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 Der Waldsee

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Divious
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BeitragThema: Der Waldsee   Sa Okt 20, 2018 10:45 am

Malerisch ist dieser Ort... mitten im Wald gelegen, ein wenig abseits unten im Tal, liegt ein See.
Schauermärchen ranken sich um dieses Gewässer und dennoch kommen die Jugendlichen zum Schwimmen hier her. Bewältigen den langen, schwer zugänglichen Weg zum See.
Im Sommer ist es ein beliebter Ort und wenn es im Winter sehr kalt ist, friert der See und man kann Schlittschuh laufen.


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Lilith Dearing

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BeitragThema: Re: Der Waldsee   Fr Nov 16, 2018 2:54 pm

Kathrin
Ihre kleinen Füße trugen sie. Immer weiter und weiter. Waren inzwischen vor Schmerz und Müdigkeit schon taub geworden. Und schon lange hatte sie vergessen, wohin sie überhaupt wollte.
Das jung aussehende Kind war davon gelaufen, hinaus aus dem Krankenhaus, bevor man sie irgendwohin schicken konnte. diese Leute, hatten so viele Fragen gestellt. Zu viele.
Was war in der Nacht geschehen. Was hatten sie dem vater getan, was ihr? Haargenau sollte sie es schildern. Alle Details. Wie sahen die Männder aus, bekannte Gesichter? Namen?
In dieser Nacht, vor nicht mal einer Woche....Grademal drei Tagen. Es hatte weh getan, sie hatte Angst gehabt. So schrckliche Angst. Und ihr Vater, er hatte geblutet. So doll. Es roch schlimm und war so grell Rot. Sie hatte seine tiefe, sanfte Stimme ncoh nie ro rau und schwach gehört. Nie so flehend, so laut und schreiend. Ein schweres Gefühl ballte sich in ihrem flachen Bauch zusammen und sie presste den leicht verschmutzten Stoffhasen fest an ihre kleine Brust. Umschlang ihn und hielt sich an ihm fest. Ihre Atmung ging schneller, als sie vor Müdigkeit wieder daran denken musste, was geschehen war. Es nicht weiter verdrängen konnte. Von sich schieben konnte.
Pa...pa....Papa....
Sie presste die Augen zusammen, als sie sein Gesicht vor sich sah, ers lächelnd mit leichten Falten udn warmen braunen Teddyaugen. Dann schmerz- und angstverzerrt, blutig. Zuletzt mit leerem Blick, ausdruckslos.
Alles war so verschwommen und ihr Körper hatte sich bleischwer angefühlt, als der bekannte Mann über ihr war. Ihren kleinen Körper so leicht bedeckte udn einsperrte, sie fast erdrückte. Das Messer, an ihrer Kehle, ehe sie still lag. Dann zwischen den Beinen, das reißende Geräusch von zerschnittenem Stoff. Ein kleines Brennen am Oberschenkel. Alles war so verworren. Doch ließ es ihre Atmung panisch werden und sie stolperte leicht, als sie die Augen aufriss um die Bilder zu verscheuchen.
Sie presste die kleinen, plumpen Lippen mit einem unterdrückten Wimmern zusammen. Sie wollte ihren Papa....war so schrecklich alleine. Und alles tat weh.
Müdigkeit zerrte an ihr. wann hatte sie das letzt mal geschlafen? wann gegessen, oder gar getrunken? Sie konnte sich ja nicht einfach auf einer Straße zusammen rollen, was wenn jemand sie wieder so anfasste? Oder sie mitnahm und sie eingesperrt wurde?
Würde irgendjemand sie überhaupt finden...sie mitnehmen oder um sie kümmern?
Sie presste das weiche Kuscheltier fester an sich, fast schon schmerzhaft. Sie zitterte. Vor Anstrengung? Oder Vor Kälte? Denn sie truh nur ein dünnes Kleidchen mit kurzen Ärmeln. Dunkle Flecken sichtbar an Hals und Oberarmen, nur die an den Beinen waren versteckt.

Weiter, immer weiter. Doch sie erinnerte sich. Hatte sich versteckt und die Dorfbewohner belauscht. Etwas über einen Zufluchtsort gehört. Doch war es nur ein Märchen? Ein Zuhause, dass Menschen aufnahm, die nirgendwo hin konnten? Gab es das wirklich? Bitte...lass es wahr sein... dachte sie mit einem schwachen, positiven Lächeln und ging weiter, auch wenn die wenigen Muskeln, die ihren Körper in Bewegung hielten, schmerzlich protestierten.
Sie war in einen Wald gegangen, anfangs einem kleinen Pfad gefolgt. Doch dann irgendwie in Gedanken verloren, hatte sie diesen verloren. Und nun, vollkommen orientierungslos, ging sie einfach weiter. Blickte sich aus großen, schimmernden Augen um. Es war hübsch, aber irgendwie auch etwas unheimlich. Und allein. So....vollkommen einsam. Sie fröstelte und sah sich erneut neugierig um.

Dort schillerte etwas, in wunderbaren türkiesen Farben. Es glitzerte beinahe, als Sonnenlicht darauf fiel. Fasziniert und abgelenkt von düsteren Erinnerungen und körperlichen Beschwerden, tapste sie darauf zu und entdeckte eine Art See. Wie wunderschön! dachte sie und trat etwas näher. Vor dem Rand hockte sie sich hin und ließ sie zarten Fingerspitzen in das kühle Nass gleiten. Kalt. kristallklar. Mit einem kleinen, melodischen Kichern fuhr sie kleine Muster hinein, so dass sich die Oberfläche leise plätschernd Kräuselte. Ein kurzer friedlicher Moment für das arme Kind. Den Hasen hielt sie dabei noch immer fest umklammert, mit der anderen unbenutzten und leicht schmutzigen Hand.
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J.M.Cale
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BeitragThema: Re: Der Waldsee   Fr Nov 16, 2018 8:54 pm

Revan Valensa
Infos: 18 Jahre | single | Skinhead | Ex von Catarina (Catarina)
ERWÄHNT:Catarina (Catarina) | Yuki (Yuki) | Chrissie (Lavina) | Tyler (Sharina) 
ANGESPROCHEN: Kittey (Lilith)


cf Burghof

Anfangs noch wütend und kaum schaffend, sich zu beherrschen, hatte sich seine Wut auf den Weg zum See abgekühlt und war einer dumpfen Leere gewichen.
Wahllos den Wegen folgend, ohne klares Ziel vor Augen, hatte er sich immer weiter bewegt. Zu spät war ihm eingefallen, in welche Richtung sich seine Schritte richteten und als er es bemerkte, hatte er nicht mehr umkehren wollen.
Zu lange schon hatte er versucht sich vor dem zu drücken, was dieser Ort in ihm wach rief. Dabei... war er nie mit ihr hier gewesen...
Doch die natürliche Schönheit dieses Ortes erinnerte ihn so sehr an Catarina, dass es unmöglich war, eben nicht an sie zu denken. Das erste mal, er er den See entdeckt hatte und die Erinnerung ihn überfiel, hatte er die Kontrolle über seine Emotionen verloren.
Blind vor Wut hatte er auf einen Baum eingedroschen, bis seine Knöchel die Rinde rot färbten. Der Schmerz brachte ihn zur Besinnung – jedoch waren die nachfolgenden Beschwerden nicht unbedingt dafür geeignet, seine Wut auf seine ehemalige Freundin zu lindern.
Dabei wusste er selbst, dass er eigentlich keinen Grund dazu hatte, wütend auf sie zu sein... Sie hatte nun einmal klar und deutlich gemacht, dass sie andere Wünsche hegte, wie er. Andere Prioritäten setzte.
Am Ende hatte er ihr nicht mehr zugehört. Das einzige, woran er hatte denken können, war das Gefühl, von ihr abgelehnt zu werden. Ein Sache, welche er sein Leben so oft hatte erleben müssen, dass er nicht mehr fähig dazu war, rational zu denken.
Wütend hatte er den Raum verlassen, bevor der Drang, ihr seinen Willen notfalls auch mit Gewalt aufzuzwingen, noch präsenter wurde. Denn für einen kurzen Moment hatte er tatsächlich überlegt, seine überlegene Kraft dazu einzusetzen, ihr zu zeigen was geschah, wenn sie sich ihm zu widersetzen gedachte.
So hatte er sich entfernt... war weg von ihr... wollte sich beruhigen... und hatte Chrissi getroffen. Sie kannten sich von früher, hatten sich gegen den Willen ihrer Eltern sogar aufeinander eingelassen. Allerdings war er dann weg und sie hatten sich nicht mehr wieder gesehen – bis an diesem Tag.
Tatsächlich waren Gefühle erwacht, welche er vergessen hatte... doch waren sie nicht einmal ansatzweise so stark wie jene, welche er für Catarina empfand. Viel eher war es Trotz, welche ihn in die Arme seiner einstigen Bekannten trieb. Der Wunsch, sich an Ri zu rächen. Sie zu bestrafen. Dies alles war das einzige, was in diesem Moment für in zählte.
Wieder einmal ein eindeutiges Zeichen dafür, dass er ein Idiot war. Er hatte es Catarina gesagt. Das er eine andere an seiner Seite haben wollte, auf sie keinen Bock mehr hatte. War es gelogen? Ja... irgendwie schon. Denn wirklich ohne die junge Frau, welche so viele seiner Regeln und Vorstellungen, welche ihn geprägt hatten über Bord geworfen hatte, wollte er sich damals eigentlich nicht vorstellen.
Doch seine Voreiligen Handlungen hatten dafür gesorgt, dass Catarina verschwand. Von heute auf Morgen. Ohne ein Wort des Abschied.
Oh, er hatte an diesem Tag gewütet. Rasend vor Zorn. Er hatte sie gesucht, doch schien sie wie vom Erdboden verschluckt. Abermals das Gefühl des Verrates durch lebend, als hätte sie nur darauf gewartet, ihn los zu werden, um verschwinden zu können.
Noch heute konnte er nicht ohne Wut an sie denken, noch heute ballten sich seine Hände zu Fäusten, wenn er nur ihren Namen hörte – oder einen, der ähnlich klang. Er wusste nicht, was er tun würde, sollte er sie jemals wieder sehen...
Das er selbst Schuld an dem ganzen war... das sah Revan natürlich nicht. Wollte es nicht sehen.
Mit einem Seufzen lehnte er sich an einen Baum, schloss die Augen und das Bild einer jungen Frau mit Blonden Haaren und blauen Augen. Er erlebte noch einmal das kennen lernen. Wie sie ihn anspuckte und er ihr dafür einen Schlag versetzte. Wie er sie im Wald gesehen hatte, fertig mit den Nerven und mit ihr gesprochen hatte. Wie die ersten, zögerlichen, noch unsicheren Gefühle gestanden wurden. Oh verdammt... er hatte sie wirklich geliebt. Vielleicht tat er dies noch immer, auch, wenn er es nicht einmal vor sich selbst zugeben wollte. Seit er sie verlassen hatte, fühlte er sich... defekt? Ja... irgendwie schon. Nicht ganz. Es fehlte etwas. Doch wollte er nicht einsehen, dass sie es war.
Stattdessen ließ er seine Wut auf sie... auf sich selbst... einfach an anderen aus. In diesem Fall an Yuki und Tyler, die ja nun beide nicht wirklich schlimmes gesagt hatten. Tatsächlich hatte das Mädchen ja nur die Wahrheit gesagt, nett war er ja nun tatsächlich nicht. War es eigentlich auch nie gewesen.
Wie Catarina sich jemals in ihn hatte verlieben können, war für ihn ein Buch mit sieben Siegeln. Andererseits... war vielleicht auch dies einfach nur gespielt...
Diese Gedanken sorgten nicht unbedingt dafür, dass er sich besser fühlte. Stattdessen sank seine eben noch – für seine Verhältnisse entspannte – Laune ein wenig tiefer.
Er ließ den Kopf nach hinten gegen den Stamm fallen, die Augen noch immer geschlossen, doch im nächsten Moment aufreißend, als ein helles Kichern ertönte. Es war ruhig am See und nur so hatte er es vernehmen können. Es klang nicht bedrohlich, sondern wie das eines Kindes. Trotzdem bewegte er sich vorsichtig näher, wer wusste, schon, wer sich noch alles an diesem Ort aufhielt.
Tatsächlich hockte ein Mädchen am Ufer. Nur mit einem dünnen Kleid bekleidet. Lange, hellbraune Haare fielen ihr über die Schultern. Sie war klein... das sah er. Wie alt mochte sie sein? Es war ihm egal. Jedoch sah er sich sicherheitshalber noch ein weiteres Mal um, bevor er sich ihr näherte.
Fror sie nicht? Zwar war der Oktober recht warm, jedoch noch sehr frisch und ihre Kleidung nicht wirklich geeignet für Tageszeit und den Ort, an welchem sie sich befand. Nein... stattdessen spielte sie noch im Wasser. Viel Verstand hat sie scheinbar nicht..., dachte er bei sich, während er sich ihr näherte. Dieses Mal wesentlich weniger leise.
“Wenn du rein fällst, fische ich dich nicht heraus.“, meinte er nur. Zu spät fiel ihm ein, dass er sie vielleicht nicht so plötzlich hätte ansprechen sollen... Er hatte sie eigentlich nicht erschrecken wollen, was nun vielleicht geschehen war... Wie war das noch gleich, mit dem Verstand...?


