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 Die Fußgängerzone

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Divious
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BeitragThema: Die Fußgängerzone    Sa Okt 20, 2018 12:39 pm

Fast schon fließend verbindet sich die Fußgängerzone mit dem Marktplatz.
Das Dorf ist nur klein und somit ist nicht alles im Überfluss vorhanden, tatsächlich gibt es von allem nur etwas. Nicht zu vergleichen mit den Shopping-Meilen der Großstädte.
Jedoch kann man sich auch hier nicht beklagen, denn für ein so überschaubares Fleckchen, ist es doch gut aufgestellt.
Zu finden sind:

- Ein Tante-Emma-Laden
- Ein Bäcker und ein Schlachter, wo noch alles selbst hergestellt wird
- Zwei Bekleidungsgeschäfte (einmal für Männer, einmal für Frauen)
- Ein Second-Hand-Laden
- Ein Schuhladen
- Ein Schmuckladen (für die Bewohner des Schlosses ist das meiste unmöglich zu
 bezahlen)
- Ein Deko-Geschäft für Kitsch und Krempel aller Art
- Ein Blumenladen
- Ein Optiker
- Ein Friseur
- Eine Apotheke

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Sharina Madani

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BeitragThema: Re: Die Fußgängerzone    So Nov 18, 2018 3:37 pm

Tyler Black
Infos: 23 Jahre / bester Freund von Jack
ERWÄHNT: Matt, Revan, Luca
ANGESPROCHEN:  //


