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 James Matthew Cale's Räume

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Divious
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BeitragThema: James Matthew Cale's Räume    Sa Okt 20, 2018 3:26 pm

Im Bad wurde das Ursprüngliche Mauerwerk belassen und nur restauriert. Auf dem Boden wurde Monument Eichenholz verlegt.  Dadurch erhält das Badezimmer einen optisch ungewöhnlich modern-altmodischen Touch.

Im Schlafzimmer wurden die Wände ebenfalls nur restauriert und ein dunkler Ebenholz-Boden verlegt. Das Bett wirkt, als wäre eine Matraze auf Paletten gelegt, jedoch ist es ein extra angefertigtes Gestell.

Der Wohnbereich hat eine kleine Küche, welche mit hochmodernen Elektrogeräten ausgestattet wurde.
Eine einfache Eckcouch und ein kleiner Glastisch runden das Bild ab. Die Wände wurden in einem aufwändigen Verfahren geglättet, grundiert und gestrichen, sodass es einen glatten Betonwand-Look gab. Der Boden ist aus hellem Eichenholz.

in dem Kleinen Büro steht ein Schreibtisch und ein Stuhl, dahinter eine Wand - welche den Zugang zur restlichen Wohnung verbirgt.
Boden und Wand sind gehalten, wie im Wohnzimmer.

Optik der Räume:
 
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J.M.Cale
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BeitragThema: Re: James Matthew Cale's Räume    Fr Nov 23, 2018 6:49 pm

James Matthew Cale  
Infos:  39 Jahre | single | geschieden | Bester Freund von Daniel (Catarina) | Mit-Eigentümer der Burg
ERWÄHNT:Revan, Chrissi, Catarina, Daniel  
ANGESPROCHEN:/ / /

cf Burghof

Matt schloss seine Tür auf, welche zusätzlich mit einem Zahlencode gesichert war, den nur Daniel und er kannten. Kaum den Raum betreten, atmete er tief aus und schloss für einen kurzen Moment erschöpft die Augen, bevor er sich seinem Schreibtisch näherte, auf dem ein Pumpspender mit Desinfektionsmittel auf ihn wartete.
Obwohl keinen dieser Landstreicher berührt, hatte er dennoch das starke Bedürfnis, die Keime zu reduzieren, welche nur die Nähe zu solchen Personen seinem Kopf vorgaukelte. Vielleicht war es unhöflich gewesen, so schnell zu entschwinden, aber hätte er keinen Moment mehr in deren Nähe ausgehalten.
Er trat zum Fenster und blickte hinaus in den Hof, hatte bei der Renovierung absichtlich diese Räume für sich reserviert, weil er so einen guten Blick auf das hatte, was sich dem Schlösschen näherte.
Der Ausblick reichte weit, wäre das Dorf nicht im Tal gelegen, so könnte man vielleicht sogar jenes erkennen. So konnte er nur vermuten, wo es lag, denn die Baumwipfel versperrten die Sicht.
Von einer Bewegung unten im Hof wurde er abgelenkt und so blickte er hinab zu den jungen Menschen, welche sich dort noch immer versammelt hatten. Doch seine größte Aufmerksamkeit galt Christine und Revan. Natürlich hatte er auch über diese beiden Personen Erkundigungen eingeholt, wie er es bei jedem Neuankömmling tat – nur war er zu Beginn bei dem Mann auf rein gar nichts gestoßen. Er hatte sich schon gedacht, dass dieser einen falschen Namen angegeben hatte und somit hatte Matt bereits innerlich geflucht und sich auf eine lange, mühsame Suche eingestellt.
Doch mit dem Eintreffen Christine's und der Erkenntnis, dass die beiden sich von früher zu kennen schienen, war es ihm ein leichtes gewesen, jene Informationen zusammen zu bekommen, welche er für seine Akten benötigte. Und er war nicht sonderlich erfreut über das, was er hatte erfahren können. Wilhelm Marks war ihm wohl bekannt und niemals hätte er in Revan dessen Enkel vermutet, den dieser schon seit nun mehr einem Jahr suchte.
Anfangs war Matt versucht gewesen, zu dem alten zu gehen und ihm einen Deal vorzuschlagen... doch bewegte sich dieser in Kreisen, mit denen er nicht unbedingt in Verbindung gebracht werden wollte, nicht durfte. Somit hatte er mit einem Zähneknirschen die Füße still gehalten, jedoch immer darauf bedacht, Revan im Auge zu behalten – denn auch seine politische Einstellung und sein Strafregister waren ihm bekannt, sodass er bei ihm mit Vorsicht handelte.
Tatsächlich war es für ihn umso überraschender gewesen, zu erfahren, dass Revan bei den Frauen scheinbar auf sehr gutes Feedback traf. Mit Christine hatte er eine ausnehmen hübsche junge Frau an seiner Seite, welche auch noch dessen Stimmungsschwankungen – wenn man es mal harmlos bezeichnen wollte – kommentarlos über sich ergehen ließ.
Fast noch seltsamer jedoch war für ihn die Verbindung zu Catarina... Italienischer Abstammung war die junge Frau alles, was Revan verachtete und doch hatte sich zwischen ihnen scheinbar etwas entwickelt gehabt. Jedenfalls hatte er es bei einem Gespräch erfahren, welches er nur zufällig aufgeschnappt hatte, als er an Luca und Catarina vorbei ging.
Aber im Grunde war es ihm egal, solange er selbst nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Sollten die Jugend von heute halt machen, was sie wollte.
Und trotzdem... betrachtete er noch immer das Paar dort unten. Zwar wusste er nicht, wie viel Zuneigung tatsächlich zwischen ihnen herrschte... jedoch brachte es ihn dazu, an Ariana zu denken. Anders als Christine war sie keine Schönheit... vermutlich würden viele sie nicht einmal beachten, wenn sie mit zerzausten Haaren und der Brille, welche sie zum arbeiten brauchte, an ihnen vorbei lief. Vielleicht hatte sie sogar ein paar Pfund zu viel auf den Hüften... und er selbst hatte sie auch keines Blickes gewürdigt – bis er ihr Lächeln gesehen hatte. Ab diesem Moment hatte er gewusst, dass sie diejenige war, mit der er sein Leben verbringen wollte. Auf die er gewartet hatte. Fast 32 Jahre hatte es gedauert, bis das Schicksal dafür sorgte, dass sich ihre Wege kreuzten.
Er hatte sich bemüht... sie schick ausgeführt... sie mit Geschenken überhäuft... ihr alles ermöglicht. Nur hatte es einfach nichts gebracht. Mehr als eine Freundschaft hatte sie nicht gewollt... Mit der Zeit wurde er wirklich verzweifelt. Kannte es nicht, dass es etwas gab, was er mit seinem Geld nicht kaufen konnte.
Verdammt Ariana! Ich liebe dich! Was soll ich noch tun, damit du mir glaubst? Als wäre es gestern gewesen, dass er diese drei Worte sprach... zum ersten Mal in seinem Leben... Und Ariana  trat näher. Legte ihre Hand sanft an seine Wange und zeigte dieses Lächeln, was dafür sorgte, dass er sich jedes mal neu in sie verliebte. Dummkopf..., hatte sie ihn zärtlich geneckt. Das ist das einzige, was ich von dir hören wollte.
Und sie hatte ihn geküsst und seine Welt aus den Angeln gehoben. In seinem Leben war sie das einzig variable. Alles andere war konstant, geordnet. So wie er es liebte. Sie jedoch wirbelte wie ein Orkan, brachte alles durcheinander. Unvorhersehbar, jeden Tag aufs neue eine Überraschung für ihn. Zwei Jahre waren sie zusammen. Zwei Jahre, in denen er nicht einen Tag bereute, sie kennen gelernt zu haben. Zwei Jahre in denen er ihr zu viel verschwiegen hatte... Zwei Jahre, in denen er sich anders gab, als er war.
Er bat sie um ihre Hand und sie willigte ein... Wie wunderschön sie in ihrem Brautkleid ausgesehen hatte... Vermutlich der glücklichste Tag in seinem Leben. Verbracht mit den beiden Menschen, welche ihm am meisten bedeuteten. Ariana und Daniel.
Die ersten Wochen noch schwebte er auf Wolke sieben... bis seine Frau erkannte, was für ein Mensch er tatsächlich war. Wie kalt. Wie grausam. Wie egoistisch. Sie stritten. Sie stritten immer öfter. Sie war laut. Sie tobte. Sie schrie. Er sah sie einfach nur an. Ruhig und emotionslos, was sie noch weiter erzürnte.
Ariana wollte, dass er seine krummen Geschäfte aufgab – er jedoch sah dies nicht ein. Sie brachten ihm Geld... Ansehen... Macht. Sie wollte ein Kind – er hasste Kinder, dachte nicht einmal drüber nach. Sie wollte einen Hund – er wollte den Dreck nicht, den dieser verursachte. Sie wollte aufs Dorf ziehen oder wenigstens an den Stadtrand. In ein Häuschen mit Garten – er jedoch war nicht bereit, seine Stadtwohnung inmitten des Trubels aufzugeben.
Schlussendlich kam es, wie es kommen musste – und womit er trotzdem nicht gerechnet hatte. Sie zog aus... und kurze Zeit später flatterten die Scheidungspapiere ins Haus. Das war der Moment, in denen er tatsächlich nachdachte, sein Leben zu ändern. Für sie... und es war wohl das erste Mal in seinem Leben, dass er bettelte. Das sie zu ihm zurück kehrte. Er schwor Dinge, welche er niemals würde halten können, er log – und sie wussten es beide. Trotzdem knickte Ariana ein und fast hätte er es geschafft, dass sie ihrer Liebe, ihrer Ehe eine zweite Chance gab. Doch bekam er ein fragwürdiges Angebot, welches er einfach nicht ausschlagen konnte... und sie erfuhr es. Seitdem fand ihre Korrespondenz ausschließlich schriftlich statt.
Ein Jahr später war er geschieden, lebte sein Leben ohne sie weiter und jedes mal, wenn er seine Wohnung betrat, spürte er die Kälte, die Leere, denn Ariana hatte all die Freude mit sich genommen, die nur sie in sein Leben gebracht hatte.
Matt lehnte sich an die kalte Mauer, den Arm über den Kopf  an die Wand stützend, während er aus dem Fenster sah. “Verdammt Ari... ich vermisse dich.“, flüsterte er leise. Fast drei Jahre war es inzwischen her und der Schmerz war so frisch wie am ersten Tag. Seit ihr hatte es nicht eine Frau in seinem Leben gegeben. Es gab einfach keine, welche ihr auch nur Ansatzweise das Wasser reichen konnte... insgeheim hoffte er immer noch, sie zurück zu bekommen.
Er ließ sie heimlich beobachten und wusste deshalb, dass es zwar immer wieder einen Mann in ihrem Leben gab – was ihm innerlich einen Stich versetzte – doch keiner blieb lange.  
Mit einem Seufzen wandte er sich vom Fenster ab und trat zu seinem Schreibtisch, ließ sich schwer auf seinen Bürostuhl fallen und griff nach einem Stapel Akten, welche er schon viel zu lange unbeobachtet gelassen hatte...