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Lilith Dearing

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BeitragThema: Re: Der Waldsee   Fr Nov 16, 2018 10:14 pm

Kittey
Fasziniert und endlich abgelenkt betrachtete sie mit funkelnden Seelenspiegeln das glitzernde Gewässer vor sich. Ihre Hand war eiskalt, doch spürte sie es kaum. Ihr junger Körper war sowieso schon an fast jede erdenkliche Grenze gestoßen, da war ein wenig Kälte auch nichts Neues mehr. Sie hatte schon schlimmeres überstanden. Weitaus.
Somit ließ sie ihre fFinger, fein und zart weiter hindurch gleiten. Spielte eine Weile sorglos und vergaß wenigstens kurz Zeit und Ort. Geschehen und alles andere, störende in ihrem jungen Köpfchen.
Wie hübsch...es tanzt sogar! staunte sie und schmunzelte zart.
Ihr melodisches, sachtes Kichern übertönte in ihren eigenen Ohren die leisen Geräusche der Umgebung und das Plätschern des wassers ebenso. Dabei lehnte sie sich ab und zu vergnügt vor und merkte garnicht, wie sie daducrh leicht wankte. Immer wieder etwas weiter über den Seerand hinaus und wieder zurück. Das Kuschelhäschen stets an ihrer Seite, als unbewusste Stütze, mit vertrauter Weichheit.

So hörte sie nicht und spürte auch nicht, wie sich eine weitere Lebensform im Wald näherte und den gleichen Ort betrat wie sie. Spürte weder den Blick auf sich, noch die Schritte näher kommen.
Es war gefühlt eine Ewigkeit her, dass sie so unbeschwert gewesen war. Dabei...geschah das ganze Unglück doch erst vor wenigen Tagen! Hatte einfach alles zerstört...und für was? Einfach nichts... Schulden. Dämliche, unsinnige Geldschulden, bei den falschen Personen. Und doch, konnte sie es nciht über sich bringen und anderen mit Argwohn und Misstrauen begegnen. Auch mit dem, was ihr wiederfahren war.. Es war dumm und törricht, weiterhin so naiv zu sein, so vertrauensselig. Immerhin hatte es nur Schmerz und Katastrophen gebracht. Dennoch konnte und wollte sie andere nciht unrecht behandeln. Das hätte auch ihr Vater sicher nciht gut geheißen...

Auch wenn der Fremde sich keine Mühe mehr gab leise zu sein, so war sie zu vertieft in ihr Tun und erschrak, als plötzlich eine männliche Stimme erhallte. Mit einem leisen, fast niedlichen Geräusch zuckte sie zusammen, und schwankte dabei gefährlich. Sie wollte sich auf den Hintern fallen lassen um eine Landung im See zu verhindern, schaffte es jedoch nicht und rutschte mit einem erschrockenen Qietschen in das eisige Nass. Das Platschen verdeutlichte nur die Dramatik und eiseskälte umschloss ihren zarten Leib. Durchtränkte den dünnen Stofffetzen und machte ihn fast ein wenig durchsichtig. Gänsehaut breitete sich sofortig auf der elfeneinfarbenen haut aus und die Zitterte. Ein Glück, dass es am Rand nciht so tief war und sie selbst so zusammen geklappt noch den Kopf über Wasser hatte. Ansonsten hätte es böse ausgesehen, da sie nicht schwimmen konnte. Das  unbedarfte Mädchen hatte es nie gelernt und wagte sich trotzdem an einen unbekannten See, so nah ans Ufer. Und nun hatte sie sich erschrocken und war hinein gefallen - ganz so wie es der Fremde voraus gesagt hatte.

Mit neugierigem Blick betrachtete sie diesen. Aus aufgerissenen, großen himmelblauen Seelenspiegel, verwundert, und ein wenig ängstlich. Doch Ersteres überwog. Ihr kleiner Mund mit den hübsch geschwungenen Lippen stand offen. Und sie zitterte deutlich vo Kälte. Durch diese wurde sie auch ein wenig blasser und die dunkeln Male an Hals und Armen schienen deutlicher und düsterer hervor zu stechen.  "W-woher wu-sstest du das?" fragte sie erstaunt, mit einem leichten Stottern. Ob nun vor anfänglicher Schüchternheit, Unsicherheit oder Kälte, war dabei nciht genau fest zu legen. Fest umschloss sie jedoch, den nun ebenfall klitschnassen Hasen. Doch wenigstens spülte das kristallklare Seewasser ein wenig den Schmutz hinfort, der sich auf ihrer beschwerlichen Reise abgelegt hatte. Ein wenig ratlos saß sie nun da. klitschnass und frierend und zudem ein wenig verschüchtert. Der mann vor ihr hatte eine seltsame Frisur, oder ehergesgt: keine. Denn seine Haare waren einfach weg! Sowas hatte sie wirklich noch nicht gesehen. Doch vielleicht war es auch besser, dass er keinem der Männer von damals ähnelte - denn so konnte sie mit seiner Erscheinung nichts Negatives verknüpfen.

Zittrig und etwas unsicher auf den kleinen Füßen erhobs ie sich und wirklich, das helle Kleid klebte wie eine zweite Haut an ihrer zierlichen Gestalt. "H-hallo." begrüßte sie nun immernoch etwas schüchtern, aber aus Höflichkeistgründen und schlug die Augen leicht nieder. Etwas unkoordiniert versuchte sie nun aus dem See zu klettern, rutschte jedoch am Ufer durch Nässe und schwindende Kraft wieder ab und schaffte es nicht alleiner heraus. Mit einem leisen Wimmern fiel sie also mit einem  Plantschen zurück, dabei den Hasen nun an ihre Brust gepresst, aus Angst ihn zu verlieren udn aus Wachsender Unsicherheit. Die Kälte begann nun in die Knochen einzudringen und wirklich mehr als unangenehm, gar schmerzhaft zu werden. Aus nun leicht glänzenden Augen sah sie dem Fremden hilflos an.


(766 Wörter)
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J.M.Cale
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BeitragThema: Re: Der Waldsee   Sa Nov 17, 2018 10:25 am

Revan Valensa
Infos: 18 Jahre | single | Skinhead | Freund von Chrissi (Lavina) | Ex von Catarina (Catarina)
ERWÄHNT: / / /
ANGESPROCHEN: Kittey (Lilith)

Das Mädchen hatte ihn bisher nicht bemerkt und er fragte sich, ob sie irgendwas an den Ohren hatte... Leise war er nämlich nicht und die Zweige und Blätter unter seinen schweren Stiefeln hatten geknackt und geknirscht. Das Kind jedoch hatte weiterhin ihre Hand in dem – mit Sicherheit eiskalten – Wasser und schien so fasziniert von den kleinen Wellen, die sie damit fabrizierte, dass sie seine Anwesenheit nicht einmal zu ahnen wusste.
Wäre er ein Mörder, so hätte er in ihr ein leichtes Opfer gefunden...
Leicht vorbeugend betrachtete das Kind weiterhin das fast Smaragdgrün erscheinende, trotz allem klare Nass. Schwankend und es scheinbar nicht einmal kommen sehend, was ihr passieren könnte, wenn sie sich so unvorsichtig über dem Ufer hinweg nach vorne beugte.
So hatte er – eigentlich ebenso unbedacht wie die Tat des Mädchens – etwas gesagt, was sie sichtlich nicht erwartet hatte.
Erschrocken zuckte das Mädchen zusammen, schwankend ihr Gleichgewicht suchend, doch schlussendlich verlierend. Mit einem hohen Quieken landete sie im See und das Wasser spritzte empor, als der Körper auf eben jenes traf. Revan hatte noch einen Satz nach vorne gemacht, um wenigstens einen Zipfel ihres weiten Kleides zu fassen zu bekommen, doch er stand zu weit entfernt und so fiel sie, noch bevor er auch nur in Reichweite war.
Vollkommen durchnässt saß sie nun im Wasser und hob langsam den Kopf, um ihn anzublicken. Große, blaue Augen waren weit aufgerissen und blickten ihn mit einer Mischung aus Angst und Verwunderung an. Der Mund öffnete sich leicht und verharrte in dieser Position.
Obwohl absolut nichts lustig an diesem Anblick war, brach Revan in Gelächter aus. Er stützte die Hände auf die Oberschenkel und beugte sich leicht nach vorne, sich bemühend, das nicht grade Freundliche Lachen zum verstumme zu bringen. Doch hatte ihn das Unglück anderer schon immer erfreut und so fiel ihm dieses Vorhaben wahrlich nicht leicht.
Sein Bauch schmerzte bereits durch die stete ruckartige Kontraktion des Zwerchfells und er wischte sich mit dem Handrücken über die Augen, die vor Lachen zu Tränen begonnen hatten. Herrgott... wann hatte er das letzte Mal so gelacht? Er wusste es nicht, konnte sich nicht daran erinnern.
Nur mühsam gelang es ihm, sich zu beruhigen und schlussendlich zuckten nur noch seine Mundwinkel verräterisch.
Doch bereits im nächsten Moment erstarb auch der Rest seiner Belustigung und eine verräterische Röte färbte seine Ohren vor Verlegenheit. Nicht, weil er in Gelächter ausgebrochen war, nein... dafür schämte er sich nicht.
Nur jetzt, wo er das Lachen eingestellt und wieder klar sehen konnte, hatte er das Kind näher betrachtet... und hatte er sich mit dem Alter doch sichtlich verschätzt und sie wesentlich jünger einzuschätzen gedacht, als es wohl der Wirklichkeit entsprach.
Das dünne Kleid, vom Wasser vollkommen durchnässt und fast schon durchscheinend, klebte eng an ihrem Körper und zeigte zart erwachende Formen, die er vorher nicht zu vermuten vermocht hatte. Nicht sonderlich ausgeprägt und doch nun so offensichtlich ausgeprägt, als würde sie nackt vor ihm stehen.
Sofort richteten sich seine Augen fast starr auf ihr Gesicht, auf das Wasser, auf die Bäume... auf alles, nur nicht auf das, was sich abseits ihres schlanken Halses seinen Blicken darbot.
In diesem  Moment beobachtete er, scheinbar vollkommen fasziniert, ein Blatt, welches in einiger Entfernung auf dem klaren Nass schwamm und seine Kreise zog. Sich mit der Hand über den rasierten Kopf fahrend, um überhaupt etwas zu tun.
Doch die helle Stimme, welche erklang, ließ seinen Blick zurück zu dem Kind – Mädchen – zucken. Stotternd fragte sie, woher er denn gewusst hatte, dass sie rein fallen würde. Ob aus Furcht, Kälte oder durch einen Sprachfehler wusste er nicht, war ihm ehrlich gesagt aber auch gleichgültig.
Auf ihre Frage reagierte er mit einem kritischen Blick, hegte den Verdacht, sie wolle ihn verarschen. Jedoch zeigte die ehrliche Verblüffung in ihren Augen nichts von einer solchen Hinterlist und somit zuckte Revan die Schultern. “Ich kann Hellsehen.“, meinte er trocken, bevor sich seine Augen leicht verengten und sich die Brauen zusammen zocken, eine steile Falte zwischen ihnen entstehen ließ.
“Wie blöd muss man eigentlich sein, sich so dicht über das Wasser zu beugen? Hast du denn überhaupt keinen Verstand?“, blaffte er sie an, standhaft darauf bedacht, noch immer nur in ihr Gesicht zu blicken.
Auch dann noch, als sie unsicher und zitternd ihren Mut zusammen nahm und sich erhob. Jedoch misslang der Versuch, alleine aus dem See zu kommen. Kein Wunder... das Ufer war hier hoch und der Rand rutschig, durch die Nässe, welche die kühle Nacht auf ihn hernieder gelegt hatte. So rutschte das Mädchen immer wieder ab und ließ sich schlussendlich mit einem Wimmern zurück auf ihren Hintern fallen. Ein Gentleman hätte ihr vermutlich die Hand geboten, um ihr aus dem Wasser zu helfen... als solchen konnte man Revan nur leider nicht wirklich bezeichnen. Nein... stattdessen hatte er sich an den Rand gehockt und mit einem miesen Grinsen gesagt: “Dumm, wenn man so ein Zwerg ist, dass man den Rand kaum zu erreichen vermag, nicht wahr?“. Ja... er und das Unglück anderer.
Leicht verdrehte er die Augen, als sie so vorschnell aufgab und ihn hilflos, mit glänzenden Augen anblickte.
Erst jetzt fiel ihm auf, dass sie etwas in der Hand hielt. Ein Kuscheltier, wie es schien und zu seiner größten Erleichterung, presste sie dieses gegen ihre Brust.
Sich erhebend warf er einen Blick auf sie und meinte: “Na... dann mal viel Spaß noch beim Schwimmen.“ Und mit diesen Worten drehte er sich um und ging davon.
Nach ein paar Schritten jedoch stoppte er, warf einen derben Fluch in den Raum und drehte sich um. “Was geht mich so ein Scheiß Gör an?“, murmelte er wütend zu sich selbst, bevor er zu ihr ins Wasser stieg. Obwohl nicht tief, schwappte das Wasser in den Schaft seiner Stiefel. Ein weiterer Fluch folgte. Er fragte nicht um Erlaubnis, stattdessen beugte er sich über sie, fasste sie unter den Achseln und zog sie auf die Beine. Überrascht und leicht besorgt bemerkte er, wie leicht sie war... Trotz des Wassers, welches den Stoff des Kleides schwer nach unten zog. Sorgsam darauf bedacht, nichts zu berühren, was sie eindeutig als weiblich identifizierte, hob er sie aus dem Wasser, bevor er ihr ebenfalls ans Ufer folgte.
Sich setzend zog er einen Stiefel nach dem anderen aus und schüttete das kalte Nass aus, welches ihm durch die Rettungsaktion hinein gelaufen war. Klasse... sein einziges paar Schuhe und es würde dauern, bis diese wieder trocken waren... Jetzt grade bereute er, so blöd gewesen zu sein und den Helden gespielt hatte...
“Was treibst du hier Mutterseelenalleine am See? Hast du keinen der auf dich achtet?“, fragte er unfreundlich, blickte sie dann von der Seite her an. “Scheiße ey...“, murmelte er bei ihrem Anblick und erhob sich, zog seine Jacke aus und reichte sie ihr. “Zieh dich an.“, knurrte er und abermals färbten sich die Ohren des jungen Mannes rot. “Wie heißt du?“
Ein Versuch, sich abzulenken, bis sie endlich seinen Worten folge leisten und sich vernünftig bedecken würde... Hatte sie denn überhaupt kein Schamgefühl? Scheinbar nicht... Dafür er genug für sie beide...
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Lilith Dearing