Tyler marschierte durch den Wald in Richtung Dorf, eben noch war er an Matt und seinem Gefolge vorbei gegangen, hatte sie gegrüßt und war dann weiter gegangen. Der junge Mann hatte sich am Waldweg umgesehen, tiefer im Wald lag ein umgestürzter Baum, am Wegesrand hatte er einige Pilze gesehen. Einmal hatte er sich während dem gehen leicht bücken müssen, da ein Ast sonst seine Haare gestreift hätte. Er mochte es überhaupt nicht, wenn jemand oder etwas seine Haare berührte. Bei Jack machte er da eine Ausnahme. Er wusste auch nicht so recht warum, aber bei ihr fühlte es sich gut an. Apropos Haare, er musste sich neuen Haarspray besorgen. Dazu noch eine Packung Kondome, für alle Fälle. Ein leichtes grinsen zierte seine Lippen als er an die letzte Nacht dachte. Diesen Gedanken schüttelte er aber gleich wieder ab. Vielleicht würde er ja eine Frau kennen lernen, die so einen Platz in seinem Leben einnahm, wie Jack es tat. Tyler schüttelte den Gedanken ab, er war noch Jung, hatte noch genügend Zeit. Er würde schon noch die Frau fürs Leben finden. Tyler verließ den Waldweg als er ins Dorf eintrat. Augenblicklich wandten sich die Blicke der Dorfbewohner ihm zu. Tyler machten diese Blicke nichts aus, ihm scherte es nicht, was sie von ihm dachten. Ob sie ihn für gefährlich hielten. Jeder Mensch war gefährlich. Jeder konnte Töten, verletzen. Tyler hob schon fast provozierend die Hand und winkte einer kleinen Gruppe Damen zu, die ihn tuschelnd betrachteten. Tyler grinste leicht als sie nach Luft schnappten und gemeinsam in einem Haus verschwanden. Wie oberflächlich die Menschen doch waren. Idiotisch so etwas. Tyler durchging die Fußgängerzone und sah fast sofort alle Geschäfte. Es war auch nicht alles vorhanden, was das Herz begehrte. Aber immer noch Genug, um Leben zu können. Die Fußgängerzone ging fließend in den Marktplatz über, aber dort würde er heute nicht hingehen. Oder zumindest noch nicht. Tyler sah sich in der Fußgängerzone um. Als erstes ging er an der Bäckerei und dem Schlachter vorbei, aber er brauchte heute weder Brot noch Fleisch. Soweit er wusste, gab es noch genug zu Essen in der großen Küche der Burg. Tyler ging etwas weiter und blieb bei der Apotheke stehen. Tyler biss sich leicht auf die Unterlippe. Wenn er wirklich seinen Vorrat aufstocken wolle, würde er dort hineingehen müssen. Auch wenn der alte Apotheker ihn nicht mochte. Nicht mochte? Wohl kaum, er hasste ihn regelrecht. Als er das letzte Mal bei dem alten Mann gewesen war, hatte er ihn regelrecht verjagt. Tyler seufzte leise und trat die kleinen Steinstufen zur Eingangstür der Apotheke hoch. Die Schiebetür ging auf und Tyler trat ein. Zu seiner Überraschung war diesmal nicht der alte Mann, sondern dessen Frau hinter der Theke. Die Dame war etwas freundlicher als der alte. Ty trat näher und schenkte der Dame ein kleines Lächeln. „Guten Morgen“, grüßte die alte Dame ihn höflich, sie zog eine graue Augenbraue hoch. „Das übliche?“, fragte sie dann, woraufhin Tyler nur nickte. Irgendwie wollte er mit der locker dreimal so alten Dame nicht über Kondome reden. Weiß der Geier warum. Tyler bezahlte stumm die Packung und steckte sie in seine Hosentasche. Gut dass diese an eine Zigaretten Packung erinnerte, so würde er nicht noch mehr Blicke von den Dorfbewohnern bekommen. „Danke“, sagte er dann noch, ehe er umdrehte und die Apotheke verließ. Er nahm seinen Weg durch die Fußgängerzone wieder auf und schlenderte an ein paar Gebäude weiter. Tyler kam so am Friseur und am Optiker vorbei, aber beide brauchte er nicht. Seine Haare konnte auch gut Jack schneiden, oder er selbst. Je nachdem, wer gerade da war. Tyler zog sich eine Zigarette aus der Schachtel und zündete sie sich an während er weiter ging. Als nächstes kam er an einem Dekorations Geschäft, einem Schmuckladen und einem kleinen Blumenladen vorbei. Kurz blieb er bei dem Blumenladen stehen, doch er schüttelte sogleich den Kopf und ging weiter. Für einen Moment hatte er daran gedacht, Jack Blumen mitzubringen. Aber Jack war kein Typ für Blumen. Sie hätte den Strauß wahrscheinlich gleich aus dem Fenster geschmissen. Kurz schmunzelte er, als er es sich vorstellte. Leicht grinsend ging er weiter den gepflasterten Weg entlang. Auch einen Schuhladen und wie Klamotten Geschäfte gab es im Ort. Beides benötigte er im Moment nicht. Er hatte sich, als er zur Burg gekommen war und dann das erste Mal im Dorf gewesen war, mit genug Kleidung eingedeckt. Er war dazu auch in den Second Hand Laden gegangen, immerhin braucht man im Wald keine neuen Sachen. Getragene reichten vollkommen aus. Als letztes kam er zu dem Tante Emma Laden, ein kleiner Einzelhandelsladen der fast alles führte, was man brauchte. Der blauhaarige Mann trat seine Zigarette vor dem Laden aus. Er betrat den kleinen Laden und sah sich erst einmal um. Er war hier nur ein einziges Mal gewesen, zusammen mit Jack hatten sie ein paar Kleinigkeiten besorgt. Tyler ging durch die Gänge des kleinen Ladens, er suchte etwas bestimmtes. Haarspray. Er wollte nicht immer nur Gel oder Zuckerwasser in seine Haare streichen, er vermisste das gute alte Haarspray. Tyler summte leise vor sich hin und durchsuchte die kleinen Gänge. Er fand schließlich was er wollte. Die ältere Tante Emma hatte tatsächlich Haarspray in ihren Regalen stehen, zwar nur zwei Sorten und die dann auch noch für Damen. Aber das war Tyler egal. Er nahm sich zwei Dosen von der stärkeren Sorte und ging mit denen in der Hand zur Kasse. So viel von dem Haarspray würde er nicht brauchen, da er mit Gel oder Zuckerwasser abwechselte. Tyler bezahlte die beiden Dosen Haarspray, dazu bekam er noch eine kleine Plastik Tüte. Er bedankte sich erst gar nicht, Tante Emma mochte ihn nicht so gerne. Wie eigentlich alle anderen im Dorf. Der junge Mann nahm die Tüte und ging aus dem Laden hinaus an die frische Luft. Tyler streckte sein Gesicht der Sonne entgegen und blieb kurz stehen. Er öffnete die Augen wieder und zog die Kondompackung aus seiner Hosentasche, er steckte die kleine Schachtel in den Plastiksack. Tyler sah sich dann um. Revan war immer noch nicht erschienen, ob ihm etwas geschehen war? Das konnte er sich kaum vorstellen. Auch Lulu hatte er den ganzen Morgen schon nicht gesehen. Er war Lucas Mentor, dass die junge Frau ihn aber absolut nicht ausstehen konnte, dessen war er sich sehr wohl bewusst. Aber er konnte nichts daran ändern. Matt hatte ihn als ihren Mentor eingeteilt und sie beide mussten sich bis Luca 18 war damit arrangieren und sich größtmöglich vertragen. Tyler entschied sich, sich ein wenig in die Sonne zu setzen, er wollte noch nicht wieder zurück zur Burg gehen. Deshalb ging er in die Mitte der Fußgängerzone, dort war ein kleiner Wasserlauf, daneben ein paar Bänke. Er setzte sich also in die Sonne, lehnte sich zurück und schloss die Augen. Es ging ein leichter Wind, weshalb er kurz erschauderte. Doch er ließ sich die plötzliche Frische nicht anmerken. Er blieb so sitzen, wie er war. Es würde schon noch jemand kommen und wenn es nicht Revan war, dann bestimmt jemand anders. Tyler kannte noch nicht alle im Schloss und die neuen, die Matt ins Schloss bringen würde, musste er auch noch kennen lernen. Die Frauen hatten ziemlich mitgenommen ausgesehen, weshalb er im Moment nicht sonderlich scharf darauf war, sie kennen zu lernen. Also blieb er noch eine Weile im Dorf.
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Catarina

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BeitragThema: Re: Die Fußgängerzone    Do Nov 22, 2018 11:06 pm