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Lilith Dearing
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BeitragThema: Re: James Matthew Cale's Räume    So Nov 25, 2018 5:46 pm

Lilith
Der Schritt war schnell und leichtfüßig, während sie ihren eigenen Raum hinter sich ließ. Um sich Luft zu machen, auf ungewohnt friedliche Art und Weise. Eine die sie trotzdem bevorzugte, einfach weil sie ihr neues Heim nicht so schnell verlassen wollte - und aufgeplatze Knöchel und Lippen auch nicht grade das angenehmste Gefühl waren...auch wenn es schon eine befriedigende Erleichterung gab, auch das Gegenüber zum bluten zu bringen und ihm oder ihr das abfällige Grinsen aus dem Gesicht zu polieren. Meist sah sie dabei noch einen Funken Überraschen, ehe der erste Schlag saß, nunja körperlich war sie nunmal leicht zu unterschätzen. Doch wenn man sie erstmal festhielt, wäre wohl jeder "Kampf" rasch vorbei. Solange sie jedoch frei war, nützten ihr Schnelligkeit und Wut. Das Adrenalin was Schmerz udn Denken auslöschte. Wobei sie sowieso ein ziemlich hohes Limit hatte, was Schmerzen anging.
Sie versuchte ihre Ausbrüche gering zu halten, doch schaltete ihr ganzes Wesen oft einfach automatisch auf Angriff wenn sie sich bedrängt fühlte. Sozusagen: Angriff ist die beste Verteidigung...

Eigentlich hätte sie am liebsten direkt einfach hinaus gewollt, sofort die Waldwege entlang zu joggen, zu sprinten und einfach dabei den Anstau in ihr hinaus zu lassen. Doch die beschissenen Regeln schrieben ihr ja vor, sich bei einem Erwachsenen abzumelden. Derzeit hatte sie noch keinen übrigen Mentor bekommen, weswegen sie sich wohl oder übel an James Matthew Cale wenden musste, eingebildeter Schnösel Nummer eins. Ehrlich, schon wenn sie an sein wiederlich herblassendes Gehabe oder den abwertenden Blick des Mannes dachte, hätte sie am liebsten demonstrativ vor seine Füße gekotzt, einfach weil er diesen bekloppten Putzwimmel hatte. Der Typ hatte sie wirklich nicht mehr alle...und das kam von jemandem wie ihr.
Wer von den beiden hat sich diese nervtötende Regel überhaupt ausgedacht?! Es war einfach total schwachsinnig. Es würde eh keiner merken, ob sie nun allein und unabgemeldet weg war, oder in ihrem Zimmer rumhockte. Doch die Enge dieses Raumes ließ sie nach gewisser Zeit sowieso verdammt unruhig werden. So war es allerhöchste Zeit für einen Lauf in der Freiheit. Frische Luft. Und wenn sie dafür ein paar beschissene Worte mit einem anderen Lebewesen autauschen musste, sei es so.

Der Weg war erstaunlich schnell vorbei, und sie hielt vor dem Zimmer...oder eher gesagt der Tür zur Wohnung des Ortsleiters. Sie stief schon fast genervt die Luft in einem Schnauben aus. Wen nervte dieses "Zusammentreffen" wohl mehr? Statt die Hand zu heben und höflich udn kurz angebunden anzuklopfen, wie wohl ein "normaler" Mensch. Trat sie zwei mal recht forsch gegen die Tür, was sich eher wie ein dumpfes, genervtes Pochen anhörte. Jedenfalls nicht zu überhören. Danach stellte sie sich mit verschränken Armen hin und wartete, gereizt. Je schneller er öffnete und ihren kurzen Ausflug abnickte, desto besser. Ihr Fuß tappte dabei auf dem Boden des Flures, ein Zeichen ihrer Ungeduld. Und der Bemühung sich zu Beherrschen und nicht erneut, fester gegen die scheiß abgeschlossene Tür zu pochen.
Sie mochte zwar, dass dieser Ort existierte und sowas wie sie aufsammelte, doch die beiden leiter...nah. Kein Stück.

(507 Wörter)
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J.M.Cale
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BeitragThema: Re: James Matthew Cale's Räume    So Nov 25, 2018 6:35 pm

James Matthew Cale  
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Er saß an seinem Schreibtisch, die Schuhe inzwischen wieder so glänzend, als hätte er nicht erst vor kurzem den Weg vom Dorf zum Schloss bewältigt... Aber er ertrug Schmutz einfach nicht... in keinster Form. Am liebsten wäre es ihm, alles in seiner Umgebung wäre klinisch rein.
Was vermutlich auf sein Haus im Dorf zutraf... oder auf seine Stadtwohnung... hier jedoch war es schwieriger zu bewerkstelligen, weshalb er nach einiger Zeit das Gefühl hatte, er müsste sich die Haut herunter reißen. Alles kribbelte, als würden tausende von Insekten unter jener krabbeln. So duschte er hier noch öfter, als er es sowieso schon tat und bearbeitete seine Haut mit Kernseife, bis sie gerötet war und brannte. Erst dann hatte er das Gefühl, den Dreck herunter bekommen zu haben.
Über seinen Tick, ständig das Wasser über seinen Körper laufen zu lassen oder immer ein Fläschchen mit Desinfektionsmitteln bei sich zu tragen, hatte Ariana sich zu Beginn ihrer Beziehung köstlich amüsiert. Und obwohl er wusste, dass es sie mitunter schrecklich genervt hatte, wenn er nach Intimität direkt unter die Dusche gesprungen war, hatte sie darüber nur müde gelächelt und ihn machen lassen, was er wollte.
Manchmal... manchmal war sie dann zu ihm getreten... hatte sich zu ihm gesellt und mit verschmitzten Lächeln gemeint, dass sie so anschließend im Bett wenigstens kuscheln könnten, wenn sie ebenfalls steril wäre. Es hatte ihn viel Überwindung gekostet, ihr nicht belehrend zu erklären, dass zwischen Steril und Desinfiziert ein himmelweiter Unterschied lag.
Und doch... war er ihr in solchen Augenblicken unglaublich dankbar gewesen. Weil sie ihn nahm, wie er war und auf so vieles verzichtete, was für andere doch selbstverständlich war. So gab es keine Spontane Intimität zwischen ihnen. Stattdessen war es geplant, wie alles, was er tat. Kein Küsschen zwischendurch. Keine Händchenhalten, wenn sie spazieren gingen. Kein Streicheln über die Haut, kein Zeigen von Zuneigung außerhalb ihrer vier Wände.
Er hätte es ihr öfter sagen müssen... täglich... wie viel sie ihm bedeutete. Wie viel reicher sie ihn machte. Mehr, als alles Geld, was er besaß es jemals gekonnt hätte. Aber er hatte es nicht getan...
Ihm hatten die Worte gefehlt um auszudrücken, was er fühlte. So hatte er geschwiegen, es in manchen Momenten vielleicht sogar als zu selbstverständlich genommen. Sie als zu selbstverständlich genommen.
Das schlimme war, dass Dan ihn immer wieder darauf hingewiesen hatte. Ihm gesagt hatte, wenn er es ihr schon nicht sagen konnte, solle er wenigstens versuchen, es ihr zu zeigen. In solchen Augenblicken hatte Matt die Augen verdreht und gesagt, sein Freund solle sich um seine eigene, nicht existierendes Beziehung kümmern und ihm erst dann Ratschläge geben, wenn er länger wie eine Woche am Stück eine solche geführt hatte.
Vielleicht unfaire, nahezu gemeine Worte... und eigentlich unverständlich, warum Daniel die Freundschaft überhaupt weiterhin aufrecht gehalten hatte... War es nämlich nicht unbedingt der einzige Augenblick, in denen Matt diese auf eine harte Probe gestellt hatte. Mit seinem Egozentrischen, rechthabereischen Wesen hielten es nicht viele in seiner Nähe auf längere Zeit aus. Was ihn auch nie gestört hatte, denn die Nähe anderer war ihm im allgemeinen sowieso zu wieder und löste in ihm den Drang aus, sich zu bekreuzigen und anschließend einen Ganzkörper-Schutzanzug überzustreifen... Wenn er bei Geschäftsessen und Verhandlungen die Hände von Klienten und Partnern schüttelte, so sorgte nur seine enorme Selbstkontrolle dafür, dass er nicht direkt zur Desinfektion griff und tapfer wartete, bis er alleine mit sich war.
Tatsächlich war es so, dass er von jeher nur Daniel auf Dauer in seiner Nähe ertragen hatte und nachdem er Ariana kennen gelernt hatte, auch sie. Somit hatte er ja alles, was er brauchte.
Ein plötzliches, heftiges erschüttern seiner Tür brachte ihn dazu, aus seinen Gedanken förmlich aufzuschrecken und auf die Akte zu blicken, welche er schon seit einer gefühlten Ewigkeit vor sich auf dem Tisch ausgebreitet hatte. Den Stift in der Hand – und doch nicht ein Wort weiter kommend.
Ein leicht verärgerter Blick folgte zum Eingang zu seinem kleinen Reich und er schob die Akten zusammen. Akkurat gestapelt und legte den Stift senkrecht daneben, bewegte ihn leicht nach rechts, als er bemerkte, dass dieser zu den Seiten hin nicht in ebenmäßigem Abstand lag.
Langsam nahm er sie die Brille von der Nase, welche er seit kurzem zu Lesen und Arbeiten benutzen musste und steckte sie zurück in das Etui, welches auf der rechten Seite seines Schreibtisches lag. Erst dann lehnte er sich leicht zurück und drückte einen Knopf, welcher sich an der Unterseite des Tisches befand und eine Verbindung zur Tür ermöglichte, ohne, dass er sich erheben musste, um diese zu öffnen.
Ein Summen ertönte und er sagte laut: “Herein.“ Ein Befehlston, richtiggehend fragend, welches Subjekt es wagte, ihn bei seiner Arbeit zu stören.
Während er wartete, faltete er die Hände voreinander und legte sie auf den Tisch vor sich. Warum konnten sie sich nicht einfach an Daniel wenden? Nein... ständig stand jemand vor seiner Tür... als hätte er nichts besseres zu tun, als auf völlig unwichtige Menschen zu warten....

