Worte, sorgte aber trotzdem dafür, dass sie ihm ein kleines, kokettes Lächeln schenkte, als er meinte, dass sie ihn ganz verrückt mache. Bei dem Anblick der Frauen ging natürlich sofort wieder ein innerer Alarm los, da sie befürchtete, dass auch Revan bemerken könnte, dass ein paar von ihnen sehr hübsch waren. Sie wäre sehr zufrieden, wenn sie wüsste, dass ihm vor allem Alec Gedanken machten und er die weiblichen Abkömmlinge gar nicht beachtete. Deshalb war sie auch kurz verwundert, als er ihr den Arm um die Schulter legte, allerdings ahnte sie, dass er sein Revier abstecken wollte.
Im nächsten Moment überraschte er sie erneut und fragte sie tatsächlich, worauf sie Bock hätte. Normalerweise war er es immer, der den Ton angab, wirklich eine Entscheidung hatte sie selten. Eigentlich störte sie das immer enorm, aber nun, wo sie die freie Wahl hatte, fühlte sie sich ein wenig überfordert. In diesem Kaff hatte man nicht viele Möglichkeiten, es sei denn man stand auf so eine Naturscheiße.
"Ich weiß nicht", antwortete sie, legte dann aber den Kopf schief und bedachte ihn mit einem leicht verruchten Lächeln. "Also mir würde schon etwas einfallen, was wir tun könnten…"
Dann huschte jedoch erneut ihr Blick zu den anderen Personen auf dem Burghof zu. Sie erblickte Dan Lincoln, der ein weiteres Mädchen im Schlepptau hatte. Es war viel los an diesem Morgen.
"Oder", meinte Chrissi dann und widmete sich wieder ihrem Freund, "du kochst uns was Schönes. Ich könnte dir auch helfen." Natürlich hatte sie überhaupt kein Talent, was irgendetwas in der Küche betraf, aber ihr Augenklimpern sollte schon verdeutlichen, welche Art von Hilfe sie meinte.  Sie war es nicht gewohnt, Vorschläge zu machen und wenn sie ehrlich war hatte sie keine Ahnung, was Revan überhaupt alles mochte. Also versuchte sie es eben mit dem, wovon sie hoffte, dass er am ehesten anspringen würde.


Lavina

Lavina hatte nicht vorgehabt, sich in irgendeiner Weise an Gesprächen zu beteiligen, weshalb sie sich mit der Zeit ein wenig zurückfallen ließ. Anfangs lauschte sie noch den anderen, sah, wie Alec mit den anderen Mädchen herumalberte und sie damit sichtlich verunsicherte. Doch sie versuchte schnell, dies auszublenden, richtete ihren Blick stur auf den Boden und tat so, als würden die anderen gar nicht existieren. Es weckte zu viele unangenehme Erinnerungen. Konnte ja sein, dass Alec nichts Böses im Sinn hatte und es bei diesen kleinen, belanglosen Späßen bleiben würde. Wenn sie sogar darüber nachdachte, konnte sie sich nicht vorstellen, dass er genauso war, wie die Jungen aus ihrer Schule, da sie immernoch dem Urteil von Cyra vertraute.
Und trotzdem…er erinnerte sie von der Art stark an zwei Typen, Joshua und Torben. Die beiden hatten vor ungefähr einem Jahr die glorreiche Idee gehabt, darum zu wetten, wer es zuerst schaffen würde, sie zu küssen. Von da an wurde sie geradezu mit Aufmerksamkeit und falschen Komplimenten überhäuft. Sie trugen ihre Tasche, hielten ihr die Türen auf und fragten sie ständig, ob sie nicht Lust hätte, sich mit ihnen zu treffen. Lavina war nicht dumm. Dieses kleine Spielchen durchschaute sie sofort, sah den Spott immer noch in ihren Augen, trotz der netten Worte. Und jedes Kompliment war schlimmer als eine Beleidigung. Sehr zu dem Frust der beiden blieb sie lange kalt und Joshua gab schließlich auf. Aber Torben wollte das Ding unbedingt zu Ende bringen und seine Versuche wurden immer forscher, bis sie es schließlich nicht mehr aushielt. Unter dem Versprechen, dass diese Sache danach ein Ende haben würde, küsste sie ihn widerwillig. Bis heute wurde ihr bei dem Gedanken daran schlecht.
Natürlich erfuhren die anderen nie, wie es sich wirklich abgespielt hatte. Stattdessen war am nächsten Tag überall das Gerücht zu hören, dass sie, Lavina, der festen Überzeugung war, nun mit Torben zusammen zu sein. Ihre Version wollte niemand hören, geschweige denn Glauben schenken. Nach einer dramatischen 'Trennung' in aller Öffentlichkeit, bei der sämtliche Leute anwesend waren, war es dann aber auch, bis auf den ein oder anderen höhnischen Kommentar, endlich damit vorbei. Alle waren wieder unfreundlich zu ihr, was ihr deutlich lieber war.
Deswegen war sie auch nicht sehr begeistert, als Alec sich dazuentschloss, sich nun ihr zu widmen, da Cyra es ihm offenbar verboten hatte, die anderen zu nerven. Eigentlich erwartete Lavina, dass sie auch jetzt ein Wort einlegen würde, aber sie blieb ruhig. Der junge Mann wollte wissen, warum sie sich mit Sternzeichen vorgestellt hatte und erzählte was von irgendeiner Freundin, die auch etwas mit Esoterik am Hut gehabt hatte. Für einen kurzen Moment überlegte sie, ob es okay wäre, wenn sie ihn einfach ignorierte, da sie keine Lust hatte, mit ihm zu kommunizieren. Aber aus Sorge, dass das alles nur noch schlimmer machen würde, ließ sie sich nach kurzem Zögern schließlich doch darauf ein.
"Sternzeichen können viel über einen Menschen aussagen. Mehr als Namen", meinte sie dann, hob dabei sogar ihren Kopf und sah ihn aus ihren grünen Augen aus an. Während sie dann aber weitersprach, richtete sie ihren Blick allerdings wieder auf die Straße vor ihr.
"Ich kann leider keine Auren sehen", erklärte sie und ehrliches Bedauern schwang in ihrer Stimme mit. Damit war für sie das Gespräch beendet. Sie hatte keine Ahnung, was für Gedanken in dem Kopf des jungen Mannes herumgeisterten und das war vermutlich auch besser so. Ansonsten hätte sie es sich sicherlich nicht noch mal getraut, ihn anzusehen. Vor allem weil sie es sich selbst noch nicht einmal eingestehen wollte, dass Alec durchaus sehr gut aussah.
Noch besser war es jedoch, dass Cyra nichts gegen ihrer kurzen Unterhaltung zu haben schien. Selbst wenn man das, was die beiden Frauen verband, noch nicht mal ansatzsweise eine Freundschaft nennen konnte, und die Ältere sie wohl richtig als 'Bekannte' betitelte, würde Lavina es sehr schade finden, wenn es an so etwas kaputt gehen würde.
Es schien so, als wären sie bereits eine Ewigkeit unterwegs gewesen, bis endlich die hohen Außenmauern der Burg vor ihnen auftauchten. Automatisch hielt das Mädchen mit den roten Haaren den Atem an und betrachtete mit großen Augen das Gebäude. Der Hunger und die Müdigkeit schienen wie vergessen, während sie durch den Eingang gingen und auf einem gepflasterten Innenhof stehen blieben. Der Gedanke, hier zu wohnen, erschien ihr zum einen wie das beste Angebot, das man ihr je unterbreitet hat, zum anderen aber auch furchtbar bedrohlich. Die vielen fremden Leute, der kalte, unnahbare Stein und die vielen schlechten Energien…
Der Anblick von zwei Personen, die sich küssten und offenbar nichts von der Außenwelt mitbekamen, wirkte auch nicht gerade einladend. Vor allem der Mann, dessen Schädel kahl rasiert war und mit Tattoos bedeckt war, verlieh ihr ein etwas mulmiges Gefühl. Mr. Cale erklärte dann endlich, wie es nun weitergehen würde und die Aussicht auf eine Dusche, Ruhe und Essen ließ Lavina aufhorchen. Allerdings schienen das auch die einzigen Anweisungen zu sein, die er für die Gruppe hatte und noch bevor jemand die Chance hatte, Fragen zu stellen, war er schon verschwunden. Sharina tat deshalb wohl das einzig Plausible und erkundigte sich bei Alec, wo nun die Badezimmer seien. Etwas, was auch Lavina dringend wissen wollte. Nun meldete sich auch wieder ihr Magen und knurrte verdächtig.
Mit einem mal kamen zwei weitere Personen zu ihnen, ein Mann und eine junge Frau. Er bezeichnete Mr. Cale als seinen Partner, also war er der andere Besitzer der Burg, auch wenn Lavina schon längst seinen Namen vergessen hatte. Die junge Frau stellte er als Aurelia vor. Sie hatte ebenfalls rote Haare und Sommersprossen, genauso wie sie selbst. Allerdings hatte sie keine Probleme damit, auf andere zuzugehen und begrüßte sie alle offen.
Lavina jedoch erwiderte ihr freundliches Lächeln nicht, sondern wand sich stattdessen wieder an Alec, in der Hoffnung, Auskunft über Bad und Küche zu bekommen.
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J.M.Cale
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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   So Nov 25, 2018 2:47 pm

Revan Valensa
Infos: 18 Jahre | single | Skinhead | Rechtsradikale Neigung" | Freund von Chrissi (Lavina) | Ex von Catarina (Catarina) | Mentor von Malou (Yuki)
ERWÄHNT: Kittey (Lilith) | Die Neuankömmlinge | Dan (Ri) | Catarina (Ri) | Tyler (Sharina)
ANGESPROCHEN: Chrissi (Lavina)

Manchmal fragte er sich, ob Chrissi es absichtlich auf die Spitze trieb. Ob es ihr einfach Spaß machte, ihn zu provozieren und dafür zu sorgen, dass ihm die Hand ausrutschte...
Allerdings konnte er sich dies nur schwerlich vorstellen und verstand deshalb nicht, warum sie nicht einmal ihre große Klappe halten konnte! Er kannte tatsächlich niemanden, der es so verstand, ihn in Rage zu bringen, wie die junge Frau vor ihm. Selbst wenn er verhältnismäßig entspannt, ja fast schon gut gelaunt war, konnte sie ihn innerhalb von Sekunden dazu bringen, jegliche Kontrolle über seine Handlungen zu verlieren.
Auch in diesem Moment, wo sie ihn mit diesem kühlen, überlegenen Gesichtsausdruck anblickte, ballten sich seine Hände zu Fäusten und er wollte nichts dringender, als ihr die Fresse einzuschlagen. Mühsam sich beherrschend spannten sich die Muskeln in seinen Armen an, während er gedanklich bis zehn zählte. Es brachte nichts... welcher Idiot hatte ihm noch mal erzählt, dies würde helfen? Achja... Tyler... na, dem würde er später war erzählen, ihm so einen Mumpitz vor zu dichten!
Revan wusste durchaus, dass es mit ihm alles andere als einfach war... der Umgang mit ihm zerrte gewaltig an den Nerven und man musste stetig darauf achten, wie, wann oder was man sagte. Er konnte bei Dingen, über die andere müde lächelten, direkt mit Aggression reagieren und ging im allgemeinen recht schnell an die Decke. Bei noch so kleinen Lappalien hatte er das Gefühl, sein Kopf müsste explodieren, wenn er seinen Emotionen keine Luft machen würde.
So neigte er wohl wesentlich stärker zu Auseinandersetzungen und Diskussionen, die schlussendlich in den meisten Fällen mit Gewalt endeten, als andere Menschen. Aber er hatte bisher auch nicht wirklich den Wunsch gehabt, etwas daran zu ändern... immerhin kam er ja bestens mit diesem Verhalten durch und bekam so alles, was er wollte.
Wenn andere darunter litten, war es schließlich nicht sein Problem. So wie es nicht sein Problem war, wenn Chrissi unter den Folgen ihrer Provokationen litt. Würde sie ihn nicht verärgern, würden sie sich nicht streiten und sie würde am Ende keine neuen Blessuren davon tragen. Ganz einfach eigentlich.
Und in diesem Moment, wo seine Freundin vor ihm stand und in mit einem Blick betrachtete, der so deutlich ihre Wut, ihren Hass zeigte, wünschte er sich nichts mehr, als dass sie zuschlug. Würde es ihm doch die Gelegenheit geben, ihr auf jede erdenklich Art und Weise, welche ihm nur einfielen zu zeigen, dass sie sich niemals wieder gegen ihn zu erheben hatte. Wag es, Chrissi. Na los., dachte er, sprach es jedoch nicht aus, zeigte der Ausdruck auf seinem Gesicht doch überdeutlich, was er dachte. Die dunkelblauen Augen ungut blitzend, während eine Augenbraue voller Spott hoch gezogen war und seine Lippen sich zu einem höhnischen, provokanten Lächeln verzogen hatten.
Er sah deutlich, wie sehr sie mit sich kämpfte und er sah bereits, wie sie die Kontrolle über sich verlor – doch stattdessen schluckte sie ihre Wut hinunter und meinte nur, dass er sie anwidern würde. “Und trotzdem lässt du zu, dass ich dich ficke.“, meinte er mit einem gemeinen, hinterhältigen Grinsen. “Also so widerlich kannst du mich ja dann doch nicht finden.“ Spöttisch fasste er nach dem Bund ihrer Jacke und zog sie ein Stück näher zu sich.
Dabei... hatte sie allen Grund, ihn genau so zu finden, wie sie ihn eben beschrieben hatte. Alleine der Tatsache betreffend, dass er sie bei ihrem wiedersehen direkt eiskalt belogen hatte. War da nun auch schon wieder fast vier Monate her? Seine Gedanken schwirrten ab zu dem Tag, der ihm noch immer im Gedächtnis war, als hätte er es erst gestern erlebt. Jede Kleinigkeit... Jedes Gefühl... einfach alles.
Er war früh aufgestanden und war in die nächst gelegene Stadt gestiefelt, wo er mit hoch rotem Kopf in eine Apotheke gegangen war, um für seine damalige Freundin Catarina einen Schwangerschaftstest zu besorgen, um diese verfluchte Ungewissheit endlich zu beseitigen.
Anschließend war er unruhig abwartend vor der Badezimmertür auf und ab gelaufen. Eigentlich hatte er mit hinein gewollt, doch hatte Ri ihn sanft, aber bestimmt zurück geschoben und die Tür vor seiner Nase zu geworfen und abgeschlossen. So war ihm nichts anderes übrig geblieben, als den Drang zu widerstehen, die Barriere einzutreten... Eine gefühlte Ewigkeit hatte es gedauert, bis sie heraus trat und an ihrem Kopfschütteln hatte er erkannt, dass sich das, was er sich erhofft hatte, noch nicht eingetreten war.
Seinen plötzlich auftretenden Frust, seine Enttäuschung niederkämpfen hatte er gespielt lässig gesagt, dass es ja noch werden könnte. Sie würden einfach weiter machen. Hätte Catarina damals nur ihren  Mund gehalten, doch war sie noch nie jemand gewesen, der ihm etwas vorzuspielen gedachte. Was im Grunde ja eigentlich etwas positives war – wenn man nicht unter einer so geringen Toleranzschwelle litt, wie Revan es tat. So hatte sie ihm möglichst schonend versucht mitzuteilen, dass sie zur momentanen Zeit einfach noch nicht bereit dafür, ein Kind zu bekommen und aufzuziehen. Er hatte es natürlich als eine allgemeine Absage aufgefasst und konnte seine Wut nicht unter Kontrolle halten. Mit einem derben Fluch in ihre Richtung, war er aus dem Zimmer getreten und hatte die Tür hinter sich zuknallen lassen – bevor er dem Drang unterlegen war, sich eben einfach zu holen, was er wollte und ihr notfalls auch mit Gewalt seinen Samen einzupflanzen.
Außerhalb war er jedoch direkt Chrissi in die Arme gelaufen und seine Wut war von jetzt auf gleich vollkommener Verblüffung gewichen. Niemals hätte er damit gerechnet, hier jemanden aus seiner Vergangenheit zu begegnen – und schon mal gar nicht ihr. Catarina für den Moment vergessend, hatten sie sich unterhalten. Sie hatte ihm erzählt, dass Nico sie mitten im Nirwana aus dem Auto geschmissen hatte – und er erzählte von Stress mit seiner Ex... Welche zu diesem Zeitpunkt eigentlich noch keine war.
Chrissi hatte die ganze Sache mit Nico wohl noch nicht wirklich verdaut... es war wohl das erste Mal, dass er sie überhaupt hatte weinen sehen. Er hatte einfach nur vollkommen Unsicher vor ihr gestand, schweigend und keine sonderlich große Hilfe, bis sie plötzlich die Arme um ihn schlang und ihrer Trauer freien Lauf gelassen. Ihr Gesicht an seinen Hals liegend, tropften ihre Tränen in den Kragen seines Poloshirts. Zögernd hatte er sie einfach nur gehalten, sein Kinn auf ihren Kopf abgelegt und irgendwelche sinnlosen Phrasen von wegen - Es wird alles wieder gut - und - Es ist doch kein Weltuntergang - von sich gegeben. Dabei hatte er sie mit einer Hand an sich gedrückt, während er mit der anderen über ihren Rücken gestrichen hatten.
Irgendwann versiegten ihre Tränen und sie sah zu ihm auf. Ihrem hübsches Gesicht hatten auch die Tränen nichts anhaben können und ihre grünen Augen, wunderschön und ihn noch immer voller Kummer anblickend, hatten sein Herz ziemlich aus dem Takt geraten lassen. Sie wollte etwas sagen und ihre sinnlichen Lippen hatten sich geöffnet, doch er würde nie erfahren, was sie in dem Augenblick hatte aussprechen wollen, denn er neigte seinen Kopf zu dem ihren und küsste sie. Für seine Verhältnisse sogar überraschend zärtlich. Dieses mal hatte Chrissi nicht gezögert und seinen Kuss erwidert, doch waren ihre Bekundungen drängender und sie schlang die Arme um seinen Nacken, schmiegte sich förmlich an seinen Körper.
Was folgte, schien fast schon unausweichlich... und wie eine Fortsetzung dessen, was vor so langer Zeit zwischen ihnen begonnen hatte und abrupt beendet wurde. Doch ging es dieses Mal von der jungen Frau aus, welche sich am Gürtel seiner Jeans zu schaffen machte und frustriert seufzte, als ihr Vorhaben nicht so gelang, wie sie es sich gewünscht hatte. Doch Revan folgte ihren Wünschen bereitwillig. Catarina vergessend, seine Wut vergessend, alles um sich herum vergessend.. nur Chrissi war in jenem Moment das einzig greifbare, das einzig fassbare für ihn.
Vielleicht war der Tisch nicht unbedingt die beste Wahl gewesen, für das, was anschließend zwischen ihnen geschah... aber das Gefühl, sie so nahe bei sich zu haben... endlich das zu bekommen, was er wollte, seit er sie damals an Nicos Seite das erste Mal gesehen hatte... war nicht zu beschreiben. Nur allzu schnell war das Kleid hoch geschoben, alle Widerstände beseitigt worden. Ihre Fingernägel, welche sich ins einen Rücken gruben, Kratzspuren auf eben jenem hinterließen. Ihr leises Stöhnen, den Kopf zurück geworfen. Er hätte gerne gesagt, er hätte sie damals um den Verstand gebracht... aber es war genau anders herum gewesen. Tatsächlich war er derjenige gewesen, der Schlussendlich keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte. Vermutlich nicht einmal seinen Namen hätte aussprechen können, sondern nur den ihren.
Ein schlechtes Gewissen Catarina gegenüber? Hatte er nicht eine Sekunde gehabt... Später, ja... da war etwas, was dem wohl nahe gekommen wäre... doch in diesem Moment war alles genau so, wir er es gewollt hatte. Und ab diesem Zeitpunkt... waren sie irgendwie zusammen gewesen... Und Anfangs war es tatsächlich gar nicht mal so schlimm... jedenfalls, wenn man betrachtete, mit wem Christine zusammen war.
Geändert hatte es sich erst, als er ihr gestanden hatte, dass er zu dem Zeitpunkt vergeben gewesen war. Seitdem hatte sich irgendwas... geändert. Sie stritten immer häufiger. Seine Wutanfälle nahmen wieder zu. Sie provozierte ihn... Bis er sich nicht mehr unter Kontrolle hatte und sie das erste Mal schlug. Als hätte er damit einen Damm gebrochen, kam es ab diesem Moment öfter vor...
Und trotzdem blieben zu zusammen... Weder er, noch sie machte Schluss... letzteres hätte er vermutlich auch überhaupt nicht zu gelassen. Wo käme man denn hin, wenn die Frau schon eigene Entscheidungen würde treffen dürfen?! Chrissi schien auch noch immer nicht so recht zu wissen, wo ihr Platz war... nämlich unter ihm... zu seinen Füßen... obwohl er zwischenzeitlich auch bereitwillig unter ihr war – allerdings nur liegend – und nackt...
Vielleicht hatte die junge Frau mit ihren Gedanken gar nicht mal so unrecht. Vielleicht war er tatsächlich einfach nicht in der Lage, auf einen längeren Zeitraum hinweg glücklich sein zu können. Tat deshalb alles möglich, um dieses Gefühl von Zufriedenheit zu beseitigen. Die Vermutung war jedenfalls gar nicht mal so abwegig. Hatte er in der Vergangenheit doch gelernt, dass Glück niemals von Dauer war und der Verlust dessen um so viel Härter war, wenn es einen plötzlich ereilte...
So stand er nun provozierend Chrissi gegenüber, meinend, dass ihn nichts davon abhalten würde, sie zu betrügen. Sie schien so sicher, dass er kurz zweifelte, ob es sie überhaupt interessierte. Doch dann vernahm er diesen Funken Hoffnung und das fiese Blitzen in seinen Augen zeigte nur allzu deutlich, wie sehr ihm dies gefiel. “Ach... würde ich nicht? Woher willst du das wissen? So oft, wie ich ohne dich unterwegs bin... hast du dir ein paar der Mädels mal angesehen. Einigen von ihnen kannst du nicht einmal Ansatzweise das Wasser reichen.“, meinte er, die Stimme so höhnisch, so voller Spott. Dabei log er. Tatsächlich konnte keine einzige es in Wirklichkeit mit Christine aufnehmen – jedenfalls in seinen Augen nicht.
Mit ihren nächsten Worten jedoch erwischte sie ihn eiskalt. Meinte sie doch, dass sie ihm vertraute, obwohl es vielleicht dumm ist... und das sie ihm nicht zutrauen würde, sich an einem Kinde zu vergreifen. Und sie sagte seinen Namen. Der Klang sorgte dafür, dass ein Muskeln in seiner Wange wütend zuckte, doch rasch korrigierte Chrissi sich und der Schuldbewusste Blick besänftigte ihn mehr, als Worte es vermocht hätten. Vielleicht hatte er es ein wenig zu weit getrieben...
“Scheiße Chrissi... natürlich treibe ich es mit keiner anderen... ich würde dich nicht betrügen. Es sei denn, Dessie Mitcheson kommt vorbei und will mich ins Bett zerren. Da dies aber äußerst unwahrscheinlich ist, brauchst du dir in dieser Hinsicht auch keinen Kopf machen... Und bisher hatte ich noch keine Ambitionen, mich an Kindern zu vergreifen...“
Bisher... Na... so ein wenig seltsam klang der Satz mit diesem Wort ja schon, aber sei es mal dahin gestellt.
Chrissis nachfolgende Gedanken bewiesen, wie wenige sie eigentlich voneinander wussten. Wie wenig sie über den Mann wusste, mit dem sie zusammen war. Tatsächlich war das Haus, aus dem Revan stammte, gar nicht mal so unvermögend, wie sein Verhalten es vermuten ließe. War sein Großvater tatsächlich einst weit oben gewesen, in Politischer Hinsicht. Doch woher sollte sie es auch wissen? Hatte ihr Freund doch niemals auch nur seinen Nachnamen verlauten lassen.
Allerdings würde ihr hinsichtlich des unreif wohl ein jeder zustimmen, der ihn kannte. Und natürlich wusste auch Revan selbst, dass er sich eigentlich glücklich schätzen müsste, dass Chrissi ihm überhaupt Beachtung schenkte... wusste er durchaus, dass sie wirklich beinah jeden haben konnte und doch... tja... selber schuld.
Hätte Chrissi gewusst, dass er auch durchaus sie manchmal mit nachdenklichen Blick betrachtete und ihr fast schon zärtlich eine Strähne aus dem Gesicht strich, wenn er des Nachts neben ihr lag, mit dem Arm den Kopf stützend und sie beim schlafen beobachtete, so wäre sie wohl ein wenig versöhnlicher gestimmt. Allerdings... woher sollte sie es wissen, wenn er ihr keine Zärtlichkeit entgegen brachte, wenn sie beide Augen offen hatte...
Schlussendlich endete ein Streit zwischen ihnen wie auch sonst so üblich für die beiden jungen Menschen. Nur war die Angelegenheit für Revan abgehakt – für Chrissi scheinbar noch lange nicht.
Während er sie nun küsste und seine Freundin sich nach kurzem sträuben enger an ihn presste, bemerkte er nicht die beiden Menschen, welche für einen kurzen Moment stehen geblieben waren, um den Streit zwischen ihnen zu beobachten. Er wusste nicht, dass eine davon seine Ex-Freundin war, von dessen Verbleib in dem Schlösschen er noch nicht einmal etwas ahnte! Vielleicht auch besser so, denn würde es ihn in ein Gefühlschaos stürzen, welches er zu diesem Zeitpunkt wahrlich nicht gebrauchen konnte... hatte er doch schon genug damit zu tun, die Gedanken an ein Kind in einem durchsichtigen Kleid zu verdrängen...
So kam es ihm auch grade recht, dass Chrissi ihm nun so nahe war – jedenfalls, bis sie den Kuss unterbrach und sich von ihm befreien wollte, nur weil irgendwelche Flachpfeifen sich dem Hof näherten. Er hätte einfach weiter gemacht, war er es sowieso gewohnt, dass ihm seltsame Blicke begegneten und verfolgten. Ihre Gefühle so offen zu zeigen war aber scheinbar nicht das Bedürfnis seiner Freundin und so ließ er sie widerwillig mit dem Spruch los, dass sie ihn verrückt machen würde. Ihr kleines, kokettes Lächeln unter halb geschlossenen Lidern war auch nicht sonderlich gut, für sein Körperliches Befinden und mit einer Grimasse in ihre Richtung, griff er sich in den Schritt, um dort Platz zu machen, wo es wegen Chrissi in den letzten Augenblicken ziemlich eng geworden war. Das Lächeln hatte ihm dann den Rest gegeben. Leise fluchend schob er alles so zu recht, dass es für ihn selbst bequem war, bevor er die Ankömmlingen weiter betrachtete, wobei er größtenteils Alec ins Auge fasste und den Frauen nur einen beiläufigen Blick schenkte. Aber dies war bei Revan schon immer so gewesen. Die meisten weiblichen Wesen gingen ihm am Arsch vorbei, solange sie nichts an sich hatten, was seine Aufmerksamkeit erregte. Und so war es auch alleine Alec verschuldet, dass er Chrissi seinen Arm um die Schultern legte und sie somit eindeutig als die seine beschrieb. Besser, als jedes Wort, jeder Satz es zu tun vermocht hätte.
Deshalb hatte er sich auch mit der Frage, was sie tun wollte, an seine Freundin gewandt. Das er sie damit komplett überforderte, ahnte er nicht, hätte es sonst vermutlich öfter getan. Sie in Verlegenheit und Verwirrung zu stürzen, war für ihn nämlich fast noch Befriedigender, wie wenn sie wütend wurde.
Ihre Antwort war auch nicht sonderlich zufriedenstellend, als ein einfaches ich weiß nicht... ertönte... jedoch war sie noch nicht fertig, denn kurz darauf legte sie den Kopf schief und warf ihm einen Blick zu, der ihm den Himmel auf Erden versprach, wenn sie erst alleine wären. Beinah schlagartig pumpte sein Körper das Blut von seinem Gehirn ab und schenkte es einem anderen Körperteil, welches sowieso schon ungeduldig auf etwas Zuneigung wartete. Auf ihre sinnlich dahin gehauchten Worte, dass ihr da etwas eingefallen wäre, was sie tun könnte, stieß er zischend die Luft aus. “Du weißt nicht, wie sehr ich dich grade hasse...“, meinte er leise, die Stimme rau und seine Worte somit augenblicklich als Lügen strafend. Er drehte sich zu ihr, drückte seinen Unterleib an ihre Hüfte und sein Grinsen war schelmisch, fast Jugendhaft. Doch als ihr Blick zu Dan huschte, verschwand sein Lächeln, Eifersucht blitzte kurz in seinen Augen auf. Revan warf ihm einen wütenden Blick hinterher, war froh, dass dieser genauso schnell verschwand, wie zuvor sein Geschäftspartner. Na... Revan sollte es recht sein, er selbst hätte auch keine Lust, sich  mit den Gestalten herum zu ärgern.
Sich an Chrissi wendend, ein wenig von ihr abgerückt, den Arm jedoch noch immer um ihre Schultern gelegt, wollte er einen bissigen Kommentar in ihre Richtung werfen, als ihr Blick sich ihm wieder zu wandte und sie ihm zuvor kam. Ihr Augenklimpern sagte ihm so einiges und er lachte leise, als sie meinte, er könne ja etwas schönes kochen und sie würde ihm auch dabei helfen.
Einer plötzlichen Eingebung folgend, zog er Chrissi an sich und drückte ihr einen Kuss auf die Wange. Eine seltene Geste seinerseits. “Also gut... ich koche und du verschönerst die Küche.“, meinte er anschließend und senkte dann die Stimme. “Mal sehen, was mir für Aufgaben einfallen, um dir die Zeit zu vertreiben... Ich will ja nicht, dass du dich langweilst. Du könntest den Tisch schon mal... vorbereiten.“ Das es durchaus Möglich war – vor allem in Anbetracht des Tonfalls, in welchem er sprach – diese Worte auch zweideutig aufzufassen, war ihm durchaus bewusst und auch beabsichtigt.
Er hatte nämlich nicht vergessen, dass sie damals, als sie sich an diesem ganz speziellen Tag wieder gesehen hatte, den Küchentisch kurzerhand entfremdet hatten... und er durchaus nicht abgeneigt wäre, dass sie ihm ein weiteres Mal den Verstand auszuknipsen schaffte
So zog er sie, tatsächlich mit überraschend guter Laune, durch die schweren Türen in die Eingangshalle. Die Menschen auf dem Hof nicht weiter beachtend. Er hätte nicht mit der Möglichkeit gerechnet, dass er die Vorstellung, er würde arbeiten und Chrissi würde dabei untätig zusehen, auch etwas positives abringen konnte. Allerdings hatte sie genau das vor geschlagen, was er gerne machte... tatsächlich liebte er es zu kochen.
Nur... wie lange würde seine Laune auf diesem positiven Level bleiben... denn wartete in der Küche etwas auf ihn, was er in diesem Moment vollständig aus seiner Erinnerung gestrichen hatte...