Cf: Der alte Steinbrunnen
Hätte Catarina Lucas Gedanken gekannt, so wäre ihr Herz noch weiter geöffnet gewesen für dieses verwöhnte kleine Püppchen. Denn sie selbst hatte sich niemals als schön oder gut bezeichnet, nur als Kind, wo noch alles in Ordnung gewesen war. Wie schnell die Welt doch aus den Fugen geraten konnte. Und was für umfangreiche Folgen es doch manches Mal hatte.
Anders als Luca konnte sie jedoch noch weniger das Ende der Beziehung verkraften. Denn Revan war hier. Tagtäglich musste sie ihn sehen, musste sehen, wie schlecht er Christine behandelte. Ein schönes Mädchen, sie hätte sich selbst wohl auch für sie verlassen. Ein trauriger Gedanke, über den sie schon oft gegrübelt hatte. Was konnte sie Revan schon bieten? Sie war ein Nichts, ein Wrack, ein Mädchen, was jahrelang nackt vom eigenen Großvater angestarrt worden war, was damit hatte leben müssen, dass Männer kamen, ihren Körper ansahen und sich dabei selbst befriedigten. Ein eiskalter Schauer lief ihr über den Rücken und sie versuchte, ihre Gedanken schnell in eine andere Richtung zu lenken. Denn wenn sie eins niemandem je erzählen würde, dann wie viele Männer sie nackt gesehen hatten. Und wie sie sich aufgeilten. Widerliche Scheißkerle, die sie zunächst beschimpft hatte. Ein schwerer Fehler, wie sie hatte herausfinden dürfen. Niemals würde sie es vergessen, wie ein Mann ihres Großvaters sie packte, die Arme auf den Rücken drehte und sie festhielt, während all die Männer sie anfassen durften.
Selbst jetzt, Monate später, empfand sie noch den selben Würgereiz wie damals und musste sich stark konzentrieren, damit Luca es nicht merkte. Ein scherzhaftes Gespräch über die Nachtruhe und ihre Störungen kam da wie gerufen. „Ich nehme dich beim Wort!“, erwiderte sie mit einem Lachen und ihre blauen Augen blitzten dabei fröhlich. Trotz allem hatte sie eines niemals verloren – die Hoffnung. Und auch jetzt würde sie nicht aufgeben. Sie würde ihr Leben bis zum Ende leben!
Ihre Bemerkung mit den Vorhängen zeigte ihr wieder, aus welch unterschiedlichen Kreisen Luca und sie selbst doch stammten. Gut, in ihrer frühen Kindheit, da war auch sie nicht unter den Ärmsten der Armen, aber nach dem Tod ihrer Mutter hatte es nicht mehr lange gedauert bis Andrea alles an Geld versoffen hatte und sie das Haus und alles darin hatten verkaufen müssen. Und sie würde niemals die kleine Baracke vergessen, für die sie sich damals schon geschämt hatte. All die anderen Kinder in der Schule, die sie hänselten und ausgrenzten...da grenzte sie sich lieber selbst aus. Sie war versucht, zu sagen, dass eben nicht jeder mit einem goldenen Löffel im Mund geboren wurde, doch sie beließ es lieber dabei. Zuckte mit den Schultern und hakte das Thema damit ab, umging eine unnötige Diskussion. Denn so, wie sie selbst niemals darüber nachdenken würde, welcher teure Stoff denn farblich zu ihr passen würde, würde Luca niemals einfach so akzeptieren, dass es ein aus Sackleinen gefertigter Stoff ebenso brachte.
Über die Farben hier hatte sie sich schon gar keine Gedanken gemacht. Sie selbst war auch eher unscheinbar, weshalb es ihr kaum auffiel, dass alles hier das ebenfalls war.
Auf ihre Spitze reagierte Luca nicht mit Worten. Aber Ri konnte dennoch sehen, dass es sie getroffen hatte. Ganz konnte sie es eben einfach nicht unterdrücken. All die biestigen Antworten, die andere auf Abstand halten sollten. Doch ihre Einladung schien die Freundin zu besänftigen und Ri war einfach nur erleichtert. Sie wollte nicht auch noch Luca verlieren, nachdem sie doch Revan verloren hatte.
Selbst ohne Eiltempo ist man in kürzester Zeit einmal durch“, erwiderte sie mit einem Lächeln, das man durchaus als erleichtert bezeichnen könnte. Sie war wirklich erleichtert, dass Lulu es zu verkraften schien, was sie gesagt hatte. Denn sie hatte wirklich Angst, dass sie ihre beste Freundin verlieren würde. Wegen ihrer eigenen Dummheit.