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BeitragThema: Re: Der Waldsee   Sa Nov 17, 2018 12:32 pm

Kittey
Nachdem sich so viel überstürzt in ihrem Leben zum Schlechten gewendet hatte, war eine solche Ablenkung und Schönheit in der Natur wirklich eine wohltuende Ablenkung und Beschäftigung gewesen. Sie hatte noch nie einen natürlichn See gesehen, hatte sowieso weitaus weniger Erfahrungen in ihrem Leben gesammelt, als normale Kinder. Kein Wunder also, dass sie ihre ganze Aufmerksamkeit und Konzentration so leicht darauf verwendet hatte - und den näher kommenden Mann kein Stück bemerkte, bis er sie mit der männlichen Stimme erschreckte.
Bisher hatte sie das Leben einer perfekten, vollkommen behüteten Puppe geführt, in einem großen Haus gelebt, umsorgt und mit wenigen erlaubten kleinen Ausflügen, die genau Kontrolliert gewesen waren. Interaktionen fanden eher mit gezielt gewählten Besuchern statt, mit Ausnahmen auch während der wenigen Ausflüge, falls sich dann doch mal ein Kind zu nähern wagte und spielen wollte. Ansonsten.... Nicht viel.
So hatte sie nie gelernt so selbstständig zu sein, wie die letzten Tage in denen sie alleine auf sich gestellt, fast planlos und orientierungslos umher wanderte.
Hunger hatte sie noch nie kennen lernen müssen, bis jetzt. Auch wenn Zuhause natürlich dafür gesorgt worden war, dass sie perfekt aussah. Wenn sie auf Fotoshoots für ein Kinderklamottenlabel unterwegs gewesen war, hatten sich zwar auch gelegenheiten für interaktionen geboten, meist jedoch war einfach professionell an ihren Haaren und Klamotten gezupft und hergerichtet worden. So war und blieb ihr Vater nunmal die einzge feste Bindung. Die einzige sicher Konstante. Ob es Absicht gewesen war? Sie würde es nie vermuten..
Doch nun, war er sowieso weg. Für immer. Und zurück blieben verschwommene Erinnerungen, an leere Augen und schrecklich metallisch riechendem Rot. Diese Erinnerungen legten sich sogar über die, warmer Umarmungen, leisen Lachens und zarter, unschuldiger Küsse.

Nun war alles klitschnass, durchtränkt und eiskalt. Hatte sie in das Jetzt und Hier zurückgeholt. Aus einer friedlichen, vergnügten und reinherzigen Blase hinaus in die Wirklichkeit. Eine eieisge, schroffe und brutale Welt - in der sie nichts mehr hatte. Außer dem, was sie spärlich bei, oder ehergesagt an sich trug.
Hab und Gut war ihr, trotz der schon recht verwöhnten Vergangenheit nie wichtig gewesen...bis auf den Hasen. Dieser war ihr das Wichtigste, ein Geschenk ihrs Papas.

Nun, durch ihre Ablenkung beim Fall, war ihr zwar entgangen, wie der Mann, welcher eigentlich Schuld an ihrem Fall war, versuchte ihren Kleidzipfel noch zu erwischen, um sie vor dem kalten Nass zu verschonen. Doch stand er durch den Satz nach vorne, nah genug. So dass sie ihn mit den großen, neugierigen Augen klar und deutlich mustern konnte. Er sah wohl älter aus, als er wirklich war - strahlte so jedoch für sie irgendwie war autoritäres aus. Und durch ihre Positionen, ragte er bi in den klaren Himmel hinauf, als sie aus ihrer Position im Wasser aufblinzelte, zu ihm hinauf. Fast ein wenig perplex und vor allem verwundert. Denn sie selbst hatte natürlich nicht gemerkt, dass ihr Verhalten gefährlich oder riskant gewesen war - und so oder so mit einem Fall geändet hätte.
Und dann begann der Fremde zu lachen. So richtig los zu legen. Verwirrt legte sie ihr Köpfchen schief, doch irgendwie brach das Geräusch ihren Schreck und so umspielte ihre bebenden Lippen ein leichtes Lächeln. Irgendwie...schn eine lustige Stituation oder? Das er sie so sehr auslachte, dass ihm der Bauch weh tat und die Augen tränte, kam ihr nicht in den Sinn, viel eher verstand sie, dass es hatte lustig aussehen müssen und trotz ihres Schreckes und der Kälte entstand ein kleines Kichern. Angesteckt von seinem lauten Lachen, und dem verräterischen Grinsen, welches bei Beendung des erstigen lautes zurück blieb. So spürte sie keinerlei Empörung oder gar verletzten Stolz, sondern verspürte viel eher leichtes Vergnügen, trotz ihrer durchas doofen Situation. Und auch wenn das Lachen ganz udn gar nicht aus freundlichen Intentionen entstand, so verlieh es ihm in ihren Augen etwas sympathisches, oder eher gesagt verscheuchte es Misstrauen oder Sorge.
Die Männer damals hatten nicht gelacht, nicht einmal.
Er war anders.
Und solange sie die verschwommenen Erinnerungen nicht durchlebte, war alles in Ordnung.
So also lag auf ihrem eigenen, eher blassn und müden Gesicht, ein seichtes Lächeln, was ihr etwas Süßes verlieh. So bemerkte sie aber auch nicht, wie sein Blick ihren Körpr mied, wie durchsichtig sie momentan war.
Erst als sie ihn so verwundert ansprach, richteten sich die eher kritisch beäugenden Augen wieder auf ihr eigens, verwundertes Gesicht.
Hellsehen? Wahnsinn! begeisterung breitete sich deutlich sichtbar mit einem strahlenden Lächen und einem Funkeln in den himmelblauen Augen aus, als sie sich vorbeugte und ihn fast schon anstarrte. Hatte er sie so auch gefunden? Mit seiner Hellseher-Fähigkeit? "Ich wünschte, ich könnte das auch!" erwiederte sie also, trotz Kälte vergnügt und weniger stotternd. Unsicherheit schwand, nur ein leichtes Beben blieb in dem hellen Stimmchen zurück, diesmal alleinig durch de eieigen Temperaturen um sie herum verursacht. Sie bemerkte nicht wie trocken der Unterton war, oder den kritischen Blick - viel eher war ihre eigene Bewunderung in diesem Augenblick deutlich, vor allem da sie ihm glaubte. Nunja, ihre Naivität würde wohl stets ihr Untergang bleiben.

Das er sie anblaffte, verwirrte sie ein wenig. Ihr Papa hatte nie so streng mit ihr gesprochen. Stets sanft und nachdrücklich. Geduldig und warm. Und so schwieg sie ein wenig bedrückt. Schob dabei unbewusst die vollere Unterlippe leicht schmollend vor. "Nicht meine Absicht....entschuldigung.." murmelte sie und legte die Augen erneut nieder. Sie hatte ja nichtmit Absicht etwas gefärhliches getan, oder einen Fall provoziert. Sie wusste es einfach nicht besser. Aber auch er konnte ja nicht wissen,w as für eine Art Leben sie bisher gehabt hatte und so nahm sie es ihm nicht übel. "Es hat so hübsch ausgesehen.." versuchte sie stattdessen zu erklären und sah aus schimmernden Augen wieder zu ihm auf. Fuhr dabei unterstützend mit den zarten Fingern ihrer rechten Hand durch das kristallene, grünblaue Wasser. Welches weitaus wärmer aussah, als es war.

Doch daraufhin hatte sie versucht alleine hinaus zu kommen. Unsicher, wankend und vor Kälte und Erschöpfung zittrig. Deswegen war der ganze Versuch schon zum Scheitern veruerteilt. Doch war sie aufgrund dieser körperlichen Schwäche und dem ganzen Stress auch so fertig, dass sie es einfach aufgeben würde und sich niedergeschlagen ihrem Schicksal ergab. Sie konnte einach nicht mehr. Schaffte es nicht alleine, und bisher hatte sie auch noch nie so lange auf sich und eigene Fähigkeiten gestellt sein müssen. Inzwischen zitterte sie stärker und hatte beinahe etwas Angst, dass der Mann wirklich nun gehen würde und sie zurück ließ. So wie alles was sie bisher gekannte hatte einfach verschwunden war. Seine folgenden zwei Sätze unterstützten diese brodelnde Angst, die sie weitaus kälter als das Wasser erfasste und ein deutliches, leicht panisches Wimmern entstand in ihrer zarten Kehle, an der sich unauffällig unter den dunklen Flecken, ein dünner, leicht heilender Schnitt befand. Er drehte tatsächlich, nachdem er sie einen Zwer genannt hatte und wünschte ihr viel Spaß beim schwimmen. Dabei konnte sie es ja nicht einmal, wenn sie es wollen würde. "B-bitte warte.." wisperte sie, traute sich kaum und schluckte schwer. Erhob sich erneut stark wankend. Das vollgesogene Kleid hing schwer an ihrem zarten, ausgemergelten Leib. Am liebsten würde sie sich im Moment schlafend zusammen rollen und nicht mehr aufwachen... Während sie ihm aus großen, erschöpfen Augen nach sah, klammerte sie sich nun förmlich an den nassen Hasen. Bitte, bitte geh nicht auch weg!