tbc Küche


Zuletzt von J.M.Cale am So Nov 25, 2018 3:21 pm bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
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Sharina Madani

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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   So Nov 25, 2018 3:07 pm

Tyler Black
Infos: 23 Jahre / bester Freund von Jack
ERWÄHNT: die ganzen anderen
ANGESPROCHEN:  Amara


Fußgängerzone < ----

Tyler kam aus dem Wald geschlendert, unterwegs hatte er seine Zigarette entsorgt und ordentlich ausgetreten. Er erblickte sofort die vielen Menschen im Burghof. Es war sogar ein komplett neues Gesicht dabei. Eine rothaarige Frau stand etwas abseits, er konnte aber ihr freundliches Lächeln sehen. *Wo kommt die denn her?*, dachte er sich verwirrt. Er kannte sie nicht und bei der Gruppe von Matt und Alec hatte er sie vorhin nicht gesehen. Tyler sah sich um und sah gerade noch, wie Dan im Schloss verschwand. Er musste die neue gefunden und hergebracht haben. Tyler blieb kurz stehen als er Revan erblickte. Er stand dicht neben einer jungen Frau, Tyler legte minimal den Kopf schief. Das war also seine Freundin. Er hatte sie selbst noch gar nicht zu Gesicht bekommen, aber ihn interessierte es nicht, wie sie aussah. Tyler schob die Hände wieder in die Hosentaschen und sah kurz zu Alec, um den anderen Mann herum standen drei Frauen, die er allesamt nicht kannte. Leise seufzte er. Alec zog die Frauen schon immer an wie das Licht die Glühwürmchen. Tyler zog die rechte Hand aus der Hosentasche und winkte Alec kaum merklich zu, sollte dieser Hilfe brauchen oder einfach überfordert sein könnte er helfen. Doch ob der andere Mann dies tun würde? Das bezweifelte Tyler stark. Der blauhaarige Mann wandte sich ab und entdeckte eine junge Frau, die alleine etwas abseits der Gruppe stand. Tyler hatte sie vorhin in der neuen Gruppe gesehen, die hinter Matt her gegangen war. Er entschied sich, einfach zu ihr zu gehen. Tyler schlenderte also zu der fremden Frau, gut einen Meter vor ihr blieb er stehen. Er setzte ein freundliches Lächeln auf während er auf sie hinab sah. „Hey, ich bin Tyler“, grüßte er und reichte ihr spontan die rechte Hand. Die Plastik Tüte baumelte immer noch an seinem Handgelenk, weshalb er diese schnell in die linke Hand nahm. Die Tattoo Vierungen auf dem rechten Arm waren in schwarz weiß, größere und kleinere Motive zierten seine Haut. Die Bilder auf dem linken Arm waren größtenteils in Farbe gehalten, so wie der große Phönix der sich auf seinem Oberarm erstreckte. Tyler musterte die Frau vor sich kurz. Für eine Frau war sie recht groß, dafür aber schlank und schön anzusehen. Die braunen Haare waren gelockt und ihre Beine recht lang. Tylers Blick blieb an ihren hellen Augen hängen. Er konnte nicht recht sagen, ob diese grün oder grau waren, so hell waren diese. „Wie heißt du?“, fragte er sie dann und lächelte erneut. Er wollte nicht unbedingt aufdringlich sein. Vor allem, da die Frau sich bestimmt wegen seines Aussehens von ihm fernhalten würde. Aber ihm war es egal wie die Leute auf ihn reagierten. „Wenn du fragen hast oder Hilfe im Schloss brauchst, einfach sagen. Ich bin schon etwas länger hier und kann dir das Schloss zeigen“, bot er ihr an. Er hatte dabei ausnahmsweise mal keine Hintergedanken bei diesem Angebot. Sie war neu hier und kannte sich nicht aus. Er war kein Arschloch. Er würde diese Situation gewiss nicht ausnutzen. Tyler sah aus den Augenwinkeln, wie Revan mit seiner Freundin im Schloss verschwand. Innerlich brummte er. Wenigstens grüßen hätte er können. Nach einem kurzen Augenblick wandte er seine volle Aufmerksamkeit wieder Amara zu.
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Lavina

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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   So Nov 25, 2018 10:10 pm

Chrissi

Manchmal erschrak Chrissi vor sich selbst. Ihre Gedanken konnten so niederträchtig sein, dass sie sich sogar schon einmal dafür geschämt hatte und ihre Eifersucht wurde von Zeit zu Zeit so rasend, dass sie sich selbst kaum im Spiegel erkannte. Das hübsche Gesicht wurde von dieser Dunkelheit, von der Wut in ihren Augen entstellt. Und doch war es absolut unmöglich, sie aufzuhalten. Auch jetzt, wo sie den Wunsch in sich aufkommen spürte, ihm eine zu verpassen, war sie entsetzt. Noch nie zuvor war etwas Vergleichbares passiert und sie hatte es nicht für möglich gehalten. Immerhin hasste sie es, wenn er sie schlug und sie wusste doch besser als alle anderen, wie es sich anfühlte. Zwar konnte sie nicht leugnen, dass sie auch schon in ihrer Vergangenheit mal auf dem Gipfel eines Streites sich vorgestellt hatte, wie es wohl wäre, alle Wut an dem Gegenüber auszulassen. Aber diese Gedanken waren flüchtig gewesen, geradezu belanglos, da sie niemals ausgeführt worden wären. Doch jetzt…jetzt waren sie auf einmal greifbar, der Befehl von ihrem Gehirn war schon beinahe an ihre Hand gesendet worden. War es so, wie Revan sich fühlte? Keine Kontrolle mehr über seine Taten, unfähig über sie zu bestimmen? Vielleicht, auch wenn sie sich kaum vorstellen konnte, dass er es tat, ohne es zu wollen.
Chrissi fühlte sich entsetzlich. Das Schlimmste war ja noch nicht mal das Schlagen selbst. Sie hatte doch eh kaum Kraft in ihren Armen und eine Ohrfeige von ihr wäre mehr Knall als Sein. Das Schlimmste war, dass sie doch genau wusste, wie er reagieren würde. So eine Vorlage würde er sich nicht zweimal bieten lassen und es würde keine Chance geben, zu entkommen. Noch nicht einmal Weglaufen würde was bringen, da er sie mühelos einholen könnte. Umso wichtiger war es, dass sie die Kontrolle nicht verlor. Und das war ziemlich schwierig.
Ein Blick in seine Augen verriet ihr, dass er wusste, was in ihr vorging. Alles darin schrie nach Provokation und Chrissi wurde augenblicklich schlecht. Er wollte, dass sie ihn schlug. Wahrscheinlich empfand er eine perverse Freude bei der Vorstellung, sie krankenhausreif zu schlagen. Seine hochgezogene Augenbraue, sein höhnisches Lächeln, all das war die perfekte Einladung und sämtliche Fasern ihres Körpers wollten ihr Folge leisten.
Es kostete viel Überwindung, die nächsten Worte auszusprechen, mehr, als sie je dachte, dass sie sie aufbringen konnte. Dass sie sie aufbringen musste. Doch nur ein Kommentar von Revan, und alles war hinüber.
"Bilde dir darauf bloß nichts ein", stieß sie hervor, wohlwissend, dass sie ihre nächsten Worte bereuen würde, "Ich hab schon zugelassen, dass weitaus widerlichere Typen mich gevögelt haben!"
Zugegeben, sich selbst als kleine Schlampe darzustellen, war nicht die Intention gewesen, mit der Chrissi dieses Gespräch begonnen hatte. Aber sie war so wütend und wenn sie ihn schon nicht schlagen durfte, so musste sie wenigstens irgendetwas sagen, irgendetwas auf seine Worte erwidern. Sie hatte nicht vor, am Ende dazustehen, völlig sprachlos und entehrt. Obwohl sie das mit der Ehre nun am Besten auch nicht mehr so genau nehmen sollte. Im Grunde genommen stimmte es ja auch gar nicht, was sie da behauptet hatte. Bis auf das eine mal mit Revan hatte sie Nico nie betrogen. Allerdings wusste sie nicht, wie viel ihr Exfreund seinen Kumpels von der Zeit erzählt hatte, in denen sie kurz getrennte Wege gegangen waren…es war genau zwei Monate nach dem Abend gewesen, als er sie zusammen mit Revan gefunden hatte. So sauer hatte sie Nico noch nie erlebt. Und trotzdem hatte er es geschafft, die Hand nicht gegen sie zu erheben, im Gegensatz zu anderen.
Chrissi hatte sogar mit dem Gedanken gespielt gehabt, während der Beziehungspause bei Revan vorbeizukommen, hatte sich dann aber dagegen entschieden, da sie befürchtete, dass dieser das seinem ehemaligen Kumpel erzählen könnte. Und sie hatte nicht noch mehr Drama gewollt.
Sie blieben ganze vier Wochen lang getrennt, in welchen Chrissi wieder mehr mit ihren alten Freunden Sachen unternahm. Irgendwie gefiel es ihr, unter ihnen als die Verdorbene und die Verruchte zu gelten und eine Zeit lang hatte sie sich sehr in dieser Art von Aufmerksamkeit gesonnt und auch nichts ausgeschlagen, was sich ihr bot. Natürlich war keiner dieser Typen widerlich gewesen, aber trotzdem hatte sie manches bereut. Nico hatte nie etwas davon erfahren und eigentlich hatte sie auch nie vorgehabt, es vor Revan zu erwähnen. Schließlich war es Vergangenheit und konnte eh nicht mehr geändert werden.
Revans nächste Worte waren sehr verletzend. An ihrer Schönheit hatte sie zwar noch nie etwas auszusetzen gehabt, aber es war töricht zu glauben, dass es niemanden gibt, der besser aussieht. Und das Revan behauptete, ein paar dieser abscheulichen Mädchen hier würden das tun, brachte sie innerlich zum Kochen. Sie überlegte, ob sie es wagen sollte, auf das gute Aussehen einiger männlichen Bewohner anzuspielen und ob es wert wäre, sich dafür noch eine zu fangen. Es fiel ihr unfassbar schwer, aber sie entschied sich dagegen. Wohl zu ihrem Glück, denn ansonsten hätte er kaum die fast schon versöhnlichen Worte gesagt. Er hatte sie nicht betrogen. Man konnte ihr förmlich ansehen, wie Erleichterung sie durchflutete, auch wenn es in ihr drin immer noch eine Stimme gab, die wild zeterte und sich darüber beschwerte, dass er mit Absicht mit ihren Gefühlen gespielt hatte.
Aber während des Kusses wurde sie immer leiser und leiser, bis sie irgendwann schließlich ganz verstummte.
Nach diesem Streit, dessen Auswirkungen sie immer noch spüren konnte, war Chrissi sehr zufrieden damit, als sie sah, wie Revans Körper auf sie reagierte. Immerhin auf eine Sache war noch Verlass. Sobald sie sich von ihm gelöst hatte, musste er erst mal seine Hose zurechtrücken und die Augen der jungen Frau funkelten belustigt.
"Soll ich dir helfen?", fragte sie neckend und blinzelte gespielt unschuldig.
Ihre folgenden Anspielungen schienen die Sache nicht besser zu machen und als er zischend die Luft ausstieß, wusste sie, dass sie alles richtig gemacht hatte. Es gefiel ihr, eine gewisse Kontrolle über ihn zu haben, eine, gegen die er nicht so schnell etwas einwenden würde. Allerdings sollte sie es wohl auch hier nicht übertreiben. Jedoch hatte sie nicht viel Zeit, darüber nachzudenken, da er schon im nächsten Moment seinen Unterleib an sie presste, worauf sie scharf einatmete. Ein deutliches Zeichen, dass auch er sie alles andere als kalt ließ. In ihren Augen stand nun das Verlangen nach ihm so klar lesbar wie zuvor noch die Wut.
Als sein Lächeln plötzlich verschwand, ahnte sie schon das Schlimmste, aber als er ihre folgenden Worte mit einem leisen Lachen quittierte, leuchtete ihr Gesicht förmlich auf. Zwar hatte sie im Gegensatz zu Revan die Sache mit dem jungen Mädchen nicht vergessen, ebenso wenig wie seine höhnischen Bemerkungen und seine Hand auf ihrer Wange, aber diese unerwartete Zuwendung, die ihr nun zuteil wurde, rückte das alles ein wenig in den Hintergrund. Der Kuss auf die Wange kam dann aber noch überraschender und ehe sie es richtig verarbeiten konnte, redete Revan schon weiter. Offenbar kam ihr zweiter Vorschlag ebenso gut an wie der erste und seine Bemerkung über das Tisch decken ließ sie sogar kurz erröten. Sie würde niemals vergessen, was auf diesem passiert war, niemals den Tag, an dem sie endlich das zu Ende gebracht hatten, was damals auf der Couch anfing.
"Keine Sorge", meinte sie dann und ließ ihre Finger betont langsam von seiner Brust abwärts gleiten. Knapp unterhalb des Bauchnabels hielt sie jedoch inne. "Ich kümmer mich um den Nachtisch."
Zugegeben, es war nicht die kreativste Antwort gewesen, aber sie schien gerade eh nicht ganz in der Lage zu sein, vernünftige Gedanken zu formen, die nicht alle bei der ein und derselben Sache endeten. Deshalb leistete sie auch keinerlei Widerstand, als Revan sie Richtung Küche zog und genoss einfach den Augenblick und seine gute Laune. Nicht ahnend, was sie gleich erwarten würde.