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Lilith Dearing
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BeitragThema: Re: James Matthew Cale's Räume    So Nov 25, 2018 8:13 pm

Lilith

Ungeduldig wartete sie nach ihrer, recht rüpelhaften und deutlichen Ankunft und Anfrage. Er konnte sich schon froh schätzen, dass sie nicht aus Genervtheit öfter gegen gepocht hatte und sich zusammenriss, um nicht gleich aus dem Schloss zu fliegen. Denn auch wenn sie es kein Stück zeigte, war sie dankbar, dass es einen Ort wie diesen gab. Heimatlose fanden hier Unterschlupf, ohne dass viel über die Vergangenheit nachgebort wurde. Jedenfalls bisher noch nicht. Und sie war recht..erleichtert darüber. Es ging niemanden etwas an und sie wollte erstrecht nicht daran erinnert werden oder gar darüber sprechen. Vergraben und vergessen würden ihre Eltern und die Zeit im Keller verrotten - wenn sie nicht schon Staub wären.

Dann endlich, nach gefühlten Jahren, welche sie schön hätte im Freien verbringen können, ertönte eine Art von Summen. Wieso hatte der Kerl da drinnen so lange gebraucht nen bescheuerten Knopf zu drücken, wenn er schon zu faul war um selbst die Tür zu öffnen?
Sie verdrehte die Augen, bei dem fast schon gebellten "Herein." Befehlend, überheblich..einfach nervenzerrend.
Doch auf sie warten musste er nicht, sobald das Signal ertönte hatte sie schon die Tür geöffnet und betrat, den erstaunlich hellen und doch recht luxuriös eingerichteten Raum. Am Schreibtisch saß er dann, zurückgelehnt mit den Händen zusammengefaltet auf der Tischplatte. Wie konnte ein Mensch aus jeder Pore so eine grässliche Arroganz nahezu ausstoßen?
Diese Pose wirkte so überheblich und gleichzeitig überlegen. Und als sie so den Raum mit kühlen, genervten Augen musterte konnte sie ihrem bisherigen Eindruck von J.M.Cale nur bestätigen. Nicht dass sie ihn oft gesehen oder überhaupt viele Wörter mit ihm gewechselt hatte - geschweige es denn es überhaupt wollte. Notgezwungen, war wohl der passenste Ausdruck für diesen nun anstehenden Moment. Und sie war wirklich am überlegen, das nächste mal einfach so nen Ausflug zu machen, ohne einen der Leute heir aufzusuchen. Denn allein sein Gesichtsausdruck und die absonderlich ordentlich angerichteten Dinge, reichten damit sie sich sofortig an einen anderen Ort wünschte. Nicht, dass sie jemals hier in seinem Wohnraum sein wollen würde.
Somit begegnete sie seinem verstimmten Gesicht, mit ebenfalls kalt und genervt wirkendem Blick. Doch blieb sie am Eingang stehen, so dass die Tür offen stehen blieb und verschränkte demonstrativ die Hände vor der Brust.  Hätten die zwei die Regeln nicht so bescheuert aufgestellt, müsste ich auch nicht hier her kommen...Also soll er mich nicht so genervt anglotzen. dachte sie mit einem Schnauben. Sie war in ihrem Alter sehr wohl in der Lage auch ohne Abmeldung zurecht zu kommen und wieder zurück zu kehren, es war so schwachsinnig, bescheid geben zu müssen. Als ob ein oder zwei jahre Alter da so einen große Unterschied machen würden!
Obwohl ihre eisblauen Augen kühl und verschlossen wirkten, hatten sie zusammen mit ihrem angespannten Gesichtsuasdruck etwas herausforderndes. Etwas unzähmbares und wildes - aber nach ihrer Behandlung damals im Keller, konnte sie nicht anders als in Menschen fast schon Feinde zu sehen.
Aber wenigstens zeigte der Mann vor ihr nicht falsche Freundlichkeiten - wie sie es ziemlich stark bei seinem Co-Leiter sah. Alles an dem zweite Mann war einfach nur falsch und aufgesetzt. Dieser hier...war ziemlich krank im Schädel, aber wenigstens ehrlich genug es zu zeigen. Dennoch würde sie auch ihm Ehrlichkeit nicht als Charakterzug zurechnen.
Nope.
"Ich geh raus." sprach sie also fast sofortig, nachdem sie ihre kühlen Augen auf den Mann dort gerichtet hatte. Kurz und ohne Erklärung dazu. Sprach nciht voll wollen oder möchten, sondern davon, dass sie es tun würde. "Aber ich muss mich ja unbedingt irgendwo abmelden." fügte sie fast ein wenig spitz und kalter Tonlage hinzu und verkniff sich das "wegen euch Arschlöchern." indem sie sich fest auf die Zunge biss.

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BeitragThema: Re: James Matthew Cale's Räume    So Nov 25, 2018 8:59 pm

James Matthew Cale  
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ANGESPROCHEN:Lilith (Lilith)

Seine ruhige, kühle Arroganz war ein krasser Gegensatz zu der ungeduldigen, zornigen jungen Frau, welche nach seiner herrischen Aufforderung den Raum stürmisch betrat.
Es war keine Kunst zu erkennen, wie genervt sie von der Zeit des Wartens war, die er sich nach ihrem harschen Pochen an seiner Tür genehmigt hatte, bevor er sie schlussendlich hinein befahl. Aber er hatte schon früh gelernt, dass Menschen nervös wurden, wenn es ihnen nicht schnell genug ging.
In der heutigen Zeit schien eben diese ein so seltenes Gut zu sein, dass auch die Jugend wie unter Storm zu stehen schien. Immer auf den Sprung. So gab er sich bereits im Vorfeld einen immensen Vorteil, wenn er mit Bedacht genau damit spielte... mit der Zeit.
Eigentlich unnötig hier im Schloss... und doch konnte er die Bewohner, denen Daniel und er Haus und Hof geöffnet hatten, einfach nicht als anderes sehen, wie seine Feinde. Gegner, die er unter seinen Schuhen zerquetschen könnte, wenn ihm der Sinn danach stand. Ersetzbare... unwürdige... nichtssagende Figuren auf einem Schachbrett. Hilflos seinem Willen, seinen Launen ausgeliefert.
Lilith Dearing blieb im Rahmen der Tür stehen, ihn mit einem genervten Blick und vor der Brust verschränkten Armen ansah. Wusste sie eigentlich, wie viel diese Haltung über sie aussagte? Wie viel sie ihm dadurch erzählte, ohne, dass sie es wollte? Ohne, dass sie es wusste? Es war immer wieder verblüffend, wie durchsichtig die Menschen waren, selbst, wenn sie sich für so geheimnisvoll hielten.
Nicht, dass er die junge Frau als solches bezeichnen würde. Ihr Charakter machte sie viel zu lesbar für Menschen wie ihn, die nichts lieber taten, als andere zu beobachten und die Schwächen zu erfahren, die sie für einen vernichtenden Schlag zu verwenden gedachten.
Natürlich hatte er einen immensen Vorteil gegenüber den Menschen unter seiner Obhut - selbst gedanklich konnte er das Wort nur verachtend hervor bringen. Es fiel ihm durch seinen Beruf und die richtigen... Informations-Quellen... leicht, in der Vergangenheit der Bewohner herum zu schnüffeln. Ganze Akten füllten inzwischen die Schränke. Sorgsam sortiert und geordnet, wie alles in seinem Leben.
Aus dunkelbraunen Augen beobachtete er schweigend, wie Lilith sein Büro in Augenschein nahm. Verächtlich der Blick, was seinen Mundwinkel herablassend ein wenig nach oben trieb. Aber war dies doch wesentlich besser, als der angewiderte Zug, welcher sich zwischenzeitlich beim betrachten der jungen Frau auf sein Gesicht stahl. Deutlich zeigend, dass er von ihr genauso viel hielt, wie von einer Spinne an seinem Fenster oder einem Fussel auf seinem Anzug.
Na... ein Glück, dass sie nicht den Rest zu sehen bekam... gut versteckt hinter der Wand, welche sich verschieben ließ, um den Rest freizulegen.
Einfach, um ihr deutlich zu machen, wie weit er sie unter seiner eigenen Person sah, nahm Matt sich erneut die Akte zur Hand und begann, diese auszufüllen und mit Post-it's Notizen zu hinterlegen. Der jungen Frau keinen einzigen Blick mehr schenkend. Zeigte, dass er sie nicht einmal ansatzweise etwas in ihr sah, was ihm gefährlich werden konnte. Sie war eben nichts weiter... als eine Küchenschabe. Widerlich und Schmutzig.
Natürlich würde jeder normal denkende Mensch die Gedankengänge Lilith's verstehen und jenen vielleicht sogar zustimmen... aber Matt war nicht normal und da für ihn Regeln und Ordnung an erster Stelle stand, war es ihm wichtig, dass es nach seinem Willen ging. Wobei er in Punkto Regeln auch bereit war, diese auszudehnen, sollte es seine eigene Person betreffen.
Als Lilith dann sprach und meinte, dass sie raus gehen würde und sie sich ja irgendwo würde abmelden müssen, blickte er von seiner Arbeit nicht einmal auf.
“Viel Spaß.“, sagte er nur, fügte jedoch mit einem seltsamen Ton hinzu: “Und Ms. Dearing... ich hoffe, ihre Brandnarben schmerzen beim künftigen, kalten Wetter nicht.“ Eine Antwort erwartete er nicht, wollte er auch nicht. Stattdessen wedelte er sie mit einer Hand davon, als würde er eine lästige Fliege verscheuchen müssen... Schließen Sie die Tür, wenn Sie gehen.“

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BeitragThema: Re: James Matthew Cale's Räume    So Nov 25, 2018 10:53 pm