Sie hörte nicht was er sagte, oder eher fluchte. Sah nur, dass er sich erneut umdrehte und wieder zu ihr stapfte. Vor erleichterung wurde ihr fast schwindelig. Kann er vielleicht auch Gedanken lesen? wunderte sie sich dabei kurz, doch es war egal. Hauptsache, er ließ sie nicht allein zurück!
Als er die Arme nach ihr ausstreckte, kräftig und groß - zuckte sie unbewusst, ohne es zu wollen zusammen. Doch hielt sie ganz still. Auch als der Griff unter ihren Achseln leicht kitzelte und sie sich dadurch erleichtert entspannte, kicherte sie nur leicht, versuchte aber möglichst wenig zu strampeln, um es ihm nicht schwerer zu machen. Wobei sie eher ein Leichtgewicht war, weit entfernt davon ihm wirklich körperliche Mühe abzuverlangen.
Sie selbst wurde also abgesetzt und still sah sie zu, wie er seine Stiefel ausgoss.
Unfreundlich fragte er, was sie hier alleine machte ud ob sie niemanden hatte. Seinen vesrtimmten Tonfall konnte sie jdoch irgendwie verstehen, immehrin war er ihretwegen nun auch etwas nass. Ob ihm auch kalt ist? dachte sie schon fast ein wenig besorgt und vor allem: schuldbewusst.
"Nein.." sprach sie leise und schüttelte das Köpfchen, die nassen Haare Schulten ihr dabei von der zarten, entblößten Schulter. "N-niemanden.." auch wenn sie versuchte ruhig zu brechen, brach ihre Stimme bei dem Wort deutlich. Sie blickte kurz zu Boden, ehe sie es wieder wagte die blauen Augen zu heben und ihn unschuldig anzusehen. "Entschuldige bitte die Schwierigkeiten, die ich dir bereite." sprach sie aufrichtig und schloss die zarten Hände etwas fester um den nassen Hasen an ihrer Brust.
Diesmal hörte sie sein Fluchen, verstand jedoch nicht ganz worauf es bezogen war...Vielleicht seine nassen Schuhe? Nun noch schuldiger fühlend, wollte sie sich erneut entschuldigen, schloss dne Mund jedoch, als er ihr die Jacke reichte, nachdem er sich erhoben hatte und nun wieder so viel größer war. "D-dankesehr." flüsterte sie und griff mit beiden, zarten Händen nach der schweren Jacke. Entfernte somit aber auch jeden Sichtschutz von ihrem Brustkorb. Sie bezweifelte nicht, dass die Jacke sie vielleicht trotz der nassen Klamotten wärmen könnte, und ahnte nicht welchen Sinn diese sonst noch erfüllen sollte. Etwas ungeschickt versuchte sie, die Jacke anzuziehen, scheiterte jedoch auch bei dem Versuch hierbei kläglich. Somit lag sie nur über ihren Schultern und nicht wirklich dort, wo sie zu einer Bedeckung führn sollte. Doch immerhin hatte sie sich nie wirklich selbst ankleiden müssen und hatte immer hilfe gehabt, die alles herrichtete und ordnete.
Bei dem Versuch in die zu große Jacke zu gleiten hielt sie inne, als er wieder sprach und fragte wie sie hieß.
"Mein Name ist Kathrin Felidae." stellte sie sich mit sehr höflichem Klang und süßer Stimme vor. Doch kehrte der neugierige Glanz in die Augen zurück und so erhob sie selbst nun eine Frage. "Und wie heißt du?" Sie musste doch immerhin wissen, wer sie so lieb gerettet hatte!
Abwartend versuchte sie immernoch etwas tollpatschig weiter an der Jacke zu richten, liße dabei jedoch keinen Augenblick den Hasen auch nur etwas lockerer.

(1715 Wörter)
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J.M.Cale
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BeitragThema: Re: Der Waldsee   Sa Nov 17, 2018 5:26 pm

Revan Valensa
Infos: 18 Jahre | single | Skinhead | Freund von Chrissi (Lavina) | Ex von Catarina (Catarina) | Mentor von Malou (Yuki)
ERWÄHNT: Catarina (Catarina) | Chrissi (Lavina)
ANGESPROCHEN: Kittey (Lilith)

Er selbst war in seinem Leben so viel herum gekommen, dass er die Schönheit, welche an diesem Ort herrschte und welche die starke Faszination des unbedarften Mädchens erklärte, einfach nicht aufnehmen konnte. Allgemein hatte er aber auch weniger Sinn für jenes, was andere zum schwärmen brachte.
Sein Sinnbild eines Friedlichen Ortes ist am Feiern mit seinen Freunden, während sich die Bierflaschen um sie herum stapelten und sie am Ende nicht mehr gerade aus gehen, geschweige denn klar denken konnten. Allerdings war dies nun auch schon mehrere Monate her und ja... er vermisste diese Zeit. Vermisste seine Kameraden, die Zugehörigkeit zu ihnen.
Auch, wenn es nicht immer einfach gewesen war und er am Ende bitter hatte büßen müssen... Auch, wenn er vieles gerne anders gehabt, anders gemacht hätte... die Zeit mit ihnen wollte er niemals aus seinem Gedächtnis streichen. So war es für ihn zeitgleich Freude und Überraschung gewesen, als er Christine wieder sah. Zwar gehörte sie niemals zum inneren Kern, aber sie war häufig bei den Partys dabei gewesen. Durch Nico war sie dazu gestoßen, doch hatte sich seit Revans Flucht der Kontakt in Luft aufgelöst. Zwischenzeitlich hätte er sie gerne nach seinen ehemaligen Freunden gefragt... doch er hatte gelernt, dass sich die Vergangenheit besser verarbeiten ließ, wenn man so wenig wie möglich daran rührte.
Wie es nun genau dazu kam, dass er und Christine zusammen kamen, war ihm deshalb noch immer Schleierhaft. In einem Moment hatten sie sich wieder gesehen... im anderen hatten sie sich unterhalten... im nächsten hatte sie ihm geküsst und damit war es sozusagen beschlossene Sache, dass sie nun ein Paar waren. Wirklich Mitspracherecht hatte er dabei nicht besessen... Nur kam es ihm grade recht, so konnte er es Catarina eiskalt unter die Nase binden, dass er nun eine andere hatte und dieser ganze Scheiß mit ihr nichts weiter als ein Fehler gewesen war. Ein Fehler, den er vermutlich immer und immer wieder begehen würde, wenn er dadurch die Gelegenheit haben könnte, bei ihr zu sein. Aber nein... lieben tat er sie ja nicht mehr. In Punkto sich Dinge einreden hatte Revan es tatsächlich schon fast zur Meisterschaft gebracht.
Im Grunde kam es ihm so ganz recht, dass dieses kleine Mädchen – welches sich ja nun als gar nicht so klein heraus gestellt hatte, wie anfangs gedacht – ihn von seinen Gedanken über Freundinnen und Verflossene abzulenken gedachte. Freiwillig oder nicht.
Vielleicht hätte er ein wenig Taktvoller an das Mädchen heran treten sollen, anstatt wie ein wild gewordener Stier direkt drauf los zu rennen... aber dazu war er bekanntlich ja sowieso nicht in der Lage, also warum sollte er näher darüber nachsinnen? Geschehen war nun einmal Geschehen – und anders hätte er sein Erscheinen sowieso nicht getätigt. Andererseits... hätte Revan von der Vergangenheit des Mädchens gewusst... ja, dann hätte er im großen und ganzen vielleicht doch ein wenig anders reagiert. Hätte wenigstens versucht, sich ihr schonender, weniger Herzinfarkt-provozierend zu näher. Doch kannte er nun einmal nicht das, was die Kleine hatte durchmachen müssen. Woher denn auch? Denn trotz seiner später folgenden Aussage war er eben nicht in der Lage, die Zukunft oder gar die Vergangenheit hervor zu rufen.
Vielleicht hätte er dann auch nicht das laute Gelächter aus sich hervor brechen lassen... obwohl er darauf ja nun weniger Einfluss hatte. Konnte er selbst ja nichts dafür, dass ihn das Unglück und Pech anderer so erheiterte. Dabei sei es dahin gestellt, dass auch dies eine nicht grade freundliche, ja höchst taktlose Geste seinerseits war.
Zugute musste man ihm nur lassen, dass er, nachdem er die erwachenden, weiblichen Rundungen des Mädchens ins Auge gefasst hatte, keinen weiteren Blick auf eben jene zu werfen und sich standhaft weigerte, seine Augen ein weiteres Mal über den Körper gleiten zu lassen.
Anfangs war er tatsächlich überraschend gut gelaunt, denn das wirklich hübsche Lächeln,  so zaghaft hervor gezaubert, in Verbindung mit dem melodische Kichern, brachte das liebliche Kind zum Strahlen. Wie konnte man es ihm da also verübeln, dass sein sonst so genervter, stets wütender Ausdruck verschwand und fast so etwas wie Entspannung auf seinen harten Zügen zurück blieb.
Natürlich nur solange, wie sein Blick auf ihrem Antlitz gerichtet blieb... denn bei der Begutachtung des Körpers hatte sich er entspannte Ausdruck direkt verschlossen, bevor die röte von seinen Ohren Besitz ergriff. Ein trügerisch verräterisches Anzeichen, dass er Verlegen war. In machen Situation auch dem Scham verschuldet. Jedoch eindeutig etwas, was ihm durchaus im klaren war und seine momentane Gefühlslage recht gut für jeden offensichtlich darstellte. Ein Glück, dass dieses Mädchen es scheinbar nicht zu bemerken schien. Naiv... Gutgläubig... Unerfahren... oder einfach nur Dumm. Da fielen ihm viele Begriffe ein, welches sie wohl zu beschreiben vermochten.
Nach ihrer so unschuldigen Frage und seiner trockenen Antwort, begannen die Auges des Kindes... Mädchens... was auch immer... voller Begeisterung zu strahlen. Ihr Blick war so starr auf ihn gerichtet, dass es schon fast ungemütlich wurde. Leise und noch immer mit so bewundernder Miene, stellte sie fest, dass sie dies auch so gerne können würde. Zuerst wieder angespannt-kritisch nach einem Zeichen von Spott suchend, fand Revan keinen und entspannte sich daraufhin. “Tja... einige werden mit Talent geboren... andere sterben ohne.“
Wow... ein wirklich ausgezeichnetes Thema in Anbetracht seines Gesprächspartners. Herr im Himmel, schenke Verstand...
Doch war es seine Verlegenheit, welche seine Laune im nächsten Moment bereits sinken ließ und ihn dazu verführte, dass Mädchen so gemein anzufahren.
Schmollend schob sie die Unterlippe nach vorne und dieser Ausdruck erinnerte ihn so an das Schmollen von Christine, wenn sie etwas nicht bekam, dass er am liebsten irgendwo rein geschlagen hätte... am besten in das Gesicht vor ihm, doch hielt der Abstand und das Wasser ihn davon ab.
“Zieh nicht so eine Fresse. Weißt du eigentlich, wie beschissen das ausschaut?“, fauchte er sie nun schon fast an, überhörte dabei fast ihre gemurmelten Worte, dass es nicht ihre Absicht gewesen wäre.
War ihm doch egal! Wenn es nicht ihre Absicht gewesen wäre, so hätte sie es eben gar nicht erst tun sollen!
Im nächsten Moment jedoch entglitt ihm sein wütender Ausdruck und macht einer Fassungslosigkeit Platz. “Es... Es hat was?“, fragte er baff, obwohl er ganz genau verstanden hatte, was sie von sich gegeben hatte. Kaum verdaut, zuckte ein Muskeln in seiner Wange verärgert. “Du nimmst das Risiko hinein zu fallen in Kauf, weil es hübsch aussieht? Ja würdest du denn auch einen Löwen anfassen, nur weil er hübsch aussieht? Oder ins Feuer fassen?“, fragte er, leicht gereizt, doch für seine Verhältnisse überraschend ruhig. “Hast du denn wirklich keinen Funken Verstand, Kind? Es hätte viel tiefer sein können!“
Oh Gott... er klang ja bereits wie sein Großvater... Kind... So hatte dieser ihn immer genannt. Und zwar auch dann noch, als er bereits 16 war... Ein Schauer lief ihm über den Rücken. Schaurige Vorstellung, ganz so wie der Notgeile alte Bock zu werden....
Er sah zwar das Zittern des Mädchens, doch sagte er nichts dazu. War schließlich ihre Schuld, dass sie ins Wasser gefallen war, so sollte sie nun auch mit den Konsequenzen leben. Zudem sie halt aus dem Nass steigen sollte, anstatt wie ein Häuflein Elend darin sitzen zu bleiben. Dumm wie Brot..., dachte er bei sich.
So hatte er sich tatsächlich mit einer Verabschiedung umgedreht. Wäre vielleicht wahrlich gegangen, wäre dem Mädchen hinter seinem Rücken nicht ein so herzzerreißendes, panisches Wimmern entfleucht. Mitten in der Bewegung hatte es ihn aufgehalten und ein leises, zitterndes Bitte warte folgte ihm, sodass es ihn tatsächlich mit einem deftigen Fluch zurück kehren ließ.
Sie stand auf ihren Beinen, das Plüschtier an den Leib gedrückt und die Augen aufgerissen, fast schon die Hoffnung verlierend. Selbst er war nicht so Herzlos, dass er bei diesem Anblick einfach hätte weg gehen können.
Also stieg er ebenfalls ins Wasser, watete zu ihr und griff mit den Händen nach dem Mädchen, welches zusammen zuckte. Jedoch nahm er keine Notiz dazu. Wenn er ihr helfen sollte, so hatte sie gefälligst artig und dankbar zu sein!
Eigentlich vermutend, sie zu grob gepackt zu haben, entwich dem Mädchen doch ein kleines Kichern, als er sie empor hob und an Land brachte. Schlecht gelaunt, weil er dadurch ebenfalls nass wurde – und zwar nicht nur seine Stiefel – murmelte er undeutliche Beleidigungen vor sich her, welche an niemand bestimmten gerichtet waren. So war seine Stimme auch sehr unfreundlich, als er sie fragte, ob sie denn niemanden hatte, doch ihre Antwort entlockte selbst ihm ein schlechtes Gewissen. Sie hatte niemanden...
Er seufzte tief, wandte sich dann zu ihr genau in dem Moment, wo sie um Verzeihung bat, ihm solche Schwierigkeiten bereitet zu haben.
Sich ihr langsam nähernd, ging er vor ihr soweit in die Hocke, sodass er mit dem Mädchen auf Augenhöhe war. Sein Mund verzog sich zu einem schiefen Lächeln. “Schon in Ordnung. Eine gute Tat am Tag wird mir schon nicht schaden...“, meinte er, mit leichter Ironie in der Stimme. Dann erhob er sich wieder, legte ihr kurz die Hand auf den Kopf und befasste sich mit seinen Stiefeln, bevor er in dem Versuch, das Mädchen zu bedecken, seine Jacke auszog und ihr reichte.
Vermutlich viel zu groß, würde sie darin ertrinken – aber wenigstens würde nichts mehr zu sehen sein, was seinen Blicken auch besser verborgen bleiben sollte.
Ihr leises Danke folgte einem Griff nach der Jacke, bei welchem sie sich ein weiteres Mal nicht zu bedecken vermochte und Revan seinen Blick ruckartig abwandte. Kam es ihm nicht richtig vor, dieses Kind so anzustarren... wobei das Wort Kind ja eigentlich schon nicht mehr zutreffend war...
Doch wandte er seine Augen ein weiteres Mal zu ihr, als sie es scheinbar nicht fertig zu bringen schien, die Jacke anzuziehen und zu schließen. Wie hat das Mädchen vorher gelebt? Nackt oder was?, fragte er sich misstrauisch, leicht verwirrt. Sie war ja eigentlich alt genug, um sich alleine Ankleiden zu können, doch schien sie tatsächlich hilflos zu sein.
So zuppelte sie noch immer an der Jacke in dem Versuch, sie dorthin zu bekommen, wohin sie gehörte, als sie seine Frage nach ihrem Namen beantwortete und kurz darauf fragte, wie er denn hieße. Nur war er noch abgelenkt von den Versuchen des Mädchens, sich anständig zu bekleiden.
Nicht unbedingt mit einer großen Toleranzgrenze oder gar mit Geduld gesegnet, seufzte er sichtlich genervt und trat zu dem Mädchen. “Komm her...“, sagte er, nahm erst die eine Hand und steckte sie in den Ärmel der Jacke, dann ihre andere.
Anschließend hockte er sich ein weiteres Mal vor sie und fasste nach den Enden der Jacke, bevor er den Reißverschluß mit hoch rotem Kopf nach oben, bis zum Hals des Mädchens zog. Denn sein Gesicht war in diesem Moment fiel zu nahe an dem, was er nicht ins Auge fassen musste und nun doch nicht so recht umhin kam. So war er erleichtert, als sie bis oben hin zu geknöpft war. Wer hätte gedacht, dass er einmal ein Mädchen an statt aus zog...
Erst jetzt erhob er sich wieder und blickte sie an, konnte antworten. “Revan.“, gab er nur als Antwort. Reichte ja wohl auch. “Also Kathrin... was treibst du ganz alleine mitten im Wald? Soll ich dich irgendwo hin bringen?“, fragte er sie, bot es ihr aus rein egoistischen Gründen an. Sie machte ihn nervös und er war froh, die Verantwortung, welche er sich durch ihre Rettung in seinen Augen hatte aufgebürdet hatte, wieder los zu werden. Vielleicht hatte sie ja doch irgendwo jemanden, der sie schon suchte. Vielleicht im Dorf?
Jedenfalls wirkte sie in seinen Augen so hilflos, dass er sich nicht vorstellen konnte, dass sie tatsächlich alleine bis hier her gefunden hatte – von wo immer sie auch zu kommen schien. Überleben würde sie alleine ganz gewiss nicht, denn zeigte sie nicht grade sonderlich viel Intelligenz oder gar Überlebensinstinkt... So vertrauensselig, wie sie in seiner Nähe war.
Zudem sie sich ja offensichtlich nicht einmal alleine bekleiden konnte! Was ihn ehrlich gesagt, ziemlich stutzig machte. Aber... vielleicht war sie auch einfach eines dieser Kindfrauen wie hießen sie? Lolita oder so... Bedacht darauf, möglichst niedlich und unschuldig zu wirken und so die Männer zu verführen...
Er verwarf diesen Gedanken rasch, rückte aber zur Sicherheit trotzdem ein wenig ab von ihr....
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Ghost

