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 Die Waldwege

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Divious
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BeitragThema: Die Waldwege   Sa Okt 20, 2018 10:57 am

Der große Wald, der den Berg säumt, ist durchzogen von vielen Wegen. Man kann sich leicht verlaufen, wenn man nicht aufpasst, es ist ein verworrenes Netz, das den ganzen Wald durchzieht.

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Catarina

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BeitragThema: Re: Die Waldwege   Mi Nov 14, 2018 11:21 pm

Es war ein Morgen, der durchaus angenehm war. Es war verhältnismäßig warm und ein sanfter Nebel waberte über dem feuchten Gras. Daniel Geoffrey Lincoln war eigentlich nicht der klassische Frühaufsteher. Der Alkohol und die durchzechten Nächte waren eher eine Kontraindikation. Aber hier war er allein, fernab von seinen Saufkumpanen und den leichtbekleideten Studentinnen. Gut, er hatte Matt, aber das war nicht das gleiche. Die ersten Tage, ja, da hatten sie mal etwas zusammen getrunken. Aber zwischen ihm und seinem Freund war es einfach anders. Erstaunlicherweise war Matt der einzige Mensch, der ihm nicht egal war. Er würde sich nicht für ihn aus dem Fenster werfen, aber er würde zumindest ein bisschen was versuchen.
Hier war die Welt noch in Ordnung. Kein Internet, kein Handynetz...er fühlte sich unglaublich gut. Es war vielleicht mühselig, alles in Büchern nachzuschlagen und nicht einfach das Internet zu befragen, aber es war genau das, was er liebte. Alte Bücher, alte Gemäuer...und erstaunlicherweise sogar die Natur. Und das, wo er doch bisher immer in der Stadt gelebt hatte. In den besten Kreisen, denn sein Name allein öffnete schon beinahe jede Tür. Sowohl in geschäftlicher Hinsicht als auch in Hinsicht auf die Frauen. Keine von ihnen war jemals etwas besonderes für ihn gewesen und er glaubte auch nicht daran, dass es irgendwann so sein würde. Denn man heiratete nur einmal, aber man hatte nicht nur eine Frau. Deswegen hatte er auch Matt nicht verstanden, als der diese Ariana geheiratet hatte. Sie war schön gewesen, ja, vielleicht sogar attraktiv, aber sie war nur eine Frau. Dennoch war er Trauzeuge gewesen. Hatte das alles unterstützt. Und er war sich sicher, dass Matt es falsch angegangen war. Ariana war nur eine Frau und sie hatte als solche zu gehorchen. Da gab es keine Diskussionen und man musste es von Anfang an klarstellen. Aber sein Freund hatte das gehörig verkackt.
Der Mann strich sich eine Strähne aus der Stirn und schüttelte den Kopf. Wäre er ehrlich zu sich selbst gewesen, hätte er die feine Spur von Neid durchaus bemerkt. Er hatte die Liebe nie gekannt, nie erfahren. Nicht einmal Zuneigung hatten seine Eltern ihm geschenkt. Nur Geld.
Vielleicht richtete sich seine Passion deswegen auf Zeiten, in denen in seinen Augen noch alles richtig war. In der ein Mann tun konnte, was auch immer er wollte...er schluckte. Diese Gedanken sollten ihm den morgendlichen Spaziergang nicht verderben. Der Tag begann wunderschön und so würde er auch verlaufen. Vielleicht fand er ja tatsächlich etwas heraus. Matt lag ihm beinahe täglich damit in den Ohren, aber er konnte es nicht ändern. Ein Geheimnis, was so lange ein Geheimnis gewesen war, löste sich nicht einfach so. Das bedurfte einiger Zeit, sonst wäre es heute kein Geheimnis mehr.