Lilith

Sobald sie diesen überordentlichen, übersauberen, grellhellen Raum betrat, pralle ihr hitziges Gemüt, auf eine kalte Wand der herablassenden Arroganz. Die ganze Luft, war verpestet davon. Er war so verdammt großkotzig, dass schon die Aura um ihn herum reichte, um ihr Abneigung ekelhaft und übelkeitverursachend den Hals hinauf zu jagen. Sie wusste, das sie selbst oft kalt, oder gar brodelnd vor Wut auch nicht grade freundlich oder einladens wirkte, aber dass ein Blick so abwertend und wiederwärtig sein konnte, war selbst für ihren Geschmack ziemlich heftig. Ich mein, was bildet der sich überhaupt ein? dachte sie greizt von dem Fakt, dass er sie so lange vor der Tür hatte versauern lassen udn nun auch noch die Frechheit besaß so überheblich drein zu schauen. Sie wusste einfach, dass er es absichtlich tat. Er wollte sie reizen, doch wieso? Was brachte ihm der ganze Scheiß hier überhaupt? Er war ihr mehr als suspekt, weswegen sie ihn, und natürlich auch seinen Co-Besitzer des Schlosses, mied wie die Pest. Nicht, dass sie wirklich Kontakt zu anderen Mitbewohnern der Brug suchte....aber trotzdem, standen die Zwei wohl ganz oben auf der Misstrauensliste. Menschen, die falscher waren als ne Barbie.
Sie hatte nie solche Spuelzeuge besessen. Niemals. Die Überflutung an Reizen, als sie aus der Gefangenschaft des Elternhauses ausbrach, war gigantisch gewesen. Werbung, Menschnmassen, Geld, Besitztümer.... Alles Neu. Es wirkte befremdlich, oerflächlich udn grässlich Falsch. Wie Menschen...nahmen und nahmen. Gierig und unsättlich. Andere anlogen und benutzten. Bis sie hier angekomme war, hatte sie einige Dinge erlebt udn getan. Keine davon wirklich erfreulich - doch würde wohl nie etwas an das Feuer jener Nacht und die vorherigen Jahre des eingesperrtseins und der Qual heranreichen können.

Und der Mann der so erhaben auf seinem Stuhl zu thronen schien, hatte einen ebenso berechnenden Blick, wenn nciht sogar schlimmer durch den Ekel den man in den braunen Iriden sehen konnte, als er sie betrachtete. Sie ahnte es, doch wusste sie nicht mal annähernd wie genau er einen jeden durchsah und durchleuchtete. Was er alles wusste und nicht nur erschauen konnte. Wissen, und keine Vermutungen.  Vermutlich hätte es selbst ihr einen düsteren Schauer durch den Körper gejagt, doch sollte sie es noch selbst erleben, wie unheimlich ein solches Hintergrundwissen wirken konnte....
Doch zunächst provozirte erst die Ignoranz die Mister Cale zur Schau stellte - einfach seine verdammten Akten, oder was auch immer, nahm und sie las. Wie viel herablassenheit konnte man bloß in eine einzige Geste stecken, sie befüllen bis sie überquoll davon? Sie wartete, auf seine Antwort - für die er sich auch seine wertvolle Zeit nahm. Dann sprach er, ohne aufzuschauen und sie drehte sich noch im selben Augenblick, um bloß aus dem Radius dieses arroganten Arsches zu verschwinden. Ohn abzuwarten, odr nochetwas zu sagen. Doch seine anschließendn Worte ließen sie inne halten. Beinage zu Stein erstarren. Bevor deutlich sichtbar ein beben durch ihren Körper ging.
Dieser Nachname. sie hasste ihn. r gehörte nciht zu ihr, denn er gehörte ihren verfluchten Eltern. Der Schauer, der ihren gesamten Körper so intensiv eiskalt udn glühend Heiß durchströmte - war blanker Hass. Wut so unbändig  und reißend, wie die Flut, die strömung eines wilden Flusses. Und dann noch die Erwähnung ihrer Narben. Sie zuckte merklich zusammen. Ihre Schultern bebten und ihre Kiefer trafen zu einem hörbaren Zähneknirschen zusammen. Als ob er dies hoffte! Wiederwärtiger Bastard! brüllte es in ihr gegen das laute heulen der entflammten Wut. Und als schiene seine Worte es erweckt zu haben, fühlte sie die Male ihres Körpers grässlich heiß werden, sie war sich ihrer zu bewusst. Ein stechender Schmerz durchdrang ihren Schädel und ihr Augen wurden gefüllt mir eisblauem Feuer. "Fick dich doch. Erbärmliches Arschloch." faucht sie. Doch schrie sie nicht und fuhr auch nicht herum um ihm das Gesicht zu zerfetzen. Eine...Besserung anblicks der Umstände. Und dann erwachte ihr Körper wieder zum Leben udn wie mechanisch trat sie aus dem Türrahmen und knallte die Tür so stark, dass es ein Wunder schien, dass sie nicht wortwörtlich erbebte. Das Geräusch war ohrenbetäubend laut und schmerzhaft - doch rang sie selbst immernoch um einen Hauch Beherrschung oder Kontrolle.
Er wusste mehr, als er sollte.
Und die Lava in ihren Knochen verwandelte sich zu Eis.
Sie wusste es....er übertraf einige grässliche Menschen um Längen.

(706 Wörter)
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Catarina

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BeitragThema: Re: James Matthew Cale's Räume    Mo Nov 26, 2018 12:48 am

Cf: Burghof
Daniel hatte nicht abgewartet, wie die anderen reagierten. Es war ihm egal, wirklich egal. Sie alle waren ihm egal, aber sie hatten sich ja bereit erklärt. Er konnte sich vorstellen, wie sein Freund Matt das fand. All diese...dreckigen jungen Leute, die einfach nur heruntergekommen und erbärmlich waren. Ein Lächeln erschien ob dieser Gedanken auf seinem Gesicht, während er die Treppe hinaufstieg. Dan fragte sich, ob Matt bereits geduscht hatte oder ihn jetzt dabei vielleicht sogar stören würde? Er hoffte das nein. Nicht, weil es etwas wäre, was er noch nie gesehen hatte, das keineswegs. Aber...es musste nicht sein. Und er wollte ja auch mit ihm reden, was er herausgefunden hatte. Es war immer gut, wenn man genau wusste, mit wem man hier sein Obdach teilte. Und da waren einige dabei, auf die er gerne verzichtet hätte. Manche Menschen bedeuteten einfach Ärger – und wer hatte schon Lust, sich mit so etwas auseinanderzusetzen? Er jedenfalls nicht und dass Matt das wollte, konnte er sich auch beim besten Willen nicht vorstellen. Kinder waren nicht unbedingt...die Lieblingsgesellschaft seines Freundes. Auch seine nicht, er konnte nichts mit Kindern anfangen. Sie sahen zwar aus wie Menschen, aber sie besaßen keinerlei Verstand und konnten nichts. Warum auch immer Frauen sowas haben wollten. Ein Grund mehr, Frauen als weniger intelligent anzusehen.
Als der Mittdreißiger nur noch wenige Schritte von der Tür zu Matts Refugium entfernt war, konnte er sehen, dass die Tür offen stand. Niemals hätte sein Partner das getan. Für ihn gab es bestimmte Regeln und stets hatte alles seine Ordnung. Was ihn selbst von einigen Problemen befreite, denn er selbst war eher ein wenig verplant. Außer etwas interessierte ihn, aber das waren herzlich wenige Dinge im Leben. Und erstaunlicherweise gehörte Matthew tatsächlich zu seinen Interessen, wenn man es so nennen wollte. Und das, obgleich Dan eigentlich ein sehr egoistischer und selbstbezogener Mensch war. Aber irgendwie war sein Freund schon so lange Teil seines Lebens – und war trotz allem noch immer da - , dass es ihm wirklich nicht mehr egal war, wie es ihm ging. Ja, er nahm sogar Rücksicht auf ihn, akzeptierte seine Eigenheiten und Zwänge, denn andersrum war es ebenso. Alle in seinem Umfeld hatten ihm immer gesagt, er solle nicht alles bespringen, was er haben konnte – nur Matt nicht. Er hatte es nie verstanden, weil er viel zu verkopft war, aber seine Kommentare begrenzten sich auf die Hygiene. Und dass er immer eigene Kondome nehmen sollten, damit ihm niemand jemals ein Balg unterjubeln könnte. Auch hatte er ihn erstaunlicherweise immer unterstützt, war sein Alibi gewesen, wenn er mal wieder was mit einer verheirateten Frau gehabt hatte oder mit einer Tochter...und wer zweifelte denn das Wort eines Anwalts an? Niemand! Und selbst der hysterischste Vater musste sich eingestehen, dass er keine Beweise hatte, wenn sie bei ihm auf den Plan traten. Sexuelle Belästigung Schutzbefohlener. Ein typischer Anklagepunkt. Aber er hatte nur ein einziges Mal überhaupt vor Gericht aussagen müssen. Matt war eben ein guter Freund.
Der Mann kam der Tür immer näher und vernahm die Stimme einer jungen Frau. Er hatte keine Ahnung, welche es war, aber es war ihm eigentlich auch egal. Er hörte noch ihre Beleidigung, die ein feines Lächeln auf seine Lippen legte und sah das Mädchen – eindeutig wütend – Cales Räume verlassen. Sie schlug die Tür heftig zu – mit so viel Schwung, dass sie gleich wieder aufschwang - und machte aus dem feinen Ansatz ein breites Lächeln, das sich zu einem Lachen weiterentwickelte, das nicht verstummte, während er die Tür weiter aufschob. Matt hatte sie zum Glühen gebracht und er musste schon zugeben, dass es ihn amüsierte. Immerhin gab es hier recht wenig Unterhaltung, er konnte ihn absolut verstehen. Und diese Lilith, die er dann auch erkannt hatte, war generell eher dünnhäutig und dadurch ein gefundenes Fressen. Sie fuhr schnell aus der Haut – aus einer scheußlichen Haut, wenn man mal genauer drüber nachdachte. Ohne all diese...Verbrennungen wäre sie vielleicht ganz nett gewesen, aber diese Wunden....fassten sich bestimmt nicht besonders schön an. Nein, nein, das war nichts, was er haben wollte. Das kam selbst ihm unhygienisch vor. Mal abgesehen von der puren Unattraktivität. Ob man das überhaupt ordentlich sauber halten konnte? Narbengewebe war ja auch nicht mit Nerven durchzogen...wie widerlich das sein musste. Wahrscheinlich fühlte es sich auch tot an...wie gemachte Brüste. Etwas, was er überhaupt nicht toll fand. Er konnte nicht verstehen, warum es vielen so wichtig war, große, direkt nach vorn abstehende Brüste zu haben. Es sah unnatürlich aus, wenn eine Brust wie aufgeklebt auf dem Brustkorb angebracht war. Mal abgesehen von dem Gefühl, was zwar teilweise recht ähnlich war...aber es erregte ihn einfach nicht. Er mochte das...Weiche. Die nicht vorhandene Perfektion...vielleicht, weil er die Perfektion ja schon bei sich selbst hatte.
Seine Gedanken wandte er wieder Matt zu, als er eines der neben der Tür platzierten Desinfektionstücher ergriff und den Türgriff damit abrieb. Er wusste zwar den Code für die Wohnung, doch dieses mal hatte er es nicht gebraucht, denn das Mädchen war noch zu blöd gewesen, eine Tür zu schließen. Ihm gelang es allerdings, und er nahm sich die Füßlinge, die neben der Tür bereitlagen. Es mochte für manche durchaus seltsam sein, allerdings kannte Dan das von seinem Freund. Und dass er nicht wollte, dass Menschen mit Straßenschuhen in seinen Räumen herumliefen, war ja eigentlich normal. Daher störte es ihn auch nicht, seine Schuhe abzustreifen und die Hausschuhe anzuziehen. Sie wären ein ziemlicher Liebeskiller, aber er tat das für Matt. Immerhin stellte dieser ihm seit sie sich kannten ein paar Hausschuhe hin. Ein Kompliment auf die Art seines Freundes. Und er wusste es zu schätzen.
Auch Matt schien durchaus Freude an der Reaktion von Lilith gehabt zu haben. Daniel näherte sich dem Freund und setzte sich auf den Stuhl, lehnte sich zurück und schloss einen Moment lang die Augen, genoss die Stille und vielleicht sogar ein bisschen die Nähe zu seinem engsten Vertrauten. „Du hast die vier Weiber da draußen gefunden?“, fragte er dann, seufzte und schlug die Augen wieder auf. Lehnte sich leicht nach vorne, stützte seine Ellenbogen auf seinen Beinen auf, die locker gespreizt standen. „Ich konnte nicht mal meinen Spaziergang machen, hab auch eins gefunden. Was tun wir da eigentlich?“, setzte er fort und strich sich mit der Hand die Haare aus der Stirn. Ein Zurück gab es nicht mehr, von daher musste er sich auch gar nicht mehr Gedanken machen. Daniel richtete sich wieder auf, blickte auf Matt und seinen Schreibtisch. Diese klinische Ordnung, er bewunderte es. Sein ganzes Leben war aufgeräumt, all seine dunklen Geheimnisse bestens geschützt. Und doch fehlte ihm etwas. Auch wenn sie nicht darüber sprachen, wusste Dan doch einzuschätzen, dass Matt Ariana vermisste. Aber er hatte ja nicht auf ihn gehört, hatte die Frau für selbstverständlich genommen. Ihm selbst war diese Monogamie ein Graus, aber für Matthew war es erfüllend gewesen. Nur leider hat er es seine Frau nicht spüren lassen.
Hast du etwas neues herausgefunden?“, fragte er dann, zielte ab auf die Vergangenheiten ihrer Bewohner. Und möglicherweise ging es auch um mehr. Herauszufinden, wie es ihm ging, was es neues gab. Ihm war klar, dass er hier nicht unbedingt glücklich war. Für ihn war die Angebundenheit an die Welt nicht so unwichtig wie für ihn selbst, für den die Geschichte und alles, was damit zusammenhing, einfach eine Passion war.
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J.M.Cale
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BeitragThema: Re: James Matthew Cale's Räume    Mo Nov 26, 2018 9:12 pm