Als sie sich bei ihr unterhakte und sie losgingen, meinte Luca plötzlich, dass sie vorhin Revan am Burgeingang gesehen hatte. Kurz zögerte die junge Frau, lächelte ihre Freundin dann aber an und schritt weiter aus. Sie musste aufhören, ihm dermaßen aus dem Weg zu gehen. Mit der Kapuze würde er sie eh nicht sehen, so aufmerksam ging er nicht durch die Welt. Nicht, wenn er anderes im Kopf hatte. Und das hatte er bestimmt...
So gut sie konnte schob sie all die Gedanken beiseite und kreuzte gemeinsam mit Luca den Burghof. Sie gingen am Rande, keiner schien sie zu bemerken. Sie sah Revan mit einem Kind...und auch wenn sie einen leisen Stich der Eifersucht spürte, spürte sie auch Wärme. Das war Revan, wie sie ihn kannte. Wie sonst niemand ihn gesehen hatte...und anders als andere vermutete sie nicht einmal, dass er dem Kind etwas getan haben könnte.
Doch was sie nicht bezweifeln konnte, war, dass etwas zwischen ihm und Chrissi nicht stimmte. Sie waren noch ein Stück entfernt, konnten nicht hören, was sie sagten. Und eigentlich hatte sie auch keine Lust, ihn anzuschauen. Denn wenn sie ihr Gesicht in seine Richtung wandte, war die Gefahr viel zu groß, dass er sie sah. Und dennoch konnte sie nicht anders. Aus dem Augenwinkel beobachtete sie die Szenerie, sah das Mädchen mit einem älteren davongehen und Revan, wie er Christine mit sich zog. Sie kannte ihn, sie konnte ihn einschätzen, ohne zu wissen, was los war. Seine ganze Körperhaltung...
Catarina schluckte und senkte den Blick, doch er huschte noch einmal zu ihm. Sie konnte sehen, wie er die Hand hob und zuschlug. Unwillkürlich zuckte sie zusammen, wäre am liebsten zu ihnen gelaufen und hätte Christine geholfen. Trotz allem. Obwohl sie dank ihr ihren Freund verloren hatte...
Kurz zögerte sie, dann machte sie sich doch auf, einzuschreiten. Löste sich von Luca, die sie auf keinen Fall mit hineinziehen wollte. Sie kannte Revan. Wenn er wütend war...war er jemand anderes. Und da sollte niemand in die Schussbahn geraten. Sie war bereits ein ganzes Stückchen näher herangekommen, als sie die Hand Revans an Christines Nacken sah. Und anhand ihrer Körperhaltung wusste sie, dass da einiges nicht in Ordnung war. Sie ahnte, was er zu ihr sagte, ehe er sie küsste. Der Kuss war es, der sie innehalten ließ. Sie blieb stehen, wartete ab. Dann hörte sie die Stimmen und es war eine darunter, die sie immer wiedererkennen würde. Alec.
Schnell wandte sie sich um. Eine Person mied sie noch mehr als ihren Exfreund und das war Alec. Dank ihm waren sie und Revan überhaupt erst zusammengekommen, da er seine Finger nicht bei sich hatte behalten können. Aber das rief Erinnerungen wach, die sie nicht einfach beiseite schieben konnte. Erinnerungen an den Keller, an ihren Großvater, seine Männer...
Die junge Frau zog sich die Kapuze weiter ins Gesicht und blickte zu Luca, beinahe schon hilfesuchend. Kehrte zu dem Mädchen zurück, hakte sich unter und beschleunigte ihre Schritte. Als sie das Tor passierten, kamen Alec und Mr. Cale mit ein paar Mädchen ihnen entgegen. Catarina schob Luca an ihnen vorbei, damit sie so schnell wie möglich aus ihrem Sichtfeld verschwanden. Erst am Rande des Dorfes wurde sie wieder langsamer. Es war ihr ein wenig unangenehm, dass es ihr vor Luca geschehen war. Und am liebsten hätte sie es irgendwie thematisiert, aber sie war eben nicht gut darin, Gefühle und so auszudrücken. Sie sagte lieber nichts, wusste nicht was, tat, als wäre alles normal. Zog Luca mit sich in die Fußgängerzone, immerhin wollten sie etwas frühstücken. Vor einem Bäcker blieb sie stehen und blickte nach langen Minuten zum ersten Mal wieder in Lucas Gesicht. „Wie sieht es aus? Wollen wir hier rein?“, fragte sie nun, die Stimme fest und fröhlich, als sei nichts geschehen. Als wäre alles in Ordnung...
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J.M.Cale
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BeitragThema: Re: Die Fußgängerzone    Fr Nov 23, 2018 8:01 pm