Daniel machte das inzwischen beinahe täglich. Einfach durch den Wald spazieren, ohne Ziel. Es gab schöne Tage und weniger schöne Tage, aber selbst die erfüllten ihn mit einem Gefühl der Ruhe und Zufriedenheit. Er war allein, sein ganzes Leben lang war er das gewesen, aber hier draußen war das nicht schlimm. Hier...im Nichts.
Während er daherschlenderte hörte er plötzlich ein Geräusch. Irritiert blieb er stehen und lauschte. Er war nicht besonders ängstlich oder so, deswegen war er auch kaum beunruhigt. Wartete einfach ab, hörte es erneut. Es dauerte nicht besonders lange bis er das Geräusch erkannte, er kannte es schließlich in und auswendig. Er war schon neben vielen Frauen eingeschlafen, schon im Alter von 18 Jahren hatte er die Zahl nicht mehr gewusst. Sein Vater war ihm eben doch ein Vorbild gewesen. Ein bitteres Lächeln legte sich auf seine Lippen und ließ ihn noch einen Moment innehalten, ehe er sich in Richtung der Frau ins Unterholz bewegte. Sie war nicht besonders weit hinein, aber zumindest so, dass sie nicht offensichtlich zu sehen war. Das Mädchen lag zu Fuße eines Baums und hatte sich die Jacke als Decke übergeworfen. Das rote Haar war zerzaust, was aber nach einer Nacht auf dem Waldboden nicht verwunderlich war. Sie hätte mal lieber in seinem Bett schlafen sollen. Bei diesem Gedanken trat ein selbstgefälliger Ausdruck auf sein Gesicht, ehe er sich noch einmal über die Haare fuhr und sich neben das Mädchen hockte. „Hey, Dornröschen“, sagte er mit freundlichem, beinahe schon charmantem Klang in der Stimme. Es musste ein Schock für sie sein, wenn sie aufwachte – oder eine freudige Überraschung. Immerhin war er ein gutaussehender Mann, der sich für sie sogar niederkauerte. Und dann noch mit einem charmanten Lächeln im Gesicht, dem Glitzern in den Augen. Ja, sie hatte wirklich großes Glück. „Wenn du dich nicht bald bewegst, muss ich dich wohl doch wachküssen“, scherzte er mehr mit sich selbst. Er hätte nichts dagegen, mal wieder wen ins Bett zu bekommen. Seine Versuche bei Catarina waren gescheitert, allerdings war sie auch minderjährig. Da wollte er nicht zu offensiv werden, das hatte er nur ein Mal gemacht und das hatte gereicht. Zum Glück hatte er Matt, so hatte er gar nicht erst jemanden bestechen müssen. Aber diese Catarina war auch irgendwie verstört. Ein dummer Gedanke, all die Irren ins eigene Haus zu holen. All die verwahrlosten Gestalten, heimatlosen Schmarotzer...all jene, die niemand wollte. Und sie boten ihnen ein Dach über dem Kopf. Bescheuert. Daniel hielt sich nicht für einen Wohltäter, umso weniger behagte ihm das Ganze. Aber naja, sie hatten sich eben dafür entschieden. Und sie hatten ja ihre Gründe. Solange ihn niemand störte, war ja auch alles in Ordnung.
Sein Blick wandte sich wieder auf das Mädchen, dessen Gesicht unter den Haaren begraben lag. Sie musste ziemlich erschöpft gewesen sein, dass sie sich im Wald hingelegt hatte.
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Sharina Madani