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BeitragThema: Re: Der Waldsee   Sa Nov 17, 2018 6:27 pm

Abseits der zwei Personen, welche sich am Ufer des Kristallklaren Waldsees aufhielten... stand ein Wesen, welches unzweifelhaft Menschlicher Gestalt war. Ein Bodenlanger Mantel verbarg es zur Gänze, eine Kapuze, tief ins Antlitz gezogen.
Verborgen zwischen zwei mächtigen, uralten Eichen stand es dort und beobachtete schon lange das junge Mädchen, welches sich so unbedarft, so naiv und so voller Vertrauen dem trügerischen  Nass genähert hatte. Angezogen von dem Glitzern der aufgehenden Sonne auf den leichten Wellen, welches das Wasser zum Leben erweckte.
Gierig hatten sich in Leder gewandte Hände in die Rinde des Baumes gekrallt, welcher ihnen am nächsten stand. Zwanghaft der Versuch, sich nicht zu nähern... Zwanghaft der Drang nach Jugend und Frische, welches dieses zarte Mädchen ihm versprach.
Doch hatten Schritte es aufgehalten, sich tiefer in die Schatten zurück ziehen lassen. Heimlich beobachtend, lautlos und dem Wald so angepasst, als würde es gar nicht existieren.
Der Mann gefiel dem Wesen nicht, zerstöre die Idylle, die es schon so lange fesselnd an Ort und Stelle hielt.
In dem Schatten unter der Kapuze, wo nichts zu erkennen war, blitzte es rot auf... rot wie frisch geflossenes Blut. Verärgert, wütend.
Eine Hand hob sich empor, richtete sich in die Wipfel des Baumes, unter deren Äste die beiden jungen Menschen standen. Der Ärmel schob sich nach unten, zeigte einen streifen ledriger, fast grau zu nennender Haut. Faltig und fast unkenntlich von Narben entstellt.
Ein Ächzen eines Astes, leise Widerstand leistend um nicht zu bersten, als würde die Gestalt das Holz zwingen, zu brechen, um auf jene zu fallen, die sich unter ihm befanden.
Doch im nächsten Moment sank die Hand. Der Ärmel bedeckte erneut das, was noch zuvor zu sehen war.
Nein! So schoss es dem Wesen durch den Kopf. Nein!
Seine Zeit war noch nicht gekommen... es musste abwarten... sich gedulden... nicht vorschnell handeln...
Der Wind frischte auf, ungewöhnlich und viel zu stürmisch. Bäume begannen unruhig zu erbeben, Äste bewegten sich, knarrten, Zweige brachen und vielen herab...
Und genauso schnell wie er kam, erstarb der Wind...
Und zwischen den Bäumen, wo noch kurz zuvor eine dunkle Gestalt verborgen stand... war niemand mehr. Wie vom Erdboden verschluckt. In Luft aufgelöst. Verschwunden mit dem Wispern des Windes...
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Lilith Dearing

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BeitragThema: Re: Der Waldsee   Sa Nov 17, 2018 8:54 pm

Kittey
Der Mann war so plötzlich aufgekreuzt und sie war verloren gewesen. Verloren in der Umgebug, in sich selbst. Vielleicht lag es an seiner Herangehensweise, vielleicht aber auch an ihrem verspielten, verträumten Geist, der sie so weit weg aus der harschen Realität geführt hatte. Doch höchstwahrscheinlich würde sie es wieder tun. genau so, wie zuvor, einfach weil es so gut getan hatte. So faszinierend und schön gewesen war. So erleichternd, nach dem harten, ermüdenden Weg....So hatte sie nicht eine einzige sekunde einen Blick gespürt, oder eine Anwsenheit bemerkt. Nichts ahnend, hatte sie vergnügt kichernd am Seeufer gespielt, die Zeit vergessen, sogar genossen. In der sie nicht hatte nachdenken oder sich erinnern müssen. Hatte sie in Gefahr geschwebt? Wenn ja, hatte sie es nciht bemerkt. Ob nun, von eienr seltsamen...beobachtenden Gestalt, oder auch nur zu tifen Wasser, welches sie hätte verschlucken können. Denn wenn es an dieser Stelle  nicht so flach gewesen wäre...und sie vor dem Erscheinen des Mannes hineingefallen wäre, hätte es doch niemanden in der Nähe gegeben, der sie hinausziehen und retten hätte können.  Gab es überhaupt etwas, dass sie konnte? Denn Schwimmen, anziehen....so gut wie jede alltägliche Tätgkeit hatte sie nciht erlernt, hatte es nciht selbst erledigen müssen.  Sie war vollkommen aufgeschmissen und überfordert in dieser Welt, die so viel auf einen Schlag von ihr abverlangte.
Ihr Papa, hatte alles für sie getan, und konnte sie am Ende dennoch nicht schützen. Zuletzt war er  auchnoch der Grund für ihr Erlebnis, welches sie wohlmöglich noch Jahre verfolgen würde.

Zunächst schien der "harte Kerl" zar nciht übermäßig frundlich, aber entspannte sich, als sie mit ihm interagierte und selbst ihre Unsicherheit verlor. Es ging so einfach, viel zu einfach ihr Vertrauen udn ihren Glauben für sich zu gewinnen. Der Glatzköpfige hätte jeder sein können, und sie richtete sich nciht nach Aussehen doer Ausstrahlung, sondern nach dem was er sagte. und auch wenn er zunächst so schien, als würde er sie zurück lassen, so hatte er zuvor gelacht. Und dieses vergnügte (eher schadenfrohe) Lachen blieb in ihren Erinnerungen und Unterbewusstsein zurück. Er hätte jeder sein können, jede Intention schlechter Art besitzen können, doch das Lachen und de danach recht entspannten Gesichtszüge, hinterließen einen deutlichen Eindruck der Sympathie. Namen Unsicherheit und Furcht. Die Männer damals, waren hart gewesen, in mehr als nur einer Hinsicht. Kalt, hatten grausame Ausrücke in den Augen, und das Lächeln ähnelte eher dem fletschen von Wolfszähnen. Selbst sie hatte ein unwohles Gefühl bei den Besuchen bekommen, erstrecht...als dann eine Hand zwischen ihre Beine wanderte. Sie erschreckte und verwirrte. Schon damals hatte es sich angefühlt, als würde sich ihre kehle zuschnüren, als der fremde Besucher, der Geschäftsmann ihres Vaters offiziell zu besuch war. Aber in der Nacht, die sie ewig in ihren Alphträumen verfolgen würde, hatte sie sich gefühlt, als würde sie sterben. In einem Dämemrzustand schweben, gefangen. Hilflos und ausgeliefert.
Auch jetzt fühlte sie sich ziemlich aufgeschmissen, doch es kam über Längen nicht mal annähernd an das damalige Gefühl heran. Im Moment fühlte sie sich einfach nur aufgeschmissen, und so verdammt müde und kaputt, dass sie nichteinmal Durst oder Hunger verspürte. Doch das Auftauchen des Glatzkopfes, war somit Erleichternd. Keine Einsamkeit mehr, keine Verlorenheit, fürs Erste jedenfalls. Somit war sie froh, auch wenn er vielleicht nicht die Freundlichkeit in Person war - hohe Ansprüche besaß sie Verhaltensweisen gegenüber im Moment wahrlich nicht.  Klar, er war etwas schroff und sein Benehmen wechselns von hart zu unterstützend etwas verwirrend, doch empfand sie ihn als durchaus hilfsbereit und eigentlich vom Grunde seines Herzens auf, auch nett. Er hätte sie ja auch einfach zurücklassen, doer garnicht erst näher treten können. Und allein schon wegen dem Fakt, dass er angehalten und zurück gekommen war, vertraute sie ihm. Und war tief erfüllt von Dankbarkeit. Von den anderen Blicken und der kleinen, doch auffälligen Röt der Haut bemerkte sie nichts, dachte eher, dass es vielleicht sogar an der Kälte lag oder nromal für ihn war leicht rot anzulaufen. Denn sie hatte noch nicht wirklich an ihrem eigenen Körper hinab gesehen, um zu sehen wie deutlich sich ihre verändernde Form abzeichnete, sich die Haut zeigte und rosig hindurch schimmerte. Und durch die Kälte und Nässe auch die kleinen, jedoch vorhandenen Erhebungen und Formen ihrer Brüste schmerzlich deutlich zeigten. Viel zu sehr war sie auf anderes Konzentriert, so dass sie vieles nicht wahrnahm, oder wahrnehmen wollte.