James Matthew Cale  
Infos:  39 Jahre | single | geschieden | Bester Freund von Daniel (Catarina) | Mit-Eigentümer der Burg
ERWÄHNT:/ / /  
ANGESPROCHEN:Lilith (Lilith) | Daniel (Catarina)

Ihre Augen verrieten ihm, was sie über ihn dachte. Natürlich konnte er es nicht mit absoluter Gewissheit sagen, dazu hätte er die Fähigkeit besitzen müssen, Gedanken lesen zu können.
Aber über die Jahre hinweg war sie nicht die erste, die ihn mit solcher Abneigung betrachtete – und sie würde nicht die letzte sein, welche es tat. Ihre Reaktion war eine von vielen, welche andere ihm entgegen brachten. Abneigung... Zorn... Hass... Furcht... dies waren wohl die wichtigsten.. jene, die ihm fast täglich entgegen prallten.
Allerdings traten andere seinem Beruf auch nicht unbedingt wohlwollend gegenüber... Zudem er verdammt gut in dem war, was er tat. So konnte er in den meisten Fällen Problemlos einen Menschen aus der Schußlinie ziehen, gegen den die Beweislast eigentlich nicht zu entkräften war. Selbst, wenn er wusste, dass er einem Kriminellen dabei half, seine Schandtaten weiter ausüben zu können... für genügend Geld, war er auch dazu bereit.
Verständlich, dass er sich somit über die Jahre viele Feinde gemacht hatte...
er selbst. Natürlich wusste er, dass er menschlich nicht unbedingt ein Glücksgriff war. Seine Arrogante Art in Verbindung mit seinem kalten, berechnenden Charakter, war nichts, was man schön reden konnte. Weshalb er es nicht einmal versuchte.
Natürlich gab es einen Grund, warum er zu dem wurde, welcher er heute war.
Warum er einen regelrechen Putzfimmel hatte... einen Ordnungszwang, der ihm selbst manchmal zu schaffen machte. Warum er Berührungen so schlecht ertrug und jeden von sich zu stoßen versuchte, der sich ihm nähern wollte. Warum er niemanden zeigte, wer der Mann hinter der glatten Fassade war.
Vermutlich... wusste er es nicht einmal selbst. Trug er schon so lange die Maske, dass sie ihm in Fleisch und Blut übergegangen war und es ihm unmöglich machte, sie abzulegen und erneut zu erkennen vermochte, wer er wirklich war. Nur selten gab es Momente, in denen er los lassen konnte.
In denen er sich zurück lehnte, die Augen schloss und für einen kurzen Augenblick die Kontrolle über sich selbst aufgab. In Ariana's Nähe war es so gewesen... und doch... und doch hatte er auch vor ihr niemals vollständig entspannen können. Immer gab es diese kleine Stimme, welche sie auf Distanz zu halten versuchte, es ihm unmöglich machte, ihr ganz und gar zu vertrauen.
So war Daniel wohl der einzige, der Matt wirklich kannte – obwohl er auch ihm nicht alles erzählen konnte, nicht alles erzählen wollte! Aus Angst? Ekel? Scham? Er wusste es selbst nicht und wollte auch nicht näher darüber nachdenken. Genauso, wie er über seine Vergangenheit niemals nachdachte. Jene war für ihn etwas, was eben vergangen war... nicht zu ändern, nicht zu wiederholen.
Nur bei seiner Ex-Frau... da gelang es ihm einfach nicht. Konnte er sie nicht vergessen, nicht begraben, wie er es bei allem anderen in seinem Leben so gut schaffte, bis es tatsächlich so war, als hätte er es niemals erlebt, als hätte es niemals existiert...
So würde er auch die Begegnung mit Lilith bereits nach kurzer Zeit aus seinem Gedächtnis gestrichen haben, war sie nichts weiter als eine kurzzeitige Störung, die genauso schnell verschwinden würde, wie sie erschienen war.
Er konnte tatsächlich hören, wie der jungen Frau förmlich der Rauch aus den Ohren schoß, als er sie mit arroganter Gleichgültigkeit ignorierte, während sie sich in seinem Büro umblickte und sich Gedanken machte, welche ihm verborgen blieben. Sich mit seiner Antwort Zeit lassend, sah er auch dann nicht auf, als er ihr eben diese gab. Wohl wissend um seine Unhöflichkeit, so deutlich zeigend, dass er etwas besseres war als sie und Lilith somit niemand, der ihm mehr als eines flüchtigen Blickes wert war.
Sie wandte sich bereits wieder zum gehen – als er seinen Trumpf ausspielte und die junge Frau daraufhin zu Eis erstarrte. Hörbar knirschte sie wutentbrannt mit den Zähnen, woraufhin er eine Augenbraue hoch zog, allerdings keinen Kommentar von sich gebend.
Zwar sah er nicht das wütende Feuer in ihren Augen, jedoch konnte er ihren Blick so deutlich auf sich fühlen, dass es ihn eigentlich hätte in Flammen aufgehen lassen müssen. Sie schrie ihn an, gleich drei Beleidigungen in einem Satz und ruhig meinte er: “Ist nicht wirklich Befriedigend.“ Ob sie ihn noch gehört hatte, wusste er nicht, denn sie rauschte aus dem Raum und warf die Tür so hart ins Schloss, dass sie wieder aufsprang. Erst jetzt blickte Matt auf und ein breites, fast schon spöttisches Grinsen ließ seine dunkelbraunen Augen Funkeln, bevor er leise lachte. Ziel erreicht... Mission erfolgreich.
Er wollte sich gerade erheben, um die Tür zu schließen, als ein Mann im Türrahmen erschien. Daniel trat mit einem Grinsen ein und zog sich die Pantoffeln über, welche Matt ihm einst kommentarlos hin gestellt hatte. Kurz beobachtete er seinen Freund nachdenklich, betrachtete den durchaus gut aussehenden Mann, der ihn eigentlich bereits ein ganzes Leben kannte.
Sie hatten vieles gemeinsam erlebt... vieles gemeinsam durch gestanden... Daniel war immer... präsent gewesen. Immer da. Vermutlich konnte er sich deshalb ein Leben ohne diesen auch nur schwer vorstellen. War Matt doch ein absolutes Gewohnheitstier und somit waren sowohl Spontanität, sowie Veränderungen nichts, was er gerne hatte. Dies betraf sowohl sein Berufs-, wie auch sein Privatleben.
Er hatte seinem Freund so oft aus der Patsche geholfen... ohne seine Hilfe zu berechnen, dass er irgendwann aufgehört hatte zu zählen. Nein... das stimmte nicht. Er notierte sich alles. Einfach, weil er es nicht ertrug, wenn ihm etwas entging. Eigentlich war es Blödsinn... hatte er niemals vor, Daniel damit zu erpressen oder ein schlechtes Gewissen einzureden... es war einfach nur... für ihn selbst. Für seinen Seelenfrieden.
Allerdings war Daniel auch immer für ihn da gewesen... wann immer er Hilfe brauchte, war jener da gewesen. Also war es sozusagen eine Quid pro quo Situation, welche zwischen ihnen Bestand hatte.
Matt legte den Kopf schief, kniff leicht die Augen zusammen – vielleicht brauchte er künftig nicht nur zum lesen eine Brille... Er konnte seinem Freund den leichten Ekel bei Lilith Anblick ansehen.
Tatsächlich waren sie hier absolut unterschiedlicher Meinung. Viel gutes hatte Matt nicht an sich... jedoch war ihm die Optik eines Menschen gleichgültig – jedenfalls, solange sie sauber und gesund waren und ihm nicht zu nahe kamen.
Deshalb hätte er Lilith auch niemals aufgrund ihrer Brandnarben verurteilt oder gar als Ekelig beschrieben. Sie war nicht hässlich. Keinesfalls. Zwar nichts, was er einen zweiten Blick gönnen würde – was er im allgemeinen bei keinem Menschen tat – jedoch beileibe war sie niemand, bei dem ein Mann sich die Augen würde auskratzen müssen.
Natürlich hatte er ihre Narben niemals gesehen und konnte sich deshalb keine Vorstellung von ihnen machen. Allerdings hatte er schon anderweitig solche Art Verletzungen gesehen und somit wäre es für ihn vermutlich kein Befremdlicher Anblick. Sie für etwas zu verurteilen, für das sie ja nun überhaupt nichts konnte... käme für ihn niemals in den Sinn.
Als Daniel dann sprach lehnte er sich zurück und schloss kurz die Augen, rieb sich mit den Fingern über die Nasenwurzel. “Kleines Geschenk für dich...“, meinte er anschließend trocken und seufzte tief. “Ich weiß es auch nicht, Dan... ich hasse alles hier. Für dich ist dieses altmodische Zeug vielleicht erfüllend... ich drehe noch durch, ohne vernünftigen Datenverkehr. Wegen diesem Kaff hier habe ich Jenna's Nachricht zu spät erhalten. Sie will Rosalie zu mir schicken... Was soll ich mit einem Kind anfangen, dass ich nicht einmal kenne...“, meinte er, sich selbst in Selbstmitleid suhlend.
Die nächste Frage ließ ihn mit dem Kopf schütteln. “Ich hab die Daten in meinem Haus, auf dem Laptop. Ich muss sie noch Ordnen und Auswerten. Scheint aber nichts relevantes zu finden zu sein, nach dem ersten Überfliegen. Oberflächliches... nicht wirklich nützlich.“
Und wieder einmal konnte man sich nur fragen, wie diese zwei so unterschiedlichen Männer befreundet sein konnten...