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BeitragThema: Re: Die Waldwege   Do Nov 15, 2018 9:04 pm

Aurelia Winter
Infos: 19 Jahre / single
ERWÄHNT: //
ANGESPROCHEN: Dan


Aurelia war tagelang gewandert, hatte sich durch Wälder geschlagen. Sie hatte nur das nötigste in ihren Rucksack gepackt, dazu gehörte auch ihr Geldbeutel, immerhin würde sie ja ohne Geld nicht auskommen und dank dem Verkauf ihres Elternhauses besaß sie genug. Sie hatte sich noch von Rhage verabschiedet und ihm versprochen, dass sie ihm schreiben würde. Die ersten zwei Male war ihr dies auch gelungen, sie hatte von kleinen Städten Postkarten besorgt und ihm geschickt, mit kleinen Texten dabei. Doch seit zwei Wochen hatte sie keine Stadt und kein Dorf mehr gesehen. Ihr kam vor, als würde sie nur noch im Kreis laufen. Anscheinend hatte sie ihren Kopf auch nur auf den Schultern, damit es nicht reinregnete weil sie zu allem Überfluss auch noch ihr Handy bei Rhage hatte liegen lassen. Aurelia hatte in einem ziemlich kleinen, abgelegenen Dorf etwas von einer Burg und von zwei „guten Samaritern“ gehört, die heimatlose Menschen aufnahmen und ihnen ein neues Zuhause gaben. Diese Burg suchte sie nun schon seit Wochen. Wie gut, dass sie schon in ihrer Schulzeit gerne alle möglichen Bücher gelesen hatte, so wusste sie auch, was im Wald sie essen konnte und was nicht. Doch sie hatte Probleme mit dem Feuer machen. Mal gelang es, mal nicht und sie ging hungriger schlafen. Von einem Bett konnte man nicht sprechen, meist schlief sie auf dem Boden, hin und wieder schaffte sie es auf einen niedrigen Ast eines Baumes. In der letzten Nacht war die junge Frau bis zur Erschöpfung gewandert, sie konnte langsam nicht mehr. Sie wollte endlich wieder in einem richtigen Bett schlafen und sich richtig waschen können. Erschöpft hatte sie sich einen Baum ausgesucht, an dessen Stamm sie sich gelehnt hatte und fast sofort eingeschlafen war. Tief hatte die junge Frau geschlafen, doch sobald die Sonne über die Bäume gewandert war, glitt sie in eine Art Halbschlaf. Sie wollte noch nicht aufstehen, hatte auch nicht sonderlich Kraft dazu. Gerade als Aurelia sich dazu entschieden hatte so langsam so richtig wach zu werden, hatte sie Schritte gehört. Sie hatte sich gleich wieder schlafend gestellt, immerhin wusste sie nicht, ob diese sich ihr nähernde Person freundlich oder bösartig war. Sie war sich ihrer zerzausten Haare sehr wohl bewusst, aber diesen Umstand ignorierte sie. Sie bemühte sich, sich nicht zu verkrampfen, als sie hörte wie die Person neben ihr in die Hocke ging. *Rhage*, dachte sie unsicher, warum konnte er nicht hier bei ihr sein? Warum war sie Vollidiot auch alleine losgegangen? Sie vernahm seine freundliche Stimme, er nannte sie Dornröschen. Dornröschen? Sie war gewiss nicht blond, sonderlich schön auch nicht. Und sie schlief auch nicht jahrelang um von ihrem Prinzen wachgeküsst zu werden. Bei seinen nächsten Worten konnte sie es nicht verhindern, dass sie sich verkrampfte. Wenn sie sich nicht bald bewegen würde, müsse er sie wohl wach küssen. Aurelia blinzelte und sah zuerst nur ihre roten Haare. Sie rappelte sich auf und rückte dabei näher an den Stamm, weg von dem fremden Mann. Aurelia schob sich blinzelnd die Haare aus dem Gesicht und sah den Mann an. „W.wer sind Sie?“, fragte sie ihn eingeschüchtert. Was wollte dieser Mann von ihr? Und vor allem, warum sagte er sowas wie er würde sie wachküssen? Sie kannten sich doch gar nicht! Aurelia musterte ihn kurz, er war schick gekleidet, wirkte auf sie wie ein reicher Mann. Aurelia schluckte. „Was machen Sie hier?“, fragte sie ihn vorsichtig. Ihre Sommersprossen hoben sich deutlich von ihrer Blassen Haut ab. Aurelia schluckte einige Male, sie zog ihren Rucksack enger zu sich. Immerhin konnte sie nicht wissen, ob der Mann es auf ihre Sachen abgesehen hatte. Aurelia leckte sich kurz über die trockenen Lippen, ihr Herz schlug nervös in ihrer Brust. Würde der Mann sie in Ruhe lassen? Oder war er gar einer dieser Männer, vor denen sie immer ihre Eltern gewarnt hatten?
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BeitragThema: Re: Die Waldwege   Sa Nov 17, 2018 6:29 pm