Luca McAllister
Infos: 16 Jahre | single
ERWÄHNT:Revan (Cale) | Chrissi (Lavina) | Yuki (Yuki) | Kittey (Lilith) | Tyler (Sharina)
ANGESPROCHEN: Catarina (Catarina)

cf Steinbrunnen

Als verwöhnt hätte Luca sich nicht unbedingt bezeichnet, jedoch hatte sie auch nicht wirklich sonderlich viele Vergleichsobjekte. Aber konnte sie etwas dafür, dass ihre Eltern nun einmal reich waren und ihr somit jeden Wunsch erfüllen konnten? NEIN. Dies konnte sie natürlich nicht. Hätten die Armen halt auch reich geboren sein sollen! War ja nicht ihr Problem, wenn sie sich das falsche Leben ausgesucht hatten!
Eine ziemlich beschränkte Sicht auf die Dinge... als ob sich jemand seinen Gesellschaftlichen Stand bereits vor der Geburt würde aussuchen können.
Nichts davon ahnend, wie sehr ihre Freundin an sich selbst zweifelte, hing Luca ihren eigenen, recht selbstsüchtigen Gedanken nach. Das Feingefühl, die Gefühle anderer verstehen und erraten zu können, fehlte ihr noch. Obwohl man ihr Zugute halten musste, dass sie sich bei Catarina wenigstens bemühte, auch, wenn sie öfters in die Scheiße griff, als eine wirkliche Hilfe zu sein...
Allerdings hatte sie aber auch keine Ahnung davon, wie hart das Leben der jungen Frau neben ihr gewesen war... was sie alles hatte erdulden müssen. Andererseits war Luca vielleicht auch noch nicht bereit dafür, die ganze Last der Erinnerungen auf ihre Schultern zu heben. Immerhin war sie mit ihren 16 Jahren und den behütet aufgewachsenem Leben bisher nur selten mit Grausamkeit und Verlust in Berührung gekommen. Obwohl sie sich selbst gerne als erwachsen betitelte, war sie dies noch lange nicht.
So sah sie nicht, wie Ri ein Lächeln erzwang und meinte, dass sie sie beim Wort nehmen und des Nachts tatsächlich wecken würde. Luca grinste nur frech und streckte ihr die Zunge raus, bevor sie sich auf den Weg machten, um einfach einen – hoffentlich – schönen Tag zu haben. Auf die Worte ihrer Freundin, dass sie selbst ohne Tempo rasch durch mit dem Bummel waren, meinte Luca: “Dann gehen wir halt zweimal!“
Voller Vorfreude hätte sie beinah vergessen, dass sie ihre Freundin ja noch vor deren zweifelhaften Ex warnen wollte! Dies tat sie nun anschließend, bevor es ihr wieder aus dem Gedächtnis flutschte.
Kaum hatte sie Revan's Namen gesagt, sah sie eine Veränderung über Catarina's Gesicht huschen, welche nicht einmal ihr entgehen konnte. Doch münzte sie es einfach auf die Tatsache, dass sie einfach nicht scharf drauf war, dem Kerl zu begegnen. Was ja wohl auch vollkommen verständlich war. Doch zog sich jene dann nur die Kapuze tiefer ins Gesicht und ging eilig weiter, mit Luca im Schlepptau.
Doch wie sie befürchtet hatte, war Revan tatsächlich noch dort draußen, allerdings in einer mehr als ungewöhnlichen Situation. Er trug ein Mädchen auf den Armen, ob diese schlief oder bewusstlos war, konnte Luca im ersten Moment nicht erkennen... dich die dunklen Flecken an den Beinen sah sie durchaus, ebenso die Schramme, welche die Wange des Mannes zierte. Ein ungutes Gefühl beschlich sie... hatte er dem Mädchen etwas angetan? Hätte sie nicht eine Heidenangst vor ihm, so hätte sie vermutlich gefragt, doch Revan war nicht unbedingt jemand, dessen Nähe sie genoss. Doch als dessen neue Freundin wütend auf ihn zu stiefelte, regte sich das Mädchen und kurz darauf stand sie auf dem Boden und wurde von Yuki mitgenommen.
Luca wollte Catarina weiter ziehen, doch jene schien wie fest gewachsen und bewegte sich keinen Zentimeter. Stattdessen sah sie zu ihrem Exfreund, welcher nun ein Streitgespräch mit Chrissi führte. Als er die Hand erhob, zuckte Luca zusammen und kniff die Augen zusammen, sie nur blinzelnd wieder öffnend. Ri war ein ganzes Stück auf das Paar zu gegangen und Luca hoffte, sie würde noch rechtzeitig umkehren.
Doch brauchte sie nicht hoffen, denn in diesem Moment zog Revan Chrissi an sich und er küsste sie. Nicht Zärtlich, nicht einmal im entferntesten – und doch schmiegte sich die hübsche, junge Frau nach kurzem Zögern an ihn. Warum auch immer...
Ri jedoch war erstarrt und als sie Stimmen vernahmen, zog sie Luca beinah panisch mit sich hinaus in den Wald in Richtung Dorf. Mehr stolpernd als gehend eilte sie hinter ihrer Freundin her. Vermutlich wollte sie einfach der Begegnung mit Revan entfliehen... jedenfalls dachte Luca das und so blickte sie nachdenklich zu Catarina, als diese meinte, wie es aussehen würde, ob sie zum Bäcker hinein wollten.
Doch dieses Mal wollte Luca sie nicht so leicht entkommen lassen!
“Ri... du musst vor mir nicht so tun, als wäre alles in Ordnung... Ich bin nicht blöd und habe dein Gesicht gesehen, als du ihn angeblickt hast. Wie kannst du da stehen und lächeln, obwohl du gesehen hast, wie dein toller Ex ein Mädchen schlägt? Wie er sie so Demonstrativ geküsst hat, als könne er sich alles erlauben, alles mit ihr machen? Verdammt! Wie kannst du ihn nur immer noch lieben?“, fragte sie, nicht wütend, nur verständnislos. Verstand sie es wirklich nicht, jedoch wollte sie dies, wollte Catarina verstehen.
So wartete sie, das Gesicht fast verzweifelt, die Brauen zusammen gezogen, abwartend. Den Kopf schüttelnd blickte sie zur Seite, wollte ihrer Freundin helfen, irgendwie, jedoch wusste sie nicht warum.
Dabei erkannte sie jemanden, aus den Augenwinkeln, rasch sah sie hin, bevor sie sich blitzschnell mit dem Rücken in diese Richtung drehte. Ihr dämlicher Mentor... Bei dem sie sich hätte abmelden sollen... als ob sie warten würde, bis dieser seinen Arsch wieder hinauf zum Schloss bewegen würde! Ganz sicher würde sie sich so schnell nicht die Erlaubnis eines so bunten Gockels einholen!
“Wir sollten doch hinein gehen...“, meinte sie dann, nur zur Sicherheit, wollte nicht direkt erkannt werden. So zog sie Catarina mit in den Bäcker, zu einem kleinen Tischchen mit zwei Stühlen, wo sie genauso gut reden konnten – wenn nicht sogar besser.
Die Frau hinter dem Tresen sah sie an und fragte, was sie ihnen Bringen könnte. “Einmal das Frühstück für zwei. Für mich mit Kakao anstatt Kaffee.“, antwortete sie, sah anschließend Ri an, was sie denn Trinken wollte – bevor sie anschließend auf die Erklärung wartete, die sie bereits vor dem Bäcker erhofft hatte.