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Lilith Dearing
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BeitragThema: Re: James Matthew Cale's Räume    Do Nov 29, 2018 10:41 pm

Noch immer brodelte blanker Hass in ihr, die Wogen des Feuers waren zu zehrender Lava in ihren Adern geworden, sie bei jedem Schritt pulsierten.
Sie wusste ja nicht wie viel ihr Verhalten und ihre eisigen Augen zu dem miesen kerl sprachen - wi er sie lesen konnte, wie kaum ein anderer. Warum zur Hölle war dieser Mensch nur so abartig und wiederlich?! Wie konnte...er so viel wissen und sehen? Es war nicht nur erzürnend, sondern auch...unheimlich. Man fühlte sich durchschaut, offen und verketzlich. Zur Hölle nochmal, sie hasste dieses Gefühl noch mehr als den unkontrollierbaren Zorn in ihrer Brust! Sie wollte kein Tier sein, dass nach ihrem Instinkt handelte. Doch verflucht sollte sie sein, wenn sie ihm beim nächsten mal nicht an die Kehle sprang! Sie wollte garnicht wissen, wieso er so geworden war - vielleicht wurde er auch so geboren, so wiederlich wie er sich benahm, musste von Anfang an irgendwas im Kopf schief gelaufen sein! Doch...grade sie sollte nicht verurteilen, oder beurteilen. Selbst, war sie kein unbeschriebenes Blatt - bei weitem auch nicht unschuldig oder reinen Herzens. Nein, Teufelsbrut. Sie schnaubte zornig, beinahe höhnisch. Was für Fanatiker von Eltern sie doch gehabt hatte, was für ein kult...eine Sekte konnte Menschen so manipulieren und formen, dass sie ihr Kind in einen Kerker warfen? Diese Menschheit...war die wahre ausgeburt der Hölle. Nicht sie selbst. Welches Baby wurde böse geboren? Geküsst vom Teufel. Noch immer schwirrten einige dieser fanatischen Sätze in ihrem Kopf, wenn sie sich erniedrigt, kontrolliert, oder verletzlich fühlte Dieser Cale-Typ, war ihr nicht geheuer und das Misstrauen, die Abscheu vor ihm hatte er mit wenigen Worten über ein Maximum hinaus getrieben. Er hatte sie nicht mal behandelt wie einen Hund, sondern wie eine dreckige Schabe. Ignoriert, herablassend gesprochen, angeekelt angeblickt, wenn denn überhaupt.
Sie hatte an der Tür inne gehalten, erstarrt von den dunklen, wissenden Worten. Köchelnd und broelnd. Am liebsten hätte sie die Hände an seine Kehle gelegt, ihn erwürgt. Oder die Zunge ausgerissen. Die Wut die in ihr Pulsierte, war mächtig. Sie rauschte hinaus, stürmte beinahe, denn sonst würde sie ganz sicher, etwas sehr, sehr grausiges und dummes tun. Sie hörte seine Worte noch, bevor die Tür schepperte und polterte. Es juckte sie kein Stück, dass sie wieder aufflog. Am liebsten hätte sie diese aus den Angeln gerissen, irgendwas zerstört um die Woge an Gefühlen in sich zu glätten, zu beruhigen. "Als ob der weiß was befriedigend ist!!" knurrte sie noch immer am ganzen Körper bebend, als sie den Gang entlang polterte. Das Gefühl ihre Eltern schreien zu hören, alles was sie hatten brennen zu sehen...DAS war befriedigend! So sehr, dass es wie ein Rausch gewesen war, sie hatte lachen lassen, obwohl die Flammen ihren Körper umschlangen, ihre Haut liebkosten als sie sich durch die Fetzen an Klamotten brannten. Körperlich war sie selbst noch unerfahrener als der Kerl mit dem Stock im Arsch und dem Putzwimmel. Einzig das Feuer war ihr Liebhaber gewesen, und hatte sie dafür stark bezahlen lassen. Das geflecht der rötlichen Narben zeugte davon, noch immer waren sie hochsensibel. Eine Mischung aus taub und empfindlich. Recht seltsam und befremdlich. Doch würde sie sowieso niemals wollen, dass jemand sie berührte! Ganz sicher nicht! Sie verliefen über ihren gesamten Körper, standen beachtlich von dem blassen Hautton ab - doch stets recht gut verborgen von einer schicht an Klamotten. Es scherte sie ein Dreck ob er die dabei noch hörte, oder ob der Mann, der ihr entgegen kam es hörte. Daniel blablaiwas, ebenfalls Leitung der Burg - charmant wirkend und doch so ekelhaft falsch. So verlogen und manipulativ. Er erinnerte sie stark an ihren Vater, auch wenn dieser weitaus kälter und grausamer erschienen war. Dieser Daniel hingegen, wirkte einfach nur falsch und aufgesetzt. So schenkte sie ihm also nichtmal einen Blick sondern starrte stur und mehr als verärgert grade aus. Sollten sie doch alle brennen... Cale konnte froh sein, dass sie ihm nicht ins Gesicht gespuckt hatte, oder schlimmeres. Doch er wusste...dass sie nichts hatte, wenn sie hier rausgeschmissen wurde. Er wusste es.
Wütend knurren beschleunigte sie ihren Schritt die Gänge entlang...nur um dann am Burghof hinaus zu treten. Es war übel, dass sie dort entlang musste um das Anwesen zu verlassen.

tbc: Burghof <---

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Yuki

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BeitragThema: Re: James Matthew Cale's Räume    Sa Dez 15, 2018 11:16 pm