Vielleicht hätte er sie anders darauf aufmerksam machen sollen, dass er merkte, das sie sich schlafend stellte. Aber er hatte lustig sein wollen – was ihm nie sonderlich gut gelang. Also hätte er sich eigentlich denken können, dass er es lieber nicht gesagt hätte. Sie verkrampfte sich sichtlich und schien mehr als nur erschrocken. Wäre er wohl auch, dabei hatte sie noch echt Glück. Er selbst war ja harmlos, da gab es ganz andere. Die sie nicht aufgeweckt hätten ehe sie sich an ihr vergingen. Aber über sowas hatte er noch nie nachgedacht. Eine Frau ins Bett zu bekommen war wie eine Jagd, man musste Köder auswerfen, hier und da geschickt eine Finte verstecken und dann kam irgendwann der Moment, in dem man den goldenen Schuss absetzte. Direkt ins Herz.
Eine so plumpe Aussage passte nicht zu ihm, er war scheinbar echt dermaßen aus der Übung. Ihre erschreckten Augen, das Zurückweichen. Nein, er mochte es nicht, wenn jemand Angst vor ihm hatte. Sie stammelte eine Frage, wer er war. Er lächelte sie sanft an. „Entschuldige bitte. Ich wollte dich nicht erschrecken. Ich hab lustig sein wollen, aber das gelingt mir meistens nicht“, meinte er mit einem entschuldigenden Blick und einem leichten Schulterzucken. Noch immer hockte er vor ihr, streckte ihr aber nun die Hand entgegen. „Ich bin Daniel. Aber du kannst Dan zu mir sagen“, meinte er freundlich. Vermutlich würde er seinen Tritt ins Fettnäpfchen nicht mehr ausbügeln können, aber das war egal. Er würde jemand anderen finden, Frauen gab es ja nun wirklich genug auf der Welt. In diesem Kaff gab es zwar eher weniger, die bereit waren, ihren Ehemann mit ihm zu betrügen, aber es gab sie. Und hier hatte er auch so vieles anderes, was er tun konnte...
Und das war sogar noch besser als Sex. Es war ein seltsamer Gedanke, aber doch, so war es. Dieses alte Gemäuer faszinierte ihn weit mehr als der Körper einer Frau. Die waren ohnehin alle gleich, zwar unterschiedlich dick oder dünn, schmal oder breit, aber all das war eigentlich für den Akt nicht besonders wichtig. Er mochte schöne Frauen – wer tat das nicht? - aber ein neues Buch über die Geschichte von einem Gemäuer würde er immer vorziehen. Das hatte er noch nie wirklich zugegeben, aber sein Beruf interessierte ihn wirklich. Sogar sehr. Er hatte sich selbst Ausgrabungen finanziert, hatte sich bei anderen angeschlossen und war sogar zeitweise bereit gewesen, sich unter jemand anderen zu stellen. Das kam sonst nie vor, immerhin war er Daniel Geoffrey Lincoln, der Sohn des mächtigen Henry Charles Lincoln. Einem der mächtigsten Männer der Welt. Immer das gleiche Blabla, nichts wirklich bedeutendes. Fakt ist schlicht und ergreifend, Dan hatte schon immer mehr als genug Geld und hatte gelernt, es in allen Maßen auszugeben. Er war nie knauserig gewesen, aber doch hatte er gehaushaltet, sodass er noch immer Milliardär war. Zumindest, wenn sein Vater irgendwann das Zeitliche segnete. Was ja auch nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen konnte, der Mann war ja jetzt schon uralt. Wenn er denn noch lebte. Kurz überlegte er, wann er seine Eltern zum letzten Mal gesehen hatte. Es war bestimmt schon einige Jahre her...
Seine Gedanken kehrten zurück ins Hier und Jetzt und er betrachtete das Mädchen, das ihn gerade gefragt hatte, was er hier machte. „Ich gehe spazieren. Und dabei hab ich dich gefunden. Und wenn ich raten müsste, hast du nach mir und meinem Partner gesucht“, meinte er dann mit freundlichem Ton und charmantem Lächeln. „Das Schloss, wo wir junge Leute aufnehmen und ihnen einen Unterschlupf bieten.
Der Mann erhob sich und bot ihr eine Hand, um ihr beim Aufstehen zu helfen. „Keine Sorge, Mädchen, ich tue dir nichts. Ehrlich.“ Er hatte das Gefühl, ihr das noch einmal sagen zu müssen. Er hatte immerhin am Anfang des Gespräches jämmerlich versagt.
Als sie stand, betrachtete er sie kurz. Sie hatte ein hübsches Gesicht voller Sommersprossen, was ihr etwas frisches gab. Irgendwie waren Sommersprossen für ihn immer mit Jugend und Kindheit verbunden. Vielleicht wegen...nein. Er wollte jetzt nicht an sie denken. Also schob er den Gedanken weit fort.
Wie heißt du eigentlich? Und wie alt bist du? Ich würde schätzen...so.. um die 18, 19?“, meinte er dann freundlich. Hoffentlich schätzte er sie nicht zu alt, die meisten Frauen waren da ja immer sehr sensibel. Aber sie sah nicht mehr aus wie ein Kind – allerdings war er dadurch auch schon getäuscht worden.
Er stand locker vor ihr, er schien ihr gegenüber offen, zumindest verdeutlichte das seine Körperhaltung. Wartete mit völliger Ruhe und ganz entspannt auf eine Antwort. Das Mädchen vor ihm hatte er nur kurz gemustert, um ihr Alter zu schätzen. Je älter die Menschen waren, die sie sich in die Burg holten, desto weniger Anstrengung kam für Matt und ihn dabei heraus. Auch wenn sie sich dieses Mentorensystem ausgedacht hatten – weder Matt noch er hatten Lust darauf. Als er Catarina und Luca gefunden hatte, war er damit zu seinem Freund gegangen. Sie hatten sich das überlegt und dann war dieser in der Situation gewesen, zu entscheiden. Und wie er selbst es getan hätte, hatte er sich für Catarina entschieden. Sie war absolut unkompliziert und nervte nicht...anders als diese Luca es getan hatte. Er hatte sie mit Freuden an Tyler weitergereicht. Sollte der doch schauen, was aus dem verwöhnten Gör wurde.
Nun konzentrierte er sich wieder auf das Mädchen, sah ihr freundlich ins Gesicht, aber nicht zu aufdringlich.
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BeitragThema: Re: Die Waldwege   So Nov 18, 2018 12:42 pm