gt. Küche
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Amara L. Dubois

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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Do Nov 29, 2018 2:57 pm

Cyra

Sie hatte schlechte Laune... ihre schmalen Brauen lagen tief über den braunen Augen. Eine steile Falte zwischen ihnen. Die Mundwinkel leicht nach unten gezogen, hatte sie den ganzen Weg über eher schweigend verbracht.
Vielleicht ein wenig schmollend, dass Alec sich nicht ausschließlich und nur um sie kümmerte... nein... stattdessen sprach er mit jeder Tussi in der kleinen Runde. Redete unablässig und machte nicht einmal Pause, um Luft zu holen... Anfangs hatte er ja wenigstens mit sich selbst geredet... aber irgendwann fing die junge Frau mit den dunklen, wilden Locken an, sich an seinem Selbstgespräch zu beteiligen und fragte ihn über das Schloss und das Leben dort aus. Natürlich fand Cyra selbst es auch interessant... doch wäre es ihr lieber, wenn der Mann im Anzug antworten würde... und sie ihren besten Freund ganz alleine für sich hätte. Aber... so war es schon immer mit ihm gewesen. Egal, wo er auch hin ging... er stand im nu im Mittelpunkt – und dieser Arsch genoss es auch noch! Natürlich war sie selbst nicht anders... aber... hier ging es grade nicht um sie.
Und dann begann er auch noch, mit deren Freundin zu flirten! Ein Schlüpfriger Spruch folgte dem nächsten und obwohl Cyra anfangs noch wütend deswegen war und Sharina gereizt anfunkelte, bekam sie schlussendlich doch ein wenig Mitleid mit dem armen Ding... Wusste sie sich nicht wirklich zu helfen und die Röte, welche ihr Gesicht zum glühen brachte, verstärkte sich mit jedem Schritt. Selbst ihre Freundin hatte Alec nicht davon abhalten können, mit dem was er tat, aufzuhören...So hatte sie selbst am Ende mit den Ellenbogen in seine Seite gestoßen und ihm einen warnenden Blick zu geworfen, ihm sagend, dass er die Kleine in Ruhe lassen sollte. Tatsächlich hatte er sich ihrem Befehl gefügt und sie hatten sich ein wenig zurückfallen lassen, jedoch nicht, ohne nach ihrer Hand zu fassen. Ein kleines Kribbeln in ihrem Bauch bewusst unterdrückend, schüttelte sie leicht dem Kopf. Er war unmöglich... wirklich...
Kurz blickte sie zurück zu Lavina, welche in großem Abstand hinter ihnen her lief und den stetig gleichgültigen Ausdruck auf dem Gesicht hatte, wie schon die ganze Reise zuvor. Trotzdem verlangsamte Cyra ihre Schritte, bis sie in Hörweite ihrer Reisegefährtin waren. Doch bevor sie eine Chance hatte, etwas zu sagen, sprach bereits Alec. Du meine Güte... hat er denn immer irgendwas zu sagen?, dachte sie, innerlich seufzend. Tatsächlich fragte er irgendwas wegen Sternzeichen und Eso-irgendwas. Sie verstand nur Bahnhof... Strömungen? Hä? Ihr Gesicht zeigte wohl deutlich ihre Verwirrung, würde man einen Blick auf jenes werfen. Hatte sie ja noch nicht einmal diese Wörter gekannt und fragte sich deshalb, wie Alec nur auf so etwas kommen könnte! Sie wusste wirklich noch viel zu wenig über ihn! Lavina's Antwort war auch... komisch... Auren? Als würden die beiden etwas gemeinsames gefunden und würden sie selbst ausschließen... so fühlt sich Cyra gerade.
Sie selbst blieb weiterhin schweigend, vielleicht ein wenig verdrossen, was sich jedoch änderte, als er sie plötzlich an sich zog und meinte, sie hätte es gleich geschafft und könne sich in sein Bett legen. Ein helles Lachen entwich ihr und ihre Augen funkelten belustigt. Rasch drückte sie ihm einen kleinen Kuss auf die Lippen und meinte keck: “Du kannst dich gerne erst einmal alleine ins Bett legen. Ich möchte mich ausruhen... Duschen... Essen... Schlafen. Und zwar genau in dieser Reihenfolge.“ Zu vieles gab es nun zu entdecken, zu erfahren... so würde sie sich bestimmt nicht direkt hin legen... erst einmal müsste sie schauen, ob es wirklich das Richtige war – oder ob sie ihren Rucksack schultern und einfach weiter ziehen sollte. Allerdings machte das kleine Schlösschen einen ganz zauberhaften Eindruck. Türmchen, hoch in den Himmel reichend. Es musste einst noch prachtvoller, noch größer gewesen sein, denn hatten sie vor kurzem eine Zerfallene Steinwand passiert. Mit Moos bewachsen und doch eindeutig zu größerem bestimmt gewesen.
Sie durchliefen ein geöffnetes Tor, unter einem Steinbogen entlang und traten auf einen hübschen Vorhof. Eine Grünfläche in der Mitte liegend. Mit Bewunderung sich umsehend, fiel ihr Blick auf zwei Menschen, welche eng umschlugen am Rande standen und sich küssten. Na... eine Tussi weniger, welche sich an Alec heran machen würde. Käme ihr jenes nur recht. Einen Moment noch beobachtete sie die beiden. Der Typ bereitete ihr Bauchschmerzen, hatte er eine ungezügelte, brodelnde Aggression an sich, welche jede seiner Bewegungen zeigte, dass sie mit ihm lieber nicht alleine sein würde... Sie wandte den Blick erst ab, als der Mann im Anzug, welcher sich als Mr. Cale vor gestellt hatte, zu sprechen begann. Kurz und Bündig waren seine Worte und im nächsten Moment drehte er sich um und verschwand, ließ eine verblüffte, sich ein wenig hilflos fühlende Cyra zurück. Wirkte nicht grade so, als hätte er großes Interesse daran, noch mehr Zuwachs zubekommen. Sie blickte ihm noch leicht verwirrt nach, als das Mädchen – Sharina oder so – zu ihnen trat und Alec ansprach. Sofort versteifte sich Cyra und drückte die Hand des Mannes neben ihr stärker. Einfach um zu zeigen, dass sie auch noch da war... Zur Sicherheit. Sie fragte nach den Badezimmer und wütend funkelte sie das Mädchen an. “Eine Dusche wird bei dir auch nicht helfen.“, meinte sie spitz und warf mit ihrer freien Hand ihre langen Haare in einer arroganten Geste zurück. Doch um alles noch schlimmer zu machen, trat eine weitere junge Frau zu ihnen und meinte höflich, sie freue sich sie alle kennen zu lernen. Begleitet wurde sie von einem durchaus attraktiven Mann, der sich als Miteigentümer heraus stellte, jedoch scheinbar genauso unhöflich wie der andere war und sich ebenfalls rasch vom Acker machte... Was für Sympathiebolzen....
Mit gerümpfter Nase sah Cyra die von Sommersprossen übersäte Nasenpartie des Neuankömmlings... [b]Wird sich noch zeigen, ob es eine Freude ist.“, murmelte sie, während sie am liebsten mit dem Fuß aufgestampft wäre und alle verscheucht hätte, die sich Alec näherten... Okay... Lavina hätte sie vielleicht noch akzeptiert... aber nur, weil diese gegen den Charme Alec's ganz offensichtlich Imun war!
Zwar bemerkte sie den fremden Mann, doch würde sie ihn erst später ins Auge fassen können... jetzt musste sie erst einmal klar stellen, dass der Mann an ihrer Seite ihr gehörte... und zwar nur ihr!

Angesprochen: Alec (Cale), Sharina (Shari), Aurelia (Shari)
Erwähnt: Lavina (Lavina), Daniel (Catarina), Cale (Cale), Amy (Amara), Tyler (Shari)
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J.M.Cale
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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Do Nov 29, 2018 5:17 pm

Alec Meyer
Infos:  24 Jahre | single | Bester Freund von Cyra (Amara)
ERWÄHNT:Irgendwie alle beim Hof  
ANGESPROCHEN: Cyra (Amara) | Lavina (Lavina) | Sharina (Sharina) | Aurelia (Sharina)

Zufrieden mit der ganzen Situation genoss Alec die Aufmerksamkeit, welche ihm zuteil wurde.
Obwohl Cyra den kompletten Weg über ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter zog, konnte sich seine Laune einfach nicht trüben. Er hatte sie vermisst... das hatte er tatsächlich. Die Gespräche mit ihr, das Scherzen, die Zugneigungsbekundungen... das alles hatte ihm mehr gefehlt, als er es jemals gedacht hätte. Sie war etwas besonderes für ihn... einer der wenigen Menschen, die ihm etwas bedeuteten und die ihm wichtig waren. Er genoss es, sie bei sich zu haben und dies war auch der Grund, warum er ihre Hand nur einmal los gelassen hatte – und zwar, um Amara auf die Beine zu helfen, als sie stürzte.
Natürlich hatte er den Blick Cyra's bemerkt... aber sie würde es schon überleben und spätestens, wenn sie eine Runde geschlafen hätte, würdes es ihr besser gehen. So hoffte er jedenfalls, denn obwohl er sie gerne bei sich hatte, konnte er auf ihr Zickiges und Eifersüchtiges Verhalten nicht wirklich mit Nachsicht reagieren. Das hatte sie doch früher nicht gehabt... war sie selbst doch ebenfalls kein Unbeschriebenes Blatt... Vielleicht war es einfach die Erschöpfung...
Die hübsche Amara mit ihren wilden Locken war ganz anders. Lachend war sie auf sein Flirten eingegangen und hatte ihm ein paar Fragen gestellt, deren Zweideutigkeit ihn mitunter zum Grinsen brachten. Ob sie sich bewusst war, wie anzüglich sie klang? Vermutlich nicht, denn sah nicht jeder in jedem Satz einen doppelten Sinn.
Ihre Freundin hingegen war wieder ein ganz anderer Typ Frau. Eher schüchtern errötete sie bei jedem seiner schlüpfrigen Kommentare bezaubernd und sah auf ihre Schuhe. Nur dann einen Blick auf ihn werfend, wenn sie sich war, dass er sie nicht gerade betrachtete. Gerne hätte er sie noch weiter gepiesackt, doch Cyra hatte ihm mit einem spitzen Ellenbogen schmerzhaft in die Seite gestochen und ihm mit den Worten, er solle den Zwerg in Ruhe lassen, einen tadelnden Blick zugeworfen.
Leicht die Augen verdrehend hatte er sich von Sharina abgewandt und sich zusammen mit Cyra zurück fallen lassen, bis er neben Lavina ging und versuchte, ein Gespräch mit ihr zu entwickeln.
Auf seine Aussage, dass Sternzeichen viel über einen Menschen aussagen könnten, zog er eine Augenbraue hoch. “Und was sagt mein Sternzeichen über mich?“, fragte er sie, bevor die junge Frau mit ehrlichem Bedauern auf seine Aussage mit den Strömen meinte, dass sie keine Auren sehen könnte. “Kann man so was nicht lernen?“, nicht, dass er sich darüber jemals groß Gedanken gemacht hat... aber irgendwie... interessierte es schon. Also die Sicht der Dinge anderer Menschen.
Jedoch war Lavina nicht grade gesprächig und so absolvierten sie den Großteil des Weges schweigend.
Zudem auch Cyra noch meinte, dass sie sich erst Ausruhen und Duschen wollte, bevor sie schlafen ging... er hatte auch nicht unbedingt an Schlafen gedacht, sagte aber nichts weiter dazu.
So kamen sie nach einer kurzen Weile bereits am Schlösschen an, wo er rasch die Augen über den Platz schweigen ließ. Bemerkte die Personen dort, sah zu ihnen.
Sein Blick, der kurz vorher noch auf Revan und Chrissi gerichtet war, wendete sich abrupt ab, als Rev den Arm in einer eindeutig Besitzergreifenden Geste um die Schultern seiner Freundin legte und ihm eine stille Herausforderung zuwarf... Nein danke... auf eine weitere Begegnung konnte er dankend verzichten... Lieber sah er zu Cyra und wartete, dass ihre Laune nun, da sie am Ziel angekommen war, steigen würde. Ein Glück, dass die beiden sowieso kurz darauf das Schloss betraten...
Als eine piepsende Stimme sich zu Wort meldete, sah er überrascht von Cyra zu Sharina. Sie wollte wissen, wo die Badezimmer wären und er wollte grade antworten, als Cyra ihm zurecht kam. Spitz meinte, dass jene auch nichts mehr bringen würde.
Kurz fragte er sich, ob sie in den Spiegel gesehen hätte... denn sah sie nicht minder Müde und zerzaust aus, wie jenes Mädchen, welches vor ihnen stand. “Aber... Aber... Cyra. So machst du dir aber keine Freunde.“, meinte er gespielt tadelnd und grinste die junge Frau an seiner Seite an, bevor er sich wieder zu Sharina wandte. Zuerst hatte er ihre Frage mit einem dummen, anzüglichen Spruch quittieren wollen, vermied es dann aber, um Cyra nicht zusätzlich zu provozieren. Sie sah sowieso schon so aus, als würde sie der nächsten, welche ihn anspricht, an die Kehle gehen. Er würde später mit ihr sprechen müssen... und zwar ein ernstes Gespräch....
“Ganz simpel. Geh durch die Eingangstür, anschließend die Treppe hoch, auf die du zu steuerst. Rechts geht es zu den Männern, links zu den Frauen. Nicht zu verfehlen.“, antwortete er, zuckte die Schulter und zwinkerte ihr zu.
Wurde jedoch abgelenkt, als ein Mann den Burghof betrat, ihm folgend ein junges Mädchen. Dieses setzte Daniel kurzerhand bei ihm ab und stürmte ins Schlösschen... Na ganz toll... Die kleine wirkte nicht sonderlich mutig und sie einfach so sich selbst zu überlassen, sie einem wildfremden anzuvertrauen... dies war selbst in seinen Augen eine Unmöglichkeit. Von Mr. Cale... ja... von dem kannte man so etwas. Das dieser die Höflich- beziehungsweise Freundlichkeit nicht erfunden hatte, war nun hinreichend bekannt. Aber von Dan? Nun gut... vermutlich war die Kleine nicht auf ihn herein gefallen und somit hatte er kein Interesse mehr an ihr... Dies würde er mal nicht kommentieren.
Obwohl Cyra auf die Freundlichkeit des Mädchens bereits wieder zickig reagierte, lächelte Alec sie an. Vermutlich Charmant in den Augen vieler, ob sie es so sah, würde sich zeigen. “Na, da hat er dich stehen lassen wie bestellt und nicht abgeholt, was?“, fragte er, während seine Augen belustigt funkelten. “Ich heiße Alec, dies ist meine Freundin Cyra. Die mit den dunklen Locken ist Amara, die kleine mit den langen Haaren ist Sharina und der andere Rotfuchs hier ist Lavina.“ Er übernahm es einfach mal, sie alle vor zu stellen. Von Cyra würde bis auf bissige Kommentare eh nichts kommen, Lavina würde es vermutlich nicht mal interessieren und bei Sharina war er sich nicht sicher, ob sie noch einmal den Mut finden könnte, vor ihm zu sprechen.
Da betrat eine weitere Person den Hof und Alec sah Tyler, der ihm heimlich zuwinkte. Alec zog eine Augenbraue hoch und grinste dem anderen Mann zur Antwort breit an. Er verstand nicht, wie jener tatsächlich mit Revan befreundet sein konnte, war Ty im Grunde ein Typ, der echt okay war. Aber gut... Geschmack war bekanntlich verschieden!
Der Mann trat nun zu Amara und Revan beobachtete es kurz, bevor er sich wieder der kleinen Gruppe um sich herum zuwandte – und Lavina anblickte, als ein Lautes Knurren erklang. “Hunger?“, fragte er mit einem miesen Grinsen, obwohl es doch so offensichtlich war...
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Amara L. Dubois

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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Do Nov 29, 2018 8:07 pm