Als er erwiederte, dass einige mit Talenten geboren wurden und andere ohne starben...war sie ein wneig bedrückt und senkte nachdnklich den Blick. Ein wenig enttäuschend war es schon, wohl als Person ohne solche kräfte geboren zu sein. Aber wie faszinierend, dass er besonders war! Das Thema des Todes verdrängte sie jedoch schnellstmöglich um ihre Stimmung wieder heben zu können....denn sobald das Wort fiel, schoss ihr das ausdruckslose Gesicht ihres Vaters durch den Kopf. Blut und leere Augen. Einst warme teddyaugen, nun kalt. Sie erzitterte leicht, diesmal nicht von Kälte und sagte nichts mehr dazu. Als er sie danach sogar noch anfuhr, weils ei schmollte - zuckte sie härter zusammen. Laute, kraftvolle Stimmen. Scharf und unfreundlich. Befehle bellend. Sie zitterte stärker udn blinzelte gegen Tränen an, die ihre nun bewöklt scheinenden Seelenspiegel glänzen ließen. Nicht weinen...nicht weinen! schallte sie sich selbst, hatte aber sofortig aufgehört zu schmollen. Biss sich stattdessen fest auf die volle Unterlippe um keinen Ton von sich zu geben, der sich verräterisch nach einem Schluchzen anhören würde. Ihr Vater hatte es nicht gemocht wenn sie weinte. Die Männer....Hatte es zum teile rfreut. Zum Teil wütend gemacht. Sie durfte nicht weinen. "Du bist so hübsch Kitten, auch Tränen ruinieren es nicht. Doch ein Lächeln steht dir viel besser. Siehst du, das ist meine Kleine." Sie konnte die sanfte, liebevolle Stimme ihres Papas fast hören udn seine Hand sanft an ihrem Kopf spüren. Also schluckte sie schwer und Blinzelte die Feuchtigkeit ihrer Augen davon. Als sie aufsah, nun mit einem leichten Lächeln, dass ihre tiefe Traurigkeit garnicht überdecken konnte, sah sie wie Fassungslosigkeit die Gesichtzüge des Mannes einnahm.

Verwirrt legte sie den Kopf schief. Was war denn jetzt los? Es stimmte doch...hatte er den See nie mal angesehen? Die Oberfläche sah aus wie in Märchenbüchern! Vielleicht sogar besser als dort. So glitzernd und farbenfroh, kristallen und leuchtend! Verwirrt also blinzelte sie aus großen Augen, während er verdaute,w as er gehört hatte. Bei dem Wort Löwen glitzerten ihre Augen förmlich und hätte sie ncoh Kraft, wäre sie wohl begeistert aufgesprungen. "Einen Löwen streicheln? Das wäre toll!" erwiederte sie ohne nachdenken, wie aus der Pistole gecshossen. Vermutlich würde sie wirklich noch vorzeitig ableben...bei dem versuch etwas zu streicheln, was man nicht anfassen sollte.... "Löwen sind auch schön! Und mutig und stark!" zwar sprach sie her von welchen in einem Buch..oder Film...aber auch echte hatte sie schonmal gesehen, von weitem natürlich. So stellte sie sich das gefährliche Tier, vom Verhalten her eher, als übergroße, verschmuste Katze vor. "Und man fasst doch kein Feuer an, das ist heiß." sie schüttelte kichernd den Kopf, wobei sie das nur wiederholte, von dem was ihr Vater ihr gesagt hatte, als sie natürlich ihre neugierigen Finger nach der Kerzenflamme oder dem Kaminfeuer ausgestreckt hatte. Eben weil die Flammen sie faszinierend getanzt hatten.  Auf die Aussage hin, dass das Wasser auch tiefer hätte sein können, zuckte sie nur ratlos mit den zarten Schultern. Hätte, war es aber nicht. Und darüber Gedanken gemacht, hatte sie sich nicht. Schlussendlich war es auch nciht so gekommen, sondern ganz anders....

Sie hatte schon Panik bekommen, als der Mann einfach davon ging. Und nur zu deutlich hatte ein jeder es in ihrer bettelnden, wimmernden Stimme hören können. Doch schämte sie sich nicht für diese Schwäche. War enfach vollkommen Fix und Fertig. Wenn er gehen würde,s ie einfach zurück ließ....würde sie vermutlich nciht mehr lange noch ein atmendes Lebewesen sein, sondern sich bald zu ihrem Vater gesellen, wenn es denn einen Himmel, wie in ihrer Vorstellung gab. Als er sich also umdrehte udn wieder her kam, ihr sogar half - erleichterte es sie, und das Vertrauen wuchs sofortig. Ein helfender und guter Mensch. So hatte sie versucht, trotz des kitzelnden gefühls still zu halten. Somit war ihr Träger wenigstens nur minimal andersweitig nass geworden - auch wenn dies ihn vermutlich auch nicht grade glücklich machte. So war ihre Entschuldigung, bezüglich aller Schwierigkeiten die sie ihm bereitete, aufrichtig und ehrlich. Sie hoffte, dass er ihr verzog. Und so lagen ihre Augen groß und himmelblau auf ihm, als er vor ihr leicht in die Hocke ging und sie ungefähr auf Augenhöhe waren. So entdeckte sie viel deutlicher, dass seine Augen ebenfalls Blau, nur viiiiel dunkler als ihre waren. Und das schiefe Lächeln was auf seinem kantigen gesicht lag, gab ihm etwas jüngeres, wobei er ansonsten etwas reifer und älter wirken konnte. Automatisch bemerkte sie wie sie dieses erwiederte. Fröhlich und aufgeheitert, erleichtert, aber müde.  Irgendwie erleichterte seine Antwort sie und zauberte das Lächeln zurück, welches zuvor so seltsam verschwunden war. Die Ironie verstand sie zwar nicht ganz, aber was solls.
"Wie sollen gute Taten dir denn schaden können?" fragte sie dennoch etwas verwirrt und großäugig. Vergaß die Frage aber sogleich, als sie die große Hand auf ihrm Kopf spürte. Warm, schützend. Erneut trieb ein Flashback die Tränen in ihre himmelblauen Iriden. Die Hand war wie die ihres Papas, die Geste die gleiche. Schmerzlich bewusst wurde ihr wieder der Verlust und wärmte dennoch rührend das Herz. Unauffällig wollt sie sich es nicht anmerken lassen, auch wenn ihre glänzenden Augen schon verdächtig genug waren, ohne dass ihre Stimme dazu auch noch zitterte. Doch auch eine Jacke konnte sie nicht vernünftig alleine anziehen. Schaffe ich überhaupt irgendetwas? fragte sie sich fast schon verzweifelt. Fühlte sich für wneige Sekunden nutzlos und dumm. Sie mochte das Gefühl nciht, es passte nicht zu ihrem fröhlichen Gemüt. So also trat sie bei seinem genervten Seufzen und dem Befehl sofort zu ihm und ließ ihn helfen. Wenige gezielte Handgriffe reichten, um ihre so deutlich sichtbare Brust zu verbergen, die man aufgrund der durchscheinenden, nassen Stoffes, fast schon als entblößt bezeichnen könnte. Und sie hatte es bis jtzt ncih nicht mal realisiert, vermutlich wäre es ihr sonst, wirklich unangenehm gewesen udn sie rot gewordn, wie eine Tomate und hätte Revan wohl um längen überrötet. Mit ihrem eigenen, weiblicher werdenden Körper konnte sie noch nciht wirklich was anfangen, fand die veränderungen sogar noch etwas befremtlich...besonders da diese Männer sie mochten, kommentiert hatten, berührt hatten.
Still wartete sie, bis der Reißverschluss bis zum Kinn zugezogen wurde und grinste dann breit. Es war viel zu groß! Und so weit. Aber es fühlte sich lustig an, auch wenn es etwas seltsam mit dem nassen kleid darunter war, so hielt die Jacke wenigstens den Wind davon ab, sie noch mehr auszukühlen. "Danke, freut mich dich kennen zu lernen, Revan." sprach sie lieblich mit einem nurn wieder fröhlichen Lächeln. Wenigstens Höflich sollte sie sein, wenn schon so absolut nutzlos. Ein wneig schuldig fühlte sie sich dennoch wür ihre Untätigkeit. "Zuhause haben Papa oder die Nanny das gemacht.." versuchte sie entschuldigend zu erklären, wieso sie es nicht schaffte und sich so doof anstellte, weil ihr der Blick aufgefallen, der so misstrauisch und unverständlich wirkte. Es gab wohl kaum jemanden, der so behütet und abgeschirmt aufgewachsen war, wie sie selbst...Es hatte sie verwöhnt, sorglos und verletzlich gemacht...und schlussendlich mehr Schaden als nutzen gehabt. Ein kleines Gähnen und sachtes Schwanken versuchte sie anschließend zu verbergen, versuchte sich zusammen zu reißen. Nun da Aufregung verflogen war, nagte Erschöpfung und auch Nährstoffmangel härter an ihrem zarten Leib. Am liebsten würde sie sich zuhause hinlegen, ins Bett kuscheln und schlafen. Aber der Gedanke an ihr altes Bett, ließ ungeahnte Übelkeit in ihr aufsteigen. Selbst wenn sie die Möglichkeit hätte, könnte sie es nicht mehr. Lieber Weise bot Revan an sie zu einem Ort ihrer Wahl zu bringen, doch blinzelte sie ihn nur still und ratlos an. Die dunklen Male an ihrem Hals blitzten noch verräterisch unter dem Jackenkragen hervor, als sie ein wenig verloren und überlegend den Kopf schief legte. Unsicherheit nagte an ihr, de Verlorenheit kehrte zurück. Stress legte sich als schweres Gewicht auf sie nieder. "Ich weiß nicht wohin..." gab sie leise zu und snkte die Augen, die eben noch auf Revans Gesicht gelegen hatten.

Plötzlich kam ein stürmischr wind auf, die Äste über ihr gaben protestierende geräusche von sich, knirschend und knarrend. Doch dank der Jacke drückte der Wind die nasse Kälte nicht noch tiefer in ihre Knochen, wirbelte nur ihre hellbraunen Haare leicht umher, schien diese leicht zu trocknen, wo sie nass waren. Doch gemeinsam mit körperlicher Schwäche brachte es sie ziemlich ins Straucheln. Die wahhaftige Wirklichkeit von "Ein Windhauch und sie würde davon fliegen", nur dass es sie aus dem Gleichgewicht brachte und sie haltsuchend nach dem Griff, was ihr am nächsten war. Revan. So fiel sie gegen ih und ihre zarten Hände schlossen sich um den muskulösen Arm, soweit es ging, da ihre feingliedrigen Finger zu klein waren um sich gänzlich um den Unterarm zu legen. "Ent...schuldigung.." murmelte sie leicht außer Atem und ließ den Blick jedoch verwundert nach oben zu den Baumkronen wandern. Was für ein seltsamer Wind, so plötzlich! Doch dann lachte sie amüsiert, fast hätte sie sich schon wieder abgepackt! Das Lachen klang in einem Kichern aus und sie rang ein wenig nach Luft, ehe sie realisierte, dass ihre Finger sich noch immer an Revan klammerten.
Dabei wirkte sie fast ein wenig wie ein Kätzchen, ein wenig hilflos und tollpatschig - aber süß. Ihre Augen und der Kopf senkten sich wieder und legten sich somit wieder auf den Mann vor ihr, wandten sich von der schönen Umgebung ab, zu der sie auf jeden Fall noch einmal zurück kehren wollte. Weil es so schön udn idyllisch wirkte. So friedlich...
"Ich...habe von einem Ort gehört...wo jeder hin darf...kannst du mich dahin bringen?" bat sie leise und nun deutlich ermüdet.