Aurelia Winter
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ERWÄHNT: Rhage
ANGESPROCHEN: Dan


Aurelia sah unsicher den fremden Mann vor sich an, was wollte er von ihr? Warum hatte er so mit ihr geredet? Zitternd fragte sie ihn, wer er sei und was er hier machte. Da lächelte er sie an, es war ein sanftes, ehrliches Lächeln. Sie schluckte unsicher und wünschte sich wieder einmal mehr denn je, dass Rhage jetzt bei ihr war. Er würde die richtigen Worte finden, dass der Mann sie in Ruhe ließ. Aurelia widmete ihre Aufmerksamkeit wieder dem Mann, der sich nun dafür entschuldigte, dass er sie erschreckt habe. Er meinte, er wollte lustig ein. „Das ist Ihnen nicht gelungen“, murmelte sie leise, vorsichtig. Er schien nett zu sein, aber auch ein wenig komisch. Er zuckte leicht mit den breiten Schultern und streckte ihr dann seine Hand entgegen. Der Mann stellte sich als Daniel vor, aber sie könnte ihn Dan nennen. Argwöhnisch betrachtete sie seine Hand, sie nahm diese und schüttelte sie leicht. „Ich bin Aurelia“, nuschelte sie leise, kaum hörbar. Doch der Mann schien es nicht gehört zu haben, denn er meinte, er war spazieren und habe sie so gefunden. Er meinte auch, dass sie wohl nach ihm und seinem Partner gesucht hatte. Verwirrt runzelte sie die Stirn, fing aber an zu lächeln, als er von dem Schloss erzählte. „Das Schloss? Ist es in der Nähe?“, fragte sie leise, Hoffnungsvoll. Als er aufstand und ihr seine Hand erneut anbot, nahm sie diese an und stand ebenfalls auf. Er meinte erneut, dass sie sich keine Sorgen machen solle, da er ihr nichts tun würde. Aurelia nickte leicht, sie ließ seine Hand los und klopfte sich leicht den Dreck von der Hose. Sie bemerkte sehr wohl seine Blicke, wie er sie musterte und wurde prompt rot. Relia blinzelte leicht als er sie nach ihrem Namen und ihrem Alter fragte. Er hatte ihren Namen vorhin wirklich nicht verstanden. „Ich bin…Aurelia“, sagte sie vorsichtig. „Und ja, ich bin 19“, bestätigte sie seine Vermutung. Aurelia bückte sich kurz und hob ihre Tasche auf, dann nahm sie all ihren Mut zusammen und sprach ihn erneut an. „Ich…ja ich habe nach dem Schloss gesucht. Dürfte…dürfte ich mit Ihnen mitkommen?“, fragte sie vorsichtig. „Ich werde mich auch an die Regeln halten und im Haushalt helfen“, beeilte sie sich zu sagen. Sie wusste nicht, was sie noch tun sollte, sollte Dan sie nicht mitnehmen. Sie konnte nicht zurückgehen. Rhage würde von ihr enttäuscht sein, sie auslachen und womöglich nicht mehr sehen wollen. Doch wenn sie es schaffte, ins Schloss mitgenommen zu werden…dann hatte sie etwas erreicht und Rhage konnte stolz auf sie sein. Da sie etwas geschafft hatte. Aurelia sah hoffnungsvoll zu Dan hoch, immerhin war sie kleiner als er und musste aufsehen, um ihm ins Gesicht zu sehen. Sie rieb sich leicht mit den Händen über ihre Arme. „Ein Bad wäre schön“, nuschelte sie leise, kaum hörbar. Sie fühlte sich dreckig und sie stank wahrscheinlich auch. Aurelia drückte ihre Tasche enger an sich, atmete tief durch. „Es wäre wirklich toll….wenn ich mitkommen dürfte“, flüsterte sie leise.
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BeitragThema: Re: Die Waldwege   Mi Nov 21, 2018 1:37 am