Amara

Nachdem sie über ihre eigenen Füße gestolpert war – oder über eine Wurzel, sie war sich da nicht ganz sicher – hatte Sharina einen Schritt auf sie zu getan. Vermutlich hatte sie ihr aufhelfen wollen und Amara war dafür sehr dankbar. Nur kam Alec ihr zuvor. Seine Hand ergreifend, hatte er sie rasch wieder auf die Beine gezogen – seine Freundin sah unterdessen aus, als würde er ihr entweder die Augen auskratzen oder das Herz heraus reißen... vermutlich beides... ohne Betäubung... Rasch bei dem gut aussehenden Mann bedankt, wischte sie sich Erde von Knien und Jacke. Man... war das alles peinlich... Die besorgte Frage von Sharina vernehmend, zwang sich Amara zu einem Lächeln, welches jedoch etwas verkniffen wirkte. “Alles gut... nur peinlich.“, meinte sie und seufzte dann tief. Warum musste auch immer ihr so etwas passieren? Sie war eigentlich kein Gehässiger Typ... aber hätte sie es lieber gesehen, wenn dieser Mr. Cale oder diese Cyra zu Boden gegangen wären... Jedenfalls lieber, als sie selbst.Nach ihrem Sturz hatte sie sich zur Sicherheit nicht mehr bei ihrer Freundin eingehackt, sondern ging nur dicht neben ihr. Sollte sie erneut fallen, so würde Sharina wenigstens nicht mit zu Boden gerissen... Die Plauderei mit Alec lenkte sie jedoch recht schnell ab und so verging der Weg recht schnell, obwohl doch deutlich länger, als erhofft und vermutet.
Jedoch fielen der junge Mann und seine arrogante Freundin bereits zurück und schlossen sich wohl dem rothaarigen Mädchen an, welches hinter ihnen her ging. Nun gut... es war immerhin eine Freundin dieser Ziege, welche an Alec klebte... Falls sie überhaupt so etwas wie Freundschaft kannte... Sich für ihre Gedanken schämend schwieg sie, bis sie am Schloss angekommen waren und einen Blick auf das Werfen konnten, was ihnen schon bald ein Zuhause sein würde – so hoffte sie jedenfalls. Das Gemurmel, welches sie über dem Mann und dessen Freundin von sich gegeben hatte, war Sharina zu Ohren gedrungen und ebenso leise meinte diese, dass die beiden überhaupt nicht zusammen passen würden. Amara konnte dem nur zustimmen. “Ich weiß auch nicht... ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass er Interesse an so einer Zicke hat... Aber vielleicht ist sie ja gut im Bett.“ Mit einem kleinen, gemeinen Lächeln zuckte sie die Schultern. War ihr auch egal. Sollten sie machen, was sie wollten.
Kurz vor dem Eingang zur Burg kamen ihnen zwei Personen entgegen. Doch bevor auch nur ein Wort gesagt werden konnte, waren sie bereits vorbei gezischt. Wirklich erkennen können hatte sie nur das Hübsche, blonde Mädchen... hatte ihre Begleitung sich eine Kapuze doch weit ins Gesicht gezogen. Auch dies sollte ihr recht sein und und so machte sie sich keine weiteren Gedanken mehr um die Beiden. Zudem ihre Aufmerksamkeit nun auch eher dem Glatzkopf und seiner Freundin galt... Noch immer konnte sie nicht fassen, wie hübsch diese junge Frau war, mit ihren ebenmäßigen Zügen. Gerade lösten sich sich voneinander und der Mann blickte zu ihnen – oder eher, zu Alec. Selbst auf diese Entfernung konnte sie die Gewaltbereitschaft erahnen und ein unguter Schauer durchlief ihren Körper. Holla, dachte sie nur, beobachtete jedoch weiterhin... Nun legte er einen Arm um die Schultern der jungen Frau, zog sie an sich. Die Geste sagte deutlicher als jedes Wort, dass sie zu ihm gehörte und Amara konnte sich einen kurzen Anflug von Wehmut nicht verkneifen. Wäre schön, wenn sie ebenso jemanden hätte... Vermutlich würde sie anders denken, sobald sie erkannte, wie Revan tatsächlich war und wie sehr Chrissi im Grunde unter ihm litt... aber so... sah es für sie einfach nach Liebe aus. Als er dann auf eine Bemerkung seiner Freundin hin grinste und ihr einen Kuss gab, bevor sie sich entfernten, blickte sie ihnen mit offenem Mund hinterher. Das Lachen hatte sein hartes Gesicht verändert... weicher... fast Jungenhaft werden lassen. Peinlich, dass ihr Herz ganz kurz dabei aus dem Takt geriet. Kannte sie ihn ja nicht einmal.
Erst Sharina riss sie in die Realität zurück, als sie erwähnte, dass sie kurz würde fragen, wo die Badezimmer wären. Geistesabwesend nickte Amara vorerst nur, riss sich dann aber zusammen und lächelte. “Alles klar!“, meinte sie nur, machte aber keine Anstalten, ihrer Freundin zu folgen. Alec wurde schon genug in Beschlag genommen, ohne, dass sie sich noch dazu gesellen musste. So hatte sie allerdings aber auch einen guten Blick auf das drum herum. Sah, wie ein ältere Mann mit einem Mädchen den Hof betrat. Sie stand so, dass sie nur kurz die Gesichter erkennen konnte. Allerdings hatte sie zuerst die weibliche Person beachtet und sah vom Mann nur die Kehrseite. Sie hörte, was er zu der kleinen Gruppe sagte, doch war er verschwunden, bevor jemand etwas erwidern konnte. Na... hier waren die alten Säcke scheinbar alle kurz angebunden. Sie schmunzelte, heute hatte sie scheinbar eine ganze Menge Beleidigungen auf Lager... Das rothaarige Mädchen hatte er bei der kleinen Gruppe zurück gelassen und als Alec auf sie deutete und etwas sagte, konnte sie sich einen verwirrten Ausdruck nicht verkneifen. Das er einfach nur ihren Namen nannte, kam ihr natürlich nicht in den Sinn.
Auf den jungen Mann achtend hatte sie nicht bemerkt, dass noch jemand den Hof betreten hatte und so zuckte sie überrascht zusammen, als er plötzlich in ihrem Blickfeld erschien. “Erschrecke mich doch nicht so!“, rief sie aus und hob die Hand, legte sie auf ihr vor Schreck rasendes Herz. Doch war sein Lächeln so freundlich, dass sie unwillkürlich ebenfalls lächeln musste. Er hielt ihr die Hand hin, während er seinen Namen nannte und nach dem ihren fragte. “Amara.“, erwiderte sie daraufhin und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, während er ihr Anbot, ihr bei Fragen bezüglich des Schlosses behilflich zu sein.
“Das wäre Klasse!“, meinte sie. “Ich würde mich gerne einfach nur ausruhen. Wäre nett, wenn du mir dafür einen Ort zeigen könntest!“ Fragend blickte sie ihn an, das Gesicht müde, doch die Augen fröhlich blitzend.
(Bitte das Turmzimmer! Very Happy)

angesprochen: Sharina (Shari), Tyler (Shari)
erwähnt: zu viele D:

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Lilith Dearing

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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Do Nov 29, 2018 11:07 pm

Lilith
Nachdem sie die Gänge entlang gestampft war, ja wahrlich getrampelt hatte sie trotz ihres geringen Körpergewichtes, so wütend waren ihr Schritte gewesen, erreichte sie den Burghof. Einen ort dens ie eigentlich so gut es nur ging mied, da sich dort oft Leute tummelten. Ob nun Neuankömmlinge, Rückkehrer oder Personen, die wie sie einen Ausflug machten oder das Schloss verließen.
Noch immer brodelte der Zorn in ihr, war kein bisschen verraucht, obwohl sie versuchte möglichst viel Energie im Gehen zu verbrauchen.
Ihre Kiefer waren fest aufeinander gepresst und die eisigen Augen sprühten noch immer blaue Flammen. Auch als sie den hof betrat und mit übler Laune feststllen musste, wie viele personen hier herumlungerten, sich angefunden hatten, um ebenfalls zu bleiben. Na toll, das auch ncoh. knurrte sie genervt in Gedanken und zog die Kaputze ihres grauen Pullovers tiefer. Mit finsterem Gesichtsausdruck, versuchte sie nah am Rand entlang zu gehen, raschen Schrittes - der selbst für jeden unbeteiligten voller unterdrückter Wut sichtbar nur überquoll.
Sie sah keinen von ihnen an. Es war ihr egal, wer oder was grade eintraf. Wer sich mit wem unterhielt. Wer ihr einen Blick zuwarf udn wer nicht. Sie würde vermutlich eh nie wirklich mit ihnen interagieren...
So ging sie im kraftvollen Schritte mit erhobenem Kopf, aber abgewandtem Blick an den Gruppierungen vorbei. Das Stimmengewirr wurde über den Platz getragen und störte in ihren Ohren. Sie wollte nicht hin hören, keine Stimme jemals kennen lernen. Sie würden eh nur lügen, nur verletzen und eigene Vorteile suchen.
Sie versuchte auf taub zu stellen, als sich der kurze Weg zum Ausgang so scheinbar ewig hinzog. Sie mied Gesellschaften, wie Kinder den Ernst und Erwachsene ihre Ängste.
Nach dieser verschissenen Situation im Büro von diesem Arschloch....musste sie nur noch dringender einen ordentlichen Lauf hinter sich legen. Schon vorher hatte sie Spannung gefühlt, die zu explodieren drohte...doch nun...der Druck war um ein vielfaches gestiegen.... "Verfluchter Bastard..." knurrte sie vor sich her und hätte am liebsten nochmal gegen irgendwas getreten....Ja am liebsten in das Gesicht dieses allwissenden, ach so grandiosen Mistkerls!
Wie befriedigend es wohl wäre ihm den angeekelten Blick aus dem Gesicht zu treten, den überlegenden Gesichtsausdruck wegwischen. Die Nase brechen, vielleicht ein paar Zähne fliegen sehen. DAS wäre befriedigend. Mehr als das. Er hatte es verdient! Was schnüffelte er auch in ihrer Vergangenheit herum! Sie versuchte während sie ging, tief durch zuatmen, doch ihre angespannten Kiefer schmerzten schon beinahe.

(403 Wörter)
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Sharina Madani

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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Fr Nov 30, 2018 6:15 pm

Sharina Madani
Infos: 18 Jahre / single
ERWÄHNT: die Anwesenden
ANGESPROCHEN: Amara, Alec, Cyra, Aurelia


Die junge Frau ging neben Amara her und betrachtete die Umgebung. Sie hielt sich recht dicht bei ihrer Freundin, wollte diese irgendwie nicht verlieren. Sie hatte ja auch nur sie. Auf Amaras Bemerkung hin, dass Alec und Cyra ein komisches Pärchen wären, meinte Sharina nur dass sie ihrer Meinung nicht richtig zusammen passten. Amara meinte daraufhin, dass diese Cyra wohl gut im Bett sein musste, daraufhin verzog Sharina leicht das Gesicht. Sie wollte sich nicht unbedingt vorstellen, was die beiden so trieben. Aber sie konnte sich kein richtiges Bild von ihnen bilden, immerhin kannte sie die anderen nicht. Oder kaum. Nur die Namen kannte die junge Frau. Sharina sah zu, wie Mr.Cale sie verließ und im Schloss verschwand. Ihr Körper juckte und ihre Haare mussten dringend wieder gewachsen werden. Die sonst so schönen Locken waren verknotet und ein wenig durcheinander. Auch ihre Kleidung musste sie waschen, damit sie wieder saubere Sachen zum Anziehen hatte. Sharina entschied daher, einfach Alec Fragen zu gehen. Sie berichtete Amara von ihrer Absicht und ging dann zu dem ihr noch recht fremden Mann. Seine Freundin fixierte sie sofort und kniff die Augen zusammen. Sharina fragte höflich nach, wo denn die Baderäume wären da ja Mr.Cale nicht mehr da sei und Alec sich wohl auskennen würde. Sharina sah zu dem Mann hoch und lächelte leicht mit roten Wangen. Innerlich schalt sie sich selbst über ihre vorige Schüchternheit. Alec würde ihr doch nichts tun. Oder Wahrscheinlich nichts tun. Außerdem musste sie langsam lernen, wie sie mit Männern reden konnte. Sharina wartete geduldig auf eine Antwort, da bemerkte sie, wie Cyra sich verkrampfte und sie musterte. Die junge Frau blinzelte überrumpelt als die andere Frau meinte, dass eine Dusche bei ihr auch nicht helfen würde. Mit einer ziemlich arroganten Geste war die andere Frau ihre langen Haare mit einer Hand zurück. Sharina kniff die hellen Augen leicht zusammen und wollte schon zu einer Antwort ansetzen, da redete Alec mit Cyra. Er tadelte sie und meinte, dass sie sich so keine Freunde machen würde. Doch sie konnte einfach nicht tatenlos dastehen und Cyra damit durchkommen lassen, immerhin hatte Sharina ihr nichts getan! Sharina war es in diesem Moment egal, was die anderen oder gar Alec von ihr halten würden. Aber sie hasste es einfach, wenn Menschen andere so behandelten und so verzogen waren. Und so wie Cyra sich gerade verhielt, hielt diese sich wohl für etwas besseres. „Was ist dein Problem? Du siehst auch nicht gerade besser aus, nur mal fürs Protokoll! Wir alle hatten eine anstrengende Reise hinter uns und Terror von dir kann wirklich keiner gebrauchen!“, sagte Sharina ruhig. Sie wollte nicht laut werden oder gar keifen. Sie war einfach nur noch müde und wollte duschen. Wenn Cyra einen schlechten Tag hatte, sollte sie doch einen Baum anschreien oder beschimpfen, aber ganz gewiss nicht sie. Sharina biss die Zähne zusammen und wandte sich dann Alec zu als dieser ihr den Weg zu den Baderäumen beschrieb. Durch die Eingangstür und die Treppe hoch. Diese konnte sie nicht übersehen. Oben angekommen würde sie sofort die Baderäume finden, rechts waren die der Männer und links die der Frauen. Sie würde diese nicht verfehlen können. Sharina wurde noch röter als er ihr zuzwinkerte, sie musste sich wirklich daran gewöhnen, von Männern angesprochen zu werden. Es gefiel ihr, wirklich. „Danke, wirklich“, sagte sie lächelnd. Sharina sah auf, als ein fremdes Mädchen zu ihnen kam, sie wirkte sehr schüchtern. Dazu war sie ziemlich blass, was ihre roten Haare und ihre vielen Sommersprossen richtig glühen ließ. Sharina lächelte sie freundlich an, als die fremde Frau sie alle grüßte und meinte, dass es nett sei, sie alle kennen zu lernen. „Hi“, sagte sie lächelnd, doch dieses Lächeln erlosch als sie die leisen Worte von Cyra hörte. Diese Frau konnte auch keine Ruhe geben! Leicht genervt verdrehte sie die hellen Augen, ehe sie wieder zu Aurelia sah. Die andere Frau schien wirklich schüchtern zu sein, da sie sich wohl ziemlich überwinden musste, näher zu ihnen zu kommen. Sharina lächelte sie freundlich an, da eröffnete Alec wieder das Gespräch. Er schien wirklich nett zu sein und obendrein noch freundlich. Sharina sah kurz zu ihm hoch, dann wandte sie sich wieder der neuen zu. Alec meinte, dass der andere Mann sie stehen gelassen hatte wie bestellt und nicht abgeholt und Sharina musste leicht schmunzeln. Es stimmte, deshalb tat sie ihr leid. Sicher, Mr.Cale hatte ihre Gruppe auch verlassen, aber sie waren mehr Leute. Die junge Frau war komplett alleine. Alec stellte sie alle vor woraufhin Sharina leicht die Hand hob. Sie freute sich auf neue Gesichter und sie glaubte kaum, dass Aurelia so war wie Cyra. Die rothaarige Frau antwortete auch sogleich leicht schüchtern auf Alecs Vorstellung, sie stellte sich als Aurelia vor und freute sich offenbar, bei ihnen zu sein. Sharina wandte leicht den Kopf, als sie etwas Blaues in ihrem Augenwinkel sah und erblickte den Mann, dem sie auf dem Weg zum Schloss begegnet waren. Er stand bei Amara und schien sich vorzustellen, redete mit ihr. Sharina bekam mit, wie Amara das Angebot des Mannes annahm als dieser ihr Anbot, ihr das Schloss zu zeigen. Ein kleiner Stich fuhr durch ihr Herz. Amara schien sie schon vergessen zu haben. Aber sie würde sie später sicherlich wieder finden. Während Amara sich wohl nur ausruhen wollte, brauchte Sharina unbedingt eine Dusche. Sie wandte sich dann wieder Alec zu, dieser redete gerade mit Lavina. Als deren Magen knurrte, fragte er, ob sie Hunger habe. Sharina schluckte leicht, Hunger…ein ständiger Begleiter der letzten Wochen. „Oh, da kann ich sie verstehen“, murmelte sie eher zu sich selbst, als zu anderen. Sie würde später auch die Küche suchen und vielleicht etwas essen. Vorausgesetzt, es gab dort etwas. Oder mussten sie ihre Sachen kaufen? Dies musste sie erst in Erfahrung bringen. Sharina sah dann zu Alec hoch. „Vielen, vielen Dank“, sagte sie lächelnd, sie meinte damit seine Freundlichkeit, aber auch seine Hilfe auf ihre Frage hin. Immer mehr überwand sie ihre scheu gegenüber dem Mann, denn er schien wirklich nett zu sein. Doch sie bemerkte auch die Müdigkeit in seinen Augen und biss sich daher leicht auf die Unterlippe. Er war bestimmt müde. Arbeitete er? Kam er gerade von der Arbeit? Wahrscheinlich war er froh, wenn er sich hinlegen konnte um etwas zu schlafen. „Es hat mich wirklich gefreut, euch alle kennen gelernt zu haben“, sagte sie lächelnd, auch Cyra sah sie dabei an. Sie wollte mit der anderen Frau keinen Streit und hoffte, in Zukunft gut mit ihr auszukommen. „Dann…bis später und nochmals vielen Dank“, sagte sie und wurde bei den Worten wieder leicht rot, nicht nur wegen Alec, sondern auch weil sie es irgendwie nie richtig zustande brachte, sich richtig zu Verabschieden. Sie würde sich gerne für seine Hilfe Erkenntlich zeigen, aber wenn sie dies sagen würde, würde ihr Cyra sicherlich an die Gurgel gehen und das konnte sie im Moment wirklich nicht gebrauchen. Sie wandte sich von der Gruppe ab und ging sogleich zum Eingang der Burg, als sie an Amara und Tyler vorbei ging nahm sie kurz die Hand ihrer Freundin, lächelte sie voller Mut an. „Wir sehen uns später okay? Ich muss dringend duschen“, sagte sie schmunzelnd. „Ich suche dich dann, okay?“, fragte sie lächelnd, immerhin wollte sie ihrer Freundin nichts befehlen oder sie dazu zwingen, mit ihr sich zuerst waschen zu gehen. Wenn Amara sich zuerst umsehen wollte war das auch okay. Sharina freute sich schon darauf, mit Amara und den anderen gemeinsam das Schloss zu erkunden. Sie winkte Tyler kurz zu und ging dann in die Burg hinein, nachdem sie die große Tür aufgedrückt hatte. Sharina blinzelte und sah sich in der Eingangshalle um, dann sah sie die große Treppe die ins obere Geschoß führte. Sie rückte ihren Rucksack auf ihrem Rücken zurecht und ging die Treppe sogleich hoch, unterwegs hörte sie Stimmen aus einem anderen Raum. Die Stimmen wurden von einem Essensduft begleitet woraus Sharina schloss, dass dort die Küche sein musste. Dies musste sie sich merken, nach der Dusche würde sie dort einmal vorbei schauen. Oben an der Treppe angekommen sah sie sich um. Rechts war sogleich eine Tür, aber dies würde wohl das Bad der Männer sein weshalb sie sich links hielt. Sie fand auch bald die Tür und öffnete diese, trat in den Raum ein.
--- > Baderäume


Aurelia Winter
Infos: 19 Jahre / single
ERWÄHNT: Rhage, die anderen
ANGESPROCHEN: Die anderen


Das junge Mädchen wurde von Dan einfach dort abgesetzt, bei der großen Gruppe die offenbar gemeinsam an der Burg angekommen war. So stand sie nun da, wie bestellt und nicht abgeholt. Sie sah zu, wie eine andere Frau mit langen, lockigen Haaren zu einem Mann ging. Er musste in ihrem Alter sein. Aurelia schluckte und ging mutig auf die Gruppe zu, sie fühlte sich wie ein Lamm auf der Schlachtbank. Würden die anderen sie willkommen heißen? Oder gar verjagen? Obwohl, dies konnte sie sich nicht recht vorstellen, sonst hätte Dan sie nicht hierhergebracht. Aurelia trat zu der Gruppe und begrüßte sie alle, meinte, dass sie sich freute sie kennen zu lernen. Sie freute sich auch. Neue Leute bedeuteten neue Bekanntschaften und Freunde. Ein Stich fuhr ihr durchs Herz als sie an Rhage dachte. Sie vermisste ihren besten Freund und hoffte, dass sie ihn irgendwann wieder sehen würde. Vielleicht konnte sie ihn ja mal besuchen, oder er kam hierher. Aber dies stand noch im Raum, zuerst würde sie ihm schreiben und dann auf eine Antwort warten. Mehr blieb ihr nicht übrig. Aurelia lächelte die anderen freundlich an, da murmelte eine der Frauen etwas und eine andere sah sie böse an. Aurelia blinzelte verwirrt. Hatte sie etwas falsch gemacht? Sie verstand erst nach und nach die Worte, welche die andere Frau ausgesprochen hatte. Sie meinte, dass es sich noch zeigen würde, ob es eine Freude sei sie kennen zu lernen. Aurelia stutzte kurz. Aber sie beschloss, nicht darauf einzugehen. Immerhin konnte es ja auch sein, dass die andere Frau einen schlechten Tag hatte und deshalb so reagierte. Dass es daran lag, dass sie schlicht weg ihren Besitzanspruch auf den Mann geltend machen wollte, wusste Aurelia nicht. Aurelia blinzelte als der Mann der Gruppe sie freundlich anlächelte. Aurelia lächelte unwillkürlich zurück, froh darüber, wenigstens ein freundliches Gesicht zu sehen. Er sprach genau das aus, was sie sich vorhin gedacht hatte. Sie sah aus wie bestellt und nicht abgeholt. Aurelia schmunzelte und nickte. „Ja, das stimmt wohl“, antwortete sie auf seine Frage und sah, wie seine Augen belustigt funkelten. Er stellte sich als Alec vor, die Frau neben ihm war seine Freundin Cyra. Nun verstand Aurelia, sie wollte wohl nicht, dass so viele Frauen sich um ihren Freund scharrten. Aber er war nun mal der einzige Ansprechpartner im Moment. Daran konnte Aurelia auch nichts ändern. Aurelia blinzelte als er die anderen auch gleich vorstellte, die mit den dunklen Locken hieß Amara, die etwas kleinere mit den ewig langen Haaren Sharina und die andere rothaarige Lavina. Aurelia lächelte als Sharina sie ebenfalls begrüßte. „Hallo“, sagte sie erneut, sie sah zu Lavina, doch diese erwiderte ihr Lächeln nicht, sondern sah Alec an. Doch Aurelia war es egal. Sie war einfach nur froh, nicht mehr alleine zu sein. Viel zu lange war sie alleine durch die Wälder gelaufen, doch dies hatte nun ein Ende. Aurelia blinzelte als ein leises knurren von Lavina erklang. Sie wandte den Blick wieder der anderen Frau zu und erkannte, dass diese wohl Hunger hatte. Aurelia biss sich leicht auf die Unterlippe, auch sie hatte Hunger. Doch sie würde es nicht auf die große Glocke hängen, wollte sich nicht aufdrängen. Aurelia sah auf als Alec an Lavina gerichtet fragte, ob diese wohl Hunger hatte. Aurelia schluckte und nickte leicht, obwohl die Frage nicht an sie gerichtet war. Aber sie hatte auch Hunger. Sie wandte sich Lavina zu und überlegte kurz. „Wir könnten doch…gemeinsam die Küche suchen. Oder zumindest einen Ort, wo wir was essen können? Ich könnte auch etwas vertragen“, sagte sie. Wenn die andere Frau nein sagen würde, dann wäre es für sie auch okay. Am Rande bemerkte sie, wie Sharina sich verabschiedete und sich von der Gruppe entfernte. Die andere Frau würde wohl duschen gehen, wahrscheinlich hatte Alec ihr erzählt, wo sie dies im Schloss tun konnte. Aurelia sah ihr nach, wie sie zu dieser Amara und einem Mann mit blauen Haaren ging. Leicht runzelte Aurelia die Stirn, die Farbe war wirklich grell und sie verstand nicht, wie sich jemand die Haare in so einer Farbe färben konnte. Sie wandte dann ihre Aufmerksamkeit wieder Lavina und Alec zu, wartete stumm auf die Fortsetzung des Gespräches. Vielleicht würde Lavina ja mit ihr gemeinsam ins Schloss gehen und wenn nicht, würde sie hoffentlich selbst die Küche oder ähnliches finden. Die junge Frau strich sich kurz die roten Haare hinter die Ohren, sie leckte sich leicht über die Lippen und nahm mit der rechten Hand ihr linkes Handgelenk in die Hand, verlagerte ihr Gewicht auf das linke Bein und wartete so weiterhin auf eine Antwort von Alec oder Lavina.