Yuki kommt von: Küche geht zu: /

Das Mädchen schritt aus der Küche und ließ die beiden hübschen Frauen hinter sich, obwohl sie sich lieber mit ihnen unterhalten hätte als mit den Verwaltern der Burg. *Ich hatte gedacht das hätte noch etwas Zeit.* Sie ging hinter Kathrin her zu ihrem Zimmer und schloss für sie auf. Nach dem Dankeschön des Mädchens nickte sie nur kurz. *Sie muss sich nicht immer bedanken. Ich habe verstanden, dass sie mir dankbar ist.*
Am besten wäre es, dass Kathrin sich hinlegte, schließlich hatte sie es versprochen, aber sie nahm nur die Jacke Revans und ging dann wieder aus dem Raum. *Jetzt hält sie ihr Versprechen nicht ein, aber ich soll das machen?* Sie zog eine Augenbraue hoch, aber sagte nichts mehr dazu. “Tschüss Kathrin“, meinte sie ein wenig eisig. *Sie wird schon noch sehen was sie davon hat.* Wenn Yuki entscheide könnte würde sie Kathrin sofort in ihr Zimmer einsperren, damit sie ja nicht zu dem Psycho konnte, aber sollte sie halt gehen. Irgendwann würde das wunderschöne, junge Mädchen merken was für Fehler sie machte. Das hatte Yuki auch bei ihrem Vater lernen müssen. Er war nett zu ihr gewesen als ihre Schwester noch nicht da war, so wie Revan bei Kathi halbwegs nett gewesen war, und dann war sie gekommen und er war scheinbar grundlos gemein geworden. Wenn es einen Grund gab kannte das Mädchen ihn nicht.
Yuki schloss ihre Zimmertür als Kathi ging. *Ihre Schuld wenn ihr etwas passiert. Ich habe es ihr gesagt.* Schnell drehte sie den Zimmerschlüssel im Schloss und steckte ihn dann ein. *Wenn sie wieder rein will wird sie auf mich warten müssen. Ich renne ihr nicht weiter nach.*
Man könnte meinen ihr wäre ihr Vater egal, weil sie doch eh nicht mehr zu Hause war und sie ihm auch egal gewesen war, aber so war es nicht. Yuki hatte unter seiner Abweisung gelitten und sie wüsste immer noch gerne wieso er sie so abgewiesen hatte, aber das würde sie vor niemandem zugeben. Außer vielleicht jemandem dem sie sehr gut vertraute.
Sie lief los in die Richtung in denen die Räume der Burgverwalter lagen. Umso näher sie kam desto schneller pochte ihr Herz und sie spielte mehrmals mit dem Gedanken zu fliehen, nur um sich dann über ihre feigen Gedanken zu ärgern. *Lass das Yuki! Du hast nichts falsch gemacht! Du gehst nur Bescheid sagen, dass Kathrin da ist! Trotzdem fühlte sie sich wie in der Schule wenn man zum Lehrer gerufen wurde und nicht wusste was man getan hatte beziehungsweise wusste, dass nichts gewesen war. Dann überlegte man auf dem Hinweg was gewesen sein konnte und der Lehrer fragte meistens nur banale Dinge wie beispielsweise nach einem Referat oder lobte die Leistung in einer Arbeit.
Sie kam immer näher an die Türen. Schließlich musste sie sich entscheiden zu welchem der beiden Verwalter sie gehen sollte. *Zu Herr Lincoln oder Herr Cale? Einschüchternd sind irgendwie beide.* Sie sah zwischen den Türen hin und her. Dann nach kurzem Überlegen entschied sie sich doch zu Daniel Lincoln zu gehen. *Von dem habe ich auf jeden Fall besseres gehört!*
Langsam lief sie zu seinem Zimmer und klopfte dort schüchtern. *Ist jemand da?* Eine Minute lang wartete sie, vielleicht waren es auch zwei gewesen, da war immer noch keine Antwort auf das Geräusch gekommen. *Hat er mich nicht gehört? Oder ist er vielleicht nicht da?* Zaghaft klopfte sie noch einmal. Diesmal etwas lauter.
Als wieder nichts kam drehte sie sich um. *Dann muss ich wohl doch zu Herr Cale.* Sie kaute auf der Innenseite ihrer Wange herum. Sie hatte gehört, dass Herr Cale sehr unfreundlich und mürrisch sein konnte, weshalb sie nicht unbedingt davon begeistern war zu ihm zu müssen.
Nun fühlte sie sich nicht mehr nur so als müsste sie nur zum Lehrer sondern direkt zum Direktor. Wenn der Lehrer einen hinbrachte und man geplagt von banalen Ängsten wurde. Wenn man nicht wusste was gewesen war, aber sich trotzdem schuldig fühlte, auch wenn man das gar nicht war.
Das Mädchen kam bei der Tür des Mannes an. Ihr Herz schlug so schnell, dass sie meinte der Mann müsste es im Raum schon hören. Vorausgesetzt er war da. *Hoffentlich ist er da. Obwohl wenn er nicht da ist kann ich einfach zurückgehen und mich mit einem Buch in meine Kissenecke setzen und das vergessen. Obwohl, Kathi wollte, dass ich Bescheid sage! Ich will nur so ungern!* Eigentlich war das sogar schon ein wenig gelogen. Sie wollte es nicht nur ungern, sondern sie hatte schon Angst davor. Sie hatte Angst sich dem Mann zu stellen von dem sie schon einiges Schlechtes gehört hatte. Yuki wusste nicht mal was sie genau sagen sollte. Sie hatte schon länger darüber nachgedacht, aber es fiel ihr einfach nichts Passendes ein. *Soll ich einfach reingehen wenn er mich herein bittet und sagen, dass Revan ein Kind her gebracht hat das ich melden wollte? Warum muss ich es eigentlich machen und nicht Revan Arsch? Der hat Kathrin doch angeschleppt und wenn sie wegen ihm nicht im Wasser gelandet wäre, wäre sie eh draußen bei den anderen neuen gewesen und hätte gewusst wo sie hin muss!*
Wenigstens war Yuki sauber. Sie hatte vom Ordentlichkeitsfabel des Mannes gehört, aber sie konnte glücklicherweise sagen, dass ihre Klamotten ordentlich waren und sie auch frisch geduscht war. *Obwohl ich diese Gemeinschaftsduschen überhaupt nicht abkann!  Zum Glück kann ich einfach mit Bikini duschen! Ich würde nicht komplett nackt vor fremden oder nur teilweise Bekannten duschen wollen!*
Zaghaft hob sie ihre Hand an die Tür. *Komm schon! Hab nicht so eine Angst! Es sind nur Menschen und sie lassen dich hier leben, dann können sie auch nicht so böse sein und du bist einfach freundlich, dann wird er schon nicht allzu schlimm sein. Du sagst nur kurz wegen ihr Bescheid und gehst dann wieder un verkriechst dich mit einem Buch in deiner Kissenecke!* Das Mädchen freute sich schon darauf eines ihrer spannenden Fantasy Bücher zu nehmen, sich in die Kissen und eine Decke zu kuscheln und in eine andere Welt abtauchen. Eine Welt in der Eltern ihre Kinder liebten und bei ihnen blieben. Eine Welt wie es sie für Yuki nie gegeben hatte. Sie musste an den Vater der mutigen Luna denken der bereit gewesen war sein Leben für seine Tochter zu opfern und wie Luna gegen die Gestaltwandlerin Calamity gekämpft hatte um ihm wiederrum zu helfen. So etwas war Liebe in der Familie und davon las Yuki gerne.
Tief atmete sie durch und klopfte dann kurz und fest an der Tür. Dann blieb sie unsicher stehen und wartete auf eine Antwort die ihr verriet ob sie eintreten durfte. Auf diese Antwort musste Yuki warten, schließlich war sie gut erzogen worden und wusste, dass sie nicht einfach so herein gehen konnte!

Angesprochen: James Matthew Cale (J.M.Cale),  Daniel Geoffrey Lincoln (Catarina),
Erwähnt: Lavina (Lavina), Aurelia (Sharina), Kathrin (Lilith Dearing), Revan (J.M.Cale),
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J.M.Cale
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BeitragThema: Re: James Matthew Cale's Räume    So Dez 16, 2018 8:55 pm

James Matthew Cale  
Infos:  39 Jahre | single | geschieden | Bester Freund von Daniel (Catarina) | Mit-Eigentümer der Burg
ERWÄHNT:Daniel (Catarina) | Lilith (Lilith)  
ANGESPROCHEN:Yuki (Yuki)

Tatsächlich war er relativ guter Laune, nach dem etwas aufbrausenden Abgang Lilith's. Man hatte ihr förmlich angesehen, wie nah dran sie war, die Beherrschung endgültig zu verlieren.
Vermutlich hatte sie sich schon allerhand schmerzhafte Szenarien überlegt, um ihm diesen offensichtlichen Seitenhieb heimzuzahlen.
Hatte er ja schon fast damit gerechnet, dass sie übe den Schreibtisch hechten und ihm an die Kehle gehen würde. Doch hatte sie schlussendlich doch irgendwie ihre Wut zügeln und mit einem lauten Knall der hinter ihr zuschlagenden Tür den Raum verlassen.
Musste er ihr in diesem Moment aber auch seinen größten Respekt zollen, denn nicht jedem gelang es, nach einer Provokation in Verbindung mit ihrem Temperament einen für diese Verhältnisse doch recht gesitteten Abgangs zu machen.
Natürlich war es vielleicht auch einfach dem Schock zuzuschreiben, dass er von ihrer Vergangenheit wusste. So erging es vielen... dachten sie ja, hier neu beginnen zu können.
Doch hatte Cale nicht vor, sie vergessen zu lassen, was sie ihm schuldeten... und das er stets etwas gegen sie in der Hand hatte. Sollten sie nicht denken, dass er er ohne jedwede Gegenleistung die Tore geöffnet hatte. Irgendwann würde er jede Schuld eintreiben!
Musste er auch schmunzeln, als er gedämpft ihre leiser werdende Stimme vernahm, hatte er den Wortlaut auch nicht verstanden, so glaubte er nicht, dass es etwas sonderlich freundlich gemeintes in seine Richtung gewesen war.
Seufzend wandte er sich nun wieder seinen Unterlagen zu, nachdenklich die Brille aufsetzend und den Stift zur Hand nehmend.
Klare Linien... Ordnung... er liebte es, zu arbeiten. Die hatte er schon immer getan. Langweilige Tabellen... endlose, trockene Texte... Gesetzesverfassungen... Die alles gefiel ihm... lebte er.
Verbrachte er die meiste Zeit seines Tages damit, Daten zusammen zu kramen, welche ihm von nutzen sein könnten. Privat, Beruflich... allgemein gesehen. Jedes noch so kleine Detail aufnehmend, betrachtend und Speichernd. Wusste man ja nie, wofür man es noch gebrauchen konnte.
Was... sich hier als mehr als Schwierig heraus stellte, denn war das gesamte Schlossgelände ein einziges Funkloch und auch das Dörfchen ließ keinerlei Datenverbindung zu... Brachte er sich auch Arbeit aus der Stadt mit, so hatte er trotzdem nicht die Gelegenheit, seine Nase direkt wieder in die Angelegenheiten der Neuzugänge stecken zu können, was ihn ein wenig frustrierte.
Konnte er diesen furchtbar altmodischen Ort nicht einmal verlassen, das Daniel sich für eine Zeitlang abgemeldet hatte. Und irgendeiner musste wohl oder übel die Stellung halten.
Konnte er sich hier nur leider kaum konzentrieren... es war so... viel... Natur! Zwitschernde Vögel, raschelnde Blätter, Pfeifender Wind. Einfach furchtbar!
Er vermisste den Lärm der Stadt... gereizte Menschen... verpestete Luft... Hektik... vorbeirasende Autos... Hier war alles so... Idyllisch, dass es ihm einen Schauer über den Rücken jagen ließ.
War dies etwas... was Ariana gefallen hätte... wollte sie immer raus aus der Stadt. Aufs Land. Drohten seine Gedanken ein weiteres Mal abzuschweifen, in unliebsame Erinnerungen, an die Frau, welche er einfach nicht vergessen konnte, so schob er sie nun mit Gewalt beiseite. Hatte er wichtigeres zu tun, als ein weiteres Mal in Selbstmitleid zu baden und schlussendlich zu ertrinken.
Hatte er sich somit wieder an seine Unterlagen gesetzt, als es an der Tür ein weiteres Mal klopfte. Kurz resigniert die Augen schließend, drückte er auf den Knopf und ein Summen ertönte. “Herein.“, sagte er mit erhobener Stimme, wie zuvor schon bei Lilith in einem deutlichen Befehlston.
Und auch dieses Mal die Brille von der Nase nehmend, warum auch immer, setzte er sie bei Gesprächen stets ab und nur fürs Arbeiten auf... sich zurück lehnend auf den ungebetenen Gast wartend.