Daniel betrachtete das junge Mädchen, verfluchte sich selbst für seinen dämlichen Fehltritt und versuchte gar nicht erst, wieder etwas ins Lot zu bekommen. Nein, das brachte nichts, dieses Mädchen hier schien ohnehin nicht erpicht darauf, einen Mann kennen zu lernen. Ihre ganze Haltung war verschlossen und ablehnend, mal abgesehen von der Skepsis, die normal war, wenn man jemand fremden traf.
Doch als er meinte, er habe lustig sein wollen, was ihm misslungen sei, stimmte sie ihm vorsichtig zu. „Nein, wahrlich nicht“, bekräftigte er matt ihre Worte und lächelte sie an. Sie konnte ja nichts dafür, dass sein Humor eher seltsamer Natur war. Und es eher wenige Menschen gab, die ihn verstanden und wertschätzten. Er selbst hätte an ihrer Stelle wohl noch ganz anders reagiert, hätte erst zugeschlagen und dann nachgefragt. Auch wenn ein so unfassbar attraktiver Kerl wie er selbst über ihm gestanden hätte.
Sie ergriff seine Hand zögernd und nuschelte etwas. Er konnte beim besten Willen nicht verstehen, was sie sagte, wenn sie so brabbelte! Und er würde auch bestimmt nicht nachfragen. Konnte er ja nichts dafür, wenn sie nicht deutlich sprechen konnte. Wenn es wichtig war, würde er es später noch erfahren. Allerdings gab es wahrscheinlich nicht viel, was dieses Mädchen ihm bringen konnte. Und da das eine...unwahrscheinlich war...musste er auch nicht alles tun, damit sie ihn mochte. Normaler Umgangston genügte also. Für sie würde er sich kein Bein ausreißen. Allerdings tat er das für niemanden...außer vielleicht für Matt. Er...war etwas besonderes für ihn, was der Mittdreißiger jedoch niemals zugegeben hätte!
Er sprach weiter, traf mit seiner Vermutung genau ins Schwarze. Sie suchte einen Ort, an dem sie bleiben konnte. Alles andere wäre auch mehr als unwahrscheinlich gewesen. Ein Mädchen aus diesem Dorf hier hätte im Leben nicht draußen geschlafen. In dem Kaff hier war die Welt noch in Ordnung! Da sprach ein junges Mädchen nicht mit einem Mann, sie sollte ja schließlich als sittsames und jungfräuliches Mädchen das Weib eines Onkels werden! Und der Pfarrer...ein Fanatiker, der seine Schäfchen vor den bösen Herumtreibern beschützte. Nein, dass dieses Mädchen hier nicht nach ihnen gesucht hatte, war absolut irrwitzig. Und so war es wie die Bestätigung einer lange bekannten Tatsache. „Nun, es ist noch ein Stückchen Fußmarsch, aber ja, es ist in der Nähe“, erwiderte er auf ihre leisen Worte. Als er sich aufrichtete und ihr eine Hand bot, ergriff sie diese zu seinem Erstaunen wirklich. Ihre Hand war zart und fein, keine Hand, die jemals viel gearbeitet hatte. Ihre Haut war weich, aber kalt. Nun, es war zwar warm für die Jahreszeit, aber dennoch ziemlich frisch und daher nicht besonders verwunderlich, dass sie wohl ein wenig fror.
Einen Augenblick zu lange hielt er ihre Hand in seiner, doch nicht so, dass es eindeutig bemerkt werden könnte. Eine Nuance, die er perfektioniert hatte und unbewusst einsetzte. Er symbolisierte Interesse, doch war nicht aufdringlich. Und wenn sie es nicht sehen wollte, würde sie sich nicht einmal Gedanken darüber machen, da er die Hand dafür zu schnell losließ. Vielleicht fragte sie es sich auch, doch es wirkte zufällig und nicht eindeutig, sodass sie es vergessen würde. Denn es war ja nichts bedeutsames.