Tyler Black
Infos: 23 Jahre / bester Freund von Jack
ERWÄHNT: die ganzen anderen
ANGESPROCHEN: Amara


Tyler war zu Amara getreten und hatte sie sogleich gefragt wie sie hieß. Dass er sie dadurch erschreckte, hatte er nicht geahnt. Er hatte auch schlicht weg nicht daran gedacht. Doch sie erschrak und sagte ihm auch sogleich, dass sie ihn nicht so erschrecken solle. „Tut mir leid, ich wollte dich nicht erschrecken“, sagte er sogleich, er schalt sich innerlich selbst. Eigentlich hätte er daran denken müssen. Sie ist gerade erst angekommen, wahrscheinlich müde und verwirrt. Da kam er und erschrak sie auch noch. Sie hob die Hand an ihre Brust, wahrscheinlich wegen des Schrecks. Entschuldigend lächelte er, woraufhin sie ihn auch anlächelte. Tyler grinste dann noch breiter, sie wirkte sympathisch und freundlich. Sie stellte sich als Amara vor, strich sich mit einer Hand eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Ich bin Tyler, du kannst aber Ty sagen“, erwiderte er daraufhin, er steckte seine rechte Hand dann wieder in seine Hosentasche und musterte sie kurz. Sie wirkte müde. Könnte eine Dusche gebrauchen. Tyler bot ihr daher an, dass er ihr das Schloss und die Räumlichkeiten zeigen könnte wenn sie dies wolle. Sofort fing sie an zu strahlen und meinte, dass es super wäre wenn er sie führen könnte. Tyler nickte leicht und lauschte ihren Worten, er verlagerte sein Gewicht von einem Bein auf das andere. Kurz zog er die linke Hand aus der Hosentasche um sich an der Brust zu kratzen, die Muskeln an seinem Arm bewegten sich, genauso wie die Tattoos darauf. Er hatte inzwischen so viele Tattoos, nur noch kleinere Teile seines Körpers waren ohne Tattoos. Es würden wohl noch weitere Motive mit den Jahren hinzukommen, aber damit hatte er noch Zeit. Außerdem ließ er sich nicht jedes Bild stechen was ihm gefiel. Es musste eine Bedeutung haben, einen Wert. So wie der Phönix auf seinem linken Oberarm. Er repräsentierte Jack. Tyler neigte leicht den Kopf als er die Hand wieder in seine Hosentasche steckte, seine blauen Haare glänzten in der Morgensonne, ließen so die Farbe noch kräftiger erscheinen. Der junge Mann lauschte ihren Worten und nickte leicht auf ihre Worte hin. Sie würde sich gerne einfach nur ausruhen, ob er ihr denn dafür einen Ort zeigen könne. Tyler sah in ihr müdes Gesicht, aber ihre Augen blitzten und glänzten aktiv und freudig. Er überlegte kurz, legte dabei leicht den Kopf schief. „Nun ja, es gibt einige ruhige Zimmer im Schloss. Wir sind auch noch nicht so viele hier“, begann er nachdenklich. „Der Dachboden wäre wohl nichts für dich“, sagte er und grinste dabei. „Die Sauna auch nicht…und ja! Wir haben eine Sauna“, sagte er schmunzelnd. Er konnte es selbst nicht fassen, hatte er diese Sauna eher aus Zufall entdeckt. Tyler biss sich nachdenklich auf die Unterlippe, saugte leicht an seinem Piercing. „Die Bibliothek ist ruhig, genauso der Spiegelsaal…vorausgesetzt du willst dich die ganze Zeit selbst sehen“, meinte er ruhig. „Küche, Eingangshalle und Speisesaal fallen komplett raus. Zu viel los“, sagte er. „Das Krankenzimmer wirst du auch nicht so bald benötigen denke ich….das Kaminzimmer ist an kalten Abenden gemütlich“, brummelte er leise, dann fiel es ihm ein. „Ah! Ich weiß, das Turmzimmer. Dort ist wirklich selten jemand. Das könnte dir gefallen“, sagte er. Während er auf eine Antwort wartete hob er den Kopf und sah zur Gruppe von Alec rüber. Dieser unterhielt sich gerade mit zwei ihm unbekannten Mädchen, eine schien sich zu verabschieden, denn sie drehte ab und ging dann an ihm und Amara vorbei. Tyler sah zu, wie diese kurz Amaras Hand nahm und frage, ob sie sich später sehen würden da sie unbedingt duschen musste. Tyler sagte dazu nichts. Sicher, alle Neuankömmlinge sahen mitgenommen aus, aber man musste es ihnen nicht an die Nase binden. Sie schenkte ihm ein freundliches Lächeln und meinte dann zu Amara, dass sie diese später suchen würde. Die junge Frau lief dann weiter, winkte ihm sogar kurz und verschwand dann, nachdem sie die große Tür aufgeschoben hatte, im Schloss. Sie würde zu den Baderäumen gehen, vermutete Tyler. Woanders konnte sie sich nicht waschen und Alec musste ihr den Weg beschrieben haben. Sie wirkte nett und offenbar kannte sie Amara. Also war diese auch nicht alleine. Es war gut, wenn man jemanden kannte mit dem man reden konnte. So ging es ihm mit Jack und Revan. Tyler drehte den Kopf und sah dann wieder Amara an. „Ich denke, das Turmzimmer ist der richtige Ort für dich, komm. Ich zeige dir den Weg“, sagte er und ging ohne eine Antwort abzuwarten los. Tyler schritt über den Burghof und ging die wenigen Stufen zur Eingangstür hinauf. Dort angekommen drückte er die massige Tür auf und wartete auf Amara. Als diese bei ihm angekommen war betrat er die Burg. „Man kann sich hier leicht verlaufen wenn man sich nicht auskennt. Also frag lieber einmal zu oft als zu wenig“, meinte er freundlich. Oben an der Treppe angekommen deutete er mit der Hand auf zwei Türen. "Die rechte Tür führt zum Baderaum der Männer, die linke ist die für die Damen", erklärte er im Gehen. Tyler steuerte dann direkt auf die Treppe zum höchsten Turm der Burg zu. Dort oben war das Turmzimmer. Daher auch der Name. “Hier geht es rauf, Achtung die Stufen können etwas rutschig sein“, meinte er zur Vorsicht. Dass die Stufen teilweise rutschig waren lag wohl einfach an der alten Substanz der Burg. Tyler fing an die Treppe hochzugehen. „Im Turmzimmer ist man ungestört. Dort kann man in Ruhe lesen oder weiß der Geier was machen. Es ist auch ziemlich klein also sollte man nicht unter Klaustrophobie leiden“, meinte er während er weiter hoch ging, sie so zu dem Zimmer führte.

--- > Turmzimmer
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Lilith Dearing

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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   So Dez 02, 2018 2:31 am

Mica
Es war früh am Morgen für ihn, eigentlich genoss er es auszuschlafen, ohne dass ihm jemand sagte, wann er aufzustehen hatte, wohin er zu gehen hatte....Pflichten und Zwänge die ihm alles vor diktierten... Ja, diese Burg, war seine Zuflucht. Perfekt um alles Alte hinter sich zu lassen. Ganz neu anzufangen. Niemand kannte ihn....kannte....seinen Körper. Angeekelt bei dem Gedanken schluckte er schwer und atmete die frische, kühle Luft ein. So gut er eben konnte, denn der Binder um seinen Brustkorb war so eng, dass er ihm fast den Atem abschnürte. Die Brust war so gequetscht, dass seine Rippen von dem Druck schmerzten. Stundenlang..nein, eigentlich den ganzen Tag. Er ertrug es eigentlich nciht mal nachts ihn abzunehmen...die weibliche Form daunter zu befreien. Es wiederte ihn einfach an. Und doch war es nicht gesund für seinen Körper, ihn so zu quälen. Doch hatte er sich inzwischen an den Druck gewöhnt - auch wenn sein Rauchverhalten nicht grade förderlich für eine bessere Atmung war. Denn....nun seine Zigarrettensucht hatte ihn so früh aus dem bett gejagt. Kein Hunger, den sog er sich weg. Er wusste, er musste essen um zu leben - doch eben nicht mehr als das. Nicht, weil er Essen nicht mochte, oder sich zu dick fühlte...viel mehr war es das Dilemma, dass mit mehr Körpergewicht auch automatisch seine Brust und Hüfte weiblicher werden würde. Und allein der Gedanke daran ließ ihn nichts runter kriegen. Er wäre gerne etwas muskulöser, breitschuldiger und auch größer - doch an allem schien sich nur schwer was machen zu können....oder auch garnichts.
Sein Körper war schlichtweg der falsche für ihn, da konnten andere noch so viel scheiße drübr labern, es änderte an seinem Kopf und Geist nichts. Er würde nicht auf Mädchentoiletten gehen, keine pinken Sachen tragen udn auch seine Brust niemals gut finden, bevor diese nicht flach und eindeutig männlich war. So war er froh darüber hier neu anfangen zu können. Als Junge - niemand kannte ihn als junge Frau. Und das sollte auch so bleiben.

Nun stand er mit leicht verwuscheltem dunklen Haar am Rand des Burghofes. Zündete sich siene zweite...nein dritte? Zigarette an und nahm einen tiefen Zug, auch wenn dies wirklich niht förderlich für eine freie Atmung war. Doch konnte er spüren wie es ihn entspannte und er den Kopf frei bekam. Während er so also etwas abseits stand, beobachtete er aus seinen gräulichen Augen das Geschehen. Es war heute um diese Uhrzeit wirklich viel los. Einige neue kamen an und wurden scheinbar abgeliefert um anschließend aufgenommen zu werden. So wie er auch einst hier angereist war. Allerdings mit aufgeplatzter Lippe und noch einem leicht violetten Auge.  Er hätte nicht glücklicher sein können, dieses Anwesen zu betreten. Die Last der Vergangenheit abzustreifen, ein neues Leben zu beginnen. Seine probleme verschwanden zwar nciht, doch war es einfacher hier in Ruhe zu leben - ohne Hass, ohne Prügel, ohne Ekel und Abscheu. Bisher hatte er sich ganz gut gehalten, war in keine depressiven Phasen verfallen, auch wenn der normale Hass udn Ekel gegenüber seinem körper noch alltäglich blieb. Es war auszuhalten, dachte er sich. Weitaus einfacher als in seine alten "Zuhause". An seine Eltern, oder seinen Bruder wollte er nciht denken - keiner von ihnen war jeh für ihn da gewesen, geschweige denn ob sie ihm geholfen und ihn unterstützt hätten. Sein Bruder war wohl mit sienem ignoranten, desinteressierten verhalten noch der Freundlichste gewesen.Immerhin hatte er ihn nicht verabscheut, wie seine Eltern es getan hatten. Dafür...hatte er immer alles gehabt war Mica jeh wollte...
Nungut, es war nciht an der zeit, sich mit seiner Vergangenheitw eiter aufzuhalten. Er war hier um sie hinter sihc zu lassen. So also nahm er in Ruhe, schweigend noch ein paar Züge - brauchte die Zigarette auf, ehe er sie fallen ließ und zertrat. Trotz dessen dass er Abseits stand,hatte er einen guten Überblick und msuterte die Neuen kurz, ohne zu aufdringlich zu wirken. Bis er sich schlussendlich dochnoch eine Zigarette anzündete...man, er sollte wirklich etwas sparsamer mit ihnen umgehen...

Kann gern angesprochen werden!
(660 Wörter)
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Lavina

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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Di Dez 04, 2018 7:40 pm

Lavina

Lavina wusste nicht genau, ob es sie stören oder freuen sollte, dass Alec solch ein Interesse an Sternzeichen hatte. Zum einen mochte sie es, wenn Leute ihr zuhörten und offen dafür waren, ihre Perspektive zu wechseln und so etwas wie den Sternen eine Chance zu geben. Gerade weil es für viele so viel einfacher zu sein schien, dies zu verurteilen und darüber zu lachen.
Aber zum anderen war es ihr auch ein wenig unangenehm, nun darüber zu reden. Es war so, als ob sie hier einen großen Teil ihrer Selbst preisgeben würde. Auf seine Frage hin, was die Zwillinge nun über ihn ausaagen würden, zuckte sie kurz mit den Achseln.
"Da gibt es Verschiedenes. Zum einen bist du ein sehr offener Mensch, viele werden dich wahrscheinlich charmant nennen und du knüpfst gerne neue Kontakte. Du liebst deine Freiheit, was dich daran hindern kann, richtige Beziehungen einzugehen und du probierst gern Neues aus", erklärte sie dann mit sachlicher Stimme. Mit einem kurzen Seitenblick auf ihn fügte sie dann noch hinzu: "Aber natürlich muss das nicht alles stimmen."
Auch wenn ihr erster Eindruck, den sie von dem jungen Mann hatte, sehr wohl mit diesen Eigenschaften konform ging. Schon alleine wie er mit den anderen Frauen in der Runde geredet hatte und wie diese unter seinen Bemerkungen errötet sind.
Cyra schien von dem ganzen Gespräch alles andere als angetan zu sein und hatte offenbar nichts hinzuzufügen. Lavina wunderte sich ein wenig, da sie zuerst über Alecs Ankunft so glücklich gewesen war und nun sich ihre Laune rapide zu verschlechtern schien. Wahrscheinlich gefiel ihr die Aufmerksamkeit nicht, die ihr Freund von den anderen Frauen bekam. Und vor allem nicht, welche er den anderen schenkte. Sie selbst hatte ja auch nicht danach gefragt, selbst wenn sie sich nicht vorstellen konnte, eine Gefahr dazustellen. Mit der Älteren würde sie eh nicht konkurrieren können, immerhin war diese wirklich ausgesprochen hübsch.
Das rothaarige Mädchen überlegte kurz, wie sie Cyra mit in das Gespräch einbinden könnte, unter anderem da es das ganze für sie selbst auch vereinfachen würde, allerdings war sie nicht gut in Konversationen führen und sie gab den Gedanken schnell auf. Bevor es alles noch peinlicher machte. Außerdem fragte Alec nun noch etwas darüber, ob man es nicht lernen könnte, Auren zu lesen. Erneutes Schulterzucken.
"An sich schon, mit dem richtigen Training", antwortete sie dann. Sie selbst hatte es schon oft ausprobiert, aber sie hatte jedes Mal Kopfschmerzen von der Anstrengung bekommen und ihre Mutter hatte ihr geraten, es fürs Erste aufzugeben. Irgendwann werde schon ihre Zeit kommen.
Nach einer Weile schien Alec dann endlich die Lust an ihr zu verlieren und ihr war das auch gerade recht. Denn so konnte sie ganz ungestört die riesige Burg vor ihr bewundern, ohne ihm Fragen beantworten zu müssen. Vielleicht würde sich noch mal eine Gelegenheit ergeben, mit ihm darüber zu reden. Falls sein Interesse daran wirklich aufrichtig war und nicht nur gespielt. Doch ihr war klar, dass bevor sie die ganze Anlage erkunden könnte, sie zuerst einmal ihre Bedürfnisse stillen müsste. Und ebenfalls wie Sharina schien eine Dusche ein guter Start zu sein.
Cyras Laune schien einen neuen Tiefpunkt erreicht zu haben und als die Frau mit den lockigen Haaren sich nach dem Badezimmern erkundete, musste sie eine äußerst fiese Bemerkung über sich ergehen lassen. Lavina runzelte die Stirn und hätte am liebsten irgendetwas gesagt, kannte sie selbst es doch nur zu gut, solche Kommentare über sich ergehen lassen zu müssen, aber sie schwieg und wandt ihren Blick demonstrativ ab. Immerhin war die hübsche Frau, trotz ihrer offensichtlichen Eifersucht und einer nun nicht mehr leugbaren gemeinen Seite, ihre einzige Vertraute in der neuen Umgebung. Da wollte sie es sich nicht mit ihr verscherzen, so sehr Sharina ihr auch Leid tat. Zuerst hatte sie gehofft, dass Alec noch etwas dazu sagen würde, doch er machte nur einen leichtfertigen Einwurf.
Doch Sharina brauchte offensichtlich keine Hilfe und schaffte es ganz gut alleine, sich gegen die andere zu verteidigen.
Nachdem Alec dann schließlich die wichtige Information preisgab, wie man zu den Baderäumen kam, bedankte sie sich und verabschiedete sich. Langsam machte sich in Lavina die Befürchtung breit, dass es nur zwei davon gab, einen für Männer und einen für Frauen. Dieser Gedanke gefiel ihr überhaupt nicht und dabei hatte sie noch keine Ahnung, dass es quasi nur Gemeinschaftsduschen gab. Eigentlich hatte sie vorgehabt, sich nun ebenfalls von der Gruppe zu entfernen, aber sie konnte sich nicht wirklich dazu überwinden, warum konnte sie sich auch nicht erklären. Anscheinend war sie mehr eingeschüchtert, als sie gedacht hatte. Da war das Mädchen, Aurelia, doch eine willkommene Ablenkung, selbst wenn Lavina das nicht in ihren Handlungen zeigte. Auch Cyras Begrüßung war alles andere als herzlich und es war an Alec, alle vorzustellen und den Smalltalk ins Rollen zu bringen. Allerdings sprang das Aurelia nicht ganz darauf an, vermutlich war sie noch zu erschöpft, so wie sie alle, und nicht ganz in der Stimmung, um ein Gespräch anzufangen.
Das drängende Magenknurren erinnerte Lavina dann wieder daran, was sie nun am besten tun sollte. Leider wurden auch andere darauf aufmerksam, allerdings schaffte sie es, Alecs rhetorische Frage und sein Grinsen zu ignorieren. Das andere Mädchen mit den roten Haaren sprach sie nun jedoch an und fragte, ob sie nicht gemeinsam nach einer Küche suchen wollten.
Lavina musterte sie erst einmal mit einem kritischen Blick, ehe sie eine Antwort gab. Sie schien eigentlich ganz nett zu sein und ihre Intention sagte ihr, dass sie vor dieser Fremden zumindest in nächster Zeit nichts befürchten müsste.
"Okay", sagte sie dann schließlich mit einem Nicken. "Alec? Wo ist der Weg zur Küche", fragte sie dann nach kurzem Zögern. Einerseits wollte sie ihn nicht ansprechen, wollte ihn nicht um Hilfe bitten wollen, aber der Gedanke, im Schloss herumzuirren, getrieben vom Hunger und alles unnötig zu verzögern, gefiel ihr auch nicht. Zum Glück erklärte er ihr den Weg und sie sah Aurelia auffordernd an.
"Danke", sagte sie knapp in die Richtung des Mannes und ging dann mit überraschend entschlossenen Schritten zu der Küche, ohne sich zu vergewissern, ob Aurelia ihr auch folgte.

gt. Küche

Erwähnt: Alec, Cyra, Aurelia, Sharina
Angesprochen: Alec, Aurelia
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Amara L. Dubois

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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Mi Dez 05, 2018 2:38 pm