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Sharina Madani

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BeitragThema: Re: Die Fußgängerzone    So Nov 25, 2018 1:16 pm

Tyler Black
Infos: 23 Jahre / bester Freund von Jack
ERWÄHNT: Luca, Catrina, Jack, Revan
ANGESPROCHEN:  //


Tyler saß in der Sonne auf der alten Holzbank und hatte sein Gesicht den warmen Sonnenstrahlen zugewandt. Er saß dort schon eine ganze Weile, da hörte er weiter entfernt zwei ihm allzu bekannte Stimmen. Tyler öffnete die Augen und hob den Kopf, er sah in die Richtung aus der die Stimmen kamen. Catrina und Luca standen mehrere Meter von ihm entfernt vor dem Eingang des Bäckers, schienen sich zu unterhalten. Tyler kniff leicht die Augen zusammen, eigentlich hätte Luca sich seine Erlaubnis holen müssen, bevor sie das Burggelände verließ. Aber so wie es aussah, war sie einfach nach ihm losgegangen, so hatte sie sich keine Erlaubnis einholen können. Tyler wandte den Blick von den beiden ab als er sah, dass Luca ihn bemerkt hatte. Er konnte ihr gar keine Standpauke geben, da sie ja nach ihm losgegangen war. Tyler wartete, bis sie die Bäckerei betreten hatten, dann stand er auf. Er klopfte sich kurz die Hose ab und nahm seine Einkaufstüte, dann schlenderte er die Fußgängerzone entlang. Tyler entschied sich dazu, einfach zurück zur Burg zu gehen. Er hatte hier alles besorgt was er brauchte und einfach so herumzusitzen, das wollte er nicht. Tyler ging an der Bäckerei vorbei, schenkte aber Catrina und Luca keine Beachtung. Er hatte keine Lust darauf, sie jetzt zusammen zu schimpfen. Außerdem wollte er keine Szene in der Bäckerei machen, immerhin würde er dort auch noch des Öfteren was kaufen müssen und Hausverbot konnte er nicht gebrauchen. Er wusste sehr wohl, dass Luca ihn nicht mochte. Oder gar hasste. Aber Tyler konnte es nicht ändern, er war, bis sie volljährig war, ihr Mentor. So hatte es Matt entschieden und daran würde sich Tyler auch halten. Tyler schlenderte an der Bäckerei vorbei und verließ dann die Fußgängerzone in Richtung Wald. Er würde sich den neuen Ankömmlingen vorstellen und dann wahrscheinlich in sein Zimmer gehen. Jack war auch wie vom Erdboden verschluckt und Revan hatte wohl etwas anderes zu tun. Tyler steckte seine Hände in die Hosentaschen und betrat den Waldweg, von dem er vorhin gekommen war. Vielleicht brauchten die Neuankömmlinge ja Hilfe im Schloss, er kannte sich ja immerhin schon ein wenig aus und konnte ihnen einige Räume zeigen. Vorausgesetzt, sie brauchten die Hilfe und Alec wollte nicht alle für sich behalten. Tyler verließ endgültig das Dorf und machte sich auf den Weg zur alten Burg. Die Plastiktüte baumelte an seinem rechten Handgelenk, während er mit der linken Hand die Zigaretten Packung aus seiner linken hinteren Hosentasche holte. Er zog eine Zigarette aus der Packung und zündete sie an. Als er die glühende Zigarette im Mund hatte, steckte er das Päckchen wieder in die Hosentasche. Tyler sog an der Zigarette während er den Wald betrat. Er würde wohl mit dem Rauchen aufhören müssen, denn so eine Packung Zigaretten kostete schon viel Geld und so viel erspartes besaß er nicht. Entweder er gewöhnte sich das Rauchen ab, oder er musste sich einen Job suchen. Soweit er wusste arbeitete Alec im Dorf. Er würde den anderen Mann bei Gelegenheit fragen, ob dieser auch einen Job für ihn wusste. Fragen kostete ja nichts, so fand zumindest er. Tyler sog erneut an seiner Zigarette ehe er komplett in den Wald ging, weg vom Dorf.

--- > Der Burghof.

Dhiren Kaur
Infos: 25 Jahre / single / großer Bruder von Kali
ERWÄHNT: Revan
ANGESPROCHEN: Kali, Luca


Steinbrücke < ---
Dhiren kam mit Kali an der Hand in der Fußgängerzone an, er dachte noch immer über ihre Worte nach, dass er alles Glück der Welt verdient hätte und dass er sich immer zuerst Sorgen um andere machte, bevor er an sich selbst dachte. Dhiren zuckte leicht mit den breiten Schultern. „Ich kenne es nicht anders, Kali. Bevor ich an mich denken kann, muss ich erst sichergehen, dass es dir gut geht. Anders kenne ich es einfach nicht“, sagte er nach einigen kurzen Momenten. Auch zu dem Thema Revan wusste er einige Worte. „Es ist mir egal was er von uns denkt oder was er von uns hält“, meinte er ruhig. „Wenn er uns nicht mag, soll er uns in Ruhe lassen“, sagte er entschieden. Dhiren betrat mit Kali am Arm die Fußgängerzone, er sah sich um und entdeckte fast sofort die kleine Bäckerei. Dort gab es allerhand Gebäcke und auch Kaffee und Kakao. Dhiren ließ den Blick durch die Fußgängerzone schweifen und entdeckte noch die anderen Geschäfte wie den Tante Emma Laden und die Klamotten Läden. Doch dort brauchten sie beide heute nichts. Hatten sie doch wenige Tage nach ihrer Ankunft das nötigste besorgt. Wenn Dhiren wissen würde, dass Kali lieber mehr Luxusartikel wolle, sich in Seide und Schmuck hüllen möchte, dann hätte er ihr etwas besorgt. So war er nun mal, er wollte für seine kleine Schwester sorgen. MUSSTE sogar für sie sorgen. Sie hatten nur noch einander. Dhiren sah kurz auf Kali hinab, sie hatte ihre Haare wieder halbwegs geordnet, nachdem er ihr mit der Hand durchgefahren war. Doch eine einzelne Strähne stand noch weg, wodurch sie wie ein kleines Einhorn aussah. Dhiren hob deshalb die Hand und strich ihr diese Strähne glatt, wusste er doch sehr wohl, wie penibel Kali auf ihr Äußeres achtete. „So, jetzt passt es wieder“, brummelte er leise und ließ die Hand wieder sinken. Dhiren wandte dann den Blick wieder von Kali ab als die Bäckerei in ihrer Nähe war. Er trat darauf zu und öffnete dann die Tür um Kali reinzulassen. „Komm, setzen wir uns hin und essen etwas“, sagte der große Mann. Er wartete, bis Kali eingetreten war und folgte ihr dann, ließ die Tür hinter sich zufallen. Dhiren schob sich zwischen den Tischen durch zu einem leeren Platz. Auf dem Weg dorthin kam er an zwei Frauen vorbei, die er aus dem Schloss kannte. Während er Catrina nur freundlich von der Seite zulächelte, sah er Luca direkt an. „Hallo Luca“, grüßte er sie freundlich. Er wusste zwar, dass die jüngere Frau etwas sehr…wohl erzogen war, dennoch wünschte er sich, dass sie und seine Schwester Freundinnen wurden. Freunde konnte man immerhin immer gebrauchen, so fand es zumindest Dhiren. Er ging zu einem leeren Platz und setzte sich dort hin, streckte seine langen Beine unter dem Tisch aus und wartete auf Kali. Als die Kellnerin zu ihm kam sah er auf. „Einen Kaffee schwarz und eine Käsestange“, bestellte er für sich, dann sah er Kali fragend an. Er wusste schließlich nicht, auf was sie Lust hatte.
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Lilith Dearing