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J.M.Cale
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BeitragThema: Re: Der Waldsee   So Nov 18, 2018 11:04 am

Revan Valensa
Infos: 18 Jahre | single | Skinhead | Freund von Chrissi (Lavina) | Ex von Catarina (Catarina) | Mentor von Malou (Yuki)
ERWÄHNT: Catarina (Catarina) | Chrissi (Lavina)
ANGESPROCHEN: Kittey (Lilith)

Er ahnte nicht, dass er seit seinem Eintreffen beobachtet wurde. Ja ahnte er nicht einmal, dass etwas seltsamen schon vor ihm an diesem Ort gewesen war und das Mädchen, welches ihn nun mit so vertrauensseligen Augen anblickte, betrachtet hatte.
Doch hätte er auch niemals damit gerechnet, an diesem Ort, in dieser Herrgottsfrühe überhaupt jemanden zu begegnen. Weder dem Mädchen... noch etwas, für das es noch keinen Namen gab.
So hatte er sich nicht eine Sekunde in Gefahr gewähnt, denn sein Blick war zuvor doch suchend über die Umgebung geglitten, ob sich nicht doch noch eine erwachsene Person an diesem Orte aufhielt. Doch die Gestalt, welche sich zwischen zwei Bäumen versteckte, hatte er nicht zu erblicken vermocht. Machte sich deshalb auch überhaupt keine weiteren Gedanken darüber und hatte sich dem Mädchen genähert und die folgenden Genschisse zwischen ihnen ins Rollen gebracht.
Die Fähigkeit Gedanken zu lesen hatte er auch nicht, anderenfalls wäre wohl ein überraschter, gar unverständlicher Ausdruck über sein Gesicht gehuscht. Sympathisch war nun wirklich kein Begriff, mit dem ihn die Menschen, welche ihm begegneten, zu beschreiben gedachten. Subkulturell... Asympathisch... Deaströs...
manchmal sogar Perniziös... Aber Sympathisch? Nein... diesen Begriff hatte er in Verbindung mit seiner selbst wohl noch nie gehört. Hätte er vermutlich auch gar nicht damit umgehen, es gar nicht glauben können und wäre direkt auf Konfrontationskurs gegangen. Ganz vermutend, dass das Mädchen ihn würde verhöhnen wollen.
So war es wohl ganz gut, dass er eben nicht alles wusste, was in den Köpfen anderer herum schwirrte – war er ja sowieso bekannt dafür, sich nur das herauszupicken, was er denn auch hören wollte, um sein Temperament zum Überkochen zu bringen.
Natürlich ahnte er auch nicht, dass ihre Gedanken ganz andere Gründe hatten und ihre Vergangenheit in Schüben immer wieder aufzukochen und sie zu verschlingen drohte. Er selbst hatte im Gegensatz zu anderen eine recht positiv zu nennende Vergangenheit gehabt, nehme man den Verlust der Mutter, die Kälte des Großvaters und den endgültigen Verrat letzteren mal heraus. Aber er hatte immer Freunde gehabt, welche ihn stützten und ihm die Hand boten, wenn er zu fallen drohte. Waren jene zwar nicht unbedingt positiver Einwirkung auf seine Entwicklung, so konnte er wenigstens den Wert wahrer Freundschaft, wahrer Zuneigung kennenlernen, welche er anderenfalls vermutlich nicht hatte erfahren dürfen und welches seinen Charakter somit vielleicht noch stärker in Mitleidenschaft gezogen hätte.
So aber hatte er durchaus Empathie für Menschen, welche ihm nahe standen und welche es geschafft hatten, seine Grundsätzliche Feindseligkeit und seine Abneigung gegen alles andere, alles fremde zu untermauern. Einen Freund würde er nicht einfach so im Stich lassen und mit diesem bis ans Ende der Welt marschieren, wenn es denn von großer Wichtigkeit für eben jenen wäre. Vielleicht auch ein Grund, warum er nach seinem Wutanfall im Hof so schnell das Weite gesucht hatte... Yuki selbst war ihm egal. Ein gezielter Schlag direkt ins Gesicht hätte ihm nicht einmal ein schlechtes Gewissen gemacht. Er kannte sie nicht. Sie stand ihm nicht nahe. War ihm also grundsätzlich bisher ebenso wichtig, wie es eine Kakerlake unter seinen Stiefeln wäre. Bei Tyler jedoch sah es schon anders aus. Anfangs noch misstrauisch und höhnisch dem etwas älteren Mann gegenüber, hatte er ihn mit der Zeit besser kennen gelernt und bemerkt, dass sie gar nicht mal so grundverschieden waren, wie er anfangs – alleine dem Aussehen geschuldet – vermutet hatte.
Zwar war Revan bei weitem der Aufbausendere der beiden und durchaus dazu fähig, bei der kleinsten Provokation zuzuschlagen, wobei er da keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern machte... doch hatten sie im Grunde die selbe Art von Humor, die selbst Art von misstrauen gegenüber anderen und vor allem die selbe Einstellung gegenüber Treue zu Freunden. Mit der Zeit hatte sich die feindselige Einstellung des Mannes somit gelegt und er hatte dem ungewöhnlichen eine Chance gegeben, die er früher wohl nicht einmal in Betracht gezogen hätte. Nun hatten Tyler und er sich angefreundet... einer seiner wenigen, wenn nicht sogar einzigen Freunde an diesem Ort. Christine dabei mal außen vor gelassen. Doch war die Freundschaft noch nicht so gefestigt, dass Revan ein Eingreifen in einen Streit zu Gunsten der ihm gegenüberstehenden Person verziehen hätte. Das feine Band, so zierlich und kaum sichtbar, wäre vermutlich zerrissen, hätte er seiner Wut freien Lauf gelassen. Denn schätzte er den anderen Mann nicht als jemanden ein, der es zuließe, dass eine weibliche Person, abhängig des Alters, geschlagen werden würde. Vielleicht mit Ausnahme von Jack, konnte die sich doch eindeutig selbst bestens selbst verteidigen. So war seine Flucht das einzige, was ihm in dieser Situation sinnvoll erschien... zwar nicht unbedingt das, was er gerne tat, ging er doch sonst lieber direkt zum Angriff über... Doch ein taktischer Rückzug war der Zukünftigen Begegnung mit Tyler doch wesentlich zuträglicher.
Doch genug der Gedanken über Geschehens. Es war an der Zeit, sich mit dem Problem zu beschäftigen, welches vor kurzem noch zitternd im Wasser gesessen hatte.
Selbst er hatte erkennen können, dass Enttäuschung über das liebliche Gesicht zuckte, als er meinte, dass einige niemals solch großartige Talente wie Hellsehen oder gar Gedankenlesen erlangen würden. Er somit ungesagt eben etwas besonderes war. Doch war es nicht die Enttäuschung, welche ihn stutzig machte, sondern das starke Zusammenzucken, nachdem er sie zusätzlich auch noch recht unfreundlich anfuhr. Dies hatte er bereits vorher getan, doch bei diesem Male schien ihre Reaktion so anders, so viel Stärker zu sein. Ein Zittern überfiel den zarten Körper, große, blaue Augen füllten sich mit Tränen, blinzelnd versuchend, diese nicht entweichen zu lassen. Ihm eine solche Schwäche nicht zeigen wollend. Eine unbekannte Stärke, welche er in dem zierlichen Mädchen nicht erwartet hätte.
“Nun fang bloß nicht an zu heulen! Heulen bedeutet Schwäche.“, meinte er deshalb, leicht Panisch, wusste er mit Tränen nämlich absolut nichts anzufangen. Wurde in solchen Situationen hilflos, unfähig etwas zu tun, unfähig sich zu bewegen, unfähig zu trösten. Unsicher und nervös. Einfach nur still da stehend und hoffend, es würde bald enden. Weinte er doch selbst niemals... nur damals, als Kind. Bei der Beerdigung seiner Mutter... doch danach? Nie wieder. Nie... Zeige Stärke, Leon... Weinen ist nur etwas für Schwache. Schwäche bedeutet, du verlierst! Die Worte seines Großvaters, so klar und deutlich in seinem Kopf, als wäre er wieder 5 Jahre alt und würde dem großen, mächtigen, für ein Kind so beängstigend wirkenden Mann gegenüber stehen. Große Hände, welche grob nach seinen Schultern griffen und ihn schüttelten, bis er die Tränen versiegen ließ und seine feuchten Wangen mit den Handrücken trocknete. Erst dann wurde er los gelassen und eine Hand legte sich auf seinen Kopf, für den Bruchteil einer Sekunde Trost spendend – und somit auch die einzig tröstende Geste, welche er kannte, welche er verstand und somit ebenfalls bieten konnte.
Revan schüttelte den Kopf, wischte die Gedanken gewaltsam beiseite, wollte nicht daran denken, sie nicht zulassen. Er hatte seine Vergangenheit hinter sich gelassen. Hatte sie hinter sich lassen müssen, um voran zu kommen. Zu überleben. Diese Lektion hatte sein Großvater ihm früh gelehrt.
So kam es ihm nur recht, als Verwirrung sich auf die hübschen Züge des Mädchens legte und sie ihn fast verständnislos anblickte, als er ihren Satz baff wiederholte und dann einige Beispiele nannte, was man ebenso wenig tun sollte wie jenes, was ihrem Fall ins Wasser erst provoziert hatte.
Die Augen, eben noch vor ungeweinten Tränen glänzend, glitzerten nun voller Begeisterung und es fehlte nur noch ein Händeklatschen, um dieser Ausdruck zu verleihen. Fassungslos hinsichtlich ihrer Naivität schüttelte er leicht den Kopf. “Du wirst gefressen werden...“, meinte er. “Ein hübscher kleiner Snack... und mit deinen Knochen wird der Löwe sich die Rest aus den Zähnen pulen...“
Doch war sie mit ihrer Begeisterung noch nicht zu ende, denn fügte sie noch hinzu, dass Löwen doch so schön. So mutig und so stark wären. Revan schnaubte, belustigt. “Na... dann würde ich doch eher den Tiger bevorzugen.“, meinte er, stutze. Was zum Henker redete er hier für einen Scheiß? Sofort verfinsterte sich seine Miene und wurde auch nicht heller, als sie meinte, dass Feuer doch niemand würde anfassen sollen, da es heiß wäre. “Ach ne... ehrlich?“ Spottend gesprochen, doch sich nicht ganz sicher seiend, dass das Kind jenen auch verstehen würde.
Vielleicht waren die geistigen Fähigkeiten des Kindes auch einfach eingeschränkt? So zwischenzeitlich machte es diesen Eindruck auf ihn. Ahnte er ja nicht, dass es fast schon abgeschottet von der Außenwelt hatte Leben müssen und einige Erfahrungen und Eindrücke einfach nie hatte machen können.
Dies war wohl ihr Glück, denn hätte sie älter gewirkt, älter ausgesehen, so hätte er ihr wohl kaum aus dem Wasser geholfen, fest davon ausgehend, dass sie auch alleine einen Weg hinaus finden würde. So jedoch konnte selbst er es mit seinem Gewissen nicht vereinbaren können, sie alleine und hilflos zurück zu lassen.
Zudem ihre Entschuldigung so ernst herüber gebracht wurde, dass selbst ein so misstrauischer Mensch wie er dem einfach hatte Glauben schenken müssen.
Zwar machte es ihn nicht grade glücklich, dem unbedarften Mädchen beim überziehen seiner Jacke zu helfen, jedoch war es eindeutig besser, als weiterhin erwachenden Reizen ausgesetzt zu sein. Immerhin war er auch  nur ein Mann.. zwar stand er nicht auf Kinder, soviel stand fest... jedoch war dieses Mädchen – so gerne er sie auch als eines betitelte – eindeutig kein Kind mehr und laut ihren zarten Kurven in einigen Ländern der Erde vermutlich schon nahe dran, verheiratet zu werden.
Nervös machte es ihn, als sie seine Augen betrachtete, als er mit ihr auf Höhe der eben jenen war. So hatte er nicht sonderlich viel, wohin er schauen konnte, wenn er denn statt ihrem Gesicht nicht ihren Brustkorb betrachten wollte. Somit beschäftigte er sich scheinbar hoch konzentriert mit dem Reißverschluss. Glücklich, als er diesen endlich bis zu ihrem Kinn empor gezogen hatte und somit wieder freier atmen konnte.
Als er ihr wieder ins Gesicht blickte, sah er, wie sie sein schiefes Grinsen erwiderte. Fröhlich und zeitgleich jedoch große Müdigkeit ausdrückend, blickte ihr Antlitz ihm entgegen.
Auf seine Worte fragte sie, wie ihm den gute Taten schaden könnten und er schüttelte nur den Kopf, antwortete nicht darauf und legte seine Hand stattdessen kurz auf ihren Kopf. Da er sie daraufhin nicht mehr anblickte, sah er nicht die Rührung und die Gleichzeitige Trauer, welche sich in ihren Augen breit machte.
Stattdessen sagte er ihr seinen Namen und sie bedankte sich höflich mit der Antwort, es würde sie freuen, ihn kennen zu lernen. Kritisch zog Revan eine Braue hoch. Na... früher oder später würde sie ihre Meinung ganz gewiss ändern.
Kurz darauf versuchte sie offensichtlich ihr hilfsbedürftiges Wesen zu erklären, indem sie ihm sagte, dass Zuhause immer jemand gewesen wäre, der sie angekleidet hatte. “Traurig. Ich konnte mich bereits mit 3 Jahren eigenständig anziehen... Wie alt bist du?“, fragte er, mehr beiläufig als tatsächlich interessiert. Wollte nämlich gar nicht so recht wissen, in welchem Alter das Mädchen wäre und von dessen er zu viel gesehen hatte. Jedenfalls seiner Meinung nach.
Aber... wenn sie so von einem Zuhause sprach, dann musste sie doch noch jemanden haben, der sich um sie kümmerte? Oder nicht? Er dachte noch darüber nach, als das Kind ein Gähnen ausstieß und dabei leicht schwankte. Sein Hand zuckte nach vorne, zur Sicherheit um sie zu stützen,jedoch fing sie sich schnell wieder und so hatte er sie gar nicht erst berühren müssen und zog seinen Arm zurück.
Wäre er ein wenig aufmerksamer gewesen, hätte er die dunklen Male an ihrem Halse bemerkt. Doch da er sich standhaft weigerte, alles unterhalb ihres Kinns ins Auge zu fassen, kümmerte er sich nicht weiter darum. Hätte er vielleicht, wenn sie weiteren Kontakt würden pflegen, so sah er es aber nur als eine vorübergehende Bekanntschaft, die bald getrennter Wege ginge.
Er blickte zu ihr, als sie leise meinte, sie wisse nicht, wohin sie solle. Dabei fragte er sich, ob sie einfach den Weg zurück nach Hause nicht kannte – oder ob sie tatsächlich keine Bleibe hatte. Gerade wollte er sie fragen, als wie aus dem Nichts ein Wind auffrischte, welcher den Wald um sie herum zum erzittern brachte. Bäume, so tief verwurzelt, bewegten sich trotz allem bedenklich schwankend, Äste knarrten im Versuch, dem allen stand zu halten. Kalt war der Wind und seiner Jacke beraubt, nur in einem Shirt bekleidet, kroch eine feine Gänsehaut über seinen  Körper, breitete sich aus.
Blätter rieselten von den Wipfeln der Bäume herab, Zweige trafen auf den Boden zu ihren Füßen und winzige Hände schlossen sich halt suchend um seinen Arm. Eher aus einem Reflex heraus, als aus Hilfsbreitschaft, zog er Kathrin mit einem Ruck an sich, um sie notfalls vor herab fallenden Ästen zu schützen. So stand sie an seinen Körper gedrückt, seine Arme schützend um sie gelegt.
Doch verschwand der Plötzliche Sturm so schnell, wie er gekommen war und er ließ das Mädchen los, als hätte er sich verbrannt. Nur klammerte sich ihre Finger noch immer fest an seinen Arm, während sie eine Entschuldigung ausstieß, die er nicht kommentierte.
Als ihr Blick zum Himmel glitt, blickte auch er empor und seine Brauen zogen sich verwirrt über seinen blauen Augen zusammen. Kein Wölkchen war am Himmel zu sehen, strahlend blau. Woher also kam der plötzlich Wind, der nicht ein einziges Wölkchen vorbei huschen ließ?
Ein ungutes Gefühl kroch in ihm empor und erst als das Mädchen ihn ansprach, wandte sein Blick sich wieder ihr zu. Bemerkend, dass sie ihn immer noch fest hielt und ihre Augen ihn fragend betrachteten.
Tief seufzte er und schloss kurz die Augen.
“Wenn es sein muss... Kannst du laufen oder soll ich dich tragen?“, fragte er sie scheinbar resigniert. Ob Huckepack oder wie ein Kleinkind seitlich tragend, war ihm dabei egal... solange er von diesem Ort weg kam, der ihm in jenem Moment doch recht unheimlich war.
So wartete Revan ihre Antwort ab, bevor er sich gemeinsam mit dem fremden Mädchen auf den Weg zurück zum Schloss machte – sich nicht darüber im klaren, was für ein Bild sie boten... und wie viele Zweideutigkeiten dadurch hervor gerufen werden konnten, sollten die falschen Augen bei der Heimkehr auf sie gerichtet sein.