Cyra

Wirklich gestiegen war ihre Laune noch nicht und so hatte sie die meiste Zeit schweigend verbracht – was offenbar sogar Alec überhaupt nichts auszumachen schien. Ein weiterer Gedanke, der ihr Gemüt nicht grade besänftigen konnte. Das Schlimmste jedoch war, dass sie genau wusste, wie sehr es ihrem besten Freund gefiel, so im Mittelpunkt zu stehen... Trotzdem passte es ihr ganz und gar nicht und sie wusste auch, warum... Sie war eifersüchtig! Eine gänzlich neue und vor allem höchst unliebsame Gefühlsregung. Hatte sie bisher stets geglaubt, von solch niederen Emotionen gefeit zu sein... Großer Irrtum, wie sich nun heraus stellte. Obwohl sie sich insgeheim sicher war, dass es andere Gründe als den hatte, ihn eine so lange Zeit nicht gesehen zu haben, redete sie sich das immer und immer wieder ein. So auch jetzt. Nur mit einem Ohr härte sie dem Gespräch zwischen Lavina und Alec zu, interessierte sie sich nicht im entferntesten auf diesen Hokuspokus, den ihre Reisebegleitung ständig zu praktizieren suchte. Erst, als die Erklärung zum Sternzeichen Zwilling fiel, schnaubte sie kurz und nickte dann Zustimmend mit dem Kopf. Oh ja... das war ganz Alec.
Froh war sie, als sie endlich beim Schloss angekommen waren und sich die Gruppe nach und nach aufzulösen schien – jedenfalls, bis sich diese blöde Kuh näherte und den Mann ansprach, der Cyra noch immer an der Hand hielt. Bevor jener jedoch eine Erklärung abgeben konnte, fuhr sie die Fremde wütend an. Woraufin Alec sie mit leicht ironischer Stimme meinte, dass sie sich so keine Freunde machen würde. Im ersten Moment wollte sie nun auch ihn gereizt anfauchen, sah dann jedoch sein Grinsen und kniff leicht gekränkt die Augen zusammen. Nur nicht ärgern lassen..., dachte sie bei sich, obwohl es natürlich viel zu spät für eine solche Aussage war... “Ich brauche keine Freunde... ich hab doch dich.“, schnurrte sie mit liebreizender Stimme und küsste ihn auf die Wange, während sie weiterhin provozierend zu der Fremden sah, welcher Alec nun den Weg erklärte. Vermutlich hätte sie sich auch grade noch beherrschen können, doch das offene Anhimmeln Sharinas in Richtung Alec, war für Cyra kaum zu ertragen. Solle sie sich doch am besten gleich vor ihm entkleiden und sich anbieten!
Und dann auch noch der Spruch, der Cyra spöttisch auflachen ließ, die Augen bösartig blitzend. “Erstmal, Moppelchen, bist du mein Problem. Anscheinend war deine Reise nicht anstrengend genug, sonst hättest du mit Sicherheit nicht so viel Fett auf den Hüften. Also tu mir den Gefallen und steck deine Wabbeligen Fühler in eine andere Richtung aus – Alec ist mein Freund!“, antwortete sie gehässig, blickte mehr als zufrieden, als Sharina wieder zu ihrer seltsamen Freundin lief, bevor sie sich endgültig entfernte.
Na... hoffentlich verschwand sie und wurde von der Toilette verschluckt...
Erst, als die nächste Fremde dazu kam und Alec sie, Cyra, als seine Freundin vor stellte, besserte sich ihre Laune und sie konnte sich ein kleines, zufriedenes Lächeln nicht verkneifen. Vermutlich war es nicht so gemeint, wie sie es sich grade vorstellte... aber egal. Er hatte Freundin gesagt und nur das zählte! Zudem ihr Aurelia wesentlich sympathischer war – allgemein deshalb, weil sie sich einfach nicht so anbiederte – dies war jedenfalls Cyras Meinung.
Da wurde sie von einem lauten Magenknurren abgelenkt und überrascht sah sie zu Lavina, stieß Alec ein weiteres Mal in die Seite, als er das Offensichtliche Ansprach. Sie selbst hatte auch Hunger... Apropo Lavina... Diese sie  nach der Zeit mit ihr auch irgendwie als Freundinbezeichnen... obwohl es vermutlich nur von ihrer Seite aus ging. So war sie schon ein wenig Beleidigt, um es nicht getroffen zu nennen, als diese nach ihrer Frage, wo die Küche wäre, auch direkt nach der erhaltenen  Antwort los lief und nicht einmal fragte, ob Cyra mit kommen würde... Es bestätigte sie wieder einmal, dass sie eben doch nur Alec hatte...
Die Personen, welche kurz dazu stießen, bevor sie weiter zogen, ignorierte sie alle... wie vorhin bereits gedacht, brauchte sie... niemanden. Es war besser so. Je weniger Personen sie an sich heran ließ, desto weniger wurde sie verletzt.
So beachtete sie auch Amara und Tylor nicht weiter, welche sich gemeinsam irgendwo hin begaben, doch fiel ihr Blick dabei auf einen jungen Mann am Rande, den sie vorher gar nicht bemerkt hatte. Er zündete sich gerade eine Zigarette an und sie rümpfte die Nase.  Wie man Rauchen konnte, war ihr Schleierhaft. Froh war sie deshalb, dass Alec es sich abgewöhnt hatte – und hoffentlich auch noch nicht wieder angefangen hatte...
Mit einem Seufzen wandte sie ihre Aufmerksamkeit wieder an den Mann neben ihr. “Können wir rein gehen... mir ist kalt und ich will mich hin setzen.“, meinte sie und blickte ihn Fragend an.

Angesprochen: Sharina, Alec
Erwähnt: alle

________

Amara

Sie war im Gespräch mit Tylor vertieft, als eine junge Frau an ihnen vorbei rauschte. Die Kaputze tief in die Stirn gezogen, hatte man von ihr nicht allzu viel gesehen, doch trotzdem hatte Amara freundlich mit dem Kopf zur Begrüßung genickt, war sich allerdings nicht sicher, ob diese es überhaupt bemerkt hatte. Sie schien es ziemlich eilig gehabt zu haben. Nun gut... Nicht zu ändern.
Da riss der junge Mann vor ihr sie wieder aus ihren Gedanken, als er ein wenig zerknirscht meinte, dass er sie nicht hatte erschrecken wollen. Amara schüttelte daraufhin mit einem kleinen Lächeln den Kopf. “Alles gut... ich war nur in Gedanken und habe nicht damit gerechnet, dass mich jemand anspricht!“, meinte sie und zog eine kleine Grimasse.
Als er ihr seinen Namen nannte und ihr daraufhin sagte, sie könnte ihn aber auch Ty nennen, kniff sie ihre Augen amüsiert zusammen und zog eine Augenbraue hoch. “Man sollte nur Freunden erlauben, Spitznamen zu benutzen.“, meinte sie. Somit würde sie ihn auch vorerst nur Tyler nennen. Natürlich hoffte sie darauf, hier neue Freunde zu finden! Nette Unterhaltungen! Aber Sie war misstrauisch bei so viel... Großmut? Nein.. das war das falsche Wort. Vertrauensseligkeit? Eher... Hatte jene ihrem Vater nicht gerade zum Vorteil gereicht.
Auf seine Tattoo's achtete sie nicht sonderlich, hatte sie zwar im allgemeinen nichts dagegen, fand es aber optisch einfach ansprechender, wenn die Haut eben Hautfarben blieb und nicht voll gemalt wurde. Dies war natürlich nur ihr eigener Geschmack und Geschmäcker waren bekanntlich sehr verschieden.
Da gesellte sich Sharina zu ihnen und nahm kurz ihre Hand, meinte, dass sie Duschen und sie sich später sehen würden. Amara lächelte daraufhin, auch, wenn sie ein mulmiges Gefühl hatte, ihre Freundin alleine gehen zu lassen. Waren sie nun so lange gemeinsam unterwegs gewesen, dass es komisch war, sich auch nur für einen kurzen Zeitraum zu trennen. Trotzdem nickte sie, lächelte. “Alles klar! Ich werde mich erst ein wenig ausruhen, bevor ich auch nur einen Muskel bewege.“ Sah zu, wie Sharina daraufhin ins Schloss trat.
Leise seufzend wandte sie ihre Aufmerksamkeit wieder Tylor zu. Sie fragte ihn, wo sie sich in Ruhe würde ausruhen können und er zählte scheinbar jeden Raum im Schloss auf, was sie amüsierte. “Eine Raum hätte gereicht.“, meinte sie lachend und mit Blitzenden Augen. “Also gut... dann ins Turmzimmer.“ Sie hoffte, dort wirklich Ruhe zu finden, sich einfach nur kurz hin setzen, um anzukommen. Allerdings fand sie es schon seltsam, hier eine Sauna zu finden... welche sie aber ganz gewiss irgendwann mal benutzen würde!
Tylor ging los und Amara folgte ihm, dabei entdeckte sie eine weitere Person. Einen hübschen, jungen Mann mit verwuschelten Haaren. Freundlich lächelte sie ihm zur Begrüßung zu, bevor sie weiter ging und kurz darauf die Augenbrauen hoch zog, als Tylor meinte, hier könne man sich leicht verlaufen – bevor er ihr die Tür zur Eingangshalle aufhielt. “Ganz die alte Schule, was?“, meinte sie und machte als Dank einen kleinen Knicks. Vielleicht nicht ganz korrekt, aber hatte sie davon auch nicht wirklich eine Ahnung.
Still hörte sie zu, wie er ein wenig über das Schloss erzählte und sie wartete, bis er geendet hatte. “Vielleicht kannst du mir später die Bibliothek zeigen! Ich würde sie mir gerne einmal anschauen. Las sie im allgemeinen sehr gerne – wenn sie mal Zeit und Muße dafür fand!
Kurz jedoch blickte sie sich noch einmal um, warf einen Blick auf die Personen, die zurück geblieben waren... viele waren es nicht mehr. Es war... irgendwie... komisch.
Sich einen Ruck gebend wandte sie sich wieder Tylor zu folgte ihm die Treppe hinauf. “Schlimmer als ein matschiger Waldboden oder Wurzeln kann es nicht sein...“, meinte sie auf seine Worte hin, dass die Stufen glatt sein könnten. Mit leichter Scham dachte sie an ihren kleinen... Unfall... im Wald zurück. Schnell ablenken...
“Ich habe vorhin auf dem Hof zwei Personen gesehen... Einen jungen Mann und eine Frau... er hatte einen... Speziellen Geschmack Frisur und Gardrobe betreffend. Könnte es da zu Differenzen mit bestimmten Personengruppen geben?“, fragte sie möglichst taktvoll... War Tylor selbst ja ebenfalls speziell in seinem Geschmack – aber eben... nicht so bedrohlich halt.

----> Turmzimmer (@Shari: Möchtest zu zuerst oder soll ich?)

Angesprochen: Sharina, Tylor
Erwähnt: Personen Hof


*** I'm Sorry... Die nächsten werden hoffentlich wieder etwas besser! ***
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J.M.Cale
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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Mi Dez 05, 2018 6:17 pm

Alec Meyer
Infos:  24 Jahre | single | Bester Freund von Cyra (Amara)
ERWÄHNT:Irgendwie fast alle beim Hof  
ANGESPROCHEN: Cyra (Amara) | Lavina (Lavina) | Lilith (Lilith) | Mica (Lilith)

Überraschung zuckte wohl über sein Gesicht, als Lavina auf seine Frage antwortete und seinen Charakter in wenigen Worten so treffend zusammen fasste. “Faszinierend... Ich würde dir tatsächlich in jedem einzelnen Punkt zustimmen. Tatsächlich enden meiner Beziehungen grundsätzlich in einer Katastrophe – was eigentlich grundsätzlich meine eigene Schuld ist.“, meinte er. “Ist also vielleicht tatsächlich etwas wahres an diesem Sternzeichen-Ding. Vielleicht könnten wir uns später... ausführlicher darüber unterhalten?“ Dabei zog er fragend eine Augenbraue hoch, strahlte sie mit blitzenden Augen an.
Leider jedoch war es dies auch vorerst mit dem Gespräch, war sie daraufhin wieder eher unbeteiligter Zuhörer. Allerdings gab es auch anderweitig genug zu erleben...
So hörte er dem Geplänkel von Cyra und Sharina zu und verstand weder die eine, noch die andere Seite. Warum mussten Frauen wegen jedem Scheiß herum zicken?
Das seine beste Freundin ein Biest werden konnte, dass wusste er ja... hatte aber eigentlich wenigstens bei der anderen jungen Frau ein wenig Verstand vermutet. Ihre sehr Kindische Reaktion auf die Provokation der Gegnerin hatte ihm aber eines besseren belehrt. Waren sie doch alle gleich...
Während die beiden sich also an zickten, betrachtete er selbst scheinbar vollkommen gefesselt einen unsichtbaren Fleck an der gegenüberliegenden Mauer. Nur deshalb sah er wohl auch, wie eine Gestalt aus dem Schloss kam und die Stufen zum Hof herunter stieg. Alleine an dem vor Wut geladenen Gang konnte man ausmachen, wer sich die Kapuze so tief in die Stirn gezogen hatte, bei dem misslungenen Versuch, die Blicke der anderen nicht auf sich zu lenken.
Ein breites Grinsen erschien auf seinem Gesicht, durchaus als hinterlistig zu werten. “Lilith! Liebes! Wohin so eilig?“, rief er ihr zu. Wohl wissen, dass sie ihn vermutlich am liebsten erstochen und auf seinem Grab getanzt hätte. Oft hatte er sie noch nicht gesehen, verschwand sie so schnell, dass ihm nicht einmal die Zeit blieb, sie genau zu betrachten. So wusste er eigentlich nur, dass sie blass und Blond war... Mehr eigentlich nicht. Und natürlich ihren Namen... diesen aber auch nur, weil der Vorname eines jeden Bewohners in einer Liste mit dazu gehöriger Zimmernummer eingetragen war.
So machte er sich also auch jetzt keine große Hoffnung, dass er mehr als eine Beleidigung zu sehen oder zu hören bekam. Aber um ihre Wut noch weiter anzuheizen – warum auch immer sie so auf hundertachtzig war – nahm er es in Kauf.
Immer noch grinsend sah er wieder zu den beiden Zank-zippen und hörte gerade noch, wie Cyra meinte, dass Sharina's Reise wohl nicht so anstrengend war wie jene der anderen – da sie wohl noch genug Speck auf den Rippen. Kurz huschte sein Blick nun über die junge Frau. Er fand sie ja jetzt nicht unbedingt Dick – allerdings war ihm der Körperbau anderer im allgemeinen nicht wichtig. Solange sie nicht zu dünn waren oder er sie rollen konnte. Aber sah Cyra dies vermutlich anders. War natürlich auch schwer, gegenüber seiner besten Freundin mit ihrem perfekt trainierten Körper zu bestehen. Mit einem Lachen zog er jene nun an sich und küsste sie auf die missmutig zusammen gekniffenen Lippen, bevor er sich zu ihrem Ohr neigte. “Es kann nicht jeder so perfekt sein wie du.“, flüsterte er, recht zufrieden, wie besitzergreifend Cyra war, allerdings befürchtend, dass sich diese Eifersucht noch verstärken könnte... Darauf hatte er nämlich keine Lust. Dann wollte er sich erneut an Sharina wenden, die sich jedoch bereits bedankte und sich auf und davon machte. Nun gut... dann eben keine Antwort.
Er sah ihr trotzdem nach, als sie in Richtung Amara ging, zu der sich Tyler gesellt hatte, kurz nach deren Hand griff und sich danach ins Schloss begab. Vermutlich zum Duschen... er hätte ihr ja gerne angeboten, dabei Gesellschaft zu leisten... aber er vermutete, dann würde Cyra ihm in ihrer momentanen Gemütsverfassung ein Körperteil abreißen, welches ihm sehr wichtig war.
Abgelenkt wurde er von diesem Gedanken, als Lavina sich an ihn wandte und fragte, wo der Weg zur Küche wäre. Ein wenig Baff, dass sie von sich aus fragte, starrte er sie kurz an, bevor er antwortete und ihr erklärte, wie sie zu gehen hatte, um ans Ziel zu gelangen. Was Aurelia tun würde, wusste er nicht, wartete sie scheinbar auf irgendeine Antwort, allerdings hatte Lavina diese ja mit ihrer Frage schon gegeben, so würde sie dieser vielleicht folgen?
Daraufhin wandte er sich abermals an Cyra, als sie fragte, ob sie hinein gehen könnten, da ihr kalt wäre und sie sich ausruhen wollte. “Klar, meine Süße.“, meinte er mit einem Schulterzucken und legte ihr die Hand auf den Rücken, führte sie in Richtung der Tore zur Eingangshalle. Dabei wanderte seine Hand tiefer, bis sie Besitzergreifend an ihrer Tallie lag. Dabei passierten sie jedoch einen jungen Mann und Alec blieb stehen. “Warte mal kurz.“, meinte er zu seiner Freundin, trat mit ihr zu Mica. “Hey. Sag mal... hast du Zufällig noch Rasierklingen? Ich hab meinen Lohn noch nicht erhalten und wenn ich das Rasieren noch länger heraus zögere, sehe ich bald aus wie ein Waldschrat.“, meinte er zu dem anderen Bewohner, während er seine Freie Hand kurz zu seinem Gesicht hob, auf dieses zeigte und eine Grimasse zog. Natürlich war es noch nicht ansatzweise so schlimm, wie er es darstellte. Allerdings musste dazu gesagt werden, dass er sehr eitel ist und alles, was über seinen gepflegten Drei-Tage-Bart hinaus ging als ungepflegt ansah... So hoffte er nun, dass Mica ihm bei seinem Problem aus der Patsche helfen konnte... Wobei er auch kein Problem damit hätte, dass dieser ihm beim Rasieren helfen würde... denn bekanntlich stand Alec nicht nur auf Frauen...

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Sharina Madani

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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Mi Dez 05, 2018 10:18 pm

Aurelia Winter
Infos: 19 Jahre / single
ERWÄHNT: Rhage, die anderen
ANGESPROCHEN: Alec, Lavina


Aurelia stand immer noch bei Alec, Cyra und Lavina und beobachtete mit wachsendem Schrecken wie Cyra mit Sharina umging. Sie kannte die beiden Frauen nicht, glaubte aber auch, dass diese sich auch nicht kannten. Warum zickten diese sich dann so an? Aurelia schluckte und sah Sharina nach als diese sich von der Gruppe entfernte. Irgendwie tat ihr die andere Frau leid, sie war keineswegs dick oder Fett. Aurelia hätte gerne etwas mehr auf den Rippen, doch sie konnte essen und essen und nahm einfach nicht zu. Doch Cyra sah dies wohl anders. Sie wandte ihre Aufmerksamkeit Cyra und Alec zu und sah, wie er einen Arm um sie legte und sie an sich zog. Leise, kaum hörbar, seufzte die junge Frau und sah dann wieder Lavina an. Sie hatte vor einigen Momenten den Magen der anderen rothaarigen knurren gehört und sie gefragt, ob sie nicht zusammen die Küche suchen könnten. Immerhin hatte sie auch Hunger. Aurelia begegnete dem äußerst kritischen Blick der anderen Frau und musste kurz schlucken. Es war wohl keine sonderlich gute Idee gewesen, ihr das vorzuschlagen. Nach einigen Momenten sagte Lavina allerdings zu und Aurelia seufzte erleichtert. So musste sie zumindest nicht alleine durch das Schloss irren. Aurelia lächelte erleichtert und wandte sich an Alec, als Lavina ihn auch schon fragte, wohin es denn zur Küche ginge. Der Mann schien richtig verblüfft zu sein, denn so sah er auch aus. Kurz sah Alec Lavina nur an, dann erklärte er ihr den Weg. Sie müssten in das Schloss hinein und dann mussten sie rechts in den nächsten Raum hinein. Dort war anscheinend die Küche und das Esszimmer. Aurelia stutzte kurz als Lavina sie plötzlich so…eindringlich ansah. Hatte sie etwas falsch gemacht? Aber sie hatte doch gar nichts gesagt? War es das? Verwirrt blinzelte sie als Lavina sich bei Alec bedankte und dann losging, ohne sich nochmal umzudrehen. Aurelia blinzelte einige Male, ehe sie Alec anlächelte. „Danke für deine Hilfe“, sagte sie noch rasch, dann beeilte sie sich Lavina hinterher zu kommen. Immerhin wollte sie die andere Frau nicht verlieren. Sie traute sich selbst zu, dass sie sich dann verirrte und nicht mehr aus dem Schloss hinaus fand. Sie holte die andere Frau nach einigen Metern ein und ging neben ihr her, fasziniert sah sie die Burg an. „Wie bist du eigentlich hierhergekommen?“, fragte sie dann lächelnd. Sie erkannte aber rasch ihren Fehler und wurde leicht rot. „Tut mir leid, ich wollte dir nicht zu nahe treten“, sagte sie verlegen. Sie wollte der anderen Frau nicht zu nahe treten und sagte sich innerlich, dass diese schon was von sich erzählen würde insofern sie dies auch wollte. Die beiden Frauen erreichten die Eingangstür und Aurelia packte sogleich den Griff der Tür, sie zog diese auf und ließ zuerst Lavina eintreten. Staunend folgte sie ihr dann als sie die große Eingangshalle sah. Sie war so fasziniert von dieser Burg sodass sie die beiden Neuankömmlinge im Burghof gar nicht bemerkt hatte. Die riesige Treppe die sich in der Mitte des Raumes befand faszinierte Aurelia. Sie wirkte wie aus einem Film herausgeschnitten. „Wow“, hauchte sie leise. Kurz blinzelte sie als Lavina einfach weiterging und daher beeilte sich Aurelia, der anderen Frau auch weiterhin zu folgen. Sie musste unbedingt eine Postkarte oder ein Blatt Papier und einen Briefumschlag besorgen und Rhage schreiben. Er wollte bestimmt wissen, wie es ihr ginge und sie wollte ihm unbedingt von der Burg erzählen. Vielleicht fand er auch irgendwann die Zeit, sie hier zu besuchen. Dies würde Aurelia sich sehr wünschen, sie vermisste ihn sehr…immerhin war er ihr bester Freund und die einzige richtige Konstante in ihrem bis jetzt recht ereignisreichen Leben.