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BeitragThema: Re: Die Fußgängerzone    Gestern um 1:12 am

Kali
kommt von die Steinbrücke <---

Der Weg zur diesem Ort dauerte eine kleine Weile, war jedoch rasch beschritten worden. Und so kamen die Geschwister Arm in Arm in der Fußgängerzone an. Mit neugierigen Augen, sah sie sich unauffällig im Dorf um, so oft hatte sie die Gelegenheit noch nicht gehabt und nutzte diese deshalb aus.  Die Antwort ihres Bruders hatte sie nicht grade erfreut. Denn nur weil er es gewohnt war, konnte er sich doch nicht weiter so vernachlässigen! Er musste mehr auf sich acht geben, das Leben auch etwas genießen! Statt sich den Lockenkopf immerzu über seine kleine Schwester zu zerbrechen, oder anderen schon vergangenen Sorgen nachzugehen. So unterdrückte sie ein Seufzen und ein untypisches Augenrollen. "Du bist einfach viel zu fürsorglich.." murmelte sie stattdessen mit einem seichten Lächeln. "Doch versuch jetzt wo wir Frieden gefunden haben, auch endlich mal an dich zu denken." riet sie mit einem sanften Druck an seinem Arm. Und als die Thematik zu Revan schwenkte, vor dem sie Dhiren sanft warnte, nickte sie zustimmend. "Auch mir ist es egal, was irgendjemand denkt." stimmte sie zu. und oh ja, wie egal es ihr war, was irgendjemand unattraktives und langweiliges über sie dachte. Sie wollte nur die Aufmerksamkeit und Leidenschaft von aufregenden und interessanten Gesellschaften. Jene die ein reges Prickeln in ihr erweckten und wahre rausche verschenkten.  "Meiden würde ich ihn dennoch...vorsichtshalber." murmelte sie nachdenklich, denn wer wusste schon wie jemand wie dieser Grobian handelte? Sie hatte gesehen, wie er diejenige, die er zu "lieben" schien schlug. Und die blonde Schönheit zu Schlagen benötigte wohl wahrlich mehr Überwindung, als einem Ausländer eine zu verpassen. Nunja, sie selbst genoss eher lockere, spaßige Gesellschaft. Auch wenn sie diese Gründe wohl nie vor ihrem bruder aussprechen würde, so war Ausländerhass wohl der offensichtlichste und pasabelste Grund Gestalten wie den kahlköpfigen Mann zu meiden.
Nun aber blickte sie sich aus strahlenden, blassgrünen Augen um und war recht gut darin, zu verbergen wie sie die anderen kleinen Geschäfte musterte, absuchte, ob sie nicht doch etwas entdeckte, was sie sich später von ihrem eigen verdienten Geld kaufen könnte. Doch wandte sie schließlich den Blick der Bäckerei zu, die so einladend und wohlduftend darstand. Als ihr Bruder zu ihr hinab sah, blinzelte sie aus unschuldigen Augen zu ihm auf und lächelte, als er ihr übers Haar strich, scheinbar eine Strähne glättete und ordnete. "Danke." sprach sie mit einem kurzen Grinsen, welches ihr Grübchen zum Vorschein brachte. Anschließend betrat sie mit Dhiren das einladende Geschäft. Nickend folgte sie ihm zu einem freien Tisch, da er davon sprach, die gekauften Backwaren gleich hier zu konsumieren. Auf dem Weg dorthin grüßte ihr Bruder jedoch zwei weibliche Gestalten, die ihr annähernd bekannt vor kamen.  Auch sie schenkte dn beiden hübschen Frauen ein lächeln, blieb jedoch still und etwas zurückhaltend. Kali setzte sich in einer geschmeidigen Bewegung, nachdem ihr Bruder Platz genommen hatte und die langen Beine ausstreckte. Bescheiden sah sie sich etwas um, ehe die Kellnerin zu ihnen trat und nach der Bestellung fragte. Zunächst gab Dhiren die seine auf und anschließend erhob sie selbst die samtige Stimme. "Für mich eine heiße Schokolade und ein Croissant bitte." sprach sie lieblich und freute sich schon auf die süßen Geschmäcker die ihr bevorstanden, während ihr Bruder selbet einen bitteren Kaffee und eine herzhafte Käsestange in Aussicht hatte.