Tbc Burghof


//Falls der Post ein wenig wirr ist, entschuldige ich mich. Mein Kopf dröhnt leider noch immer.\\
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Lilith Dearing

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BeitragThema: Re: Der Waldsee   So Nov 18, 2018 3:20 pm

Kittey
Sie sollte nicht so sein, so offen, so naiv und vertrauensselig....doch es war so viel einfacher, das Herz offen zu lassen, zu vertrauen und zu folgen...als mit Angst und Argwohn verschlossen und achtam zu sein. Das Schlechte verdrängte sie, immer wenn es wieder aufstieg schob sie es von sich. Als könnte sie es ungeschehen machen, solange sie nicht daran dachte....Als wäre es ihr nie wiederfahren....
Es schien fast so als würde sie keine Gefahr erkennen, selbst wenn sie direkt vor einem stand und nach ihr griff. So war es also nicht verwunderlich, dass sie nicht diejenige war, die eine unauffllige, seltsame gestalt entdeckte.... Auch nicht, als diese sie über längere Zeit beobachtete, gierig und abwartend...auf was? Wohlmöglich hätte die dem unheimlichen Ding noch nicht einmal Misstrauen oder oder große Furcht entgegen gebracht, nur leichte Unsicherheit....die zumeist viel zu schnell verflog. Zutrauen platz machte, welches oftmals fehl am Platz war. Nichts Gutes verhieß, bei den falschen Personen.

So glaubte sie auch dem Glatzkopf alles, was er sprach. Ob es nun über seine "besonderen Kräfte" oder über das Weinen war.....letzteres war Schwäche? Es klang logisch...immerhin hatte sie es getan, als sie sich am gebrechlichsten, empfindlichsten...am ausgeliefertsten fühlte. keine Kraft hatte, sich nciht hatte wehren können...Als man ihr und ihrem Vater weh getan hatte... Hilflos. Nutzlos. Die Tränen waren auch dort gewesen. Vielleicht hätte sie alles...verhindern können, hätte sie wie Revan nur Hellsehen können...? ER wirkte so stark auf sie, so selbstbestimmt und robust. Doch auch ihr Vater war es gewesen...und ihm hatte es auch nicht geholfen...nicht gerettet....
Sie blinzelte Träen hinfort, verdrängte die harsche Wirklichkeit ein weiteres mal, wollte es nicht über sich hineinstürzen lassen. Auch der Mann schien nciht begeistert von Tränen, anstehenden Weinen....und sie wollte es nicht, stattdessen lieber "stark" sein. Und wenn es bedeutete nicht zu weinen, versuchte sie wenigstens es zu unterdrücken. Wahrlich sollte sie dem Mann danbar sein, ihr einen solche Rat zu geben. Ihr helfen stärker zu sein, nicht schwach....so, dass soetwas nie mehr wieder geschehen würde.... Und auch wenn der Mann ohne Haar hart wirken vermochte, so...so wirkt er zugleich unerschütterlich und sicher.
Deswegen kam das Mädchen garnicht erst auf den Gedanken, sich darüber zu sorgen, wen sie da vor sich hatte, was er schon erlebt und durchgemacht haben mochte....wa er getan haben könnte. Alles war egal, er half. War freundlich, wenigstens einigermaßen. Sie vertraute ihm so schnell, so rasch...so törricht. Und doch fühlte es sich richtig an. Sie wusste nciht wie sie auf den Mann wirkte, oder das ihre Tränen ihn überfordert hätten....dass er nihct grade für seine Sanftheit oder Freundlichkeit bekannt war...dass er trotz der eigenen Härte bei weitem nicht ahnte was ihr geschehen war.... Doch all dies zählte auch nicht, nicht im Moment.

Sie war im Trockenen, wenigstens halbwegs. Die viel zu große Jacke hing an ihr, schwer und schützend ummantelnd. Hielt den kühlen Wind vo ihrem durchnässten, zarten Leib fort und verbarg die weichen, sich entwickelnden Kurven und Rundungen. Doch die Kälte die schon in ihren Knochen steckte, konnte sie nicht vertreiben. Dennoch war sie durchflutet von Dankbarkeit. Diese kleinen Gesten, die revan ihr zu Teil werden ließ, waren süß und herzerwärmend. Schützend und lieb, ohne dass er es vermutlich wollte. Er war ungelenk und ungeschickt darin sie zu trösten, und dennoch klappte es recht gut. Also schluckte sie schwer und atmet tief durch. Nickte. Es ging wieder. Sie würde nicht weinen. Würde sich von ihm....zu einem neuen Ort bringen lassen. Nachdem er sie schon aus dem See gefischt udn angezogen hatte, wäre dies wohl auch kein Problem mehr - jedenfalls für sie nicht.  Naja, wenn man von der Müdigkeit und Erschöpfung absah, die es ihr unmöglich machen würde den Weg zum Schloss selbst zurück zu legen. Die Gespräche zwischen ihnen...waren seltsam anmutend, würden wohl vielen Verwirrung ins Gesicht treiben. Doch es vergnügte sie, lenkte wahrhaftig ab. So erschallte auch ihr Kichern und  Lachen dabei öfter, nachdem die Tränen verflogen waren.
Fast empört schüttelte sie kichernd den Kopf. "Der isst mich nicht! Ganz bestimmt nicht!" eriwederte sie, fast süß belehrend und voller Überzeugung. Tiger klangen aber auch toll! Wobei sie beim Löwen wohl die flauschige Mähne dennoch besser fand! Doch so glitzerten und funkelten ihre Augen, als revan wirklich auf das doch eher seltsam lächerliche und vor allem kindliche Gesprächsthema einging. Sie schüttelte den Kopf und ignorierte den Fakt, dass sich das kantige Gesicht ihres gegenübers verfinsterte. "Tiger haben schöne Streifen, aber die Mähne eines Löwen ist soo kuschelig!" jup, sie würde sicherlich einen anfassen, wenn sie jemals die Gelegenheit hätte. Sie riss die Augen auf, als Revan spottend nachfragte und ncikte ernst. "Natürlich nicht! Mach das bloß nciht, du tust dir noch weh!" erwiederte sie ehrlich udn "vernünftig", ja da hatte sie seinen Spott wohl wieder nicht grade aufgefasst.
Sie mochte seinen "Humor" der wohl alles andere als verständlich für sie war, weswegen sie seine eher ironisch dahingesagten Dinge ernst nahm und es sie zudem noch fröhlich Stimmte - selbst als ihre Energie nach ließ. Das schiefe Grinsen war ansteckend und die dunkelblauen Augen irgendwie vertraut...jedenfalls spätestens jetzt. Kurz legte sie ihre eigene Hand an ihren Kopf, als die seine verschwand. Blinzelte aus großen Augen mit leicht rosigen Wangen. Sie war wirklich gerührt, berührt durch die kleine Geste, auch wenn er es nicht zu sehen schien. Sie lächelte zart, sanft...dankbar.  Zwar verstand sie nicht ganz, was an ihrer Unfähigkeit sich anzuziehen traurig war...aber ein wenig beschämt fühlte sie sich dennoch. Nur weil er sie dabei so fassungslos ansah und sie sich dümmlich fühlte nichts hinzukriegen. "Mit drei?" wiederholte sie also bewundernd. Sie konnte sich ja nicht mehr daran erinnern....naja kleine Fetzen von Bildern aus dem Waisenhaus waren wohl vorhanden...dennoch so wirklich gut Erinnern, an diese Zeit konnte sie sich nicht. "Ich bin ...13!" kurz musste sie tatsächlich kurz überlegen, es war noch nicht lange her, dass sie Geburtstag gehabt hatte. Doch lange genug, dass de Veränderunge anfingen und dennoch nicht weit vorangeschritten waren.  Sie versuchte weitere Gähner zu unterdrücken und nicht umzufallel. Blinzelte gegen das Bedürfnis des Schlafens an udn sah so nicht, dass Revan fast automatisch nach ihr grifen wollte, um einen Sturz zu evrhindern. Glücklicherweise zuerst garnicht nötig.
Erst als der stürmische Wind aufkam und sie fast von den ercshöpften Füße fegte, brauchte sie seinen Halt, seinen Schutz. Und bekam diesen auch. Sie hielt sich zwar fest, besaß jedoch nicht wirklich viel Kraft. Vermutlich wäre sie doch gefallen, trotz der Händchen die sich um seinen festen Arm zu schließen versuchten. Doch er zog sie, etwas ruckartg, an sich. Fast wie eine etwas grobe Umarmung, und doch versprach diese Sicherheit. Ihr zartes Gesich wurde dabei fast an seine Brust gedrückt und sein Duft kitzelte ihre Nase. Ein kleines Kicher, trotz des unheimlichen Wetterumschwunges entfuhr ihr, als sie von ihrem Platz aus hinauf blinzelte. Auch als er sie wieder, etwas zu rasch entließ, bleiben die zarten Finger an ort und stelle. Die "Umarmung" hatte gut getan, am liebsten hätte sie eine kleine Ewigkeit damit verbracht..ihr hatte das sanfte, sichere Gefühl ziemlich gefehlt, stärker, als es ihr bewusst gewesen war...

Wirklich weiter um das Wetter besorgt war sie nicht und der ort war für sie noch immer schön und anziehend faszinierend.  Das Müde Gesicht hellte sich auf, als er einknickte und sie tatsächlich zu dem Schloss führen würde. Es existierte tatsächlich! Unbewusst stützte sie sich an dem starke Arm, den sie noch immer festhielt. "Kannst du...mich tragen? Bitte?" erwiederte sie auf die Frage hin sacht, schüchtern und mit leicht errötenden Wängchen. Dadurch, dass sie sich so an ihm fest hielt und sowieso halb an ihm lehnte, würde wohl kaum etwas anderes übrig bleiben...und das Tragen in dem typischen "Brautstil" wär wohl am einfachsten umsetztbar. Ein wenig verlegen blinzelte sie ihn unter den dunklen, langen Wimpern hindurch aus himmelblauen Augen an.  Die Dankbarkeit die sie durchflutete, machte sie zugleich müder, nahm den Druck und die Schwere von den Schultern. Am liebsten würde sie sich an die starke Brust lehnen, die Augen schließen und Frieden finden, für kurze zeit...nach all dem Kummer.


----> Revan folgend

(1342 Wörter)
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