Auf ihren Wangen bildete sich eine feine Röte als er sie musterte, um ihr Alter einzuschätzen. Scheinbar wurde sie nicht oft angesehen, was ihn verwunderte. Sie war recht hübsch, das rote Haar war zwar Geschmackssache, aber in seinen Augen hatte es etwas. Wenn das Dach brennt, muss man den Keller feucht halten. Ein Spruch, den viele Menschen kannten. Und er musste schon sagen, teilweise stimmte es. Rothaarige Frauen waren oft durchaus...gut im Bett. Und sie wäre nicht die erste, die er hätte. Allerdings war sie noch viel zu verklemmt. Vielleicht sollte er ihr etwas Alkohol geben...aber das wäre mit Aufwand verbunden. Nein, nein, das war es nicht wert.
Als er sie nach ihrem Namen fragte und seine Vermutung äußerte, wie alt sie war, bestätigte sie seine Vermutung. Gott sei Dank hatte er sie tatsächlich nicht zu alt geschätzt. Auch wenn diese Aurelia nicht wie jemand schien, der laut wurde und direkt ausrastete. Das war ein anderes Kaliber, dem er lieber aus dem Weg ging. Manche Frauen waren eben einfach Abschaum.
Diese hier allerdings war keiner. Zumindest hatte er sie noch nicht in diese Kategorie eingestuft.
Direkt nach ihren Worten bückte die junge Frau sich und hob ihre Tasche auf, sah ihn an und sprach weiter. Sie wirkte ein wenig unsicher, schüchtern.
Sicher, ich zeig dir den Weg“, meinte er und wies auf die Tasche. „Du siehst erschöpft aus und die Tasche schwer. Soll ich dir helfen?“, bot er ihr an. Er war sich nicht sicher, wie sie darauf reagieren würde, aber er wollte es ihr wenigstens anbieten. Immerhin hatten sie noch ein ganzes Stückchen vor sich. Und er hatte mehr als genug Geld, er hatte keinen Grund, irgendjemandem etwas wegzunehmen, nur wüsste sie das vermutlich nicht. Außer sie würde seine teure Kleidung bemerken, die maßgeschneidert an seinem Körper anlag. Ein feines weißes Hemd, locker aufgeknöpft am Hals, aber nicht zu tief. Gerade so, dass es leger wirkte, obgleich es mehrere hundert Euro gekostet hatte. Dazu eine Jeans, die einfach perfekt seinen Körper in Szene setzte. Eine teure braune Lederjacke, bestens gepflegt.
Eine Erscheinung, das war er. Eindeutig. Ein bestens gekleideter Mann war hier draußen in dieser gottverlassenen Gegend durchaus selten. Es gab zwei, Matt und ihn. Sonst waren hier nur erbärmliche Bauern und all die jugendlichen Stümper. Eine Schande.
Sie schien hoffnungsvoll und er lächelte sie an, freundlich. Sie murmelte etwas von einem Bad und er lachte kurz auf. „Das kriegen wir bestimmt hin.“ Oh, vielleicht würde er ja mit ihr ein Bad nehmen...auch wenn er nicht glaubte, dass sie entspannen würde, wenn er dabei war. Aber vielleicht überraschte die Kleine ihn ja auch und bot es ihm an. Wer konnte das schon sagen.
Als sie erneut bat, winkte er gutmütig ab. „Ist schon gut. Lass uns aufbrechen, du hast sicher Hunger“, fügte er an und sah sie abwartend an.
Erst als sie bereit war, machte er sich gemeinsam mit ihr auf den Weg. Er ging nicht besonders schnell, denn das Mädchen war erschöpft und wenn er jetzt zu schnell ging, würde sie nachher noch zusammenklappen. Und darauf hatte er mal so gar keine Lust.
Gt: Schloss (außer sie bleiben irgendwo auf dem Weg hängen, wenn dir danach ist xD)
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Sharina Madani