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Sharina Madani

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BeitragThema: Re: Die Fußgängerzone    Gestern um 10:09 pm

Tyler Black
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ANGESPROCHEN: //


Dhiren setzte sich in der Bäckerei an den freien Tisch und streckte seine langen Beine aus. Dies musste er tun, denn sonst fühlte er sich wie eine Sardine in der Dose. Als die Kellnerin zu ihm kam bestellte er sich sogleich einen schwarzen Kaffee und eine Käsestange. Er liebte diese Dinger einfach, doch musste er mit dem Verzehr dieser Stangen aufpassen, sonst setzte sich noch fett an, wo er es nicht gebrauchen konnte. Dhiren wartete geduldig auf Kali. Diese setzte sich auch zu ihm und bestellte sich etwas. Einen Kakao und ein Croissant. Dhiren überschlug im Kopf die Zahlen und brummelte leise, fast schon erleichtert darüber, dass er genug Geld eingesteckt hatte. Er nahm nie alles was er besaß mit. Zu groß war die Gefahr, dass mal ein Schein abhanden kam. Dhiren lehnte sich zurück und verschränkte seine breiten Arme vor seiner Brust, er sah Kali an. „Einen Kakao? Du bist doch eigentlich schon süß genug“, sagte er und gluckste dann kurz. Er selbst hatte mal einen Kakao probiert, für ihn war das Zeug viel zu süß. „Revan hm? Ich muss ihn mir erst einmal richtig ansehen, dann kann ich sagen, wie er ist“, sagte er ruhig. Er zuckte mit den Schultern. „Mir ist es egal, wie er ist. Solange er mich dann in Ruhe lässt“, sagte Dhiren bestimmt. Der junge Mann sah auf, als die Kellnerin mit den bestellten Sachen wieder kam. Er richtete sich leicht auf und zog sogleich die Tasse Kaffee zu sich. Milch und Zucker ließ er auf der Untertasse liegen als er die Tasse anhob und einen Schluck von dem bitteren Getränk nahm. Dhiren schluckte und stellte die Tasse wieder ab, er leckte sich kurz über die Unterlippe auf der sich noch ein Tropfen des Getränkes befand. Dhiren musterte dann Kali kurz und ließ sich ihre Worte noch einmal durch den Kopf gehen. Er solle auch auf sich achten. „Was meinst du, ich solle auf mich achten? Ich habe alles, was ich benötige“, meinte er. „Naja, fast alles“, sagte er dann, aber man konnte immerhin nicht alles haben. Dhiren griff nach der Käsestange, brach ein Stück davon ab und aß dies. Kurz ließ er seinen Blick durch die Bäckerei schweifen. Er erblickte wieder die beiden Frauen von der Burg, diese hatten seine Begrüßung gar nicht erwidert, oder er hatte es einfach nicht gehört. Dies konnte auch sein. Dhiren sah sich weiterhin in der Bäckerei um, ehe sein Blick wieder zu Kali glitt. Seine Schwester war in den letzten Jahren von einer zarten Knospe zu einer wunderschönen Blume geworden. Und das bereitete ihm Sorgen. Es gab immerhin genug Männer die dies ausnutzen würden. Sicher, er wollte auch, dass Kali ihr Glück fand. Doch er wollte nicht, dass sie verletzt wurde. Das hatte sie nicht verdient. „Du darfst nicht vergessen, wir sind noch nicht lange hier. Es kann noch so vieles passieren“, meinte er, auf die Tatsache anspielend, dass er auf sich schauen solle. Dhiren nahm einen erneuten Bissen von der Stange, er dachte kurz nach. „Brauchst du noch was vom Tante Emma Laden? Ich weiß ja nicht, was du alles für deine Haare oder so brauchst", meinte er. Es stimmte auch, während er sich nur das Shampoo in die Locken klatschte, brauchte Kali wahrscheinlich mehr für ihre Haarpracht. Dhiren nippte erneut an seinem Kaffee, er lehnte sich dann leicht zurück und wartete auf eine Antwort seiner Schwester. Dhiren musterte seine Schwester erneut, sie beide hatten die gleichen hellen Augen und die gleiche Haarfarbe. Doch sonst unterschieden sie sich sehr. Wie so oft erinnerte ihn seine kleine Schwester an seine verstorbene Mutter. „Du ähnelst Mutter von Tag zu Tag mehr“, flüsterte er leise. Er hatte ihre gemeinsame Mutter noch gekannt, während Kali sie leider nie kennen gelernt hatte. Und das tat ihm für seine Schwester leid. Ihre Mutter war eine Herzensgute Frau gewesen, viel zu gut für ihren bösartigen Vater. Dhiren hatte dieser meist gut behandelt, immerhin war er der Sohn der Familie. Und Söhne wurden oft verhätschelt und verwöhnt. Töchter hingegen….. Dhiren schüttelte kaum merklich den Kopf. Er wollte nicht mehr an diese Zeit denken. Sie lebten nicht mehr in ihrer Heimat, sie hatten dies alles hinter sich gelassen um ein neues Leben anzufangen und um die alten Zeiten zu vergessen.
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