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Yuki

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BeitragThema: Re: James Matthew Cale's Räume    Di Dez 25, 2018 10:00 pm

Yuki kommt von: / geht zu: /

Einige Momente lang stand sie mit klopfendem Herzen vor der Tür nachdem sie geklopft hatte und wartete auf eine Antwort. *Und wenn auch er nicht da ist? Kann ich dann wieder gehen? Oder muss ich ihn auch noch suchen?* Ihre Überlegungen wurden unterbrochen als sie seine Stimme hörte. Sie erlaubte ihr, gleichzeitig wie das Summen der Tür, einzutreten. Die Stimme klang herrisch und befehlerisch.
Am liebsten würde Yuki davon laufen, aber sie schluckte nur kurz und öffnete dann die Tür. *Ich habe eh schon geklopft. Wenn ich jetzt weglaufe denkt er es war ein Streich und ich bekomme wahrscheinlich noch Ärger!*
Yuki trat in den Raum und fasste ihn kurz in den Blick. Er war klein, kleiner als sie erwartet hatte, und auf den ersten Blick konnte sie keine weitere Tür sehen. *Aber er hat sicher noch weitere Räume. Schließlich gehört ihm mit die Burg und er braucht ja auch einen Wohnbereich!* Außerdem stand in dem Raum noch ein Schreibtisch an dem der Mann mit den dunkelbraunen Haaren zurückgelehnt auf dem Stuhl saß. Seine Augen wirkten sehr kalt, was Yuki noch mehr verunsicherte und auf dem Tisch lagen seine augenscheinliche Arbeit und eine Brille. Alles in allem wirkte es sehr ordentlich.
“Guten Tag Herr Cale“, sagte sie schüchtern und eher leise, aber nicht unverständlich und nicht so leise, dass man sie als verängstigt auffassen würde.
Vorsichtig schloss sie die Tür und sah den Mann an. Unsicher kaute sie auf der Innenseite ihrer Wange herum. “Es tut mir schrecklich leid, dass ich Sie störe. Ich bin auch gleich wieder weg. Ich wollte nur wegen etwas Bescheid sagen und Herr Lincoln war nicht in seinem Raum.“ Sie überlegte leicht panisch wie sie es gut ausdrücken konnte ohne irgendwie dumm rüberzukommen. *Ich wünschte ich hätte draußen mehr darüber nachgedacht was ich sage!* Sie entschied sich es einfach schnell runter zu rattern, damit sie dann schnell gehen konnte. Der Mann vor ihr wirkte eh nicht besonders erfreut von ihrem Besuch. Er wirkte sogar ziemlich genervt.
Nervös faltete Yuki die Hände vor ihrem Oberkörper und tippte mit ihrer Schuhspitze, der hohen Stiefel leicht auf den Boden.
“Revan hat vorhin ein neues Kind her gebracht. Sie ist in den See gefallen, weshalb sie nass war. Deshalb habe ich sie direkt rein gebracht, schließlich ist es ziemlich kalt draußen, und jetzt wollte ich nur kurz Bescheid sagen, dass sie eben da ist und wollte fragen ob ich sie irgendwohin bringen soll.“ Yuki überlegte kurz wie ihr Nachname war. *Was es nicht Felidi oder so? Felidai? Ach nein! Es war Felidae!* Yuki fiel wieder ein wie sich Kath freundlich mit ihrem vollen Namen vorgestellt hatte. Da waren die beiden noch nicht von Revan gestört worden. “Ihr Name ist Kathrin Felidae und sie ist noch lange nicht 18“, meinte sie noch schnell um dem Mann kurz zu sagen wer sie war. *Es schadet schließlich nicht ihren Namen zu wissen. Ich schätze mal er wird wissen wollen wer auf der Burg lebt und sie braucht ja auch ein Zimmer in dem sie schlafen kann. Sicher wird Herr Cale ihr kein Zimmer geben wenn er noch nicht mal ihren Namen kennt und sie braucht ja auch einen Mentor!*
Yuki war eigentlich gerade ziemlich stolz auf sich, weil sie es geschafft hatte mit dem Mann zu sprechen ohne komplett in Panik zu verfallen. *Hätte nicht gedacht, dass ich das schaffe!* Wieder einmal konnte man das Gefühl mit der Schule vergleichen.
Vorher war es wie das Gefühl zu geben zu müssen, dass man die Hausaufgaben nicht gemacht hatte und jetzt so wie das Gefühl eine Arbeit ein wenig besser als der Durchschnitt geschafft zu haben. Wobei das bei Yuki immer ziemlich egal gewesen war. Wenn sie gut gewesen war hatte sie von ihrem Vater kein Geschenk, noch nicht einmal Lob bekommen. Nur wenn sie zu schlecht war, war sie bestraft worden. Außer ihr Vater hatte gute Laune. Dann wurde sie einfach ignoriert. *Ich hatte schon einen tollen Vater… Meine Mutter hätte sich dafür interessiert! Warum musste sie nur sterben? Mom hatte das nicht verdient!*
Schüchtern sah sie nun den Mann mit den dunkelbraunen Augen an und wartete darauf, dass er auf das reagierte was sie gesagt hatte. *Hoffentlich ist es nicht allzu schlimm, dass ich da bin. Aber ich musste ja kommen. Ich kann schließlich nicht einfach zulassen, dass jemand hier ist von dem die Burgbesitzer nichts wissen. Das wäre ja schlimmer! Aber wäre es vielleicht gut gewesen Kathi mitzunehmen? Aber sie sollte ja schlafen gehen! Ob sie noch bei Revan ist? Oder wartet sie bei meinem Zimmer, dass ich ihr aufschließe? Aber es ist ja ihr Pech wenn sie nicht drin geblieben ist und ich musste ja abschließen! Ich bin bestimmt gleich fertig hier! Ich muss ja nur auf die Antwort warten und sie dann Kathrin sagen. Ist ja sicher nicht schlimm!*

Angesprochen: James Matthew Cale (J.M.Cale),
Erwähnt: Kathrin (Lilith Dearing), Revan (J.M.Cale), Daniel Geoffrey Lincoln (Catarina),
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BeitragThema: Re: James Matthew Cale's Räume    So Dez 30, 2018 2:24 pm

James Matthew Cale

39 Jahre | geschieden | Eigentümer der Burg |  
Erwähnt: Revan (Cale)
Angesprochen: Yuki (Yuki)



Hatte er gedacht, nun endlich Ruhe zu haben und den Haufen an Unterlagen abzuarbeiten, den er seit Tagen einfach achtlos - aber georndet - auf seinem Schreibtisch hatte liegen... so wurde er nun ein weiteres Mal eines besseren belehrt.
Stand erst Lilith vor der Tür und hatte jene nach ihrem Gespräch hinter sich ins Schloss fallen lassen, dass das Mauerwerk erzitterte – wurde er nun von einem zweiten Störenfried belästigt.
Das Klopfen an seiner Tür ließ ihn innerlich seufzen und er verfluchte den Umstand, dass in der kompletten Umgebung, angefangen bei dem weiläufigen Wiesen und Weiden, über das Dörfchen bis hin zum Schloß beinah jeder technische Gegenstand versagte. Keine Handy's... keine Kamera's... keine Fernseher... nichts. Hatte er in seinem Haus im Dorf zwar einen Laptop stehen, die Datenverbindung jedoch funktionierte so gut wie überhaupt nicht.
Selbst Fotos hinterließen nichts als einen weißen, schlierigen Nebel. Es war schon... unheimlich, wenn er genauer darüber nachdenken würde – tat er aber nicht. Zu seiner eigenen Sicherheit. Manchmal war es besser... nicht allzu viel zu wissen... vor allem, wenn...
Schüttelte er nun jedoch den Kopf, die Gedanken verscheuchend und befahl den ungebetenen Gast hinein. Sah er ein junges Mädchen eintreten, bunte Haare und... Tierohren... fragte er sich unweigerlich, wie viele Bakterien sich inzwischen auf diesen Dingern versammelt hatten.
Zuckte seine Hand nun zum Desinfektionsmitteln... dieses benutzend, dem Drang danach unterliegend, wartete er, bis Yuki etwas sagte.
Höflich war ihre Anrede. Somit ein krasser Gegensatz zu Lilith. Gab es scheinbar doch noch Personen mit Erziehung. Nickte er somit fast großmütig, dass sie fortfahren könne.
Sagte sie, dass sie nur Bescheid geben wollte und er zog fragend die Brauen zusammen. “Mr. Lincoln hat ein paar Private... Dinge zu erledigen und ist für einen unbestimmten Zeitraum außer Haus. Worum geht es?“, fragte Cale, Yuki aus scharfen Augen musternd. Sie war nervös, das bemerkte er durchaus... aber war es eine recht häufige Reaktion der Menschen, welche mit ihm in Kontakt standen. War es somit also nichts neues oder gar ungewöhnliches für ihn. Ärgerte er sich aber eing wenig darüber, dass er sich nun um die ganze Scheiße kümmern musste... war es eigentlich Dan's Aufgabe gewesen, sich um die Interaktion mit den Landstreichern zu kümmern... während er selbst nur das Geschäftliche – und das Wühlen in Vergangenheiten – erledigen sollte.
Überraschten ihn die folgenden Worte des Mädchen aber nun doch und er lehnte sich auf seinem Stuhl vor, sich erhebend und die Hände auf dem Schreibtisch abstütztend. “Revan hat also ein weiteres Mal ein Kind gefunden und mit gebracht?“, erkundigte er sich, obwohl er es schon beim ersten Mal klar und deutlich verstanden hatte.
Hatte der Bengel denn nichts besseres zu tun, als nach Kindern zu suchen? fragte er sich, leicht verärgert. War Revan ihm allgemein sowieso... suspekt. Wusste er genug über dessen Vergangenheit, damit selbst er mit Vorsicht handelte, wenn er es mit dem jungen Mann zu tun hatte.
Schrieb er sich nun rasch den Namen auf, den Yuki ihm nannte... wurde sein Liste immer Länger... und hatte er zur Zeit keine Gelegenheit, diese... abzuarbeiten. “Vielen Dank, dass du Bescheid sagst. Ich werde mich darum kümmern.“ Mit diesen Worten blickte er kurz auf die Uhr... War es gleich zwölf und das Treffen in der Eingangshalle würde bald beginnen.
Trat er somit nun hinter dem Schreibtisch hervor und geleitete Yuki zur Tür, welche er hinter sich verschloß.
“Einen schönen Tag noch.“, wünschte er – alleine aus Höflichkeit – bevor er zum vereinbarten Treffpunkt ging.

To be Continued Eingangshalle

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