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Lilith Dearing

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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Do Dez 06, 2018 2:06 am

Mica
Der Rauch seiner eigenen Zigarette brannte schon lange nicht mehr in seiner Nase, ebenso wenig stört ihn das tiefe inhalieren diesen Rauches. Natürlich war es weder für seine Gesundheit, noch für seinen Geldbeutel praktisch - es war immerhin fast so als würde er seine Gelscheine anzünden und verkokeln...einfach nur weil die stressreduzierenden Glimmstängel so unnötig teuer waren! Inzwischen musste man schon teuer zahlen um sich selbst zu schaden, was für eine Ironie des Lebens. Doch neben Ruhe und natürlich schlechterer Atmung hatte die Sucht auch ihren Teil zu einer rauchigeren Stimme beigetragen - die ihm gut half sein Image zu halten. Von Natur aus hatte sie nicht die höchste Stimme gehabt, doch nun war es einfacher sich nicht wie ein Mädchen anzuhören, sondern eher wie ein Junge, der vielleicht nicht allzu große Veränderungen in seinem Stimmbruch erlebt hatte - denn es gab ja auch Kerle mit leicht helleren oder weicheren Stimmen, wobei ihre durch die Quetschung am Stimmband sowieso etwas rauer geworden war.
Er fuhr sich mit der freien Hand durch die sowieso noch recht verwuschelten Betthaare und unterdrückte ein Gähnen. Eine Dusche würde ihn bestimmt endgültig aufwecken, wobei er vermied viel Zeit unbekleidt zu verbringen - um offensichtlichen Anhängseln am eigenen Körper zu entkommen. Doch daran konnte er einfach nichts ändern, nicht aus eigener Kraft und purem Willen - sonst wäre er wohl schon als Kleinkind zu einem Jungen geworden.

Während er nun am Rande des Geschehens stand und rauchte, schienen sich die Gruppiereungen langsam in alle Winde zu zerstreuen, sich aufzulösen und ihrer Wege zu ziehen. Lilith stapfte mit der Kaputze ins Gesicht gezogen fast vor Wut sprühend von dem Hof. Er selbst jedoch streifte sie nur kurz mit seinem Blick, denn von sich aus würde er sicher nie Streit mit ihr anfangen und mied feurige Personen wie diese, da er selbst dazu neigte auf Provokationen einzugehen. Die Neuankömmlinge hingegen begaben sich eher in Richtung der Burg - immerhin würden sie ruhen oder sich waschen wollen. Auch er selbst hatte ja einst den Weg hierher zurück gelegt udn danach tat eine Dusche und schlaf in einem eigenen Zimmer extrem gut. Während er die letzten Züge nahm und langsam und ruhig ausatmete, beobachtte er eher unauffällig und bekam dadurch mit, dass auch seine Anwesenheit nciht ganz unbemerkt blieb. Die meisten waren zwar in Gespräche verwickelt, doch spürte er zweimalig Blicke der neu angekommenen Frauen auf sich. Die Erste sah nur kurz und abfällig zu ihm herüber, schien über den Fakt des Rauchens nicht grade angetan und klebte förmlich an einem Mann, den er selbst als Alec identifizieren konne. Die Frau war durchaus als schön zu bezeichnen, selbst müde und etwas zerzaust konnte dieser Fakt nicht verborgen werden. Doch das leicht arrogante Nasenrümpfen und ihre gesamte Gestik einem anderen neuen, weiblichen Wesen gegenüber, ließen sie im Moment nicht im Besten Licht erscheinen. Er selbst verurteilte jedoch nicht und ließ seinen Blick weiter schweifen, als hätte er sie nicht angesehen, oder bemerkt, dass sie ihm einen Blick zugeworfen hatte. Das zweite Mal, dass er einen Blick auf sich spürte, kam dieser von einem ebenfalls durchaus hübschen weiblichen Wesen, dieses besaß lockige Haare, die sie fast niedlich aussehen ließen und folgte dem blauhaarigen Tyler ins Schloss hinein. Im Gegensatz jedoch zu der vorherigen Frau schenkte sie ihm ein freundliches Lächeln, als sie an ihm vorbei trat. Sein eigener zuvor recht neutral wirkender Gesichtsausdruck änderte sich durch das anheben der eigenen Mundwinkel. Als sie so nah stand, konnte er erkennen, dass sie jedoch ein kleines bisschen größer war, als er selbst. Eine Art schiefes Grinsen erhellte nun also sein eigenes Anlitz und er nickte ihr leicht und begrüßend zu. Das Schmunzeln blieb noch einen Augenblick später zurück, als sie einen Knicks vor Tyler hinlegte, als dieser ihr die Tür öffnete. Sie hinterließ hingegen also einen amüsanten Eindruck. Auch wenn er erneut darauf hingewiesen wurde, dass er nicht grade seine Traumgröße erreicht hatte. Dennoch wandte er anschließend rasch den Blick ab, er sollte sich nicht zu lange Dinge anschauen, die er nie haben konnte - oder auch nur begutachten. Inzwischen hatte er nun auch diese Zigarette aufgeraucht und ließ sie ebenso zu Boden fallen und trat drauf. Als er aufsah, standen auch schon Alec und die vorherige Frau vor ihm. Angesprochen legte er leicht den Kopf schräg und lauschte was der Mann ihm zu sagen hatte. Nachdem er die Anfrage nach Rasierklingen mitsamt Begründung ausgesprochen hatte, entließ Mica selbst den Rauch den er bislang noch eingeatmet hatte. Dabei warf er einen kurzen Blick auf die schöne Frau in seinem Arm, denn jener Rauch waberte gradezu auf sie zu - als wöre es geplant gewesen. Der dazugehörige Blick deutete ihr wohl allzudeutlich, dass diese kleine, so unauffällige Geste durchaus provokant gemeint war, als Dank für ihr vorheriges abfälliges Nasenkräuseln. Noch immer lag das leichte Schmunzeln um seine Mundwinkel und er fuhr sich kurz befeuchtend mit der Zunge über die Unterlippe, bevor er zu Alec sprach. Er wollte den gutaussehenden Mann nicht zu eingehend mustern, da ihm sonst nur zu viele Dinge in den Sinn kämen, die jener besaß und er selbst sich wünschte. Die Größe, die breiten Schultern, der muskulöse Körperbau. Doch neben den offensichtlich körperbaulichen Vorzügen, besaß er auch noch die Dreistigkeit ein schön geformtes Gesicht und einen natürlichen Charme zu besitzen. "Klar." erwiederte er also mit seiner nicht allzu dunklen, aber rauchigen Stimme und einem gelassenen Schulterzucken. Er besaß welche, auch wenn er aufgrund biologischer Faktoren nicht grade regen Haarwuchs am Körper besaß, vor allem keinen im Gesicht. Doch wusste er natürlich, dass seine Kieferpartie weich wie ein Babypopo war und er somit als "Mann" stets wie frisch rasiert wirkte. Er runzelte leicht die Stirn und sein Mundwinkel zuckte erneut, auf dem Weg zu einem schiefen Lächeln. Alec übetrieb wahrhaftig in der Gestik. "So schlimm ist es garnicht." erwiederte er, während sich das leichte Grinsen niederlegte und er das Gesicht des Mannes musterte. Mit einem Blick auf das Mädchen, dass an Alecs Seite klebte fügte er noch leicht spöttelnd und mit spitzer Zunge hinzu: "Einige Ankömmlinge bräuchten weitaus mehr Körperflege um nicht mehr so auszusehen." Die grauen Augen funkelten leicht, mitsamt dem Lächeln nahm es die Beleidigung - jedoch blieb der leichte Hieb existent. Er wollte die hochgeborene Dame nur daran erinnern, dass sie momentan nicht grade so aussah, als könnte sie es sich leisten einem Raucher einen solch herblassenden Blick zuzuwerfen. Denn momentan sah sie eher aus wie ein Penner, wie ein schöner, aber trotzdem nicht grade allzu reinlich und reizend. Doch auch an ihr merkte er, dass ihre Größen nur wneige Zentimeter auseinander lagen - es war frustrierend. "Ich bringe sie dir vorbei..?" wandte er sich wieder dem Mann zu, anschließend sprach er dann fragend ohne weitere Intentionen, denn in sein eigenes Zimmer würde er eher ungern jemanden rein lassen, alleine weil dort Binder und andere eher weibliche Produkte verstaut waren.

(1150 Wörter)
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Amara L. Dubois

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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Do Dez 06, 2018 7:33 pm

Cyra

Während sie selbst noch einen unfairen verbalen Schlag gegen Sharina absolvierte, hatte Alec seinen Blick bereits wieder einer neuen Frau zugewandt. Dieses bekam sie allerdings erst da mit, als seine Stimme sich neben ihr erhob und er ein Liebes in Richtung der vermummten Gestalt warf, welche sie zuvor schon erblickt, jedoch nicht weiter beachtet hatte.
Ihr dunkelbrauner Blick richteten sich auf den Mann neben ihr und am liebsten hätte sie ihm in diesem Moment die Augen ausgekratzt! Wusste er denn nicht, dass er sie damit verletzte? Vermutlich nicht... So war Alec eben... er hatte sich noch nie groß um die Gefühle anderer gekümmert... weder um die ihren, noch um die seiner Verflossenen oder Momentanen. Und obwohl sie ihn bereits so lange kannte und genau wusste, wie er war, so tat es trotzdem weh zu wissen, dass er ganz offensichtlich ihre Freundschaft so zu belassen gedachte, wie sie war... Nämlich nichts weiter als eben dies. Eine Freundschaft mit gelegentlichen Bettaktivitäten.
Und sie wusste, dass sie ihn verlieren würde, wenn sie weiter wie eine eifersüchtige Furien herum zickte, wenn er auch nur eine andere anblickte... Also sollte sie sich wohl besser daran gewöhnen, dass sie nicht die einzige Frau in seinem Leben war... und es auch niemals sein würde. Allgemein war es wohl sowieso fraglich, ob ihm jemals nur eine einzige reichen würde...
So biss sie nur die Zähne zusammen und wandte den Blick ab, wieder auf Sharina. Um ihm nicht zu zeigen, dass sie verletzt war. Doch die junge Frau hatte sich bereits entfernt... ebenso wie Lavina... welche sie zurück gelassen hatte und ohne sie gegangen war... ohne irgendwelche letzte Worte. Wahrscheinlich war sie, Cyra, einfach ein Mensch, den andere verließen...
Waren diese Gedanken nicht unbedingt dafür gedacht, ihre schlechte Laune abzuschwächen. Nein... stürzte es ihre Stimmung eher ins Bodenlose. Jedenfalls so lange, bis Alec sich an sie wandte und meinte, dass eben nicht jeder so perfekt wie sie sein könnte. Sofort schoss ihr die Röte ins Gesicht. Dabei war sie gar nicht der Typ, um wie ein Mädchen zu erröten – außer eben bei ihm. Schaffte er es einfach immer wieder, das Richtige zu sagen. Es war so leicht, sich in ihn zu verlieben... und es war zugleich der größte Fehler, welches ein Mädchen begehen konnte. Hatte sie sich doch fest vor genommen, nicht zu seinen Trophäen zu gehören... Tja... wäre sie man standhafter geblieben. Sie wollte gerade etwas sagen, als Alec sie zu sich zog und sie küsste. Obwohl ihr Körper sofort reagierte, schob sie ihn bestimmt zurück. “Lass dir einen neuen Spruch einfallen...“, meinte sie deshalb nur spöttisch, während ihr Herz in ihrer Brust Samba zu tanzen schien.
So war sie ganz froh, als Alec nun endlich mit ihr ins Schloss gehen würde, wo sie sich ausruhen könnte. Sie war tatsächlich ziemlich fertig und wollte sich frisch machen... die Beine hoch legen... und für die nächsten fünfhundert Jahre nicht mehr aus dem Bett steigen.
Doch waren sie noch nicht einmal in der Nähe der Eingangstüren, als Alec sie zum stoppen brachte und sich an einem jungen Mann wandte, den sie kurz zuvor noch mit gerümpfter Nase betrachtet hatte – den Paffer... Als würde Alec sie ärgern wollen... Sie hörte, wie er nach Rasierklingen fragte und schnaubte belustigt aufgrund seiner Eitelkeit. “Mir gefällst du als Waldschrat ganz gut.“, meinte sie und ihre Lippen verzogen sich zu einem ersten, kleinen Lächeln, seit sie sich aus dem Dorf entfernt hatten. Die Hand hebend zog sie an seinem Bart. Stimmte somit der Meinung des anderen Mannes zu, der ebenfalls meinte, es wäre gar nicht so schlimm. Aber als Mica Rauch in ihre Richtung blies, ließ ihr Lächeln nur allzu schnell verschwinden und sie verzog angeekelt das Gesicht, sagte vorerst jedoch nichts dazu. Obwohl es ihr sehr schwer fiel, ihre Meinung für sich zu behalten... Doch gelang ihr dies nicht mehr, als sie erneut beleidigt wurde... was zum Geier war denn an diesem beschissenen Tag los?! Sie hatte noch kein einziges Wort mit diesem Stiesel gesprochen und trotzdem war er so... abartig! Gerade wollte sie zu einer bissigen Antwort ansetzen, als die Augen des Mannes zu funkeln begannen und ein Lächeln erschien. “Touché...“, meinte sie deshalb, erwiderte nach einem kurzen Zögern das Lächeln. Hatte sie es ja eigentlich nicht anders verdient... war sie ganz offensichtlich unhöflich und herablassend gewesen... Nur konnte sie sich einen kleinen Spruch trotzdem nicht verkneifen. “Ich würde ja sagen, du könntest mir bei der Körperpflege helfen – aber ich glaube nicht, dass du schon alt genug bist, um eine Frau nackt zu sehen.“, meinte sie, die Stimme fast schon ein Schnurren, während ihre Augen voller Schalk blitzten. Sah er ja tatsächlich recht jung aus und nicht wirklich so, als würde ihm überhaupt ein Bart wachsen. Zwar meinte sie die Worte nicht unbedingt böse, doch war sie sich manchmal nicht wirklich darüber im klaren, dass diese Art von Humor nicht sehr oft auf Gegenliebe traf...
Als der junge Mann dann meinte, dass er die Klingen später bei Alec vorbei bringen würde, wartete sie artig auf eine Antwort – und hoffte, sich dann endlich irgendwo hin setzen zu können...

angesprochen: Alec, Mica
erwähnt: Lavina, Lilith, Sharina[/b]
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Lilith Dearing

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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Do Dez 06, 2018 7:44 pm

Lilith
Wer war dieser Kerl überhaupt? Eröffnete mit einem anderen suspekten Typen diesen Ort und tat einen auf heiligen Retter der Heimatlosen, welcher sich nicht über Vergangenes oder irgendetwas scherte und alle in Frieden ließ. Doch dem war nicht so, zwar nahm Mister Cale keine wirkliche Verbindung zu den Mitbewohnern auf, oder ließ sich herab unnötige Zeit mit ihnen zu verbringen, doch wusste er mehr, als er sollte. Er schnüffelte also ganz sicher in der Vergangenheit herum! Wozu? Was brachten ihm diese Informationen, wenn er nichts unternahm - außer es demjenigen unter die Nase zu reiben? Er hätte sie rausschmeißen können, verflucht nochmal, wegen Brandstiftung mit Todefolge vielleicht sogar in den Knast bringen können, wenn er es nur darauf anlegte. Und doch nutzte er dieses Wissen, welches er nicht beistzen sollte, um ihr einen miesen, wiederlichen Hieb unter die Gürtellinie zu verpassen. Dieser kleine Satz, so beiläufig und herablassend, hatte vollkommen ausgereicht um sie zum Kochen zu bringen. Es war, als hätte er geschnippt und das Feuer in ihr wäre aufgelodert. Sie hasste es die Kontrolle zu verlieren, wegen irgendwelchem Gefühlsmist!
Ein wiederliches Arschloch, das es genoss Macht und Wissen über andere zu haben. Ja dieses Bild hatte der Mann von sich selbst geschaffen. Und würde dieses Image wohl auch nicht so schnell verlieren. Nicht, wenn er sich so weiter verhielt - ob sich etwas anderes unterd er Oberfläche verbarg würde wohl ewig ein Mysterium bleben. Denn sie interessierte es einen scheiß, was er sonst noch war. Solange er sich wie ein Bastard verhielt, war er in ihren Augen auch einer. Eigentlich sllte jemand wie sie wohl nicht den fehelr machen, rein nach gegebenem Verhalten zu urteilen, doch die Art wie er sich so falsch über ihr "Wohlbehalten" erkundigte, sandte noch immer einen eisigen Schauer des Ekels durch ihren Körper. Jener schien jedoch die feurige Wut ihm gegenüber nur anzustacheln. Nur zu gerne hätte sie sein Gesicht ihrer Faust vorgestellt. Man sollte wohl stolz auf sie sein, dass sie sich so beherrschte, darum kämpfte nicht in einem Wutausbruch zu enden, welcher in Zerstörung ausartete.

Es war eine gute Idee gewesen sich rasch zu entfernen, bloß raus aus dem Raum und weit, weit weg von dem mehr als provokanten Kerl. Ihre Schritte hatten dabei wohl jedem deutlich gezeigt, dass sie nicht angesprochen, nicht genervt und am besten nichtmal angesehen werden wollte. Sie hoffte, einfach unauffällig an den Gruppierungen vorbei zu rauschen. Ihren eigenen eisigen Blick hatte sie nach vorne gerichtet und die Kaputze ins Gesicht gezogen, so würden einige sie vermutlich gradeso erkennen/erahnen können. Da sie so stur ihrem Ziel, dem Ausgang entgegensteuerte, bemerkte sie nicht ein paar Blicke, die auf sie geworfen wurden. Interessierte sich kein bisschen für die Neuankömmlinge und würde sich vermutlich eh von ihnen fern halten. So stratzte sie gar ignorant wirkend an ihnen vorbei - als eine bekannte Stimme zu ihr hinüber getragen wurde. Alec, dieser ach so charmante, flirtende Hohlkopf, musste doch tatsächlich nach ihr rufen. Was war sein verdammtes Problem? Und wo war sein Gehirn? Achja....eindeutig zwischen den Lenden, falls überhaupt vorhanden. Ihm fiel wirklich nichts besseres ein, als sie Liebes zu nennen, als würde er sie kennen. Als wäre sie eine seiner Sahneschnittchen die anhimmelnd an ihm klebten. So wie jetzt grade auch, eine Schönheit an seiner Seite verweilte und ihn umschlang wie eine Würgeschlange, die ihre fette Beute nicht mehr loslassen wollte. Oder eine Zecke, die sich hartnäckig festsaugte und weder teilen noch ablassen wollte.
Doch seine Stimme traf ihren aufgewühlten, brodelnden geist und sie hielt in ihrem raschen Gang inne. Nicht gutn, garnicht gut. Sie sollte einfach weiter gehen, laufen und ihn ignorieren. Ihre ganze Haltung zeigte nur allzu deutlich, wie stark sie soch beherrschen musste um sich nicht umzudrehen, auf ihn zuzurennen und ihm eine rein zu hauen. Wobei er ja eigentlich nicht grade mal wirklich reizend gewesen war. Doch dieser Ton den er nutzte, zusammen mit dem Grinsen auf dem Gesicht, zeigte, dass er wusste was für eine Art von Reaktion er in dem sowieso schon wütenden Mädchen hervorrufen würde. Langsam drehte sie sich um, die Kiefer fest aufeinander gepresst und ihre eisigen Augen blitzten unter der Kaputze hervor. Und so weit weg stand er nicht, dass er nicht deutlich sehen konnte, wie angepisst sie im Moment war. Betont beherrscht hob sie den bedeckten Arm und zeigte ihm den Mittelfinger. Anschließend drehte sie sich betont beherrscht und ruhig um und ging, kontrollierterem Schritte weiter. Wollte ihm nicht die beschissene Genugtuung geben, sie noch wütender gemacht zu haben. Doch hatte sie nun ihre Hände zu Fäusten geballt und atmete tief durch. Versuchte sich von eher, unschönen Gedanken abzubringen, die sich in ihrem Kopf abspielten. In denen sie ihre Wut frei hinaus ließ und nicht davon ging, und ihn heil und ungeschoren davon kommen ließ. Aktiv versuchte sie gegen die zerstörerischen, gewaltätigen Intentionen anzuarbeiten, doch verweilten ihre Funkensprühende Augen auf einem handflächengroßen Stein. Nein...du machst das nicht..du gehst einfach weg.... versuchte sie sich selbst einzureden. Doch lag der gut gewichtige Gegenstand schneller in ihrer filigranen Hand, als dass sie sich hätte stoppen können. In einer flüssigen Bewegung drehte sie sich um und holte zugleich mit dem Schwung aus. Alec stand mit seinem Weib nun nah des Einganges, bei ihnen Mica mit dem sie noch nciht wirklich gesprochen hatte. Der Stein flog schnell, die Umgebung verschwamm beinahe um ihm herum und er prallte mit mehr Kraft, als es vermutlich gesud gewesen wäre, nur wenige Millimeter neben Alecs Kopf gegen die Steinmauer. Dabei barsten einige kleinere Splitter von ihm ab und riselten harmlos zu Boden, ebenso wie dieser nun herrlich friedlich am Boden aufkam. Das zucken ihres eigenen Mundwinkels und das unheimliche Glühen in ihren Augen, zeigte deutlich, dass sie hätte treffen können, wenn sie es wirklich darauf angelegt hätte. Und das hätte evrmutlich wirklich mit einem wunderbar hämmernden Kopf und einer blutigen Platzwunde geendet. Doch dann wäre sie vermutlich rausgeflogen. So allerdings fühlte sie sich wenigstens etwas besser, hatte einen hauch an überschüssiger Wut durch den Wurf hinaus gelassen und Schnaubte dann abfällig. "Liebes" kann er sich in den Arsch schieben.
Doch erneut musste sie leider feststellen, dass fregabe der Wut deutlich bessere gefühle auslöste, als der Versuch sich zu beherrschen. Denoch konnte man es ihr wohl hoch anrechnen, dass sie zumindest nicht beabsichtigt hatte ihn zu treffen...wobei es ja durch "Zufall" trotzdem hätte geschehen können. Nunja es musste ja niemand wissen wie genau sie gezielt hatte. Hauptsache er behielt seine nervtötende, honigüberzogende Zuge im Zaum. Mit einem eisigen Lächeln also drehte sie sich wiederw eg und verließ entgültig den Burghof.