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BeitragThema: Re: Die Waldwege   Do Nov 22, 2018 8:58 pm

Aurelia Winter
Infos: 19 Jahre / single
ERWÄHNT: Rhage
ANGESPROCHEN: Dan


Aurelia rappelte sich langsam auf, sie schulterte ihre Tasche und sah zu dem Mann. Auf ihre Frage hin, ob die Burg in der Nähe sei, antwortete er ihr auch sogleich. Die Burg sei nur ein Stückchen zu Fuß Weg, aber es sei nicht weit entfernt. Vorsichtig fragte Aurelia nach, ob sie denn mit zu dieser Burg kommen dürfte. Innerlich wappnete sie sich schon für den Fall, dass der Mann ihr eine Absage erteilte. Ihr Herz klopfte wild in ihrer Brust, sie war blass und ihre Sommersprossen stachen so umso deutlicher hervor. Die Angst war groß, dass sie weggeschickt wurde. Was sollte sie dann tun? Sie hatte keinen Ort, wo sie hingehen könnte. Erleichtert seufzte sie auf, als er ihr zusagte und meinte, dass er ihr den Weg zeigen würde. „Danke…oh danke, vielen dank!“, hauchte sie erleichtert. Sie sah in diesem Moment bestimmt aus wie ein kleines Kind, aber dies war ihr egal. Sie war einfach nur froh, endlich einen richtigen Ort zum Schlafen zu haben. Aurelia blinzelte leicht irritiert, als Dan fragte, ob er ihren Rucksack nehmen solle. Da dieser doch bestimmt schwer sei und sie doch erschöpft war. Aurelia griff unbewusst zu ihrem Rucksack, rückte diesen auf ihren Schultern zurecht. „Nein danke…ich möchte nicht zur Last fallen, außerdem ist er gar nicht so schwer“, sagte sie freundlich, sie lächelte leicht und sah zu dem Mann hoch. Leise seufzte sie als ihre Gedanken zu einem Warmen Bad schweiften und sie eher zu sich selbst, als zu Dan, murmelte, wie sehr sie sich doch ein Bad wünschte. Aurelia wurde rot, als Dan auflachte und meinte, dass sie das bestimmt hinbekommen würden. „Ich…danke“, nuschelte sie leise als er auch schon Vorschlug, aufzubrechen da sie sicherlich Hunger hatte. Aurelia beeilte sich, ihm nachzugehen als er auch schon voran Schritt. Man konnte es gar nicht richtig als gehen bezeichnen. Er Schritt richtig vornehm vor ihr her. Aurelia machte ein paar größere Schritte und ging dann neben ihm her. Nun ja, nicht ganz. Ein wenig schräg hinter ihm ging sie schon. Damit sie ausweichen konnte, sollte er plötzlich nach ihr greifen. Sie schätzte ihn zwar nicht so ein, aber man konnte ja nie wissen. Sie achtete genau auf den Boden vor sich, stieg über Äste und kleine Zweige, damit sie nicht stolperte und mit der Nase voran im Moos landete. Dies war ihr schon einige Male auf ihrer Reise passiert und sie wollte nicht, dass sie dabei gesehen wurde. Sie stieg gerade über einen Ast, da fiel ihr etwas ein. „Ähm…eine Frage“, begann sie leise. Sie schluckte und räusperte sich kurz. „Ein Freund würde bestimmt gerne wissen wo ich bin…dürfte ich ihm schreiben? Oder ist das verboten?“, fragte sie vorsichtig. Sie musste Rhage unbedingt schreiben, dass sie nun einen Platz zum Leben hatte. Vielleicht würde er sie ja sogar besuchen kommen! Ihr Herz schlug einige Purzelbäume als sie an ihren besten Freund dachte. Sie würde sich sehr darüber freuen, wenn er sie besuchen kommen würde. Aurelia stolperte kurz über einen Stein, sie fing sich aber und lief mit hoch rotem Gesicht neben Dan her. Sie nervte ihn bestimmt schon. Weshalb sie nun lieber ihre Klappe hielt. Aurelia sah sich immer wieder um, immerhin würde sie von nun an hier in der Umgebung wohnen und leben. Sie musste sich also an die Umgebung gewöhnen und sich auch zurecht finden. Aber zuerst würde sie sich waschen, auf diesen Moment freute sie sich schon sehr. Aurelia biss sich leicht auf die Unterlippe als sie auf einen Weg kamen, den sie dann auch folgten. Bald würde sie die Burg sehen. Aurelia schluckte kurz. Dort waren gewiss auch viele andere, würden diese sie willkommen heißen? Oder verjagen wollen? Leise seufzte sie, innerlich sprach sie sich selbst Mut zu. Was ihr nicht ganz gelingen wollte. Stumm ging sie weiter neben Dan her, sie wappnete sich schon davor, die anderen zu treffen.

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