(1100 Wörter)
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J.M.Cale
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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Do Dez 06, 2018 9:09 pm

Alec Meyer
Infos:  24 Jahre | single | Bester Freund von Cyra (Amara)
ERWÄHNT:/ / / 
ANGESPROCHEN: Cyra (Amara)Lilith (Lilith) | Mica (Lilith)

Da er wirklich keine große Lust hatte, in das Gezeter der beiden Frauen mit hinein gezogen zu werden, hielt er sich einfach aus der Diskussion raus. War aber allgemein auch das Beste, was ein Mann in einer solchen Situation tun könnte, ohne sich dem Stress auszusetzen.
Lilith war da doch die interessantere Wahl! Auf seine Frage hin konnte er sehen, wie sie vor Zorn kochte. Still stehen blieb, angespannt der Körper. Sich um Beherrschung bemühend. Einfach nur göttlich! Er grinste noch immer, als sie sich betont langsam zu ihm umdrehte und ihm den Mittelfinger entgegen streckte. Sein Lachen hallte über den Hof und er rief ihr zu. “Ach Liebes! Das ist nicht da einzige, was man damit machen kann.“ Doch war Lilith bereits wieder mit dem Rücken zu ihm auf den Torbogen zu steuernd. Schade... hatte er sich auf ein kleines Geplänkel mit ihr gefreut. Egal...
Beteiligte er sich halt am Gespräch zwischen den beiden Frauen – gerade Recht, wie er befand. Ging es doch nun um Cyra's Körper. In dieser Hinsicht hatte er natürlich eine Menge zu sagen – was er im folgenden natürlich auch tat. Jene allerdings schob ihn bestimmt zurück, was dafür sorgte, dass seine Augenbrauen fragend hoch wanderten. Schien sie bisher nicht sonderlich abgeneigt von Intimität zu sein – und ihr rotes Gesicht widersprach der Tat auch. Er verstand gar nichts... zuckte aber nur die Schultern und kümmerte sich nicht weiter darum. Wer weiß... bei ihrem Gezicke bekam sie vermutlich ihre Tage und damit wollte er sich nicht unbedingt näher beschäftigen. Deshalb erwiderte er gar nicht erst irgendwas auf ihre Aussage und konzentrierte sich lieber auf ihre Frage, ob sie hinein gehen könnten.
Tatsächlich würde er selbst sich auch gerne einfach nur aufs Ohr hauen... Die Doppelschichten im Dorf hatten ihren Tribut gefordert und er war total KO. Mitunter fiel es ihm sogar schwer, sein charmantes Lächeln aufrecht zu erhalten und er spürte selbst, wie gestellt es inzwischen schon fast wirkte.
Nur hatte er auf dem Weg in die Eingangshalle Mica gesehen und die Chance direkt genutzt, ihn nach einer Rasierklinge zu fragen. Hoffte natürlich, auf eine positive Antwort, damit er sich in seiner Haut wieder wohl fühlen könnte. Normalerweise stand er nicht gerne in der Schuld anderes... aber für sein Wohlbefinden musste man nun einmal auch über seinen Schatten springen.
Trotzdem konnte er sich ein zufriedenes Grinsen nicht verkneifen, als Mica, sowie Cyra meinten, dass es gar nicht so schlimm wäre, wie er es hin stellte. “Ach, meine Lieben... ihr seid zu gut zu mir.“, meinte er und griff sich in einer Theatralischen Geste mit einer Hand ans Herz, während er die andere mit dem Handrücken an die Stirn legte, als wäre er zutiefst ergriffen.
Leider begann kurz darauf Mica damit, Cyra zu provozieren und zum ersten Mal nach dem ganzen Streit und Gezicke, veränderte sich Alec's Ausdruck. Eine leichte Gereiztheit erschien auf seinen Zügen, jedoch so schnell wieder verschwunden, dass es auch hätte eingebildet sein können. Ihn nervte dieses ständige Gestänker nur noch. Warum konnten die Menschen nicht einfach ihre Schnauze halten, wenn sie nichts sinnvolles von sich zu geben hatten? Andererseits... dann dürfte nur noch er reden – obwohl er wohl auch damit keine sonderlich großen Probleme haben würde.
Leider konnte auch Cyra nicht einfach still sein und als er seinen Kopf zu ihr wandte, war sein Blick scharf. “Wie wäre es, wenn du einfach mal nach gibst. Es nervt mich, mir ständig dein Gezicke anhören zu müssen! Warst du schon vorher so ätzend – oder hat sich dieses Verhalten erst während meiner Abwesenheit entwickelt?“, fragte er sie, die Stimme hart. Dann richtete er seine Augen auf Mica. “Und du benimmst dich keinen Deut besser. Meine Fresse, einer anderen Person Zigarettenrauch ins Gesicht zu hauchen. Was soll so ein Scheiß? Wenn du dich wie ein Puptertierender Zwölfjähriger Verhalten willst, dann bitte – aber lass die Kippen weg, die dürfen Kinder nämlich nicht.“ So... Meinung gesagt... dieses ganze unreife Theater... als wäre er Aufsicht in einem Kindergarten... Sharina... Cyra... Mica... alle gleich in ihrem lächerlichen Benehmen...
Er wusste, dass seine Freundin es am Ende schon nicht mehr ernst gemeint hatte... aber hätte sie nicht einfach still sein können? Oder sich entschuldigen? Nein... sie musste ja noch etwas sagen, was den Schlagabtausch weiter voran treiben könnte... Dieses provozierende Schnurren machte die ganze Angelegenheit nicht unbedingt besser.
Nachdem er seinen vorübergehenden Frust abgeladen hatte – die Müdigkeit machte sich wohl doch stärker bemerkbar, als er gedacht hatte, kehrte seine gute Laune zurück. Nicht ganz so euphorisch wie zuvor, aber wenigstens nicht mehr gereizt wirkend. Erst wieder zu Mica blickend, als dieser meinte, er könnte ihm die Rasierklingen vorbei bringen. “Ich kann auch direkt mit gehen, dann musst du mich später nicht aufsuchen. Ich hau mich hin und weiß nicht, wann ich wieder munter bin. Andererseits willst du vielleicht zu mir ins Zimmer.“ Ein breites Grinsen, lasziv, vielleicht ein wenig provozierend. Hatte Alec nämlich eigentlich nicht das Gefühl, dass der junge Mann auf Männer stand. Was ihn nicht davon abhielt, es trotzdem zu versuchen.
Da jedoch spürte er einen Luftzug und mit einem Dumpfen Aufprall schlug etwas neben seinem Kopf im Mauerwerk ein, landete auf dem Boden. Überrascht sah er erst zur Mauer, dann auf den Stein. Den Kopf in die Richtung drehend, aus der er geflogen kam. Lilith! War sie also doch noch nicht verschwunden gewesen und ihr Blick sagte ihm ganz eindeutig, dass sie auch kein Problem damit gehabt hatte, seinen Kopf zu treffen. Kleines Biest...
Der Überraschte Ausdruck verschwand und erneut bildete sich ein breites Grinsen auf seinem Gesicht. “Ich liebe dich auch, Liebes.“, rief er ihr nach, doch war sie bereits davon geeilt. War er sich somit nicht ganz sicher, ob sie ihn noch gehört hatte.
War vielleicht auch besser so, denn sein Brennender Blick war auf die Stelle gerichtet, an der sie soeben verschwunden war. “Es wird mir eine Freude sein, dich zu bändigen... Lili..., murmelte er leise, mehr zu sich selbst als zu einem der Umstehenden. War vielleicht auch besser, wenn es niemand gehört hätte... Vor allem nicht Cyra.
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Lilith Dearing

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BeitragThema: Re: Der Burghof / Eingang zur Burg   Sa Dez 08, 2018 3:49 am

Mica
Dank des regen Konsumes des Tabaks, welcher nur allzu teuer war, besaß er eine Gelassenheit und Ruhe, die ihm in manchen Lebenssituationen nur allzusehr fehlt. Grade so aus dem Bett gestolpert, geweckt von einer Sucht, auf die er gut verzichten könnte, war sein Geist sowieso nicht allzu streitsüchtig oder -suchend, doch grade jetzt war er fast schon...friedlich gestimmt. So bemerkte er recht sensibilisiert, dass die Frau an Alecs Seite wirklich geschafft aussah, grade zu fertig. Natürlich konnte kein Dreck der Welt die Schönheit darunter verbergen, doch erweckte es dennoch ein Funken Mitgefühl für ihre Situation. Immerhin war er einst selbst hier aufgschlagen, mit aufgeplatzter Lippe und blauem Auge, Fingerabdrücken am Hals und einem wirklich miesen Temperament. Einer Anspannung, die erst ein paar Tage nach der Ankunft und dem folgenden Eingewöhnen abgefallen war. Somit...verstand er einigermaßen, wie sie sich als Neuankömmling fühlen müsste. Kein Wunder also, dass sie zickte, auch wenn es etwas daneben war. Doch wusste er ja nicht, ob sie auch in normalem, erholten Zustand eine so spitzzüngige Furie sein konnte oder sogar durchgängig sein würde. Ob sie nun wirklich auf andere hinabsah, oder es nur der Situation entsprungen war. So nahm er es nicht übel und vermied nun möglichst sich vorschnell eine Meinung zu bilden. Auch nahm er Provokationen leichter hin, und seine eigene Spitzzüngigkeit war abgeschwächt und eher spielerisch angelegt - auch wenn sie immernoch ein wenig reizend und nervenaufreibend sein konnte. Doch schien zumindest die Frau vor ihm, die nur wenige Zentimeter kleiner war als er, zu verstehen und es nicht allzu sehr persönlich zu nehmen. Trotz der sicherlich spürbaren Erschöpfung der Reise. Doch zunächst stieß diese auf die eitle Bemerkung des größeren Mannes ein kleines Schnauben aus und meinte, dass er ihr als Waldschrat gut gefallen würde. Auch Mica fand den Pflegezustand Alecs nicht grade Mangelhaft, aber jeder empfand nunmal anders. Und der Drei-Tage-Bart nahm langsam ein Ende und müsste mit einer Rasur erneuert werden. Klingen die dieser dafür benötigte, besaß er selbst und so sah er daran keinen Aufwand oder keinerlei Schwierigkeit ihm davon welche zu geben. An seinem Konsum an Zigaretten konnte man wohl merken, dass er nicht grade den Geiz mit Löffeln gefressen hatte. Dem gutaussehenden Burgbewohner jedenfalls schien der Zuspruch beiderseits zu gefallen, jedenfalls gab er eine Erwiederung gespickt mit ein wenig Theatralik und Kosenamen von sich.

Nun, seinen letzten Rauch in ihr Gesicht zu pusten, war nicht grade die feinste Art gewesen, doch verdrehte er leicht angedeutet die Augen bei den überaus überzogenen Reaktionen. Die Frau verzog angeekelt ihr hübsches Antlitz, während Alec wahrlich los stänkerte. Zuvor hatte er eine leichte Gereiztheit bemerkt. Jene war jedoch so rasch verschwunden, dass er schon vermutete es sich eingebildet zu haben, da der Mann auch bisher eher ausgeglichen gewirkt hatt und nicht grade wie ein Spießer wirkte.  Er selbst unterdrückte ein Zucken seines Mundwinkels, um keine verräterische Amüsiertheit zu zeigen, die vielleicht auch als provokant aufgefasst werden könnte. Er legte es wirklich nicht drauf an seine Gegenüber zu triezen, jedenfalls nicht ernsthaft. Deswegen versuchte er seine eigene durchaus spitze Zunge im Zaum zu halten. Denn er hatte bemerkt, dass auch die hübsche Frau an Alecs Seite sich versucht hatte zu beherrschen, bevor dann doch spitze Bemerkungen den hinreißenden Mund verließen. Sie hatte sein kleines, angedeutetes Lächeln erwiedert und so nahm er auch ihre Worte nicht für allzu voll, der andere Mann in der Runde hingegen hatte seinem Ausbruch nach zu urteilen genug Geplänkel für diesen Tag erlebt. Und so musste sich der entspannte Junge wirklich bemühen, die Situaton weiter beruhigend ausklingen zu lassen und nicht weiter gegen die Frau zu sticheln. Stattdessen nahm er einen spielerischen und entschuldigenden Zug an, den er doch seinen vorhandenen Hitzkopf nicht allzu oft zur Schau stellen konnte, doch hatte er wirklich keine Lust auf einen eskalierenden Schlagabtausch. So legte er seinerseits ebenso theatralisch wie Alec zuvor die Hand, jedoch auf seine Brust, dort wo das Herz saß. "Autsch, ich bin wahrlich getroffen von Euren Worten." sprach er mit einem eindeutig schiefen Grinsen, es unterstützte den bubenhaften Eindruck, den er so manchmal optisch erwecken konnte. Dabei schweifte sein Blick von einem zum anderen. Innerlich, ja da war es sogar ein Stück weit wahr...denn er....sah nunmal nicht aus wie ein richtiger Mann, und somit saß dies Bemerkung wirklich und wahrhaftig. Traf mit einem festen Schlag, ohne, dass sein freches Grinsen wankte. Ein pupertierender Zwölfjähriger...die Sprüche werden auch immer origineller. dachte er fast schon mit etwas zynischem Unterton. Und doch konnt er nicht anders, als beiden zuzustimmen. Vom Aussehen und manchmal auch vom rebellischen Verhalten her, wäre er wirklich zu jung um sich in Gegenwart nackter Schönheiten zu amüsieren. Doch selbst wenn er wollte und sich die Gelegenheit bot, würde er dem Genuss wohl nicht beiwohnen können. Denn welche Person würde sich bespaßen lassen, ohne selbst ihr Gegenüber entkleiden und berühren zu wollen? Und dies, war bei Mica momentan und in Zukunft wahrlich nicht drin. Schadenfreude über die Worte die Alec an Cyra verlor, konnte er also nicht zeigen, da er selbst einiges zu hören bekommen hatte. So also stieß er in einem kleinen, kapitulierenden Seufzer die Luft aus, diesmal ohne Rauch. "Nun gut, dann muss ich mich wohl entschuldigen, eure Hoheit." auch hier nahm er das Spiel auf, welches eigentlich Alec begonnen hatte und ließ seinen eher grauen Blick von ihm, zu der Dame wandern, die noch immer fast an ihm klebte. "Ich hoffe Ihr könnt einem unbedarften Knaben wie mir verzeihen." fuhr er fort - etwas neckend, aber ohne spitzen oder fiesen Unterton. Dafür mit etwas trockenem Beigeschmack, der verdeutlichte, dass er ganz gewiss kein kleines Kind war. Was für eine Schmierenkomödie...mehr als das, bin ich in den Augen dieser perfekten Menschen sowieso nicht... dieser bittere Gedanke huschte durch seinen Kopf, während er kurz den Blick senkte. Ja beide waren fast die Idealbilder, die man von ihrem Geschlecht abzeichnete, während er voller Falschheit etwas mimte, das er nie wahrhaftig sein konnte, egal wie sehr er es wollte. Alec, groß und muskulös. Ein schönes Gesicht und natürlicher Charme. Die noch immer unbenannte Frau, weder zu groß noch zu klein, mit sichtbar trainiertem Traumkörper... vielleicht nicht grade der lieblichste Charakter, aber wen interessierte das schon, bei so einem Aussehen? Ja, die meisten Menschen ließen sich lieber von äußerlichkeiten Blenden....doch Zeit für beurteilungen war nun keine. Stattdessen zwinkerte er Cyra leicht zu und schob noch einen kleinen Satz hinten an. "Behilflich kann ich trotzdem gerne sein." doch huschte sein Blick dabe kurz zu Alec. Die Beziehung zwischen den beiden war ihm ein wenig...unklar und schwammig. Waren sie nun zusammen? So, wie sie an ihm haftete und die bisherig ausgetauschten Küsse, bedeuteten doch etwas, oder nicht? Statt etwas anzunehmen, blickte er nur fragend und schwieg um peinliche Missverständnisse zu vermeide. Das Rauchen kommentierte er dabei mit keinem Wort, denn er selbst wusste wie ungesund es war, wie teuer und unnötig...Doch eine Sucht war nicht so leicht aufzugeben, erstrecht nicht ohne Ansporn. Und immerhin hatte es zumindest einen Teil zu seinem temporär begrenzt entspannten Gemüt und der rauchigen Stimme beigetragen. Kurz überlegte er jedoch, als Alec anbot, ihn auch direkt zu begleiten. Es bereitete ihm wirklich Unbehagen...was wenn er etwas entdeckte? Irgendetwas? Selbst wenn er nicht ins Zimmer trat, so wäre es doch auch seltsam ihm die Tür vor der Nase zuzuschlagen, damit r keinen Blick hinein erhaschte, während er die Rasierklingen herauskramte, oder? Das breite, recht anziehende Grinsen am Ende des Angebotes, verstand Mica nicht ganz. Sah nicht die Einladung darin, weil er sich Dinge dieser Art schon so aus dem Kopf geschlagen hatte. "Mir wäre es wirklich lieber, wenn ich es dir vorbei bringe. Dann entstehen dir keine Umstände." sprach er also und fuhr sich kurz durch die wuscheligen Haare, unbewusst eine Geste der Unsicherheit. "Mein Zimmer liegt recht weit entfernt. Deines ist sicher näher, dann musst du keinen Umweg dafür machen." stellte er heran, erklärend. Jedenfalls vermutete er, dass Alecs Zmmer weiter am Burghof lag, da er um sein eigenes zu erreichen, einen recht langen Weg zurücklegen musste.  Ein leichtes, freundliches Lächelne erhellte seine recht friedlichen Gesichtszüge momentan, weswegen er wohl einen recht unbedarften, unwissenden Eindruck machen könnte.

Doch dann zuckte er recht deutlich zusammen, als ein kleiner Gegenstand durch sein Blickfeld, an Alecs Kopf vorbei rauschte und hart gegen die Steinwand der Burg knallte. Seine grauen Augen wurden vor Verwunderung und Überraschung recht groß und er besah den Stein der grade nur wenige Millimeter das Gesicht von Alec verfehlt hatte. Sprachlos ließ auch er seinen Blick zur Quelle wandern. Lilith, und ihr Gesichtsausdruck jagte ihm einen eisigen Schauer über den Rücken. Eisblaue Augen blitzten unter der Kaputze hervor, ebenso wie volle Lippen, um die ein fast grausam wirkendes Lächeln lag. Denn es wirkte auf seltsame Art udn Weise zufrieden. "Ach du Scheiße." wisperte er beinahe und blickte zurück auf den Stein. "Die ist irre." brummte er eher leise feststellend zu sich selbst, ja ganz sicher würde er keinen Ärger mit der anfangen.  So hörte er jedenfalls nicht, was Alec leiser zu sich murmelte, nur, dass was er ihr zu rief und schüttelte als Reaktion den Kopf. Alle hier sind irgendwie verrückt....Jeder auf eigene Weise.. dachte er. Wie konnte Alec grinsen und soetwas zurückrufen, wenn sein Kopf gradeso hauchknapp heil davon gekommen war? Selbst ihm hatte es kurz einen Schrecken eingejagt, denn der Stein war nicht nur präzise, sondern auch ziemlich kraftvoll geworfen worden...das hätte echt unschön aussehen können! Aber Alec...schien fast erfreut? Erneut konnte der junge Mann nicht anders als den Kopf zu schütteln. "Eindeutig verrückt." bestätigte er leise, aber mit einem leichten Grinsen, während seine gräulchen Augen den leicht zerbröckelten Stein musterten. Wenigstens war er selbst nicht der einzige seltsame, hier könnte man sich beinahe..zuhause fühlen.

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